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Aus dem Nichts erschaffen – so funktioniert unser Geldsystem

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Wie funktioniert unser Geldsystem heutzutage? Bis 1971 bekam man für eine bestimmte Summe Geld eine bestimmte Menge Gold. Zumindest hatte man darauf einen Anspruch. Dieser Anspruch wurde 1971 einfach von US-Präsident Nixon abgeschafft. Seitdem ist unser aller Geld nur so viel wert, wie wir darin Vertrauen haben. Erodiert dieses Vertrauen, sind die Papierscheine wertlos. Eigentlich sind sie jetzt schon wertlos – nur die Menschen haben ein virtuelles Vertrauen in Politik, Staat und Notenbanken. Und die allermeisten Menschen wissen überhaupt gar nicht, dass hinter unserem Geldsystem nur ein allgemeines Vertrauen steckt. Gut und einfach erklärt wird dieser Sachverhalt im folgenden Video.

Geldsystem
Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

4 Kommentare

4 Comments

  1. GN

    14. Dezember 2018 12:30 at 12:30

    ………na, nun hat es wohl auch die FMW begriffen, wie Geld entsteht, da bin ich doch sehr erfreut, weil ich mir hier diesbezüglich vor ein paar Jahren noch die Finger wund schreiben mußte. Leider wird der Geldschöpfungsakt in der Lehre immer noch völlig falsch dargestellt, bzw. unterschiedlich. So konnte ich von einem Schweizer Unternehmer, der in der Vollgeldinitiative aktiv ist, vernehmen, daß man in St. Gallen richtig darstellt und in Bern den Blödsinn von „Die Bank verleiht das Geld der Sparer“ (vornehm Intermediär) vermittelt…..

    Aber seid getröstet: Ich habe 2 Radsportfreunde. Einer Kreditsachbearbeiter Großkunden bei der CBK und weiß nicht, wie Geld entsteht und behauptet die Bank müsse sich immer refinanzieren nach der Geldschöpfung, sie muß aber in Wirklichkeit nur den negativen Saldo des Interbankenkonto bei der Zentralbank nach einer gewissen Zeit refinanzieren….die Krönung ist aber der andere Kollege. Der ist Diplom-Ökonom und hat sein Leben beim „Bundesamt für das Kreditwesen“ (heute BAFIN) in hoher Position verbracht. Auf die Frage, wie denn Geld entstünde, behauptete er: Durch die Zentralbank. Das mag für Bargeld und Reserven stimmen. Das Giralgeld wird aber immer nur durch die privaten Geschäftsbanken per Kredit erzeugt und das Giralgeld macht teilweise schon 97 Prozent des zirkulierenden Geldes aus. Mein guter Freund widersprach mir und erklärte meine Darstellung für falsch. Okay sagte ich im Beisein anderer Kollegen, dann machen wir mal eine Wette um 1.000 EUR, die er aber leider dann nicht einschlug……das wären schöne schnelle 1.000 EUR gewesen, denn sogar auf der Seite der Deutschen Bundesbank kann man seit 2017 die Wirklichkeit nachlesen. Dies aber auch nur auf Druck von Außen und, weil die BoE die richtige Darstellung seit 2014 öffentlich gemacht hat….

    Trotzdem fühle ich mich von dieser Gesellschaft massiv betrogen. Warum verschweigt man denn die wirkliche Entstehung von Geld??? Warum darf der mündige Bürger nicht wissen, wie unser Geldsystem wirklich funktioniert??? Warum vermittelt die lehrende Ökonomie die Entstehung von Geld bis heute noch falsch??? (dazu gibt es einen Vortrag v. Prof. Richard A. Werner auf Youtube)…

    Ich empfehle übrigens unbedingt die Videos von Prof. Joseph Huner, Prof. Richard A. Werner, und Rechtsanwalt Hans Scharpf, sowie die Seite der Monetative e. V. …..LG

    • GN

      14. Dezember 2018 13:20 at 13:20

      ….ich möchte noch etwas nachtragen: Ein weiterer Betrug findet im Thema Staatsfinanzierung statt. So ist in der Eurozone die direkte Staatsfinanzierung durch die Zentralbank verboten, weil Politik ja sonst ohne Ende Geld drucken würde (tut sie ja heute nicht rotfl 🙂 🙂 🙂 )……

      Wie funktioniert also die Staatsfinanzierung in der Eurozone? Über ein Banken-Bieter-Konsortium aus 39 ausgesuchten „Prämiumbanken“ (ich nenne das eine Mafia). Die dürfen für den Bedarf der Staaten Gebote abgeben. (ach, wie schön)….nur brauchen die Banken für diese Gebot keinen einzigen Euro selbst aus ihrem Eigenkapital einsetzen, Staatsanleihen gelten als 100% sicher und dementsprechend stehen sie auch als Sicherheit zur Verfügung. Dadurch kann dieses Bankenkartel das Geld, was sie gar nicht haben, aus dem Nichts schöpfen, bekommen dafür Zinsen und streichen sich auch noch die fette Seigniorage ein…

      Und, wenn es Probleme damit gibt, dann bekommen sie den Müll auch noch zu völlig überzogenen Preisen von der EZB abgekauft….

