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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Devisen

Aktuell: Bank of Canada mit Zinsentscheidung

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Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Der Leitzins wird bei 1,75% belassen, wie es vom Markt auch erwartet worden war.

Der globale konjunkturelle Abschwung sei wohl doch stärker als man es zunächst gedacht hatte, so sagt es die BoC aktuell. Im ersten Halbjahr 2019 werde die kanadische Volkswirtschaft schwächer laufen als bisher angenommen. Also: Wohl erst einmal keine weiter steigenden Zinsen in Kanada!

In einer ersten Reaktion fällt der kanadische Dollar daher. Somit steigt USDCAD aktuell um 53 Pips auf 1,3433.

Hier die Bank of Canada im Wortlaut:

Recent data suggest that the slowdown in the global economy has been more pronounced and widespread than the Bank had forecast in its January Monetary Policy Report (MPR). While the sources of moderation appear to be multiple, trade tensions and uncertainty are weighing heavily on confidence and economic activity. It is difficult to disentangle these confidence effects from other adverse factors, but it is clear that global economic prospects would be buoyed by the resolution of trade conflicts.

Many central banks have acknowledged the building headwinds to growth, and financial conditions have eased as a result. Meanwhile, progress in US-China trade talks and policy stimulus in China have improved market sentiment and contributed to firmer commodity prices.

For Canada, the Bank was projecting a temporary slowdown in late 2018 and early 2019, mainly because of last year’s drop in oil prices. The Bank had forecast weak exports and investment in the energy sector and a decline in household spending in oil-producing provinces. However, the slowdown in the fourth quarter was sharper and more broadly based. Consumer spending and the housing market were soft, despite strong growth in employment and labour income. Both exports and business investment also fell short of expectations. After growing at a pace of 1.8 per cent in 2018, it now appears that the economy will be weaker in the first half of 2019 than the Bank projected in January.

Core inflation measures remain close to 2 per cent. CPI inflation eased to 1.4 per cent in January, largely because of lower gasoline prices. The Bank expects CPI inflation to be slightly below the 2 per cent target through most of 2019, reflecting the impact of temporary factors, including the drag from lower energy prices and a wider output gap.

Governing Council judges that the outlook continues to warrant a policy interest rate that is below its neutral range. Given the mixed picture that the data present, it will take time to gauge the persistence of below-potential growth and the implications for the inflation outlook. With increased uncertainty about the timing of future rate increases, Governing Council will be watching closely developments in household spending, oil markets, and global trade policy.

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Devisen

Brexit-Chaos: Gleichzeitig EU-Wahl und May-Rücktritt – Pfund-Trader fest anschnallen bitte!

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Theresa May versuchte gerade erst mit einer erneuten Luftnummer die Parlamentarier in London in Sachen Brexit mehrheitlich für sich zu gewinnen. Obwohl sie unzählige Male in den letzten Jahren sagte, dass es keine neue Volksabstimmung geben werde, stellte sie diese Woche genau das in Aussicht. Aber eben nur, wenn das Parlament vorher ihrem Brexit-Deal zustimmen würde. Diese krumme Nummer der Premierministerin hat das Fass wohl endgültig zum Überlaufen gebracht.

Laut der Zeitung The Times wird Theresa May morgen zurücktreten. Unglaublich. Die Briten haben gestern schon angefangen ihre Stimmen für die EU-Wahl abzugeben. Und während sie das nun bis Sonntag tun, tritt die Premierministerin zurück. Was für ein Timing. Es gibt auch andere Medien in UK, die davon ausgehen, dass May noch bis kurz nach der Wahl wartet, und dann ihren Rücktritt verkündet.

Aber der Rücktritt an sich scheint ausgemachte Sache zu sein. Ihr Kabinett soll nach ihrem Angebot für ein zweites Brexit-Referendum endgültig gemeutert haben. Wie nun bekannt wurde, soll May´s „neuer“ Gesetzesentwurf auch nicht morgen vorgelegt werden. Auch dies scheint ein klares Indiz für ihren Rücktritt zu sein. Was dann nächste Woche passiert? Die Tories werden wohl, wenn ihre Wähler in der EU-Wahl in Scharen die Brexit-Partei gewählt haben, Boris Johnson (Brexit-Hardliner) zum neuen Premier machen. Das darf man zumindest vermuten.

Und dann folgt ein Chaos, dass sich im Vergleich zu Theresa May dramatisch steigern dürfte. Da fehlt uns sogar die Phantasie für das Basteln von Horror-Szenarien. Man muss es einfach auf sich zukommen lassen. Als Forex-Trader, der gerne das Pfund handelt, sollte man sich schon mal warm anziehen vor dem Wochenende. Fast zeitgleich stehen ein Wahldebakel für die etablierten Parteien und der Rücktritt der Premierministerin an. Mal sehen, wo dann am Montag das Pfund in die Woche startet!

