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Ab jetzt gilt bei CFDs: Keine Nachschusspflicht mehr f├╝r deutsche Kunden!

Am 8. Mai hatte die Bundesanstalt f├╝r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verk├╝ndet, dass Anbieter von CFDs zuk├╝nftig nur noch solche CFDs gegen├╝ber Kunden in…

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FMW-Redaktion

Am 8. Mai hatte die Bundesanstalt f├╝r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verk├╝ndet, dass Anbieter von CFDs zuk├╝nftig nur noch solche CFDs gegen├╝ber Kunden in Deutschland anbieten d├╝rfen, bei denen die Kunden nicht mehr in die Nachschusspflicht rutschen k├Ânnen. Im Klartext hei├čt das: Wenn durch schnelle Marktbewegungen oder pl├Âtzlich stark abweichende Kurse ├╝ber Nacht oder ├╝bers Wochenende CFD-Verluste beim Kunden so hoch sind, dass das ganze Guthaben aufgezehrt wird, endet der Verlust des Kunden beim Totalverlust-Risiko.

Ist der Verlust n├Ąmlich gr├Â├čer als die Kontoeinlage, musste man bisher als Kunde neues Geld ├╝berweisen, also nachschie├čen. Das Risiko f├Ąllt ab sofort weg. Das Totalverlustrisiko des Kunden bleibt aber dennoch erhalten! Wer verliert? Der Broker, der seinen Kunden den CFD-Handel anbietet, hat nun ein deutlich h├Âheres Risiko. Er muss sicherstellen, dass Kunden mit ihren Guthaben nicht mehr so schnell an die Null-Linie kommen. Und wenn doch, muss er sie konsequent und z├╝gig aus der Position schmei├čen, also den Trade glattstellen.

Das wird dann wohl die Folge dieser Regelung sein. Es ist ein sehr gro├čer Gewinn an Sicherheit f├╝r die Kunden. Viele Broker hatten bereits vor dem offiziellen Verbot nachschussfreie Konten im Angebot. Die anderen haben bis gestern nachgezogen und ihre Angebote umgestellt. Einige Broker die eh nur CFDs anbieten, stellten die Konten j├╝ngst einfach um. Andere Broker, die die volle Palette von Produkten bisher ├╝ber ein Konto anboten (also auch Futures, Optionen, Aktien etc), haben zum Beispiel eine Trennung durchgef├╝hrt, und f├╝r ihre Kunden Unterkonten eingerichtet. Nur noch dort ist dann CFD-Handel m├Âglich. Im anderen Konto wo Futures handelbar sind, bleibt das Nachschuss-Risiko erhalten, da es ja keine CFDs sind.

Nochmal: F├╝r die CFD-Kunden ist es ein riesiges Plus. Nachteilig kann sich nur auswirken, dass bei einigen Brokern die Margins (Sicherheitshinterlegungen) steigen k├Ânnten, und vielleicht auch die Geb├╝hren und Spreads (Geld-Brief-Spanne). Denn wenn der Broker das Risiko komplett ├╝bernimmt, muss er es irgendwie kompensieren. Grunds├Ątzlich gibt es da zwei M├Âglichkeiten. Einerseits kann der Broker die Kundenpositionen (zum Beispiel Dax-CFD) auch weiterhin im Dax-Future absichern. Dann muss er ab sofort deutlich mehr Aufwand betreiben. Oder er geht den Weg, den gerade viele kleine Offshore-Broker gehen, n├Ąmlich Kunden-Trades ├╝berhaupt nicht am Markt zu platzieren, sondern ganz als reiner Wettanbieter zu agieren. Dann ist der Broker voll und ganz der Gegenspieler (Buchmacher) des Kunden.

An Trader kann man nur den Hinweis richten: Bitte beim CFD-Trading darauf achten: Die Broker werden bei Erreichen maximaler Margin-Auslastung und/oder dem Absacken auf kleine Guthabenbetr├Ąge z├╝gig und ohne Kulanz (wie bisher oft ├╝blich) Positionen schlie├čen, weil man Negativsalden nun nicht mehr den Kunden in Rechnung stellen kann! Wer als Trader also im nachschuss-freien Paradies entspannt traden will, sollte vielleicht etwas mehr Margin vorhalten als bislang! Denn die Positionsschlie├čung der Broker wird konsequenter erfolgen als bislang, wenn man falsch im Markt liegt!