      Nein, ganz, ganz schlimm wäre es, wenn die Staaten das Geld sofort durch die EZB erzeugen würden, denn dann blieben ja Zinsen und Seigniorage bei der EZB, das wäre ja ganz fürchterlich, denn wie sollen denn unsere geliebten Banken dann noch ihre Geldtempel bezahlen…..

      Ps: Das ist übrigens nicht nur in der Eurozone so, sondern findet weltweit bei den wichtigen Staaten so statt. Also USA, Japan, England, Schweiz….

      Auch davon weiß der geneigte deutsche Staatsbürger nichts. Es interessiert ihn auch nicht, weil da ja jeder Schwachsinn wichtiger ist……für mich ein weitere massiver Betrug am Staatsbürger…LG

  2. Charly W.

    14. Dezember 2018 13:55 at 13:55

    Leider entsteht Geld so nicht. Nicht aus dem nichts. Geld als Liquidität ersten Grades entsteht aus dem Kollateral als Liquidität zweiten Grades. Den lebenden Menschen gehört alles, das Kollateral. Bei der Kreditvergabe wird keine Geldschöpfung betrieben, es wird nur aus dem Kollateral ein Teil in Liquidität ersten Grades umgebucht. Wir sind die Gläubiger des Systems. Wenn dann die Banken noch Zahlung in frischer Liquidität (sweat equity) verlangen, dann verlangen sie doppelten Ausgleich plus Zinsen. So läuft der Bankenbetrug. Es wird also nichts geschaffen, sondern nur umgebucht. Deshalb können Banken nicht Konkurs gehen wenn die niemand abschöpft. Das Geheimnis liegt in der doppelten Buchführung mit regelmässigem Ausgleich. Bankdirektoren in gehobenen Positionen wissen das.

  3. Paul

    17. Dezember 2018 10:06 at 10:06

    Endlich! Das war überfällig. Dafür jetzt um so besser und brillant erklärt.

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EU will Handelsabkommen mit USA auf wichtigstes Minimum beschränken

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Umweltschutz, Arbeitsschutz, Landwirtschaft, Arbeitnehmerrecht? Bla, bla, bla. Braucht kein Mensch, passt nicht, interessiert Donald Trump sowieso nicht? Denkt so die EU-Kommission? Simplifikation, vereinfachen, damit man bei Trump einfacher durchkommt, mit einem schlichten und einfach verständlichen Handelsabkommen?

Handelsabkommen ohne viel Schnick Schnack

Will die EU endlich Ruhe haben in Sachen drohende Autozölle? Denn die will sie wie auch die anderen vorhin genannten Punkte in neuen Handelsgesprächen mit der US-Regierung komplett ausklammern. Die EU-Kommission will sich von den Mitgliedsstaaten nun das Mandat für neue Gespräche über ein Handelsabkommen mit den USA holen, in denen es nur noch um eine klassische Abschaffung von Industriezöllen und um die Vereinheitlichung von Industrienormen geht. Also eine einfache, klassische Handelsvereinbarung, welche vor allem Industrie und Außenhandelsfirmen das Leben leichter machen soll. Dieser Ansatz der Kommission mag vielleicht kritikwürdig sein. Aber bei einem Gegenüber wie Donald Trump geht es wohl darum etwas zu machen, was auch machbar ist! Formal klingt der Kernsatz der aktuellen Veröffentlichung der Kommission so, Zitat:

Mit den Verhandlungsrichtlinien, die die Kommission dem Rat vorgelegt hat, wird die Gemeinsame Erklärung vom 25. Juli umgesetzt. Sie erfassen zwei mögliche Abkommen mit den Vereinigten Staaten:

– ein lediglich auf die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter konzentriertes Handelsabkommen, von dem landwirtschaftliche Erzeugnisse ausgenommen wären, und
– ein zweites Abkommen über Konformitätsbewertung, welches dazu beitragen würde, das Ziel der Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse zu erreichen, indem es Unternehmen den Nachweis erleichtern würde, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

