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Aktienmärkte: Die Lage vor dem Wochenende! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute in den USA mit leichten Zugewinnen, während der Dax nach dem gestrigen Einbruch etwas stärker zulegen kann. Als Grund für den heutigen Anstieg müssen einmal mehr Impfstoff-Hoffnungen herhalten nach Aussagen von Pfizer/BioNTech (die allerdings bedeuten, dass es definitv keinen Impfstoff vor der US-Wahl geben wird – anders als Trump stets behauptet). A propos Trump: Insider-Berichte zeigen, dass sein Wahlkampf-Team zunehmend nervös wird und die Umfragen durchaus ernst nimmt, laut denen Biden vorne liegt. Die Stimmung der US-Investoren ist nach wie vor an der Grenze zur Euphorie, man hält die vorhanden Risiken für vorübergehend. Die Warnsignnale aber für die Aktienmärkte sind nach wie vor in Kraft..

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9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Roland

    16. Oktober 2020 20:16 at 20:16

    Es wird immer über Risiken für den Markt geredet, ich sehe keine. Kann da jemand was zu sagen? Die Risiken nach unten sind null, weil:
    – die meisten Unternehmen verdienen prächtig, starke Zahlen zeigen das
    – jeder kleine Rücksetzer wird sofort gekauft, das zeigt, wieviel Geld noch in den Markt will/muss
    – exzellente Konjunkturdaten (siehe Einzelhandel)
    – Chinas Top-Erholung und deren kommender Boom, der auch hierzulande weiter stützt
    – die wirtschaftliche Beherrschbarkeit von Corona
    – ein baldiger Impfstoff
    – ein anziehender Arbeitsmarkt
    – unendliche Stimuli/Finanzhilfen
    und noch so viel mehr…

    Da ist gar keine Chance für deutliche Kursrückgänge.

  2. Avatar

    Marko

    16. Oktober 2020 20:17 at 20:17

    Markus, wie ich schon sagte, die Deutschen liegen in Sachen Corona vorne, aber dass mit dem

    Impfstoff, wohl eher im Frühjahr. – Was dem Donald gar nicht passen dürfte… !

    Wenn ich mir die Amis/Moderna anschaue, muss man schon sagen, der Donald ist verzweifelt…

    Wenn die Briten im Neujahr 2021 zu ihrer eigenen Beerdigung gehen wollen.

    Alles schön, mein Mitleid haben sie nicht.

    Bei einem harten Brexit wird GB jedenfalls nicht mehr da sein, das Pfund ebenso nicht. Und dies auch noch freiwilligst und eigentlich ohne Grund !

    Und eines sollte klar sein : Börsen und Zukunft sind immer so ne Sache. ;)

  3. Avatar

    Marcus

    16. Oktober 2020 21:27 at 21:27

    Jaja, gute Nachrichten sind der Wallstreet schon mal 300 Punkte wert. Die schlechten Daten gestern haben 20 Punkte Abverkauf verursacht.

  4. Avatar

    rettich

    17. Oktober 2020 15:33 at 15:33

    Mal ein paar Überlegungen zu den Risiken für die Märkte. Die Märkte sind im Augenblick politisch getrieben, durch Stimulus und durch die Zentralbankpolitik. Damit liegen die Risiken im politischen Bereich: Wenn den Staaten die Fähigkeit oder der Wille zu weiteren Interventionen fehlt, wird es ungemütlich. USA und Deutschland/EU sind noch nicht an der Grenze ihrer Fähigkeiten angekommen. Kurzfristig, ohne Berücksichtigung der langfristigen Folgen, geht noch viel mehr. Beim Willen gibt es in den USA aber ein paar m.E. unterschätzte Risiken:

    1.
    Sowohl Trump als auch Pelosi haben gesagt, dass es nach der Wahl (einen jeweiligen Sieg vorausgesetzt) _sofort_ ein weiteres Stimuluspaket geben wird. Das halte ich für unrealistisch. Der neue Kongress tritt erst im Januar zusammen, bis dahin bleibt es bei einem republikanisch dominierten Senat und einem demokratisch geführten Repräsentantenhaus (Trump als Präsidenten). Ohne einen Kompromiss wird es also kein Stimuluspaket geben. Wie wahrscheinlich ist der? Wenn der Streit um das Wahlergebnis hässlich wird, dann dürfte der Wille zum Kompromiss eher leiden. Wenn Biden die Wahl gewinnt, ist es sehr die Frage, ob die Republikaner ihm den Regierungsantritt leicht machen wollen oder ihm lieber eine möglichst ruinierte Wirtschaft hinterlassen wollen. Das leitet über zu 2.

