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Aktuell: Fed sagt Juni als Termin für Zinsanhebung ab

FMW-Redaktion

Die Märkte haben es sowieso schon eingepreist – genauer gesagt ausgepreist, gemeint ist eine Zinsanhebung im Juni. Nun hat soeben Dennis Lockhart, Präsident der Fed von Atlanta, in einem Interview mit einem amerikanischen Finanzsender soeben den Juni als Termin praktisch ausgeschlossen.

Man sei, so Lockhart, darauf vorbereitet, bis nach dem Juni zu warten. Es spreche eigentlich nichts dagegen (wörtlich: „es kostet nichts“), zumindest bis zur Juli-Sitzung zu warten. Dies geschehe aber nicht wegen irgendwelcher Wahlen (gemeint ist die Brexit-Abstimmung) – diese hätten auf die Entscheidung der Fed keinen Einfluß. Entscheind sei vielmehr der Arbeitsmarktbericht vom letzten Freitag, der es rechtfertige, erst einmal abzuwarten mit einer Zinsanhebung. Gleichwohl sei es durchaus wahrscheinlich, dass ein Brexit mit der anschließenden Verunsicherung der Märkte auch für die USA ein wichtiger Faktor werden könnte.

Die schwachen Zahlen vom Freitag könnten darauf hindeuten, so Lockhart, dass die USA nahe der Vollbeschäftigung seien. Viele Belastungsfaktoren, die die US-Konjunktur im ersten Quartal belastet hätten, seien aber nun abgeklungen. Er erwarte nach derzeitigem Stand noch zwei Zinsanhebungen in 2016 – das steht jedoch im Kontrast zu den Fed Fund Futures, die die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung in 2016 bei 50:50 sehen.

Nach den Aussagen von Lockhart ist der Juni als Termin praktisch komplett vom Tisch, womit sich die Fed immerhin den Märkten etwas annähert. Lockhart sagte abschließend, dass er erwarte, dass Yellen heute Abend in ihrer Rede erneut betone, dass die Fed die Zinsen vorsichtig und schrittweise anheben werde..



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2 Kommentare

  1. „Die schwachen Zahlen vom Freitag könnten darauf hindeuten, so Lockhart, dass die USA nahe der Vollbeschäftigung seien.“

    Was raucht diese Type??? Über 50 Millionen Amerikaner beziehen Lebensmittelmarken……aber auch dort geht es den Leuten so gut wie noch nie……

    Das ist alles eine einzige Farce!!!

  2. Klar, die können keine neuen Stellen mehr schaffen, weil jeder Ami schon mehr als genug Arbeit hat ;) Und zwar nicht nur einen, sondern 4 Jobs (zu jeweils 0,5 bis 1 $ pro Stunde).
    In Zukunft wird der USD explodieren, wenn die NFP-Zahlen schwer ins Minus fallen, weil das darauf hindeutet, dass man dringenst Arbeiter bräuchte, aber keine mehr finden kann.

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