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Achtung: Die Griechen sind NICHT schuld am heutigen Tesla-Einbruch

Von Claudio Kummerfeld

Daran ist eine Analystenabstufung durch die Deutsche Bank schuld. Sie stufte die Tesla-Aktie herunter von Kaufen auf Halten. Warum? Die Zukunftserwartung für das Unternehmen sei im jetzigen Kursniveau berücksichtigt. Das Interessante dabei: Die Deutschbanker stellen bei Tesla nicht wie üblich die Gewinnerwartungen für das aktuelle und nächste Geschäftsjahr in den Vordergrund. Da jeder Börsianer weiß, dass Tesla jetzt und in naher Zukunft übelst defizitär arbeitet, zeigt die Deutsche Bank gleich die rosige ferne Zukunft und präsentiert die Gewinnerwartungen für das Jahr 2020.

Die Deutsche Bank rechnet mit (Achtung!!!) sagenhaften 22,20 US-Dollar Gewinn PRO Aktie im Jahr 2020 und 500.000 verkauften Autos. Gewagt. Machbar ist natürlich alles, aber mal eben die aktuelle Lage und die nahe Zukunft ausblenden? Solche Sensationszahlen müssen wohl prognostiziert werden – ansonsten müsste man Tesla gleich auf „Verkaufen“ herabstufen und sich fragen lassen, warum man die ganze Zeit vorher zum Kauf geraten hatte.

Erst heute früh hatten wir getitelt „Die Tesla-Aktie steigt und steigt“ und hatten gleichzeitig darauf hingewiesen, dass wir (wie schon im Juni) jetzt erst recht meinen, dass die Aktie völlig überteuert ist. Aber wer Phantasie hat (jede Menge davon), rechnet eben mit 2020er-Schätzungen. Dazu meinen wir: wer weiß schon, was in 5 Jahren ist… und dazu noch in einer völlig neuen Branche, bei der sich in 5 Jahren alles verändern kann, von kompletter Pleite bis hin zum massiven Einstieg der großen Autokonzerne mit fetten Budgets in die Elektroautobranche. Die besten Leute könnten reihenweise zu VW, Toyota oder auch Google abwandern.

Die Aktie notiert aktuell mit 4,5% im Minus.

Tesla



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1 Kommentar

  1. Alles blos Plastikgeflüstere! Tesla #1, Rest #0

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