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Aktien

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

Markus Fugmann

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Von Kilian Kimmel

Die Notenbanken haben mit ihrer Geldschwemme und ihren Mini- und Negativzinsen die Aktienmärkte lahmgelegt. Damit meine ich, dass sie mit bewusster Absicht die Volatilitäten in den Aktienmärkten eliminiert haben. Die Notenbanken haben den Aktienmarkt für die nächsten Jahre in ein Rettungsboot umfunktioniert – er soll die finanzpolitischen Maßnahmen der Notenbanken absichern. Auch wenn der Aktienmarkt mal ein paar Hundert Punkte abgeben muss, es dauert nur Stunden oder wenige Tage bis der Aktienmarkt wieder zum Ausgangsniveau hochgekauft wurde und in eine monatelange Seitwärtsbewegung übergeht. In regelmässigen Halbjahresabständen erfolgt dann eine schnelle 500-Punkte-Aufwärtsbewegung (vor allem verursacht durch Aktienrückkaufprogramme), um von diesem neuen Niveau aus wieder die nächsten Monate seitwärts zu laufen. Ein wirklicher Crash von 20 Prozent ist nur über externe Effekte denkbar: Kriege, Atombomben oder Meteoriteneinschlag. Aber das will niemand, auch nicht der größte Shortie.

Systemimmanente Effekte haben die Notenbanken im Griff. Der Aktienmarkt hat den Charakter eines Sparbuches angenommen. Auch das ist gewollt. Sparbuchinhaber, die bis dato die Risiken an Aktienmärkten gescheut haben, dürfen jetzt bedenkenlos ihren Sparstrumpf in einen Aktienfonds umwandeln.

Die Folge ist, das die Finanzmärkte vollkommen verzerrt sind. Die Risiken werden nicht mehr richtig abgebildet. Spekulanten und Trader verlieren ihre Handlungsbasis. Sie sehen und kennen zwar die Risiken, wissen aber nicht, ob und wie die Finanzmärkte darauf reagieren, um am Ende feststellen zu müssen, das die Finanzmärkte überhaupt nicht reagiert haben. Die 50-Millionen-Dollar-Wette eines amerikanischen Investors, dass der VIX (US-Angstbarometer) bis August 2014 um 50 Prozentpunkte nach oben steigt, ist zwar vor dem Hintergrund des historischen Tiefststandes nachvollziehbar, aber gegen die Notenbanken zu wetten ist bis heute nur dem Oberspekulanten Soros gelungen. Für alle anderen gilt der Satz: Never Fight The FED.

In der Not sind die Notenbanken auch bereit, gestützt und geschützt von der politischen Lobby, bestimmte Rechte außer Kraft zu setzen. So drohte die Bank von England den Inhabern von Kreditausfallversicherungen, ihre Forderungen per Gesetz abzuschmettern, falls sie glauben sollten, dass ihre Spekulation auf einen europäischen Schuldenschnitt aufgehen würde.
Wer hat also unter diesen Vorgaben noch Angst vor einem Schwarzen Mann bzw. Börsencrash? Die Antwort gibt uns auch der Kinderreim: Niemand.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Michaelb

    25. Juni 2014 10:29 at 10:29

    Guten Tag Herr Kimmel,

    wie immer ein sehr guter Bericht von Ihnen!

    Bitte weiter so!

    Viele Grüße

  2. Avatar

    blister

    25. Juni 2014 11:11 at 11:11

    niemand. ….. da gehts noch weiter, oder? … wenn er aber kommt! ….

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Aktien

Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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