Wie man aus Brokerkreisen h├Ârt, erwarten die CFD-Anbieter eine drastische Zunahme des Interesses deutscher Privatanleger im CFD-Handel durch das staatliche Verbot der Nachschusspflicht. Damit ziehen die CFDs f├╝r deutsche Kunden im Risiko gleich mit Optionsscheinen und Zertifikaten. Totalverlustrisiko, und das war┬┤s. Jens Chrzanowski von Admiral Markets beispielsweise sch├Ątzt, dass die Zahl der deutschen Anleger, die sich f├╝r CFDs interessieren, um das 5-10-fache erh├Âhen k├Ânnte.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Marko

    14. August 2017 17:59 at 17:59

    ├ähh,… das w├╝rde aber bedeuten, dass jene Broker den deutschen Kunden garantierte (!!) Stops anbieten m├╝ssten ? Klar, wenn ich ein 08/15-CFD-Broker bin (mit „├╝berschaubaren“ deutschen Kunden) kann ich auch den „Buchmacher“ spielen…

    Was ist, wenn der Kim ne Rakete losl├Ąsst, da kann der 08/15 -CFD-Broker reagieren, ohne garantierte Stops ? Wie war das nochmal mit dem „Schweiz-Event“ ? ­čśë ­čśÇ
    FXCM, Saxo-Bank, IG , Alpari , wie sie hei├čen ?!? ­čśÇ

    Wollen die noch mehr Kohle verlieren, oder sagt man sich, den deutschen Markt, lassen wir links liegen ?

  2. Marko

    14. August 2017 18:09 at 18:09

    „Damit ziehen die CFDs f├╝r deutsche Kunden im Risiko gleich mit Optionsscheinen und Zertifikaten. Totalverlustrisiko, und das war┬┤s. Jens Chrzanowski von Admiral Markets beispielsweise sch├Ątzt, dass die Zahl der deutschen Anleger, die sich f├╝r CFDs interessieren, um das 5-10-fache erh├Âhen k├Ânnte.“

    Das ist, mit Verlaub, Bl├Âdsinn…

    Die 08/15 – Broker in Zypern, England (Bucketshops) usw scheren sich einen Dreck um die Bafin, da nicht Bafin reguliert…

    CFDs auf dem gleichen Risikolevel wie Zertis ??!? Ernsthaft ?!?

    Wers glaubt… ach so, der Jens,da, ist ja von Admiral Markets… ­čśÇ

    Haben die CFD-Fuzzies endlich ihren Streit mit den „dummen“ Anlegern beigelegt, wegen dem „Schweiz-Event“, auf zu neuen Ufern ? ­čśÇ

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Elon Musk: Nach „funding secured“ ist nun die Mitleidsmasche an der Reihe

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am

Elon Musk sprudelt derzeit vor Kreativit├Ąt. St├Ąndig nur Stress mit Tesla, mit den nervigen Analysten, und dann noch die Presse. Sein Prestigeprojekt Tesla macht laut aktuellster Sch├Ątzung der UBS pro verkauften Modell 3 ganze 5900 Dollar Verlust. So viel Geld muss man erstmal verbrennen. Aber Musk hielt auch j├╝ngst daran fest, dass Tesla noch in diesem Jahr in die Gewinnzone kommen werde.

Dann kam vor Kurzem sein inzwischen legend├Ąrer Tweet, dass er die Tesla-Aktie einfach komplett von der B├Ârse nehmen und Tesla zu einer nicht an der B├Ârse gelisteten AG umwandeln werde. Die Finanzierung daf├╝r sei gesichert („funding secured“). Auch nach Tagen kann er immer noch keinen Finanzier nennen, der ihm dieses De-Listing wirklich schriftlich garantiert h├Ątte. Nach seinen Aussagen h├Ątte ihm der saudische Staatsfonds generell Unterst├╝tzung zugesagt. Aber eine feste Zusage klingt anders.

