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Aktien

Wirecard-Aktie: Horror-Tage überstanden?

Claudio Kummerfeld

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Das war ein Höllenritt für die Wirecard-Aktie in den letzten Tagen. Was für ein Wahnsinn. Von letztem Mittwoch bei 163 Euro fiel die Aktie in zwei Schüben bis Freitag auf 100 Euro. Ein Journalist der Financial Times (FT) hatte zwei Mal knallhart gegen Wirecard geschrieben. Er, nur er hat angeblich Infos über Unregelmäßigkeiten im Unternehmen. Sonst niemand, wirklich niemand. Schon komisch.

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Das Unternehmen widersprach zweimal mehr als deutlich. Auch gestern in einem Conference Call legte man sich fest. An der ganzen Sache sei einfach nichts dran. Es sei ein Non Event. Die abschließende externe Prüfung werde noch veröffentlicht, aber dabei werde nichts herauskommen. Da ist sich der Wirecard-Chef jetzt schon sicher!

Und heute, nachdem der Rauch sich ein wenig verzogen hat? Bis dato keine neue Horror-Meldung aus dem Hause „FT“ über Wirecard. Das Unternehmen selbst macht weiter im normalen Geschäftsbetrieb. Man verkündet aktuell eine weitere Kooperation mit dem europäischen Einzelhandel, wo chinesische Kunden mit ihrem gewohnten Anbieter „Alipay“ zahlen können – über Wirecard als Abwickler natürlich.

Wirecard-Aktie zurück im alten Trott?

Also, Business as usual, weiter im alten Trott? Wie gesagt, die abschließende Veröffentlichung der Anwaltskanzlei Rajah & Tann Singapore LLP steht noch aus. Aber Wirecard ist sich sicher, dass dabei nichts Weltbewegendes herauskommt. Nochmal dazu unsere Meinung: Wer Wirecard vertraut, dass alles in Ordnung ist, der braucht nur mal auf den Chart schauen, und die Kurse von Anfang letzter Woche mit dem aktuellen Stand vergleichen. Da klafft immer noch eine große Lücke von 32 Euro zum Kurs vor dem ersten FT-Artikel vom letzten Mittwoch.

Der Chart zeigt den Kursverlauf seit 29. Januar. Zwei Mal konnte sich die Aktie nach den FT-Artikeln erholen, aber nicht vollständig. Für Bullen, die weiterhin voll an die Wirecard-Aktie glauben, bietet sich in Relation zu letztem Mittwoch immer noch ein mehr als günstiger Einstieg. Stand jetzt läuft die Aktie heute ganz ruhig und gemächlich nach oben von gestern 123 auf jetzt über 131 Euro. Eine Kaufgelegenheit? Natürlich wissen wir nicht, ob gleich schon der nächste FT-Artikel rauskommt mit der nächsten Behauptung. Also bitte, alles ohne unser Obligo!

Wirecard-Aktie seit 29. Januar

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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