Krypto-Währungen

Jordan Belfort im Interview „Wolf of Wall Street“ fordert strikte Krypto-Regulierung

Der "Wolf of Wall Street" Jordan Belfort hat sich zu Wort gemeldet zum FTX-Debakel. Der Kryptomarkt müsse dringend reguliert werden.

Der „Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort hat sich zu Wort gemeldet. Der Zusammenbruch der „Krypto-Börse“ FTX sorgt sei Tagen für ein Debakel am Markt für Kryptowährungen. Am 11. November ging FTX offiziell in Konkurs. Aber schon vorher war das Chaos groß. Milliarden an Kundengeldern wurden veruntreut bzw zweckentfremdet. Welcher Krypto-Börse kann man überhaupt noch sein Geld anvertrauen? Und benutzt man überhaupt die richtigen Begrifflichkeiten? Denn FTX und andere Anbieter sind in dem Sinne ja keine richtigen staatlich regulierten Börsen. Eine Firma, die ihren Sitz auf den Bahamas hat, und sozusagen Offshore (außerhalb von Regularien) Milliardensummen entgegennimmt – und niemand kann genau sehen, was mit dem Geld geschieht.

In diesem Interview mit Yahoo Finance spricht Jordan Belfort über die große FTX-Pleite und die derzeit existierende völlige Verunsicherung am Kryptomarkt. Belfort ist die reale Vorlage für den Film „Wolf of Wall Street“ mit Leonardo de Caprio, der ein Mega-Erfolg wurde zum Thema Börsenbetrug in den USA. Nun ist Jordan Belfort auch gern gesehener Interview-Gast in US-Medien. Und zum Kryptomarkt hat er eine klare Meinung. 99,9 % der Kryptowährungen seien wie Wertpapiere. Und sie sollten seiner Meinung nach von der US-Börsenaufsicht SEC auch wie Aktien reguliert werden.

Der Kryptomarkt sei wie der wilde Westen. Der ganze Markt bedürfe dringend einer Regulierung. Auch regt sich der „Wolf of Wall Street“ über den Begriff „Krypto-Börse“ auf. Anbieter wie FTX seien eben keine Börsen, sondern Broker, die Geld entgegennehmen. Man habe Geld eingeworben wie Charles Schwab oder andere regulierte Wertpapierbroker.

FMW: Es ist ein grundsätzliches Problem, wenn Krypto-Anbieter Offshore ihre Produkte anbieten, und damit nicht Regularien in Europa oder den USA unterliegen. Natürlich darf man gerade in Ländern wie Deutschland daran zweifeln, dass Regularien viel bringen (siehe Wirecard etc). Dennoch fällt es „Ballerbuden“ wie FTX, die ihren Sitz auf einer sonnigen Insel  haben, natürlich leichter Gelder einfach so zu verschieben in völlig zweckentfremdete Vehikel, wie Alameda Research. Nun stellt sich die Frage, ob der ganze Kryptomarkt in einem Strudel des Vertrauensverlusts zu viele Anleger verprellt hat, die auch jede Menge Geld verloren haben. Oder wird die Politik den Kryptomarkt regulieren wie auch den Aktienmarkt? Aber bei Angeboten von sonnigen Inseln fällt das nun mal schwer.

Massive Kursverluste bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen seit Monatsanfang

Prozentuale Verluste bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen seit Anfang November, verursacht durch das FTX-Debakel. Chart: TradingView

Der "Wolf of Wall Street" Jordan Belfort
Der „Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort. Foto: Ralph Zuranski – Flickr: DSC05738 CC BY 2.0



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