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Aktuell: Citigroup, Wells Fargo und Goldman Sachs mit Quartalszahlen

Skyline von New York

Citigroup, Wells Fargo und Goldman Sachs haben in den letzten Minuten ihre Quartalszahlen gemeldet. Hier die wichtigsten Daten in Kurzform. Man erkennt ein Muster: Die Zahlen sind schlechter als im Vorjahresquartal, aber besser als erwartet.

Goldman Sachs

Goldman Sachs erzielte einen Umsatz von 12,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 17,70/für heute erwartet 11,80). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 10,76 Dollar (Vorjahresquartal 18,60/für heute erwartet 8,89). Die Aktie reagiert vorbörslich mit +1,6 Prozent.

„Es war ein turbulentes Quartal, das von der verheerenden Invasion in der Ukraine geprägt war“, sagte CEO David Solomon in der Mitteilung. Das sich rasch entwickelnde Marktumfeld habe erhebliche Auswirkungen auf die Kundenaktivitäten gehabt, da die Risikovermittlung in den Vordergrund rückte und die Aktienemissionen fast zum Erliegen kamen. Trotz dieses Umfelds hätten die Ergebnisse gezeigt, dass man die Kunden weiterhin effektiv unterstützen konnte.

Citigroup

Die Citigroup erzielte einen Umsatz von 19,19 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,67/für heute erwartet 18,2). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 2,02 Dollar (Vorjahresquartal 3,62/für heute erwartet 1,55). Die Aktie reagiert vorbörslich mit +1,3 Prozent.

Jane Fraser, CEO von Citi, sagte: „Während das geopolitische und makroökonomische Umfeld volatiler geworden ist, setzen wir die Strategie um, die wir auf unserem jüngsten Investorentag angekündigt haben. Angesichts unseres Schwerpunkts auf Dienstleistungen bin ich besonders erfreut über unsere Leistung in den Bereichen Treasury und Trade Solutions. Gebührenwachstum, Handelskredite und grenzüberschreitende Transaktionen – begünstigt durch höhere Zinssätze – führten zu einem Ertragswachstum von 18% im Jahresvergleich. Auch der Bereich Securities Services entwickelte sich mit einem Umsatzplus von 6 % gut. Im Bereich Markets haben unsere Händler das Umfeld recht gut gemeistert, unterstützt durch unseren Mix, mit starken Zuwächsen bei Devisen und Rohstoffen. Das aktuelle makroökonomische Umfeld wirkte sich jedoch auf das Investment Banking aus, da wir einen Rückgang der Kapitalmarktaktivitäten verzeichneten. Dies ist für uns nach wie vor ein wichtiger Anlagebereich.“

„Wir sehen die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der US-Verbraucher weiterhin an den Kreditkosten und ihren Zahlungsraten. Wir hatten ein gutes Engagement bei wichtigen Treibern wie dem Wachstum der Kartenkredite und dem kräftigen Wachstum der Kaufverkäufe, daher gefällt uns die Richtung, in die sich dieses Geschäft bewegt. Während die Geopolitik die Leistung im Wealth Management dämpfte, stellen wir Banker ein, verbessern unser Kundenangebot und gewinnen sowohl in der Privatbank als auch bei Citigold weiterhin Kunden hinzu. Wir haben im ersten Quartal 4 Mrd. $ an unsere Aktionäre zurückgegeben, und wir haben jetzt etwa 6 % weniger Stammaktien im Umlauf als vor einem Jahr. Während wir notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur, in Risiko- und Kontrollsysteme und in unsere Geschäftsbereiche tätigen, bleiben wir bestrebt, unsere Rendite mittelfristig zu verbessern“, schloss Frau Fraser.

Wells Fargo

Wells Fargo erzielte einen Umsatz von 17,59 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,53/für heute erwartet 17,8). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 0,88 Dollar (Vorjahresquartal 1,02/für heute erwartet 0,80). Die Aktie reagiert vorbörslich mit -3,56 Dollar. Dies liegt wohl daran, dass bei Wells der Umsatz die Erwartung nicht überschreiten konnte.

Abgesehen davon wurden bei diesen drei Banken die wichtigsten Kennzahlen höher vermeldet als erwartet.



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