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Arbeitsmarktbarometer fünf Monate in Folge rückläufig

Das offizielle „Arbeitsmarktbarometer“ für Deutschland wird vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlicht, einer Tochter der Bundesagentur für Arbeit. Dieses Barometer berücksichtigt die aktuelle Entwicklung bei der Beschäftigung und bei der Arbeitslosigkeit. Insgesamt gesehen geht dieses Barometer im August den fünften Monat in Folge zurück, von 105,5 auf 103,5 Indexpunkten. Damit ist also gemeint, dass sich die Entwicklung insgesamt spürbar abflacht. In der Grafik ist dies am Ende gut zu sehen. Die Arbeitsmarktforscher vom IAB sehen die Lage etwas optimistischer. Zitat:

„Der Beschäftigungsaufschwung in Deutschland geht weiter“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, den hohen Stand. Die Rekordentwicklung sei zwar durch die Abkühlung der Konjunktur etwas gedämpft worden, der Aufwärtstrend der Beschäftigung sei aber robust.

Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers gibt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte nach. Der neue Stand von 100,5 Punkten zeigt eine nach wie vor günstige, aber nicht mehr besonders starke Entwicklung der Arbeitslosigkeit an. „Die Arbeitsagenturen halten weitere leichte Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber ein größerer Schub ist für das zweite Halbjahr nicht zu erwarten“, so Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Arbeitsmarktbarometer



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1 Kommentar

  1. Schon interessant, auch anderen Indikatoren sinken, genauso unmerklich wie die IAB-Indikator, aber sie sinken. Wie z.B. „Das Barometer der GfK-Marktforscher für das Konsumklima im September fiel um 0,1 auf 10,5 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Juni 2017“.
    „Irgendwie scheint der „Peak“ überschritten zu sein.

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