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Aktienmärkte: Futures limit down – wie geht es weiter? Fed erhöht Repos

Wie geht es weiter nach der Panik? Was passiert mit den vom Handel ausgesetzten US-Futures? Und die Fed reagiert..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte wie der Dax erleiden heute die stärksten Kursverluste seit der Finanzkrise! Die US-Futures wurden in der Nacht zum heutigen Montag vom Handel ausgesetzt aufgrund der limit down-Regel: bei einem Verlust der US-Index-Futures von -5% zum Vortagesschluß (vom Freitag) werden die Futures vom Handel ausgesetzt. Um 09.30Uhr New York-Zeit (14.30Uhr deutscher Zeit – die USA hatten am Sonntag bereits die Umstellung auf Sommerzeit) eröffnen die US-Futures wieder, gleichzeitig also mit dem Kassa-Handel der Aktienmärkte in den USA.

Nun gilt Folgendes:

– fallen die US-Index-Futures wie der S&P-Future, der Nasdaq100-Future oder der Dow Jones-Future um weitere -2% (sodass der Verlust dann zum Freitagsschluß -7% betragen würde), wird der Handel erneut unterbrochen, jedoch nur für 15 Minuten („level one breach“; beim S&P-Future wäre das ein Niveau von 2764 Punkten)

– fallen die US-Futures nach der erneuten Unterbrechung wegen limit-down auf -13% zum Freitagsschluß (beim S&P-Future träte das bei 2586 Punkten ein), wird der Handel erneut für 15 Minuten ausgesetzt

– fallen die US-Futures dann weiter bis -20% zum Freitagsschluß, würde der Handel für den Rest des Tages komplett eingestellt (beim S&P-Future ein Niveau von 2378 Punkten)

Die Aktienmärkte in Europa haben sich nach den heftigen Verlusten zu Handelsbeginn wieder etwas erholt, der Dax erreichte zwischenzeitlich sogar wieder die 11.000er-Marke – hat seitdem aber wieder fast 300 Punkte verloren. Die Frage ist nun, ob zur Eröffnung der Aktienmärkte (Kassa-Handel) erneut Panik aufkommt, sodass dann auch die US-Futures weiter nach unten laufen!

Panik der Aktienmärkte – die Fed reagiert

Die Fed jedenfalls hat auf die Turbulenzen der Aktienmärkte bereits reagiert und erhöht mit sofortiger Wirkung die Liquidität, die sie den Repo-Märkten zur Verfügung stellt. So heißt es von der New York Fed im Wortlaut:

„The Open Market Trading Desk (the Desk) at the Federal Reserve Bank of New York has updated the current monthly schedule of repurchase agreement (repo) operations.
Beginning with today’s operation and through March 12, 2020, the Desk will increase the amount offered in daily overnight repo operations from at least $100 billion to at least $150 billion. In addition, the Desk will increase the amount offered in the two-week term repo operations on Tuesday, March 10, 2020 and Thursday, March 12, 2020 from at least $20 billion to at least $45 billion.“

Zu vermuten ist, dass einige Player im Finanzsektor gewisse Schieflagen haben (durch den massiven Anstieg des VIX am Freitag scheint ein Market Maker vermutlich aus dem Geschäft gekegelt worden zu sein, wie aus einem Chat-Verkauf hervor geht) und daher dringend auf die Liquidität der Fed angewiesen sind.

Das geht indirekt aus der Begründung der Notenbank für diesen Schritt hervor:

„Consistent with the FOMC directive to the Desk, these adjustments are intended to ensure that the supply of reserves remains ample and to mitigate the risk of money market pressures that could adversely affect policy implementation. They should help support smooth functioning of funding markets as market participants implement business resiliency plans in response to the coronavirus.“

So oder so: mit Turbulenzen der Aktienmärkte ist zu rechnen, das gilt für schnelle Anstiege ebenso wie für schnelle oder sogar schnellere Abverkäufe!

Die Aktienmärkte müssen heute einen heftigen Einschlag verkraften

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hesterbär

    9. März 2020 15:17 at 15:17

    Die FED muss jetzt alles retten. Und sie wird das auch tun. Billionen USD werden in den nächsten Wochen in die Märkte gepumpt werden. Es wird alles nichts nutzen, sondern nur schlimmer machen.

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Indizes

DAX daily: Der Dax steht in Kürze an einer kritischen Schwelle

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

So langsam wird es eng für den Dax. Sollte sich nicht bald eine Erholung einstellen, dann könnten wir noch weitaus tiefere Kurse sehen. Auch am gestrigen Mittwoch hat der Dax an Boden verloren und verzeichnet zum dritten Mal in Folge einen Verlusttag. Bei den US-Indizes sieht die Lage auch nicht viel besser aus. Die Verluste an der Wall Street hielten sich zwar in Grenzen, dennoch stehen die großen Indizes wie der S&P500 und der Nasdaq an der Schwelle zu tieferen Kursen. Im gestrigen Handel ging es für den deutschen Leitindex bereits zur Börseneröffnung vom Tageshoch bei 12.765 kräftig abwärts, was ihn folglich bis zum Tagestief bei 12.545 gebracht hat. Damit hat der Index die Marken auf der Unterseite optimal abgearbeitet. Der Dax beendet den Handelstag mit einer weiteren Kursdelle bei 12.557 am Tagestief, der Abschlag beläuft sich dabei auf 179 Punkten (-1,41 %).

