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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen schwächer; Verkäufe neuer Häuser steigen wundersamerweise

Markus Fugmann

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am

Die Verkäufe neuer US-Häuser (April) sind mit +0,6% auf eine Jahresrate von 623.000 deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -21,9% auf eine Jahresrate von 490.000; Vormonat war -15,4% auf eine Jahresrate von 627.000, nun auf -13,7% auf eine Jahresrate von 619.000 nach oben revidiert).

Im April unter totalem lockdown haben also die Amerikaner mehr Häuser gekauft als im März mit nur halbem lockdown – ein Wunder ist geschehen!

—–

Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Mai) ist mit 86,6schwächer ausgefallen als ohnehin befürchtet (Prognose war 88,0; Vormonat war 86,9).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 71,1 (Vormonat war 73,0).

Die Erwartungen liegen bei 96,9 (Vormonat war 94,3)

Dazu schreibt das Conference Board, das die Daten erhebt:

“Following two months of rapid decline, the free-fall in Confidence stopped in May,” says Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators at The Conference Board. “The severe and widespread impact of COVID-19 has been mostly reflected in the Present Situation Index, which has plummeted nearly 100 points since the onset of the pandemic. Short-term expectations moderately increased as the gradual re-opening of the economy helped improve consumers’ spirits. However, consumers remain concerned about their financial prospects. In addition, inflation expectations continue to climb, which could lead to a sense of diminished purchasing power and curtail spending. While the decline in confidence appears to have stopped for the moment, the uneven path to recovery and potential second wave are likely to keep a cloud of uncertainty hanging over consumers’ heads.”

Consumers’ assessment of current conditions declined further in May. The percentage of consumers claiming business conditions are “good” decreased from 19.9 percent to 16.3 percent, while those claiming business conditions are “bad” increased from 45.3 percent to 52.1 percent. Consumers’ appraisal of the job market was mixed. The percentage of consumers saying jobs are “plentiful” decreased from 18.8 percent to 17.4 percent, however those claiming jobs are “hard to get” decreased from 34.5 percent to 27.8 percent.

Consumers, however, were moderately more optimistic about the short-term outlook. Those expecting business conditions will improve over the next six months increased from 39.8 percent to 43.3 percent, while those expecting business conditions will worsen decreased, from 25.1 percent to 21.4 percent.

Consumers’ outlook for the labor market was mixed. The proportion expecting more jobs in the months ahead declined from 41.2 percent to 39.3 percent, however those anticipating fewer jobs in the months ahead also decreased, from 21.2 percent to 20.2 percent. Regarding their short-term income prospects, the percentage of consumers expecting an increase declined from 17.2 percent to 14.0 percent, however the proportion expecting a decrease declined from 18.4 percent to 15.0 percent.“

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    thinkSelf

    26. Mai 2020 16:40 at 16:40

    Das mit den Immobilien zeichnet sich auch in Deutschland ab. Angebote und Kreditzusagen liegen wieder auf Vorkrisenniveau und der Preisauftrieb hat sich beschleunigt.
    Aber bei Zinsen, die inzwischen bei 0 liegen, ist das auch nicht ganz unerwartet.

    Hieß es früher: „Wieviel Haus kann ich mir von meinem Einkommen leisten?“ lautete die Frage nun: „Wie viele Häuser muss ich (auf Pump) kaufen um mein gewünschtes Einkommen zu erzielen?“

    Das man durch arbeiten nicht reich wird, ist ja keine neue Erkenntnis. Aber das nun anscheinend alle, ohne zu arbeiten reichen werden können scheint mir doch eine etwas gewagte These zu sein.

    Aber vielleicht reicht da einfach meine Phantasie nicht aus.

  2. Avatar

    Perpetum Debile

    26. Mai 2020 19:27 at 19:27

    @Thinkself, sie sind altmodisch, das moderne Zauberwort heisst MMT. Es gibt sehr viele gelehrte Leute die daran glauben.

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Europa

ifo Index schwächer, erster Rückgang seit sechs Monaten

„Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten“

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für Oktober veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 92,7 (Prognose war 93,0; Vormonat August war 93,4) – der erste Rückgang nach fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,3 (Prognose war 89,9 ; Vormonat war 89,2)

– Erwartungen: 95,0 (Prognose war 96,5; Vormonat war 97,7)

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

„Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 92,7 Punkte gesunken, nach 93,2 Punkten[1] im September. Dies ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Ihre aktuelle Situation beurteilten sie hingegen etwas besser als im Vormonat. Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu.

Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich. Deutlich mehr Firmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Die Unternehmen konnten ihre Kapazitätsauslastung im letzten Quartal deutlich von 75,3 auf 79,8 Prozent steigern. Der zuletzt aufgekommene Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat aber einen merklichen Rückschlag erhalten.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima hingegen merklich verschlechtert. Die Dienstleister waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Zudem ist der Optimismus der Vormonate zur weiteren Geschäftsentwicklung wieder verschwunden.

Im Handel ist Geschäftsklimaindikator leicht gesunken. Während die Händler pessimistischer auf die kommenden Monate schauen, waren sie mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Auch im Bauhauptgewerbe ist die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas gestoppt. Die Unternehmen korrigierten ihre sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage deutlich nach unten. Auch ihre Erwartungen fielen etwas pessimistischer aus.“

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einkaufsmanagerindizes – anders als in Europa! Hoffnung auf Stimulus..

Markus Fugmann

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Soeben wurde die Einkaufsmanagerindizes für die USA (Markit PMI; Oktober) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 53,3 (Prognose war 53,4; Vormonat war 53,2)

Dienstleistung: 56,0 (höchster Stand seit 20 Monaten! Prognose war 54,6; Vormonat war 54,6)

Gesamtindex: 55,5 (Vormonat war 53,2)

Damit zeigt sich in den USA ein anderer Trend: Dienstleistung, in Europa ganz schwach und von der Coronakrise schwer getroffen, hat in den USA bislang kaum Probleme. Aber: man hält sich vor den US-Wahlen zurück, der Optimismus gründet vor allem auf Hoffnungen, bald neue Stimulus-Gelder zu erhalten. Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

“The US economy looks to have started the fourth quarter on a strong footing, with business activity growing at a rate not seen since early 2019. The
service sector led the expansion as increasing numbers of companies adapted to life with COVID19, while manufacturing continued to report solid
growth amid rising demand from households and businesses.
“A slowdown in hiring and weaker new order inflows were in part attributable to hesitancy in decision making ahead of the presidential election. More encouragingly, business optimism surged higher, indicating that firms have become increasingly positive about prospects for the coming year amid hopes of renewed stimulus, COVID-19 containment measures gradually easing and greater certainty for businesses and households after the presidential elections.”

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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