Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar



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3 Kommentare

  1. Ich denke schon, dass jetzt GB reagierieen muss ! Sollte man überhaupt noch interessiert sein an einem weichen Brexit. GB scheint sich ziemlich sicher zu sein, dass ein harter GB der richtige Weg ist.

    Boris Johnson hat sich die Deadline zum 15.16.20 gezogen nachdem er nicht mehr mit der EU verhandeln will :
    Mit anderen Worten, der nächste Schritt hin zu einem „weichen“ Brexit kommt von Boris Johnson aus, oder : dann eben Parkplätze bauen in GB ! So einfach ist das !

    Und die EU baut NULL Parkplätze, viel Spaß mit dem Grenzverkehr zwischen dem „Drittstaat“ und der Eu.. im ‚Jahr 2021 … Das hier wird gnandenlos durchgezogen auf Wunsch der Damen und Herren von und zu GB, die sich offenbar für etwas Besseres halten… :D

    Die EU MUSS (!) reagieren, dass ich nicht lache ! Wer hat denn mit dem ganzen Unsinn angefangen.. ??

    Viel Spaß GB, so kann man sein Gebilde zerstören ?

  2. Richtig schlecht wäre für GB, wenn das EU-Diktat ohne Gegenleistung angenommen würde. Gleiche Marktbedingungen garantieren ohne die Subventionen wäre für GB schlicht ein Witz. Und da die EU zur Zeit sich zu mächtig fühlt, könnte der Schuss für die EU noch nach hinten losgehen. GB mit freier Wahl der Steuern auf der Welt könnte gleich handeln wie ursprünglich früher mal Irland, das nach einem Taucher dann unglaublichen Aufschwung erreichte. Einige Ökonomen (nicht EZB-Hörige) sehen GB nach einem Anpassungszenario ohne EU absolut im Vorteil.

    1. @Mike
      EU verhandelt geduldig und mit so viel Kompromiss mit einem notorischen Lügner, Vertragsbrecher, Hardliner und Wirrkopf, länger als 1 Jahr über Ultimatum. Es gibt Verträge und Absprachen, die bisher schon lange und definitiv verhandelt wurden. Kein Wenn und Aber kurz vor Ende. Irland war und ist in EU, deshalb hat das Steuermodell funktioniert. Alleine und isoliert gibt es kein Aufschwung, aber Tiefsee Taucher. Retten Sie alle Schwarzgelder von Jersey, Guernsey und Isle of Man und gehen Sie Offshore. Dort gibt es weiter freie Wahl der Steuern.
      Found in:
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/britische-steueroasen-muessen-ihre-geheimnisse-lueften-15570669.html

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