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Dünnes Eis! Aktien: Erholung wirklich nachhaltig? Eher nicht..Marktgeflüster (Video)

Trotz des Falls der Aktien Alphabet und Microsoft halten sich die Aktienmärkte heute zunächst sehr ordentlich, denn heute hat die Hoffnung auf eine Wende der Fed weitere Nahrung erhalten. Das aber gar nicht durch die Fed selbst (die darf sich bis zur Sitzung nächste Woche nicht mehr äussern), sondern durch die Bank of Canada, die heute die Zinsen nur um 0,5% statt wie erwartet um 0,75% angehoben hat. Die Logik lautet nun: wennn die Bank of Canada weniger die Zinsen anhebt, dann könnte das auch die Fed tun. Aber die US-Notenbank ist (noch!) nicht so weit, daher bleibt das Risiko vor allem für Aktien aus dem Tech-Sektor zunächst noch hoch (heute berichtet Meta, morgen Apple und Amazon). Denn die kommende Rezession ist noch nicht wirklich eingepreist, auch wenn sich am Horizont die Lage bereits entspannt mit fallenden Renditen und fallendem Dollar..

Hinweise aus Video:

1. Nasdaq: Gigantisches Wachstum der Tech-Konzerne geht zu Ende

2. DIHK: Sparpotenziale beim Gasverbrauch sind ausgeschöpft



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9 Kommentare

  1. „Audi-Chef will autofreie Tage.“

    Mein Humor. Offenkundig sind das die Einstellungskriterien für Führungspositionen in Deutschland.

    Da gibt es nichts zu „retten“. Die Dekadenz ist bereits irreversibel.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Erst nächste Woche kommen die Daten für diese Woche raus ,aber es ist zu vermuten, das die FED im Hintergrund wieder Anleihen ge- und nicht verkauft hat.

    Insgesamt ist und bleibt die FED Bilanz gigantisch aufgebläht. Die geringe Reduktion ist, über den gesamten Zeitraum ( 2007 bis jetzt) ,auch gar mit bloßem Auge zu erkennen.
    Umgekehrt flutete sie, zum Beispiel in der Corona Krise ,mit über 4 Billionen US-DOLLAR die Märkte und dann wundert man sich über die Inflation…..?
    Das ist so als ob sich ein Brandstifter wundert wenn’s brennt! Einfach lächerlich diese FED!

  3. An Markus Fugmann: danke für das Eingehen auf meine gestrige Frage in Ihren heutigen Videos. So war der rote Faden jetzt wieder besser erkennbar. Nun zu Ihrem 8.-besten Freund, Elon. Laut Ihrer Ankündigung von letzter Woche, soll er diese Woche ja wohl größere Mengen seiner Tesla Aktien verkaufen, da er die Twitter-Akquisition finanzieren muss. Und siehe da: die Aktie steigt kräftig seit Anfang der Woche. Was hat der Kerl denn da wieder gezaubert? Hat er gleichzeitig große Mengen Tesla Calls gekauft? Wäre schön morgen dazu von Ihnen zu hören. Gruß

  4. Hallo Herr Fugmann,
    Ich schätze ihre Infos zur Gesamtlage der Finanzmärkte sehr, da ich da wenig finden kann, wo mir Hintergrundwissen verständlich erläutert wird.
    Aber zwei Bereiche die sie immer wieder ansprechen muss ich sagen, dass ihnen da das Hintergrundwissen fehlt.
    1. wenn es um Immobilien geht. Wer vor 2 Jahren gekauft hat, hat (aufgrund der Basel III Kriterien) höchstens 80 % an Finanzierung bekommen. Dennoch sind die Preise für Immobilien in den 2 Jahren um fast 20% gestiegen.
    In den 2 Jahren wurde getilgt. Das bedeutet, dass Immobilien um über 40% fallen müssen, bevor Dampf im Kessel entsteht.

