Folgen Sie uns

Indizes

Aktienmärkte: Die größte Angst des Marktes – aber der Dax losgelöst von der Wall Street?

Wovor haben vor allem professionelle Geldverwalter Angst? Und warum läßt den Dax die Wall Street kalt?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Wovor haben vor allem professionelle Geldverwalter Angst? Laut einer Umfrage der Bank of America Merrill Lynch ist es die Angst, dass die Notenbanken Fehler machen und damit das Wachstum abwürgen könnten. Oder vielleicht einfach nur die Aktienmärkte abwürgen könnten, um genauer zu sein..

Jochen Stanzl über Ängste – und Boote, die viel zu voll sind im Tech-Bereich..:

Und Stanzl ganz konkret zu den Marken beim Dax, der sehr abhängig sei von der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses:

Ronald Gehrt dagegen wundert sich über die Ignoranz des Dax gegenüber der Wall Street:

Und Peter Tuchman über die Gründe für das Ende der 8-tägigen Anstiege bei Dow Jones und Co:


Foto: Deutsche Börse AG

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    16. Mai 2018 11:36 at 11:36

    Sehr interessant in dem Ausblick von Jochen Stanzl war der Hinweis auf die weltweite Umfrage von Merrill Lynch und Bank o.A. zur größten Sorge der Finanzanleger – zu rasch steigende Zinsen. Deshalb wird das gerade nicht passieren. Seit Monaten schreibe ich, das es ein Witz ist, über Zinsanhebungen der Fed 2019 und 2020 zu spekulieren, bei dieser Schuldenorgie, Erst gestern Abend habe ich die US-Schuldenhöhe von 48 Bio. $ (Staat und Unternehmen) in Relation zur Zinsentwicklung gesetzt. Die USA verkraften Zinsen über 2% derzeit nicht und bei steigender Inflation würde sich die überholende Kausalität in Gang setzen – sprich der Konsum einbrechen und wieder für fallende Inflation sorgen (Beispiel Benzinpreis für US-Verbraucher). Das weiß Powell und er wird vorsichtig agieren. Man stelle sich nur vor das mit 236% zum BIP verschuldete Japan müsste plötzlich mit Zinsen von 2 – 3% klar kommen. Was für eine Pleitewelle und für eine Rezession. Deshalb rechne ich zwar in Bälde mit Turbulenzen und dem berühmten Sommerloch an den Märkten. Was anschließend passieren wird (für den Rest des Jahres) wage ich noch nicht zu prognostizieren. Denn der monetäre Faktor ist seit Jahrzehnten der wichtigste für die Börsen und die NB könnten nochmal gegenhalten. Die Rezession wird kommen, aber wann genau? Wer behauptet, so einfach ist es an der Börse, unterliegt einer echten kognitiven Verzerrung, allein schon durch das Prinzip der Reflexivität.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. Mai 2018 11:44 at 11:44

      @Wolfgang, was Sie schreiben ist alles richtig! Aber die Fed hat gleichwohl zwei Probleme: die Inflation zieht an (Steuersenkung + Benzinpreise), worauf sie reagieren muß einerseits, und zweitens hat die Fed eben klar gemacht, dass sie kein Papiertiger mehr ist und diesmal wirklich die Zinsen anhebt (um eine Überhitzung zu vermeiden). Vermutlich wird die Fed noch ein oder zweimal die Zinsen anheben, aber weil dann im Laufe des Jahres klar wird, dass die Konjunktur-Bäume nicht in den Himmel wachsen,von weiteren Zinsanhebungen Abstand nehmen vorerst. Es würde daher auch saisonal in Jahren mit midtern elections passen, dass die Märkte bis in den Herbst (ca. September) Probleme bekommen, dann aber eine Erleichterungsrally kommt, weil die Fed doch nicht weiter die Zinsen anhebt..

      • Avatar

        Wolfgang M.

        16. Mai 2018 11:58 at 11:58

        Markus, einverstanden, aber genau das habe ich in den letzten Wochen beschrieben. Noch zwei Zinsanhebungen und dann werden die konjunkturellen Bremsspuren deutlich. Und da war das Dollar- und Emerging Marketproblem noch gar so virulent. Gruß

  2. Avatar

    Marko

    16. Mai 2018 12:55 at 12:55

    Wieso sollte die das mit dem Amiladen da drüben nicht kalt lassen, wenn man sich alleine mal vorstellt, der Dax stand im Jahr 2015 (!!) bei 12500 Punkten !!!

    Wo standen die Amis damals, der DOW bei 18365 Punkten und wo stehen die Amis heute – noch Fragen ? ;)

    Noch krasser der CAC 40 !