Das britische Pfund preist die negativen Schwingungen der aktuellen Lage diese Woche schon ein, soweit man das überhaupt tun kann. Die Tendenz ist seit Wochen negativ. Aber immerhin ist das Pfund gegenüber gestern Mittag nicht weiter gefallen (GBPUSD aktuell 1,2646). Man sollte sich aber auf weitere Abstürze morgen und Montag gefasst machen (nichts genaues weiß man ja jetzt noch nicht).

Brexit-Chaos im House of Commons
Das House of Commons in London. Foto: UK Parliament CC BY 3.0

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Vorschau auf Dax, Forex-Trades, Aktienideen und Dividendenabschläge

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An dieser Stelle nur eine kurze Vorschau. Heute gibt es von mir konkrete Marken zum Dax, zwei Forex-Trades, Aktienideen und Hinweise zu zahlreichen Dividendenabschlägen in Aktienkursen. Wollt ihr das ausführliche Video täglich kostenfrei sehen, und habt euch noch nicht registriert? Dann bitte einfach hier klicken und anmelden.

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Anleihen

Türkei: Warum der Druck auf Lira, Aktien und Anleihen bald enorm steigen könnte

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Aktuell schwächelt der türkische Kapitalmarkt bereits. Nach den jüngsten Vorgängen (Präsident Erdogan lässt die Wahl in Istanbul wiederholen) war das Vertrauen ausländischer Investoren in die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei erneut geschwächt worden.

Die türkische Lira befindet sich seit Monaten in einem langsamen schleichenden Abwärtstrend. Die Aktienkurse in der Türkei befinden sich im Absturz. Heute notiert der türkische Leitindex BIST100 mit -1,5%, und ist nun seit sechs Tagen hintereinander am Fallen. Mit einem Tiefststand seit Anfang 2017 hat er aktuell auch den Zustand eines Bärenmarktes erreicht. Die Rendite für zehnjährige türkische Staatsanleihen steigt alleine heute um fast einen ganzen Prozentpunkt (Wahnsinn) auf aktuell 19,26%. Im Februar waren es noch 14%.

Und jetzt Achtung! In den nächsten Tagen könnte sich die Lage dramatisch verschärfen. Denn die Türkei will von Russland Raketensysteme kaufen. Laut einem offenbar auf Insiderquellen in US-Militärkreisen beruhenden Bericht von CNBC habe die Türkei noch zwei Wochen Zeit diesen Deal mit Russland zu stornieren. Die US-Regierung übt also massiven Druck aus. Man solle doch lieber Patriot-Raketen vom US-Hersteller Raytheon kaufen. Würde die Türkei ihre Bestellung nicht „umbuchen“, würden die USA der Türkei die Lieferung von F35-Flugzeugen aus US-Produktion verweigern, und womöglich würden die USA Sanktionen gegen die Türkei einführen. Man bedenke abseits von Donald Trumps „launigem“ Gemüt: Die Türkei ist NATO-Mitglied, und die Mitgliedsstaaten sollen Waffensysteme kaufen, die innerhalb der Gruppe kompatibel sind. Und das wird auf russische Raketen wohl kaum zutreffen.

Geht man davon aus, dass die Reporterin von CNBC richtig recherchiert hat (der Bericht klingt doch recht glaubwürdig), könnte es bald hoch her gehen zwischen der Türkei und den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass Präsident Erdogan den Russen-Deal jetzt noch absagt. Dies wäre ein Gesichtsverlust in der Öffentlichkeit, weil er sich von den USA hätte diktieren lassen, wo er seine Waffen einkaufen darf.

Man bedenke, welche Turbulenzen die winzigen US-Sanktionen am Kapitalmarkt verursachten, als die Türkei einen US-Pastor freilassen sollte. Was wäre erst los bei dieser Verweigerung der Türken in Sachen Raketen-Einkauf? Es dürfte die US-Rüstungshersteller verdammt hart treffen solch große Aufträge nicht zu erhalten, also Raketen und 100 Kampfjets. Die Reaktion aus dem Weißen Haus könnte also heftig ausfallen, und damit auch die Turbulenzen am türkischen Kapitalmarkt.

Noch sind wir in dieser Sache im „Wenn-Modus“. Wenn dies passiert, könnte danach dies und jenes passieren. Aber wer in türkischen Aktien, der Lira oder in Anleihen unterwegs ist, sollte dieses Szenario für die nächsten Tage im Hinterkopf behalten!

Türkei Istanbul
Die Hagia Sophia in Instanbul. Foto: Julian Nitzsche CC BY-SA 4.0

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