    2. Stromerzeugung: Da ist ersteinmal wichtig, dass genau so viel Strom erzeugt werden muss wie verbraucht wird.
    Kernkraftwerke liefern Grundlast. Das bedeutet je mehr AKW‘s laufen, um so mehr Grundlast. Das hat zur Folge, dass Solar – und Windenergie abgeschaltet werden muss, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Bezahlt wird dennoch, weil die Betreiber dieser Anlagen bei Fremdabschaltung den entgangenen Gewinn bezahlt bekommen (EEG- Umlage).
    Das kann man ausgleichen durch Europa – weite Strom- Netze, da in Italien (z.B.) die Sonne scheint wenn es hier regnet. Oder in den Pyrenäen stürmt, während es hier in der Nordsee windstill ist.
    Und man hat nur eine Stromquelle die innerhalb weniger Minuten wie bei einem Auto das Gaspedal, die Stromenge die dann noch fehlt, ausgleichen kann. Eben die Gaskraftwerke.
    AKW‘s brauchen Wochen um die Leistung zu erhöhen oder runter zu fahren. Kohlekraftwerke brauchen Stunden/Tage.
    Ich betreibe eine PV- Anlage und ein BHKW. Also KWK. Leider keine Windkraftanlage. Dennoch sind die 18 Wohnungen die daran hängen zu über 90% Autark.
    Die Erhöhung der Grundlast durch AKW‘s würde alles in Grund und Boden stampfen, da meine Anlagen vom Netzbetreiber abgestellt würden, wenn dem Netzbetreiber nicht genügend Strom abgenommen wird.

    Zusammengefasst bedeuten AKWˋs eine Abschaltung der erneuerbaren Energien und zusätzlich Kosten, da sowohl die schon heute teureste Stromquelle (AKW) der günstigsten (Windstrom) bevorzugt werden müsste, aber gleichzeitig beides bezahlt werden muss.

    Ich habe ein kleines Bauunternehmen mit 3 Mitarbeiter und eben die gennant Wohnanlage.
    Ich sehe schon seit März sehr dunkel Wolken aufziehen. Da bin ich ganz bei ihnen.
    Aber bei einigen Themen, da sehe ich die Zusammenhänge anders als sie.

    1. @HD, danke für Ihre Kritik! Ist ein weites Feld..aber ich schätze Ihre Sachlichkeit der Kritik sehr!

    2. Wilfried Heck vom Wattenrat hatte schon vor Jahren in seinem Blog nachgewiesen, daß schwache Windenergie in einem Land nicht durch mehr Windenergie aus einem anderen Land ausgeglichen werden kann. Das sind fromme Wünsche. Er hatte aus 15 Ländern die Windenergieausbeute übereinandergelegt und man erkannte das gleiche Auf und Ab an Energielieferung wie nur aus einem Land. Eine Ausgleich war keinesfalls gegeben. Voraussetzung für einen Ausgleich wäre das ein anderes Land gerade mal mehr Windenergie liefert und die sogar überschüssig wäre. Das wird kaum der Fall sein so wie dessen Überlagerung zeigte.
      Stehen denn in den Pyrenäen genügend Windräder ? oder war das nur so dahingesagt ?
      Ich habe übrigens sehr was dagegen, daß in der Nähe meines Anwesens so ein Windrad oder gar mehrere aufgestellt werden. Den Wertverlust ersetzen Sie mir bestimmt nicht.
      Sehen Sie nach Schweden. Das Land hat noch 6 aktive KKW. 2 Wurden in den letzten 3 Jahren abgeschaltet. Jetzt sollen die aber wieder angefahren werden und in den Folgejahren will Schweden noch mehr KKW bauen. Ebenso wie die Niederlande. Ich sehe diese und andere Länder als Innovativ und in die Zukunft blickend an. Die Schweden tun dies aber nicht zu wenig Wind hätten.
      Weiterhin sehe ich es als Unding an Wind und PV Anlagenbetreiber die im Grunde Energieunternehmen sind bei Nichtlieferung bzw. Abschaltung diesen „Verlust“ zu 90% zu ersetzen und ich das bezahlen soll. Das ist Wettbewerbsverzerrung. Anderen Energielieferanten wird dieser Vorteil auch nicht gewährt, und die wurden sogar gezwungen runter zu fahren oder ganz abzuschalten, wie z.B. die hoch effizienten GuD Gaskraftwerke von Siemens. Von Kohle und Kernkraft Nicht umsonst haben wir – nicht erst jetzt – die höchsten Strompreise in der Welt.

