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Attacke auf Saudi-Arabien – wer steckt dahinter?

Für die USA ist nun klar, wer für die Attacken auf die saudischen Raffinerien verantwortlich ist – militärischer Schlag gegen den Iran nur Frage der Zeit

Markus Fugmann

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Die Attacken auf die saudischen Öl-Raffinierien sind fraglos das große Thema der Finanzmärkte – bekanntlich schoss der Ölpreis draufhin um 10% in die Höhe, die Wiederherstellung der Produktion könnte laut einem Experten eher Monate als Wochen dauern. Zwar haben sich die Huthi-Rebellen zu dem Anschlag bekannt und heute erneut betont, dass die saudischen Raffinerien jederzeit wieder Ziel eines solchen Anschlags werden könnten, doch bezweifeln die meisten Beobachter, dass die Huthi dazu technologisch in der Lage wären.

Wer auch immer es nun gewesen ist – entscheidender sind wohl die geopolitischen Folgewirkungen des Anschlags, sprich: wem wird der Angriff zugeschrieben, und welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Zuschreibung. Für US-Aussenminister Pompeo war schnell klar, wer der wirklich Schuldige sein müsse:

Nun hat der irakische Geheimdienst vor wenigen Minuten ebenfalls behauptet, dass der Angriff durch iranische Drohnen ausgeführt worden sei, und zwar von irakischem Staatsgebiet ausgehend:

Kurz nach diesem Statament des irakischen Geheimdienst dann die nächste klare Zuschreibung, diesmal in Gestalt des amerikanischen Energieministers Rick Perry bei einer Rede in Wien vor wenigen Minuten: demnach habe der Iran die Anschläge ausgeführt und werde dafür bestraft werden müssen – es sei nicht weniger als ein Anschlag auf die Energieversorgung der Welt.

Also: die Schuld-Zuschreibung scheint nun klar, die Frage ist, welche Konsequqnzen daraus erfolgen. Angesichts des impulsiven Temeraments von Donald Trumop und des saudischen starken Mannes Mohamad bin Salman dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es zu militärischen Schlägen gegen den Iran kommen wird.

Vielleicht bereut ja Trump inzwischen die Entlassung von Sicherheitsberater John Bolton – der hatte stets zu einem Angriff auf de Iran geraten  und könnte nun bald vom US-Präsidenten wieder zu Rate gezogen werden..

 

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    frank

    16. September 2019 13:23 at 13:23

    impulsives Temprament Trumps? Daran erkennt man die fatale Macht der Medien, die die Realität ins Gegenteil umdeuten und die größten Kriegshetzer sind. Trump wird seid Anbeginn seiner Präsidentschaft als aggressiv und unberechnbar dargestellt, der auch Gewalt anwendet. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Unter keinem anderen Präsidenten hat die USA weniger Kriege geführt bzw. das Militär im Ausland eingesetzt als unter Trump. Trump ist überaus zurückhaltend, Trump hat weder den Irak, Libyen, noch Syrien angegriffen und beim Iran hat er mehrmals persönlich interveniert als die westlichen Medien und das linksliberale Establishment laut nach Krieg und Vergeltung gerufen haben. Trump ist der friedlichste US-Präsident aller Zeiten.

    • Avatar

      Roberto

      16. September 2019 17:23 at 17:23

      @Frank, naja so richtig ist das auch nicht. Ich erinnere mich sehr wohl daran das Trump gerade am Anfang seiner zeit bei einem Abendessen den Befehl gab Syrien zu bombadieren weil es angeblich einen Giftgasanschlag gab. Selbst wenn es diesen Anschlag gab, ist Ihr Artikel falsch formuliert. Denn er hat sehr wohl ein Land angegriffen, obwohl nicht einmal sein eigenes Land in Gefahr war. Des Weiteren bitte ich doch zu bedenken, das die letzten 3 Präsidenten allesamt 8 Jahre im Amt waren und dadurch natürlich sich eher ein Risiko ergibt einen Krieg zu führen. Trump hat jetzt erst mal 3 Jahre hinter sich. Warten Sie mal ab was noch alles passieren kann wenn er sogar wieder gewählt wird. Ihn nach 3 Jahren schon als friedlichsten Präsidenten in den Himmel zu loben ist meines Erachtens schon etwas zu früh gegriffen.