    Ach übrigens bezüglich den Zinserhöhungen :

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/dow-jones-105.html

    Für die FED wäre es das Idelalszenario, sollte die EZB „mitziehen“ und zwar im gleichen Tempo, das werden wohl mindestens 2 Zinserhöhungen, eher 3 werden, dann spätestens im Dezember, wird man abwarten müssen, dass die EZB endlich „aufwacht.“

    D.h. die werden darauf warten, dass die EZB endlich mal Gas gibt (das wäre natürlich gut für die Baken, Versicherungen usw) , nochmal allen Respekt vor der FED (leider haben die den Donald am „Hals“) , schnelle/hektische Zinserhöhungen sind nicht möglich/durchführbar.

    Tja , und wann die Rezession, die käme dann, wenn die Anleihemärkte sowie die Aktienmärkte sich ungefähr im Gleichgewicht befinden sollten- und davon kann derzeit – bei allem Respekt vor der FED – keine Rede sein…

    Welches USD -Problem ? Fakt ist, die Märkte haben sich auf dem Rücken der EZB zu EUR/USD 1,25 „ausgeruht“ ? Da haben wohl einige die Rechnung ohne den Wirt gemacht ? :D

    • Avatar

      Wolfgang M.

      16. Mai 2018 16:22 at 16:22

      Hallo Marko, machen Sie es sich hierbei nicht ein wenig zu einfach. Hier nur ein Beispiel: Der Dax stand am 9. April 2015 zwar schon auf 12390 Punkten, er stürzte bis Februar 2016 aber bis auf 8750 Punkte ab. Weil man zu diesem Zeitpunkt ein Einbrechen des chinesischen Wachstums befürchtete, obwohl gerade 15% der deutschen Exporte in das Riesenreich gingen. Der Dax ist ein Call auf die Weltwirtschaft und der exportlastigste Index überhaupt. Deshalb achte ich wie ein „Haftlmacher“, wie man es in Altbayern ausdrückt, auf Frühindikatoren wie Ifo, Welthandelsindex, durable good orders, baltic dry index u.v.m, um das Exportgeschehen zumindest ein wenig beurteilen zu können. In dem oben erwähnten Zeitraum war mit den Zinsen auch nicht viel passiert. Gruß

  3. Avatar

    Beobachter

    16. Mai 2018 14:46 at 14:46

    @Wolfgang M. u.M.Fugmann, mit ihren Ansichten bin ich fast immer einverstanden, aber jetzt frage ich mich schon ,warum redet ihr immer nur über die Zinsen die vom FED gesteuert werden.Es gab kürzlich einen Bericht der aufzeigte,dass die BBB Unternehmensanleihen noch kaum auf die Zinserhöhungen reagiert haben, das gleiche gilt für die high yield Anleihen ,die übrigens auch schon für Unruhe gesorgt haben.
    So war z.B, 2016 der Spread zwischen BBB Anleihen u.der 10 jährige US Anleihe ca. 3% u. jetzt ist er nur noch ca, 1,4% d.h. die Unternehmensanleihen haben die Zinserhöhungen noch zu wenig eingepreist.Es gibt namhafte Leute, die die Gefahr in diesem Segment sehen.Diese Zinsen steigen nämlich auch ohne Inflation u.ohne Powell wenn die Risikoprämien wegen schlechterer Firmenresultate steigen.
    BITTE GOOGELN. „. VORSICHT VOR GEFALLENEN ENGELN“

    • Avatar

      Wolfgang M.

      16. Mai 2018 15:52 at 15:52

      Beobachter, natürlich steigen die Renditen der Unternehmensanleihen in den USA auch. Vergleich: Anstieg der 10-Yr- US-Treasury vom 1. Januar 2018 bis aktuell von 2,4% auf 3,06 – die Rendite von US-Anleihen guter Bonität stieg in diesem Zeitraum von 3,4 auf 4,02% (Lfzt. 6,2 Jahre), die von Anleihen schwacher Bonität von 5,83 auf 6,29%. Vor allem steigt auch die Zahl der Zombiefirmen, die ihre Zinskosten gar nicht mehr verdienen, von Quartal zu Quartal. Es ist also vollkommen klar, dass der Bereich der Unternehmensanleihen bei weiteren Zinsanstiegen auch unter Wasser geraten wird. Deshalb gibt es derzeit einen richtigen Run auf „distressed funds“, die als Geierfonds von einem Absturz dieser Unternehmen profitieren wollen. Gruß