Inzwischen macht sich das Netz zunehmend lustig ├╝ber Musk┬┤s Tweet mit dem Spruch „funding secured“, weil niemand daran glaubt, dass Musk irgendeine konkrete Zusage hat. So gibt es aktuell zum Beispiel Spr├╝che im Netz, wo M├Ąnner schreiben, was sie ihren Frauen sch├Âne Dinge versprochen haben (Urlaubsreisen, Schmuck etc), und dahinter der Zusatz „funding secured“. Mehr H├Ąme gibt es wohl kaum f├╝r den doch eigentlich so smarten Elon Musk.

Aber das Loch hat er sich selbst gegraben, in dem er jetzt sitzt. Die B├Ârsenaufsicht und die Aktion├Ąre von Tesla d├╝rften Musk massive rechtliche Probleme bereiten, wenn er nicht bald einen echten Geldgeber pr├Ąsentiert – denn sonst k├Ânnte man ihm seinen Tweet als massive Kursmanipulation der Tesla-Aktie auslegen. Und was macht Musk jetzt? Er zieht den Mitleids-Joker. So hat er aktuell der NYT ein Interview gegeben.

Er arbeite so viel (120 Stunden die Woche). Er habe sogar seinen Geburtstag in der Tesla-Fabrik verbracht. Und obwohl er so extrem viel arbeite, k├Ânne er nur mit starken Schlafmitteln ein Auge zumachen. Der Aufsichtsrat von Tesla sucht laut NYT derzeit schon einen Manager als Vize um Musk zu entlasten. Musk selbst will davon aber nichts mitbekommen haben. Die letzten Monate seien von der Arbeitsbelastung her unertr├Ąglich gewesen, so Musk. Ohhh, wie schlimm, der arme Elon.

Soll die Tesla-Aktie jetzt vielleicht aus Mitleid f├╝r den Chef steigen? Aber auch das w├Ąre den Musk-J├╝ngern zuzutrauen, die ihm ja stumpf alles glauben. Aber jetzt genug der H├Ąme. Was sagt die Tesla-Aktie? Nach seinem De-Listing-Tweet stieg sie am 7. August von 342 auf 387 Dollar. Seitdem geht es nur abw├Ąrts auf zuletzt 335 Dollar. Vorb├Ârslich liegt die Aktie heute mit 2,4% im Minus bei 327,40 Dollar.

Elon Musk
Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italia – Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA) (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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Wirecard mit tollen Aussichten in den Dax? Genua-Br├╝ckenbetreiber verliert kr├Ąftig

Ver├Âffentlicht

am

Wirecard pusht sich gerade selbst in den Dax. Durch heute ver├Âffentlichte sehr gute Zahlen steigt der Aktienkurs von Wirecard heute weiter an, und damit entfernt sich das Unternehmen im B├Ârsenwert noch weiter von dem der Deutschen Bank (fast 22 Milliarden vs 20,4 Milliarden Euro) – von der Commerzbank brauchen wir da gar nicht erst reden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutsche B├Ârse Wirecard Anfang September in den Dax aufnimmt, und die Commerzbank rausschmei├čt. Die Zahlen sind super. Wirecard heute im Wortlaut:

Die Umsatzerl├Âse im Konzern erh├Âhten sich im ersten Halbjahr 2018 um 45,8 Prozent auf 897,6 Mio. EUR (H1/2017: 615,5 Mio. EUR). Im zweiten Quartal 2018 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40,1 Prozent auf 477,1 Mio. EUR (Q2/2017: 340,6 Mio. EUR).

Im ersten Halbjahr 2018 stieg der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 176,5 Mio. EUR um 39,0 Prozent auf 245,4 Mio. EUR. Das EBITDA erh├Âhte sich im zweiten Quartal 2018 um 39,8 Prozent auf 133,0 Mio. EUR (Q2/2017: 95,2 Mio. EUR).┬áDas Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2018 stieg um 46,6 Prozent auf 153,3 Mio. EUR (H1/2017 104,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus laufender Gesch├Ąftst├Ątigkeit (bereinigt) betrug 196,2 Mio. EUR. Der Free-Cashflow stieg um 40,2 Prozent auf 161,4 Mio. EUR (H1/2017: 115,1 Mio. EUR). Das ├╝ber die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen stieg innerhalb der ersten sechs Monate um 48,5 Prozent auf EUR 56,2 Mrd. EUR (H1/2017: 37,9 Mrd. EUR).