    3. Atomkraft ja Bitte!

      „Kernkraftwerke liefern Grundlast. Das bedeutet je mehr AKW‘s laufen, um so mehr Grundlast. Das hat zur Folge, dass Solar – und Windenergie abgeschaltet werden muss, wenn die Sonne scheint und der Wind weht.“

      Lieber HD.
      Im Grunde haben Sie recht, Sie müssen aber noch etwas weiter denken.
      Nicht ohne Grund werden zur Zeit vermehrt Kohlekraftwerke betrieben.
      Diese sind so gut wie nicht regelbar und deswegen müssen erneuerbare Erzeuger runter geregelt werden.
      Atomkraftwerke sind viel besser regelbar als Kohlekraftwerke. Dies wurde bisher nicht gemacht da bisher unrentabler als ein Dauerbetrieb und es gab auch keine Auflagen zum runterfahren der AKW.

      Wir haben zur Zeit die Wahl zwischen Kohlekraftwerke oder AKW, wobei man durchaus der Meinung sein kann, dass Kohlekraftwerke die schlechtere Wahl sind.

  5. @ HD, richtig, und wer sich die Jahrhundertdummheit der Notenbanken, das künstlich tiefe Zinsniveau bei 1% bis 1,5 % auf mindestens 10Jahre fest gesichert hat ist saniert und kann sich dank der Inflation an den höheren Mieteinnahmen und Wertsteigerungen freuen.Wer den Abschluss der Festhypothek verpasst hat, kann den abrupten Anstieg der hohen Hypozinsen umgehen und auch private Geldgeber finden da die Zinsen für Anlagen doch weit weniger gestiegen sind und in der Rezession auch fallen werden.
    Ich finde auch,dass allgemein viele sehr wenig vom realen Immomarkt verstehen. Auch den sonst tüchtige A.Beck zähle ich dazu.Sogar Bankenprofis erzählen viel Unsinn, einmal sind alle Vermieter Abzocker, dann heisst es wieder mieten ist billiger als kaufen.Das ist das Gleiche wie beim Gold, da wird die beste Langfristanlage nach kurzfristigen Gesichtspunkten bewertet.
    Mein Bänker wird nächstens staunen, da seine sämtlichen Anlageempfehlungen 15 bis 20% im Minus liegen und ich dank Aktienshorts in letzter Zeit einen schönen Teil des Hypokredits zurückzahle.Er wird die Wahl haben sehr gute Konditionen zu machen oder mein zugesichertes privates Angebot wird die Bank überflüssig machen.Dumm dran sind wieder Leute die wegen Risikoabsicherung im dümmsten Moment hohe Langfristverträge abschliessen müssen. Bei hohen Zinsen macht man nur kurze Verträge und umgekehrt.
    Aber auch die hochbezahlten Pensionskassenverwalter in England sind ja anscheinend in die Zinsfalle getappt. Leute wie HD und ich,die
    mit schwerverdientem Geld arbeiten sind anscheinend die besseren Risikomanager als die Doppel- Doktoren.

    1. Dann hoffen Sie mal, dass die Beleihungswerte auf dem heutigen Niveau bleiben werden und alle Ihren Job behalten werden.

      Sonst ruft bald Margin an und überbringt die frohe Botschaft 😉

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