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Wird Demografie zum Wachstumskiller?

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Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

der demografische Wandel der westlichen Gesellschaften ist ohne Frage kein theoretisches Phänomen nur für Soziologen. Vor allem für Versicherte im deutschen Rentensystem ist die Demografie ein echter Faktor. Die Deutschen müssen nämlich länger arbeiten, ohne dafür Ihre Rentenansprüche signifikant zu verbessern.

Aber jenseits dieser unerfreulichen Tatsache war doch für uns als Börsianer die fortschreitende Alterung der Gesellschaft bislang von eher begrenzter Relevanz. Es war eben ein Problem des sozialen Sicherungssystems. Vielleicht ist es daneben auch noch ein Haushaltsproblem, denn bekanntlich werden die Pensionen für Beamte und teilweise auch für Staatsangestellte in großen Teilen Europas aus dem laufenden Haushalt finanziert. In Deutschland sind hier vor allem die Bundesländer strapaziert.

Mittlerweile wird die Demografie allerdings ein zentraler Einflussfaktor für die westlichen Volkswirtschaften. Beispiel USA: Dort streben derzeit die geburtenstarken Jahrgänge, also die sog. Baby-Boomer in die Rente. Allein 2020 hat nach meinen Berechnungen der US-Arbeitsmarkt dadurch weit über 3 Millionen Arbeitskräfte verloren. Dieser Wert ist sicherlich durch die Pandemie verzerrt. Trotzdem: In den vergangenen Jahren sind immer mindestens 2 Millionen Baby-Boomer pro Jahr in Rente gegangen. Und von unten liefert die Alterspyramide nicht ausreichend nach.

So wirkt sich mittlerweile der demografische Wandel als Inflationsturbo und Wachstumskiller in weiten Teilen der westlichen Welt aus. Anders formuliert: Uns fehlen die Arbeitskräfte, um die geschundenen Lieferketten zu reparieren. Momentan umfasst der US-Arbeitsmarkt rund 158 Millionen Menschen. Laut Prognose der Statistiker werden es im kommenden Jahr auch nicht nennenswert mehr Arbeitnehmer werden. Es sind einfach keine da.

Erst 2029, wenn die letzten Baby Boomer den Arbeitsmarkt verlassen haben, kann dieser Trend kippen. Dann können die Verluste des Arbeitsmarktes von unten, also Berufsanfängern, besser aufgefüllt werden.

Zur Vermeidung von Missverständnissen: Natürlich werden die westlichen Volkswirtschaften bis 2029 schon noch wachsen. Kurzfristig ist der Arbeitskräftemangel, der eben durch die Demografie maßgeblich verstärkt wird, allerdings ein Problem für den Aktienmarkt. Langfristig reduziert die Alterung und schwache Fruchtbarkeit…..

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