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Der große Short Squeeze Anzeichen einer Rally im S&P 500 verdichten sich – Game of Trades

S&P 500 Game of Trades

Wie in einem diese Woche veröffentlichten Beitrag auf finanzmarktwelt.de zu lesen war, gehen die Analysten von Game of Trades davon aus, dass wir es aktuell nicht nur mit einer Bärenmarkt-Rally beim S&P 500 zu tun haben, sondern eventuell vor einem größeren Aufwärtsimpuls stehen. Nun wurde ein neues Video veröffentlicht, dass diese These weiter untermauert.

Kurzer Rückblick auf das bereits veröffentlichte Video: Zwei Indikatoren waren der Ausgangspunkt der These, dass dies nicht nur eine Bärenmarkt-Rally sei. Erstens, der Spread zwischen US-Anleihen und einem Anleihen-Basket der wichtigen Industrieländer (ohne USA), der sich auf ein historisches Maß ausgeweitet hatte. Dies war rückblickend betrachtet immer ein guter Einstieg in den Aktienmarkt. Und zweitens, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die keine steigende Tendenz aufweisen. Dies wird aktuell noch durch den Consumer Spending Indikator bestätigt, der sich nun langsam wieder normalisiert. Dieser Indikator, auch Personal Consumption Expenditures (PCE) genannt, wird von der US-Behörde Bureau of Economic Analysis (BEA) erhoben. Somit sei eine Rezession in der Zukunft zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber aktuell nicht sehr wahrscheinlich, so die Meinung der Analysten.

Bärenmarkt-Rally: Consumer Sentiment und der S&P 500

In ihrem neusten Video bringen die Analysten von Game of Trades weitere Indikatoren zusammen, die ihre These, dies sei mehr als nur eine Bärenmarkt-Rally, untermauern. Der erste ist das Consumer Sentiment, erhoben von der Univerity of Michigan (UMCSENT). Aktuell hat dieser Indikator ein Tief ausgebildet und steigt wieder an. Legt man den UMCSENT über den S&P 500, bilden beide fast gleichzeitig Tiefpunkte aus, wie im Chart farbig umkreist:

S&P 500 Bärenmarktrally

Rückblickend betrachtet waren das ganz gute Einstiegspunkte in den Aktienmarkt. Ein zweiter wichtiger Indikator, den die Analysten heranziehen, ist das AAII Bull Bear – Sentiment. Hier wird aber ein 50-tägiger gleitender Durchschnitt gebildet, um dem Indikator mehr Aussagekraft zu verleihen. In dieser Einstellung befindet sich das Sentiment auf einem historischem Tiefpunkt, und laut Sentiment-Analyse sind das durchaus hervorragende Einstiegsgelegenheiten in den Aktienmarkt – kaufen, wenn die Angst am größten ist.

Short-Squeeze über 4.000 Punkte im S&P 500 wahrscheinlich

Analysiert man den Chart des S&P 500, fällt als erstes auf, dass sich der Markt in einem klaren Abwärtstrend bewegt. Alle drei wichtigen gleitenden Durchschnitte weisen nach unten (100, 150 und 200 Tage), zudem begrenzt eine für nahezu jeden Investor ersichtliche Trendlinie den weiteren Weg nach oben.

S&P 500 Short Squeeze

In dem umkreisten Gebiet liegt nun laut den Analysten von Game of Trades die Saat für einen massiven Aufwärtsimpuls, der durch einen Short-Squeeze angefeuert werden könnte. Denn um 4.100 Punkten und darüber könnten Stopps liegen, die einen weiteren Schub bis etwa 4.400 oder sogar 4.500 Punkten in kurzer Zeit auslösen könnten. Für eine solche Bewegung wären aber gute Nachrichten nötig, die die Bewegung unterstützen, zum Beispiel ein FED-Pivot oder deutlich sinkende Anleihen-Renditen. Eine weitere Empfehlung der Analysten von Game of Trades ist, keine Short-Position im Bereich der Trendlinie zu eröffnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt hier keine Lehrbuch-Reaktion zeigt und abprallt, sei deutlich geringer als ein beginnender Short-Squeeze.

Und zuletzt noch ein historischer Vergleich: Betrachtet man den Aktienmarkt seit 1935, gibt es nur drei Zeiträume, wo der Markt zwei oder drei Jahre hintereinander mit Verlust geschlossen hat: 1945, 1974 und 2001 während dem Platzen der Dotcom-Blase. Natürlich kann alles noch viel schlimmer kommen, so die Analysten von Game of Trades, aber es kann auch genauso besser werden. Denn an der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil. Bitte beachten Sie zudem bei Ihren Anlageentscheidungen, dass der Donnerstag ein besonders gefährlicher Börsentag ist. Ebenfalls besonders gefährlich sind der Montag, der Dienstag, der Mittwoch und der Freitag.

Kursdaten aus https://de.tradingview.com

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2 Kommentare

  1. „Für eine solche Bewegung wären aber gute Nachrichten nötig, die die Bewegung unterstützen, zum Beispiel ein FED-Pivot oder deutlich sinkende Anleihen-Renditen“.

    Was verdichten sich denn für Anzeichen einer Rally wenn so gute Nachrichten Voraussetzung dafür sein müssen. Natürlich können gute Nachrichten den Markt nach oben katapultieren, das haben wir nach den Inflationsdaten gesehen. Da sind 300 Punkte absolut möglich. Genauso groß ist aber auch bei schlechten Nachrichten der Abwärtsimpuls wo wahrscheinlich ab bestimmten Marken auch Stopps zuzogen werden. Gerade von denen, die jetzt auf fetten Gewinnen der letzten Rally sitzen.

    1. Das Fazit haben Sie sicher überlesen:
      „Das Fazit bringt es wirklich auf den Punkt:
      „Natürlich kann alles noch viel schlimmer kommen, so die Analysten von Game of Trades, aber es kann auch genauso besser werden.“
      Und den goldenen Tipp nicht vergessen:
      „…dass der Donnerstag ein besonders gefährlicher Börsentag ist. Ebenfalls besonders gefährlich sind der Montag, der Dienstag, der Mittwoch und der Freitag.“
      Bleibt eigentlich der Sonntag, da kann man aber auch irgendein Horoskop zu Rate ziehen.

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