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Weltwirtschaftsforum: Interessantes und Informatives aus Davos

FMW-Redaktion

Ist es nicht traurig? Gestern am ersten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF) musste ausgerechnet Chinas Präsident Xi Jinping einen Appell für den freien Welthandel aussprechen. Dabei verbietet doch gerade China konsequent den Kauf chinesischer Unternehmen durch Ausländer. Wenn das mal kein freier Handel ist… eine interessante und klare Aussage traf hingegen gestern der noch zwei Tage im Amt befindliche US-Außenminister John Kerry. 85% der weltweiten Vernichtung von Arbeitsplätzen geschehe durch die Automatisierung, und nicht durch freien Handel, so Kerry in Davos. Damit möchte er wohl Kritikern des freien Handels die Argumente nehmen. Woher er die Zahl hat, bleibt offen. Aber wir meinen: Beides, totaler zollfreier Welthandel ist verantwortlich für viele Verluste einfacher Jobs in Industrieländern.

Ebenso vernichtet die fortschreitende Automatisierung viele Jobs. Die Bemerkung von Kerry und auch der Appel von Xi Jinping zeigen die Marschroute dieses Jahres. Obwohl man offiziell darüber debattieren möchte, wie man die globale Ungleichheit und die ungerechte Verteilung von Reichtum bekämpfen will, wird es doch wohl eine Anti Trump-Veranstaltung werden. Die versammelte Community aus Konzernbossen, Politikern und Ökonomen wird alle Argumente auffahren um klar zu machen, dass Donald Trump mit seinem protektionistischen Kurs völlig falsch liegt. Totaler freier Welthandel ist ein großer Vorteil für alle, so ist wohl die unausgesprochene Leitlinie des WEF in diesem Jahr, obwohl interessant ist, wer mit „alle“ gemeint ist.

Aber wer mal reinhören möchte in die Plauderrunden beim Weltwirtschaftsforum, für den haben wir hier einige Gesprächsrunden zum Angucken. Im ersten Video wird John Kerry einzeln interviewt. Die Einleitung spricht der WEF-Veranstalter Klaus Schwab, der übrigens wohl verdammt viel Geld machen wird mit dem WEF, das ja keine Gratis-Spaß-Veranstaltung ist. Konzernbosse müssen verdammt tief in die Tasche greifen um überhaupt anwesend sein zu dürfen.

Die Zukunft der Geldpolitik mit dem Chef der Schweizerischen Nationalbank.

Hier geht es um die Zukunft der Finanzindustrie, unter anderem mit Deutsche Bank-Chef John Cryan.

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1 Kommentar

  1. kosten bei anreise aus übersee mit 5 mitarbeitern circa 500.000 – 600.000 euro = industry associate (status vor ort)

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