Indizes

Massive Hürde bremst Dow Jones: Ist die Erholungsrally schon wieder vorbei?

Dow Jones: Ist die Erholungsrally schon wieder vorbei?

Die Rally an der Wall Street pausiert, die neue Woche begann für die US-Börsen mit Kursverlusten. Der Dow Jones ist mit einem kleinen Minus von 0,13 Prozent auf 33.700 Punkte in die verkürzte Handelswoche gestartet – US-Futures aktuell bei 33.750 Punkten. Damit ist er im Vergleich zu den technologielastigeren Indizes S&P 500 und Nasdaq noch glimpflich davongekommen. Der marktbreite S&P 500 büßte 0,39 Prozent auf 3.950 Zähler ein, während der Nasdaq 100 um 1,06 Prozent auf 11.553 Punkte nachgab. Vor allem die Schwäche von Big Tech-Aktien wie Tesla, Apple und Amazon ziehen den Nasdaq derzeit nach unten.

Nach einem starken Lauf in den vergangenen Wochen, der dem Dow Jones seit Mitte Oktober ein Plus von rund 18 % bescherte, hat die Aufwärtsdynamik deutlich an Schwung verloren. Zuletzt konsolidierte der Index wie sein deutsches Pendant der Dax in einer Seitwärts-Range. Nachdem die Erholungsrally schon sehr weit gelaufen ist, werden die Marktteilnehmer nun wieder etwas vorsichtiger. Zudem fehlt es den Aktienmärkten derzeit an frischen Impulsen. Die Aussicht, dass die US-Notenbank Fed das Tempo der Zinserhöhungen drosselt, dürfte bereits in die aktuellen Kurse eingepreist sein.

Impulse durch Konjunkturdaten und Fed

Nun müssen neue Impulse her, damit es weiter aufwärts gehen kann. Wegen des Thanksgiving-Feiertages in den USA stehen morgen neben dem Protokoll der letzten FOMC-Sitzung ebenfalls zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Dazu gehören die Erstanträge, Stimmungsdaten der Uni-Michigan sowie die Einkaufsmanagerindizes für Gewerbe und Dienstleistung. Am Abend steht zudem das Sitzungsprotokoll der Fed im Fokus (20:00 Uhr).

Die Flut an Konjunkturdaten könnte vor dem langen Wochenende den Dow Jones nochmal in Schwung bringen. Die großen Impulse für die US-Börsen kommen jedoch erst im Dezember, wenn die Inflationsdaten für November erscheinen und der nächste Zinsentscheid der Fed ansteht. Dann dürfte sich spätestens entscheiden, ob es eine Fortsetzung der Jahresendrally gibt oder nicht.

Dow Jones: Rücksetzer am massiven Widerstand

Die Rally im Dow Jones hat zuletzt deutlich an Aufwärts-Momentum verloren. An der Widerstandszone zwischen 33.900 und 34.270 Punkten hat sich der Index mehrfach den Kopf gestoßen. Seinen Hochpunkt markierte er am 15. November bei 33.983 Zählern. Damit hat er das 127,2% Extensionziel bei 34.125 Punkten des gesamten Aufwärtsimpulses (5 Wellen) seit Mitte Oktober nur knapp verfehlt. Die massive Widerstandszone erweist sich bisher als sehr hartnäckig. Um das Extensionsziel bei 34.125 abzuarbeiten und das Verlaufshoch vom 16. August bei 34.275 Punkten zu erreichen, muss der Dow Jones die Vorwochenhochs bei 33.980 herausnehmen.

Ein nachhaltiger Anstieg über das August-Hoch wäre ein starkes bullische Signal und könnte zusätzliches Anstiegspotenzial bis 35.400 Punkte freisetzen. Allerdings deutet derzeit vieles auf eine Konsolidierung hin. Ehe es zu einer Fortsetzung der Rally kommt, bedarf es zunächst einer ausgeprägten Konsolidierung. Unterhalb des Donnerstagstiefs bei 33.261 Punkten könnte sich der Abwärtsdruck erhöhen. Ein erster Rücklaufbereich liegt an der überwundenen Trendlinie bei 32.800 und der 200-Tage-Linie bei 32.500 Punkten. Später könnte der Index noch das Tief vom 3. November bei 31.775 Zählern anpeilen.

Dow Jones: die Rally legt eine Pause ein - Konsolidierung

Disclaimer

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor dieser Veröffentlichung erklärt, dass er jederzeit in einem der genannten und analysierten bzw. kommentierten Finanzinstrumente investiert sein kann. Dadurch besteht möglicherweise ein Interessenkonflikt. Der Autor versichert jedoch, jede Analyse und jeden Marktkommentar unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erstellt zu haben.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis:
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. Ich poste ein Gespräch von Marc Friedrich mit Marc Faber. Etwas offtopic hier, aber unbedingt sehenswert, wer es nicht kennt.
    Gerade auch was Geopolitik anbelangt, macht mich Marc Faber nachdenklich, mehr als viele andere.
    Und der Unterhaltungswert von Marc Faber ist ohnehin unbestritten.

    https://www.youtube.com/watch?v=CflfYJysfD4

    1. Ja, ich hatte es schon gesehen.

      sehr zu empfehlen! Wenn man die Zeit und Ruhe hat um auch genau zuhören zu können

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage