Aktien

Achtung: Fondsmanager „all in“ in Aktienmärkten der Eurozone

FMW-Redaktion

In Deutschland ist der Optimismus für den Dax bei Privatanlegern und Institutionellen hoch – aber das gilt auch für die internationalen Fondsmanager. Das zeigen die neuesten Ergebnisse der Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch unter internationalen Fondsmanagern.

Demnach sind 58% der Befragten in Aktien der Eurozone übergewichtet – das ist der zweithöchste Stand Stand seit Einführung der Umfrage. Dabei speist sich die Euphorie der Fondsmanager aus zwei Quellen: einerseits die Erwartung, dass die EZB mit einer Ausweitung der ultralaxen Geldpolitik weiter die Aktienmärkte der Eurozone unterstützen wird. Die fast einhellige Erwartung ist, dass der Euro daher weiter zum Dollar verlieren wird – und sich so positiv für die meisten Unternehmen der Eurozone auswirken wird.

Gleichzeitig rechnen die Fondsmanager nun mit einer überwältigen Mehrheit von 81% mit einer ersten Zinsanhebung durch die Fed im Dezember. Bei der letzten Umfrage vor einem Monat waren es lediglich 47%. Daher sind die Profis stark übergewichtet in Dollar-Longpositionen, dem „mit Abstand populärste(n) Trade“, wie die amerikanische Bank formuliert. Sollte es jedoch anders kommen und der Euro zum Dollar aufwerten, wäre das der größte „Pain-Trade“, der vor allem europäische Aktien schwer treffen würde. Da die Fondsmanager nach wie vor in den Schwellenländern stark untergewichtet sind, sieht die Bank of America Merill Lynch aus kontra-indikatorischen Gesichtspunkten Positionen „short Eurozone gegen long Emerging Markets“ als besonders aussichtsreich an.

Die Erwartung einer Zinsanhebung in den USA oder der Beginn eines Zinsanhebungszyklus durch die Notenbank sorgt dabei bei den Fondsmanagern für eine Übergewichtung von Bank-Aktien von 23% – das ist der dritthöchste jemals gemessene Wert seit Einführung der Umfrage. Wenig beliebt sind nach wie vor Energieaktien und Versorger. Insgesamt haben die Fondsmanager ihre Cash-Quote von 5,1% auf nun 4,9% zurück gefahren.

Während die Fondsmanager für Japan optimistisch sind (wegen der Erwartung eines erweiterten QE durch die japanische Notenbank), hat die Skepsis gegen die Konjunkturentwicklung in China deutlich abgenommen. Derzeit sind nur noch 4% für China pessimistisch – so wenig wie seit mehr als eine Jahr nicht mehr.



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