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Märkte

WTI-Ölpreis rauf und runter an der 50 Dollar-Marke – OPEC-Tratsch wie erwartet

Claudio Kummerfeld

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am

Wir hatten Anfang und Mitte dieser Woche schon darauf hingewiesen. Immer in den Tagen vor dem OPEC-Treffen (nächste Woche Donnerstag und Freitag) erhöht sich das Getratsche rund um das Treffen massiv, und diverse Öl-Minister von allen Seiten müssen ständig irgendwelche Aussagen rausposaunen. Das bringt den Ölpreis durcheinander. Die Gerüchte und Aussagen halten dann aber oft nur ein paar Stunden, und schon kurz darauf kommt das nächste Gerücht.

Ölpreis im Fegefeuer der Gerüchte

So ungefähr sieht die Lage auch aktuell aus. Gestern kamen relativ konkrete Gerüchte auf, dass Russland bereit sei zusammen mit der OPEC nächste Woche eine Fördermengenkürzung zu beschließen. Man sehe die Notwendigkeit im Einklang mit der OPEC zu kürzen. Aber man wolle nicht so viel kürzen. Egal, aber diese Gerüchte brachten den WTI-Ölpreis gestern von 49,50 auf über 52 Dollar nach oben.

Das sah schon fast nach einer Wende aus. Aber wie gesagt – solche Aussagen und Gerüchte verflüchtigen sich schnell. Und so gibt es heute Aussagen vom russischen Energieminister Novak, dass die Fördermenge Russlands bis Jahresende stabil bleiben werde. Aktuelle Preise seien völlig in Ordnung für Produzenten und Käufer. Und zack, der WTI-Ölpreis notiert jetzt wieder bei 50,04 Dollar, und tendiert eher wieder Richtung 50 Dollar.

Wladimir Putin und Kronprinz bin Salman treffen sich aktuell in Buenos Aires beim G20-Treffen. Gleichzeitig treffen sich am Wochenende weitere Offizielle aus beiden Ländern in Moskau. Es könnte also darauf hinauslaufen, dass Russland die Fördermengenkürzungen ab Januar mit macht, zumindest in einem gewissen Ausmaß!

Und die Amerikaner?

Und die Fracker in den USA? Die haben wir ja ganz vergessen? Vorgestern erhöhten sich die Rohöl-Lager in den USA erneut, diesmal um 3,6 Millionen Barrels. Und gestern wurde der aktuellste Stand zur täglichen Fördermenge für Öl in den USA verkündet. Sie liegt jetzt bei sagenhaften 11,7 Millionen Barrels pro Tag. Es geht also immer weiter nach oben. Da müssen OPEC + Russland nächste Woche schon was bieten in Sachen Mengenkürzung, wenn man den Ölpreis hochprügeln möchte.

Der WTI-Ölpreis seit 20. November
Der WTI-Ölpreis seit 20. November.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Petkov

    3. Dezember 2018 09:45 at 09:45

    Katar tritt aus der Opec aus. Sie wollen sich auf die Gasproduktion konzentrieren. Allerdings sind sie meines Wissens als Ölproduzenten eher von zweitrangiger Bedeutung. Nicht mal in der Top 10. Interessant ist daher vor allem das politische Signal dieses Austritts.

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Devisen

Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -2,0 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 2,0 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,5 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +0,7 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -0,8 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,4 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert mit 39,40 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Gold/Silber

Goldpreis: Die aktuelle Lage nach Trump-Biden-Battle, BIP und ADP-Daten

Claudio Kummerfeld

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Gold

Der Goldpreis könne deutlich reagieren nach der Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden, so hatten wir es gestern in Aussicht gestellt. Heute Nacht dann fand die Debatte statt (hier in voller Länge ansehen). Kurz zusammengefasst: Es war Debakel, eine Schlammschlacht. Ein wirklich klarer Sieger ging aus dem Duell nicht hervor, obwohl einige Beobachter doch Joe Biden leicht vorne sehen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den heutigen Kommentar hierzu von Markus Fugmann.

US-Daten ohne Wirkung

Tja, aus einer möglichen deutlichen Bewegung im Goldpreis nach diesem Rededuell wurde nichts. Notierte Gold heute Nacht um 3 Uhr zum Beginn dieser Schlammschlacht noch bei 1.895 Dollar, so fiel er bis heute Mittag auf 1.884 Dollar zurück. Der US-Dollar als in den letzten Wochen bestimmender Gegenfaktor zum Goldpreis konnte seit heute Nacht nur minimal steigen.

Dann vorhin um 14:15 Uhr wurden die wichtigen ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht als Vorläufer für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September. Sie wurden mit 749.000 neuen Stellen in den USA besser vermeldet als erwartet (die Prognose lag bei 650.000 neuen Stellen). Eine Reaktion an den Märkten folgte daraufhin aber auch nicht.

Was den Goldpreis aktuell steigen lässt

Dann um 14:30 Uhr wurden in den USA Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, die aber ebenfalls so langweilig waren (3. Veröffentlichung der BIP-Daten), dass sie den Goldpreis nicht bewegen konnten. Laut aktuellen Berichten, die seit 14:35 Uhr kursieren, soll der Chicago-Einkaufsmanagerindex besser ausfallen als gedacht (wir werden um 15:45 Uhr über die offizielle Veröffentlichung berichten). Bessere Konjunktur in den USA gleich höhere Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hat, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Seit 14:38 Uhr steigt der Goldpreis von 1.887 Dollar auf aktuell 1.897 Dollar!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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