Nicht nur die Risiken rund um die Corona-Pandemie, die US-Präsidentschaftswahl, den Stimulus-Hickhack und den Brexit drücken auf die Stimmung, sondern auch noch ein kräftig anziehender Eurokurs. Zudem sind die Märkte aktuell stark Nachrichten getrieben, was die Situation nicht einfacher macht. Markus Fugmann hat die Themen in einem Video ausführlich besprochen. Setzt sich der Abwärtstrend im Dax fort, dann wären die 200-Tagelinie (EMA) bei 12.415 und das Tief vom 25.09. bei 12.339 weitere interessante Anlaufpunkte. Mit dem Bruch der 12.339 könnte sich die übergeordnet Seitwärtsrange nach unten auflösen. Das hätte dann deutlich tiefere Kurse zur Folge.

News und fundamentale Daten

Am heutigen Tag stehen für die Dax-Anleger wieder ein paar wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Vor wenigen Minuten wurde bereits das GfK Konsumklima aus Deutschland veröffentlicht. Der Index beschreibt das Vertrauen der deutschen Bürger in die konjunkturelle Entwicklung. Der Wert notiert zum sechsten Mal infolge im negativen Bereich – aktuell -3,1 (erwartet -2,8, vorher -1,7). Anschließend folgen noch Daten aus den USA, um 14:30 Uhr sehen wir die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. Die Investoren werden auch diesmal wieder genau hinschauen, ob die Anzahl der Erst- und Folgeanträge weiter zurückgeht. Um 16:00 Uhr erscheinen dann noch die Daten der Verkäufe bestehender Häuser (Sep).

Darüber hinaus sehen wir wieder zahlreiche Unternehmensberichte. Unter anderem veröffentlichen die Blue Chips AT&T, Coca-Cola und Intel ihre Zahlen. Aber auch der Mischkonzern Danaher, der Festplattenhersteller Seagate und die Fluggesellschaft Southwest Airlines. In der Nacht auf Freitag folgt dann das zweite TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden. Nur diesmal kann die Debatte nicht so ausarten wie beim ersten Mal, da das Mikrofon stumm geschaltet ist, wenn der andere das Wort hat.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Die Abwärtsbewegung hat sich in der letzten Nacht fortgesetzt und ein Tief bei 12.450 erreicht. Vorbörslich notiert der Dax somit im Minus. Überwindet der Index jedoch die 12.520 ohne vorher ein neues Tief zu machen, dann könnte sich ein 123-Boden ausbilden. Demnach könnte er das Gap zum gestrigen Schlusskurs bei 12.557 schließen und zum Widerstand bei 12.600 laufen. Dort könnte er auch wieder den Rückwärtsgang einlegen und in Richtung des Nachttiefs fallen. Überwindet er allerdings den Bereich, dann folgen die nächsten Hürden bei 12.635 und 12.690. Darüber befindet sich noch eine Widerstandszone zwischen 12.725 und 12.765.

Scheitert der Dax nach einem kurzen Erholungsversuch an der 12.520 oder 12.545, dann dürfte sich die Korrektur fortsetzen. Dafür müsste er das Nachttief bei 12.450 unterschreiten. Dadurch ergeben sich weitere Ziele bei 12.415 (EMA200), 12.400 und 12.382. Dort könnte der Dax erst einmal Halt finden und einen Erholungsversuch starten. Sollte es noch tiefer gehen, dann folgt die 12.339. An dieser Stelle befindet sich auch die Unterkante der übergeordneten Seitwärtsrange (Jul – Okt). Bei einem Bruch befindet sich die nächste Unterstützung erst wieder an der 12.253.

DAX daily: Tagesausblick - H1-Chart - Dax auf dem Weg zur Unterkante der Range

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.919 – Pivot Punkt R2

12.735 – Pivot Punkt R1

12.635 – Pivot Punkt

12.451 – Pivot Punkt S1

12.351 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.469 – Gap 25.09.

12.450 – Nachttief

12.400 – Tageschart

12.382 – 200 % Extension (vom Hoch 13.028)

12.339 – Tagestief 25.09.

12.253 – Tagstief 30.07.

12.247 – 261,8 % Extension (vom Hoch 13.028)

Dax Widerstände (WS):

12.520 – vorbörsliches Hoch

12.545 – Tagestief 21.10.

12.600 – Nackenlinie SKS (H4) – 100 % Ziel  12.015

12.680 -61,8 % Retracement (12.820 – 12.450)

12.725 – mehrfache US (H1)

12.765 – Tageshoch 21.10

12.850 – Tageshoch 20.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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Indizes

Dax: Die Korrektur dürfte sich ausweiten – Schwergewichte schwächeln

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Der Dax handelt inzwischen deutlich unter der 13.000er-Marke – auch heute wieder ist der deutsche Leitindex unter Druck. Auffallend sei, so die Commerz-Bänkerin Petra von Kerssenbrock, dass die ehemals schwachen deutschen Auto-Werte stärker geworden seien, während das Schwergewicht SAP (wie der Tech-Sektor als vermeintlicher Coorna-Gewinner insgesamt) unter Druck stehe. Daher erwartet von Kerssenbrock sowohl zeitlich als auch „räumlich“ eine Ausdehnung der Konsolodierung beim Dax.

Und wie sieht es bei den US-Indizes aus? Dazu ein Blick auf den S&P 500 und den Technologie-Index Nasdaq:

Der Dax ist derzeit schwächer als die US-Indizes

Foto: Deutsche Börse AG

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