Wirecard CEO Dr. Markus Braun sagt: „Wir verzeichnen ein starkes organisches Wachstum, nicht zuletzt aufgrund des sich beschleunigenden weltweiten Trends zur Digitalisierung von Zahlungsprozessen. Die Digitalisierung steht in vielen Branchen erst ganz am Anfang. So besteht ein enormes Wachstumspotential f├╝r Handelsunternehmen darin, s├Ąmtliche Vertriebskan├Ąle ├╝ber eine einheitliche digitale Plattform zu vereinen. Kunden erhalten somit ein nahtloses Einkaufserlebnis und H├Ąndler k├Ânnen die Kundenansprache in Echtzeit steuern.“

Aber auch die Aussicht f├╝r das Gesamtjahr ist phantastisch. So erh├Âht Wirecard heute die EBITDA-Prognose f├╝r 2018 aufgrund des starken Wachstums auf eine Bandbreite von 530 bis 560 Millionen Euro (bisher 520 bis 545 Millionen Euro). Das gef├Ąllt der B├Ârse, und so steigt die Aktie heute um 9%. Im Chart sieht man die steigende Wirecard-Aktie gegen die eher schwache Deutsche Bank-Aktie seit Ende 2017.

Wirecard vs Deutsche Bank

Genua

Die eingest├╝rzte Autobahnbr├╝cke in Genua wurde betrieben vom privaten Anbieter „Autostrade per l’Italia“. Der wiederum geh├Ârt der italienischen Infrastruktur-Gruppe Atlantia, hinter der die ber├╝hmte Benetton-Familie steht. Die Atlantia-Aktie ist seit dem Br├╝ckeneinsturz in Genua massiv gefallen, von 25 auf jetzt 18,49 Euro. Das Problem: Die italienischen Beh├Ârden und vor allem die neue Regierung in Rom wollen schnell einen Schuldigen pr├Ąsentieren. Und in der Tat: Was l├Ąge da n├Ąher als den Autobahnbetreiber in die Verantwortung zu nehmen, zumal wenn er f├╝r die Wartung der Br├╝cke verantwortlich ist. Die Firma weist aktuell alle Schuld von sich. Also ist noch v├Âllig unklar, wer oder was nun verantwortlich ist f├╝r den Br├╝ckeneinsturz. Italien droht sogar damit der Firma die Vertr├Ąge f├╝r alle Projekte im Land zu entziehen. Die Aktie wird also auf absehbare Zeit eine hei├če Kiste f├╝r B├Ârsianer bleiben.


Die Atlatia-Aktie seit Ende 2015. Der aktuelle Kurseinbruch ist deutlich zu erkennen.

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Aktien

Walmart-Quartalszahlen: Erwartungen ├╝bertroffen, Aktie +9%

Ver├Âffentlicht

am

Die Walmart-Quartalszahlen wurden soeben ver├Âffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen vom gr├Â├čten Einzelh├Ąndler der USA – weil Walmart die Nummer 1 ist, sind diese Zahlen so wichtig im Konsumland USA!

Der Umsatz liegt bei 128 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 123,3/erwartet 126).

Der Gewinn liegt bei 1,29 Dollar pro Aktie (erwartet 1,21).

Die Aktie notiert vorb├Ârslich mit +9%.

Die US-Onlineverk├Ąufe bei Walmart steigen um 40% (auf das Gesamtjahr von Walmart hochgerechnet), was den Gesamtumsatz nat├╝rlich ankurbelt. Es wird die B├Ârsianer freuen, dass auch ein alter Hase des station├Ąren Einzelhandels im Onlineshopping mitmischen kann.

Interessant: Tats├Ąchlich hat Walmart einen Verlust von 0,29 Dollar pro Aktie eingefahren. Der entsteht aber haupts├Ąchlich (Rechenweg in erster Grafik unten) durch Belastungen aus dem Verkauf des Brasilien-Gesch├Ąfts. Dieser Kostenfaktor wird (weil einmalig) als Sonderposten herausgerechnet, und so kommt man im Kerngesch├Ąft auf einen Gewinn von 1,29 Dollar pro Aktie.

Walmart-Quartalszahlen

Walmart-Quartalszahlen

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