    2.
    Wenn Biden Präsident wird, ist für die Demokraten ohne die Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses gar nicht so viel gewonnen. Eine demokratische Senatsmehrheit ist sicherlich möglich, aber keineswegs sicher. Die Republikaner haben sich bereits unter Obama extrem destruktiv gezeigt und praktisch jede Gesetzgebungsinitiative blockiert, um Obama keinen politischen Erfolg zu geben. Ein republikanisch geführter Senat würde vermutlich sehr auf Sparsamkeit achten, Anzeichen gibt es ja bereits jetzt. Das ist natürlich pure Heuchelei, bei Trumps Steuersenkungen war ihnen die steigende Staatsverschuldung egal. Eine solche Blockade könnte verheerende Folgen haben.

    3.
    Auch eine knappe demokratische Mehrheit ist noch keine Garantie für massiven Stimulus. Es gibt bei den Demokraten eine große Spannbreite von Sozialdemokraten bis hin zu Leuten, die nach europäischem Verständnis eher CDUler sind. Wenn nur 2 oder 3 davon auf einmal die Sparsamkeit entdecken, fehlt den Demokraten im Senat evtl. die notwendige Mehrheit.

    4.
    Wenn sich die Politik nicht auf den Stimulus einigen kann, und es zu massiven Pleitewellen und ähnlichen Folgen kommt, stellt sich schließlich die Frage, was die Fed machen wird. Sie kann mit ihren Mitteln Stimuluspakete nicht ersetzen, das hat Powell ganz deutlich gesagt. Wenn die Politik ihrerseits nicht das Notwendige tut, _könnte_ die Fed auch auf die Idee kommen, das eine weitere Ausweitung ihrer Bilanz, um deren Risiken sie ja weiß, auch wenn sie sie nicht thematisieren will, bloß die Währung gefährdet, ohne den Zusammenbruch aufhalten zu können. Dann _könnte_ sogar die Stützung durch die Fed entfallen.

    4. ist sicherlich das Extremszenario, aber eine Verzögerung neuer Konjunkturpakete bis Anfang 2021 halte ich für überwiegend wahrscheinlich und ob diese Konjunkturpakete dann dauerhaft so groß ausfallen, wie jetzt erwartet, ist auch eine offene Frage. Wenn die Republikaner die Mehrheit im Senat halten, könnten sie weitere Konjunkturpakete blockieren und würden das m.E. wohl auch machen. Dieses Risiko halte ich für deutlich unterschätzt.

    • Avatar

      Lausi

      17. Oktober 2020 22:02 at 22:02

      @Rettich – die von Ihnen aufgeführten Gefahren sehe ich auch, darüber hinaus auch noch eine weitere: Falls Trump abgewählt werden sollte: Könnte er als Präsident alleine nicht auch weitere Konjunktur- und Stimulus-Pakete blockieren solange er noch Präsident ist (d.h. bis Ende Januar 2021)? Bei seinem – durch Abwahl – dann verletztem Ego halte ich das für durchaus wahrscheinlich. Es könnte sich noch als Fehler der Demokraten herausstellen, sich nicht vor den Wahlen auf ein Kompromiss bzgl. Stimulus-Paket eingelassen zu haben.

      • Avatar

        rettich

        18. Oktober 2020 14:19 at 14:19

        Absolut, das war in 1. mitgedacht. Und wenn Trump die Wahl verliert, könnte er durchaus versucht sein, Biden einen möglichst großen Scherbenhaufen zu hinterlassen.

  5. Avatar

    Ab nach Asien

    18. Oktober 2020 08:37 at 08:37

    @ Roland, noch vergessen ,sehr viele naive Anleger die nur eine Richtung sehen.Es sind immer die Sackgassen die nur in einer Richtung befahrbar sind.Wenn China so gut läuft, könnte man umschichten.
    20% Amischrott nach China würde genügen die „Welt- Leidbörse“ zu erschüttern.Wird sowieso passieren, schon grosse DICKE reden davon.

  6. Avatar

    Torsten

    18. Oktober 2020 19:08 at 19:08

    Kaufen die Amis Weihnachtsgeschenke oder Aktien? Das ist die entscheidene Frage bis Jahresende.
    Für beides wird das Geld fehlen ohne Stimuluspaket.

    Die Fed kann natürlich einspringen, wir werden das an der Bilanz sehen.

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