„Schöne Welt“ machen für Donald Trump

Will die EU-Kommission erst einmal „Schöne Welt“ machen für Donald Trump in Sachen Zölle und Normen? Denn bislang bestand man darauf, dass erst neu verhandelt wird, wenn die US-Regierung ihre Stahlzölle zurücknimmt. Davon ist heute keine Rede seitens der EU-Kommission. Also hofft man darauf, dass durch die neuen Verhandlungen ohne langweiligen Ballast solche Probleme im Nachhinein einfach so erledigt werden? Auch mögliche Autozölle gegen die EU schweben ja noch im Raum herum. Geschickt versucht man heute offensichtlich erneut der Gegenseite zu schmeicheln mit Aussagen wie Zitat:

Die EU hat bereits mehrere Aspekte der Gemeinsamen Erklärung vom Juli umgesetzt. So stiegen insbesondere die Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten in die Europäische Union im Zeitraum Juli bis Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 112 %.

Dabei hatten wir unlängst aufgezeigt, dass diese Steigerungen bei Soja-Importen zu allergrößten Teilen wohl schon vor dem Gespräch Juncker-Trump im letzten Sommer zustande kamen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun grünes Licht zu den Vorschlägen der Kommission geben, bevor die Verhandlungen beginnen können. Wir meinen: Mit so einer Konzentration auf zwei Kerngebiete könnten die Chancen auf eine Einigung steigen, denn somit werden die Verhandlungen kürzer und einfacher gestaltet. Ob Trump dann im Nachhinein auf Stahl- und Autozölle gegen die EU verzichtet? Unklar.

Juncker bei Trump - EU will einfaches Handelsabkommen mit USA
Jean-Claude Juncker bei Donald Trump am 25. Juli 2018. Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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China will angeblich Weg einschlagen, um Handelsbilanzdefizit der USA zu eliminieren- nächste Fake News?

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Und das nächste schöne Gerücht: China will laut bisher nicht bekannter Quelle einen Weg vorschlagen, wie das massive Handelsbilanzdefizit der USA zu China eliminiert werden könne. Dazu wolle China in den nächsten 6 Jahren die Importe aus den USA um eine Billionen Dollar steigern..

Wer das jetzt nicht glaubt, kommt auch nicht in den Himmel!

Fake News Teil2? Da will jemand scheinbar mit aller Kraft die Märkte nach oben bringen!

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Immobilienblase in der EU? Wer genau hinschaut, kann sie entdecken

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Haben wir nun eine Immobilienblase in Europa oder nicht? Vor allem Notenbanker von EZB bis Bundesbank sprechen seit geraumer Zeit von zwar steigenden Preisen, aber dennoch gesunden Märkten. Von einer Blase sei man weit entfernt. Und auf den ersten Blick zeigt die folgende Grafik auch keine explodierenden Preise.

Man sieht hier seit 2006 die jährlichen Wachstumsraten bei den Hauspreisen in EU und Eurozone. Im Großen und Ganzen verlaufen die Steigerungsraten in beiden Zonen parallel. Wie heutige Daten der Statistiker zeigen, sind die Hauspreise bei beiden im 3. Quartal 2018 im Jahresvergleich um 4,3% gestiegen. Ja, das ist ein deutlicher Anstieg – aber eine Blase, eine Preisexplosion?

In Deutschland immerhin liegt die Wachstumsrate schon bei 5,4%. Und siehe da… wo wütete die Immobilienblase mit Abstand am Schlimmsten in Europa, bis ihr Zerplatzen die Volkswirtschaften ab 2008 zusammenbrechen ließ? Ja, das waren Irland und Spanien! Und siehe da, aktuell steigen die Hauspreise in diesen beiden Ländern um 9,1% und 7,2%. Da kann man schon eher von einer Blase sprechen!

Von 2016 auf 2017 lagen die Steigerungsraten in Irland bei 11,8%, und in Spanien bei immerhin 7,2%. Also, genau dort, wo absurde Auswüchse bei Immobilien die Volkswirtschaften zum Einbruch brachten, explodieren auch jetzt die Immobilienpreise. In Osteuropa tut sich auch was. Aktuell sind Länder wie Tschechien, Ungarn und Slowenien auch „gut dabei“ mit Preissteigerungen bei Häusern von 8,7%, 7,0% und 15,1%. In Schweden ist ein langer Aufwärtstrend wohl gerade dabei zu Platzen, denn dort fallen die Preise gerade um 2,1%. Zusammen mit Italien (-0,8%) sind das die beiden einzigen Länder mit rückläufigen Hauspreisen in Europa.

By the way… Griechenland liefert an die EU-Statistiker offenbar gar keine Preise zum Auswerten, oder sie sind derart unglaubwürdig, dass Eurostat sie einfach nicht veröffentlicht.

Immobilienblase in der EU? Hauspreise seit 2006

Immobilienblase Spanien Irland

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