  2. Avatar

    Tino Gruchmann

    16. September 2019 14:28 at 14:28

    Glaubt wirklich jemand daran das der Iran an einer solchen Eskalation Interesse hat, der erhöhte Ölpreis ist doch vor allem im Interesse der US Fracker

    • Avatar

      Shong09

      16. September 2019 14:44 at 14:44

      Als Gegenschlag könnte ich solch eine Aktion schon verstehen, was natürlich nicht bedeutet, dass es eine gewesen ist. Die Frage ist, warum die USA berechtigt sein sollten, in diesem Fall dann überhaupt einzugreifen?

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Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

Rüdiger Born

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Aktienmärkte: Abverkauf voraus? Corona gegen Geldflut

Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren der Aktienmärkte kommen

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am

Die Aktienmärkte geraten zunehmend unter Druck – der deutsche Leitindex Dax zeigt es doch schon seit Monaten: Nach seinem steilen Einbruch im Februar/März, seiner steilen Erholung bis Anfang März und dann fünf Monate Seitwärtsrange und mit seinem Absinken der Kurse in den letzten Wochen. Die Wirtschaft wackelt. Jetzt kamen ein paar Daten aus dem Wirtschaftsumfeld, die zeigen, dass die Erholung stark ins Socken geraten ist. Corona gegen die Geldflut – wer behält die Oberhand?

Aktienmärkte: Der Dax und der Ifo-Index

Monat für Monat blicken Ökonomen auf die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts, bei der die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs hinsichtlich ihrer Unternehmen dargestellt werden. Legt man diesen Index-Verlauf über eine graphische Darstellung der deutschen Konjunktur, so wird man eine recht gute Prognosequalität und eine Korrelation des Indikators mit der Wirtschaftsentwicklung konstatieren. Schließlich spiegelt das Barometer Wirtschaftsfakten wider und nicht Erwartungen von Finanzanalysten, wie es beim ZEW der Fall ist. Doch auch die Relation zum deutschen Leitindex ist oft sehr auffällig.

Jetzt gab es am Montag einen Doppelschlag. Ein nach fünf Monaten erstmals rückläufiger Ifo-Index und ein 23-prozentiger Einbruch bei Deutschlands Dax-Schwergewicht SAP. Bei dem Technologiekonzern ist die Absenkung der Wachstumsabsichten ein echtes Warnzeichen, beim Ifo-Index gilt es allerdings zu bedenken, dass erst ein dreimalig steigender oder fallender Index einen Trendwechsel anzeigt.

Corona und seine Gewinner und Verlierer in Deutschland

Neben dem Theater um die US-Wahlen, den taktischen Spielchen um das Stimuluspaket, ist die zweite Coronawelle das eigentlich dominante Thema für die Aktienmärkte. Nicht so sehr wegen der großen Gesundheitsgefahren – Einrichtungen und betroffene Bürger mit Vorerkrankungen werden sich bestimmt besser schützen als im Frühjahr – es sind mehr die behördlichen Maßnahmen, die aus Gründen der Gefahrenabwehr kommen müssen. Man kann nicht einfach Menschenleben mit Wirtschaftsschäden verrechnen. Die Anordnung von Lockdowns, die nach Inzidenzzahl mehr oder weniger umfassend ausfallen müssen.

Auch global betrachtet: Zwar werden es bestimmt keine vier Milliarden Werkstätige werden, wie im ersten Halbjahr, die zeitweise in häuslicher Quarantäne verbracht haben. Aber die Aktienmärkte haben nur moderate wirtschaftliche Einbußen im Winterhalbjahr eingepreist und keine Lockdowns ganzer Staaten. Frankreich, Spanien, Italien – die Infektionszahlen treiben die Politiker zu drastischen Maßnahmen. Eine V-förmige Erholung ist in diesen Ländern bereits abgehakt und es gibt noch eine weitere Anzahl kleinerer Staaten mit noch größeren Problemen.

Was bedeutet das für Deutschland? Zunächst einmal wird Kanzlerin Angela Merkel vermutlich heute mit dem Ministerpräsidenten einen (Wellenbrecher-)Lockdown ankündigen. Dies wird wieder einige Corona-Opfer weiter schwächen, aber es gibt zahlreiche Firmen aus dem Dax, die das Jahr bisher außerordentlich gut überstanden haben.

Der deutsche Leitindex rangiert im Jahr 2020 mittlerweile mit neun Prozent im Minus und ein knappes Dutzend seiner Werte liegen zweistellig im Minus.

Schaut man sich die Dax-Entwicklung genauer an, wird klar, dass die Aktienmärkte keineswegs eine Erholung für die gesamte Wirtschaft sehen. Der Leitindex selbst rangiert 2020 zwar nur neun Prozent im Minus, doch immerhin stehen elf der 30 Titel zum Teil deutlich zweistellig im Minus. An der Spitze Bayer, MTU oder Fresenius, die über ein Drittel an Wert eingebüßt haben. Oder auch das Schwergewicht SAP, das mit seinem 23-Prozent-Rutsch zeigt, dass die Aktienmärkte sehr wohl auf veränderte Gewinnerwartungen reagieren, trotz der monetären Stützungsmaßnahmen – der Flut, die scheinbar alle Boote hebt. Auf der anderen Seite die Pandemie-Gewinner, Infineon, Delivery Hero oder der Pharma- und Chemiekonzern Merck, die 25 bis über 30 Prozent in diesem Jahr zulegen konnten.

Dennoch: Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren Ausverkauf kommen, der die Aktienmärkte insgesamt erfasst.

Der Montagsabverkauf, ohne Panik

Seit Wochen wird davon gesprochen – und wenn sie kommt sind dennoch alle verblüfft. Die Rede ist von der Volatilität, die dem Dax am Montag einen Einbruch von 460 Punkten oder minus 3,7 Prozent beschert hat. Anlass war die Gewinnwarnung von SAP, die dem Dax mit einem Kursabschlag von 23 Prozent allein schon über 200 Punkte gekostet hatte. Aber war der Leitindex nicht schon vor zehn Tagen um drei Prozent gefallen, um tags darauf wieder um zwei Prozent zu klettern? Von Panik jedenfalls war am Montag wenig zu sehen, weder die 10-jährige Bundesanleihe mit minus 0,60 Prozent, noch Gold haben besonders reagiert.

Vor dem Wochenende nochmal ein guter Rückblick?

Inmitten einer Flut von Quartalsberichten, speziell der Big Five in dieser Woche, liefern die Statistikämter der USA und Deutschlands am Donnerstag und Freitag die BIP-Zahlen zum dritten Quartal 2020. Was wieder für ein bisschen Verwirrung sorgen wird, einmal wegen der historisch tiefen Rezessionsvergleiche zu Q2 und zum anderen, weil die Amerikaner den Jahresvergleich und die Europäer den Quartalsvergleich heranziehen. Das US-BIP war in Q2 um 32 Prozent (zu 2019) gefallen und könnte in Q3 um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Deutschlands BIP fiel im Frühjahr um 9,7 Prozent (gg. Q1) und Volkswirte rechnen mit einer Steigerung über den Sommer um sieben Prozent. Auf Quartalsbasis waren die USA mit 9,5 Prozent in ähnlicher Höhe wie Germany geschrumpft. Schnee von gestern, jetzt geht es um Q4 Folgende und da herrscht Corona.

Fazit

Was wird sich durchsetzen? Die Pandemie, die mit zahlreichen großen, wie kleinen Lockdowns Teile der Wirtschaft überall ins Schlingern bringt – oder doch die große Geldflut, inklusive der ganzen Rettungspakete, die höher ausgefallen, als der bisherige Rezessionsschaden. Von den 218 Milliarden Euro, die sich das deutsche Finanzministerium für 2020 hat genehmigen lassen, sind nach den ersten neun Monaten des Jahres „erst“ 72,5 Milliarden Euro verbraucht worden.

Was überwiegt? Es kommt also darauf an, heißt ein platter Spruch, der aber derzeit seine Berechtigung hat. Auf die Entwicklung der Infektionszahlen – Israel beweist gerade wie rasch ein Lockdown wirkt – auf den Ausgang der US-Wahlen und vor allem auf die Impfstoffentwicklung. Aktienmärkte bewerten Zukunft und nicht die Gegenwart – so schwer es auch manchem fällt, dies zu akzeptieren und lieber auf die Schlagzeilen des Tages zu lauschen. Zur Erinnerung: Wie war die Meldungslage über Tage und Wochen während des Lockdowns im Frühjahr?

Aber kurzfristig hat sich einiges an Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte akkumuliert, das vierte Quartal könnte etwas zu rosig eingeschätzt und eingepreist worden sein..

Stehen die Aktienmärkte wegen Corona vor einem erneuten Abverkauf?

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