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

weiterlesen

Aktien

Optionen: Experte Jens Rabe erklärt, wie sie funktionieren!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Optionen sind in den letzten Monaten immer wichtiger geworden für das Geschehen an den Aktienmärkten – das gilt ganz besonders für die Kursentwicklung einzelner Aktien wie etwa Apple, Amazon oder Tesla. Vor allem Wetten auf steigende Kurse (Calls) sorgten für einen Höhenflug der US-Tech-Werte: Broker, die diese Optionen an Kunden verkauften, mussten das entsprechende underlying (also etwa die Aktie von Apple etc.) kaufen, um sich gegen eigene Risiken abzusichern – so konnte aus meist eher kleinvolumigen Käufen schnell eine Hebelwirkung entstehen, die für eine spektakuläre Rally der US-Tech-Werte und des Nasdaq sorgte. Es sind dabei in den USA vor allem (kleine) Privatinvestoren, die mit Optionen massiv auf steigende Kurse zocken.

Folgenes Schaubild zeigt, wie aus einem Kauf von Optionen (Calls) auf die Amazon-Aktie im Volumen von 1500 Dollar letztlich Käufe der Amazon-Aktie von 230.000 Dollar resultieren:

Optionen und die Rally von US-Tech-Aktien

Optionen – wie funktionieren sie?

Optionen – das ist zunächst zentral – haben nichts mit den in Deutschland sehr beliebten Optionsscheinen zu tun. Optionsscheine wie auch CFDs sind in den USA verboten, daher greifen Spekulanten in Übersee neben Futures, ETFs und dem direkten Investment in Aktien verstärkt auf Optionen zurück. Wer verstehen will, was an der Wall Street wirklich gespielt wird, sollte sich daher mit Optionen und ihrer Handhabung beschäftigen!

Dafür jedoch braucht man ein gewisses know-how. Vor allem sollte man wissen, dass die Volatilität eine zentrale Rolle spielt, inbesondere die „implizite Volatilität„:

„Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Rohstoffs in der Vergangenheit angibt, ist die implizite Volatilität ein Maßstab für die Markterwartungen an die künftige Volatilität.“

Daneben gibt es Begriffe wie „im Geld“ oder „aus dem Geld“. Dirk Schuhmanns hat dieses Prinzip als ein maßgeblichen und wahrscheinlich bewußt inszentierten Treiber etwa für den Höhenflug der Aktie von Tesla ausgemacht – und zeigt, wie oben im Schaubild anhand der Amazon-Aktie dargestellt, wie das in der Praxis funktioniert:

„Das Prinzip dahinter ist, Call-Optionen kurzer Laufzeit relativ weit aus dem Geld zu kaufen, also mit Ausübungspreisen oberhalb des aktuellen Kurses. Diese Optionen sind günstig und der Optionsverkäufer muss nur wenige Aktien kaufen, um sein Risiko abzusichern. Jetzt braucht es noch eine Zündung des Gemisches. Irgendetwas muss dafür sorgen, dass der Aktienkurs überhaupt erst einmal zu steigen beginnt. (..) Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren. So kann sich eine Absicherungsposition schnell von drei Aktien pro Optionskontrakt auf 80 oder 90 steigern, während der Optionskäufer vielleicht nur den Gegenwert von fünf Aktien investieren musste. Diese zusätzliche Hedging-Nachfrage ist es dann, die den Kurs antreibt. Der Optionskäufer wiederrum kann durch kontinuierliche Nachkäufe neuer Optionen mit höherem Strike dieses Spiel am Laufen halten.“

Wer mehr über Optionen wissen will, ist bei Jens Rabe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. In folgendem Video erklärt er Grundprinzipien der Optionen:

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Entscheidende Muster- bullisch oder bärisch? Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Nach wie vor gibt es widersprüchliche Signale für die Aktienmärkte: einerseits positive charttechnische Ausgangsformationen (inverse SKS beim S&P 500 etc.), andererseits deuten vor andere Indikatoren auf wenig Potential auf der Oberseite. Die aktuelle Seitwärtsrange der Aktienmärkte an der Wall Street bleibt weiter intakt, wahrscheinlich solange, bis endlich klar ist, ob man sich zwischen US-Republikanern und US-Demokraten auf ein Stimulus-Paket einigen kann. Die Märkte spielen weiter einen klaren Biden-Sieg – und das hat Konsequenzen für die verschiedenden Assets. Wie sehen diese Konsequenzen aus? Heute Nacht die letzte Fernsehdeabtte zwischen Trump und Biden – der US-Präsident braucht angesichts der derzeitigen Umfragen sehr schnell einen „game changer“..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen