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Märkte

Ölpreis: Schaffen diese zwei Gründe das, was die OPEC nicht geschafft hat?

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Als Bulle konnte man die letzten Tage echt verzweifeln, wenn man auf einen steigenden Ölpreis gesetzt hatte. Letzten Freitag brachte die OPEC genau die Fördermengenkürzung (insgesamt -1,2 Millionen Barrels pro Tag), die allgemein erwartet wurde. Das half dem Ölpreis (Chart) aber nur ein paar Stunden auf die Beine. Danach brach er wieder zusammen. Das bewies, dass die Kürzung schon vorher eingepreist war, und dass sie offenbar zu gering war, um dem Markt einen kräftigen Push nach oben zu geben.

Ölpreis vor dem Ausbruch?

Der Chart zeigt es sehr gut, dass der Ölpreis (WTI) schon die ganze Woche rauf, runter, und wieder rauf pendelt. Schafft er es vielleicht heute noch über Preisniveaus von 53 oder 54 Dollar nach oben auszubrechen? Gestern noch sahen wir Kurse um die 50,40 Dollar im Tief. Bis jetzt ist er schon auf 52,23 Dollar gestiegen. Mehr nach oben ist durchaus möglich, aber natürlich nicht sicher (am Ölmarkt ist nichts sicher). Aber dann kam die Internationale Energie-Agentur. Sie prognostiziert, dass durch die Fördermengenkürzung der OPEC sowie durch eine Reduzierung des Angebots auf kanadischen Ölsand-Feldern im 2. Quartal 2019 eine Situation eintreten werde, dass am Weltmarkt weniger Angebot als Nachfrage vorhanden sein sollte.

Oben drauf kommen noch zunehmende Gerüchte am Terminmarkt, dass die Lagerbestände am Hauptumschlagplatz für US-Öl in Cushing, Oklahoma weiter spürbar rückläufig sein sollen. Reicht das aus, um den Ölpreis auch heute und über das Wochenende weiter zu pushen? Der Chart ist ganz aktuell in dieser Sache noch nicht eindeutig. Die Möglichkeit für weiter steigende Kurse besteht aber durchaus!

Der WTI-Ölpreis seit 4. Dezember
Der WTI-Ölpreis seit 4. Dezember.

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Aktien

Indonesiens Garuda storniert seinen Auftrag über 4,9 Milliarden Dollar für die Boeing 737 Max

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Die indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia teilte am Freitag mit, dass sie einen Multimilliarden-Dollar-Auftrag für Boeings 737 Max 8 Passagierjet storniert, nachdem das Flugzeug in
weniger als fünf Monaten in zwei tödliche Abstürze verwickelt war.

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„Unsere Passagiere haben das Vertrauen verloren, mit der Max 8 zu fliegen“, sagte der Pressesprecher Ikhsan Rosan von Garuda Indonesia. Die indonesische Fluggesellschaft bestellte am 12.09. 2014 50 Flugzeuge des Typs Max 8 für 4,9 Milliarden Dollar. Bis dato wurde nur eine der bestellten Jets am 20.12.2017 ausgeliefert, die auch in Betrieb genommen wurde. Nun hat die Airline einen Brief an Boeing geschickt, in dem sie erklärt, dass sie die restlichen bestellten Jets nicht mehr erhalten will. Das ist ein herber Schlag für Boeing. Denn die Begründung, dass Passagiere kein vertrauen mehr haben, ist ein einleuchtendes Problem, welches alle Fluggesellschaften haben, die diesen Jet bestellt haben!

Boeing Hauptwerk
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

Boeing-Vertreter planen kurzfristig die Fluggesellschaft in Jakarta am 28. März zu besuchen, um den Deal noch zu retten! Es ist zu erwarten, dass andere Fluggesellschaften nachziehen und ihre
Bestellungen auch stornieren um das Vertrauen ihrer Kunden nicht zu verlieren. Für Boeing könnte es doppelt teuer werden, denn die Fluggesellschaften haben fest mit den Auslieferungen geplant und benötigen nun dringend Ersatz! Ersatz, den es aber kurzfristig nicht gibt. Neue Aufträge anderer
Jets würden die Planungen der Fluggesellschaften um Jahre zurückwerfen und enorme Kosten bei den Fluggesellschaften verursachen. Anzahlungen der bestellten Flieger, welche Boeing schon erhalten hat, müssen auch zurückgezahlt werden. Anzahlungen, welche schon in den Bau der 737 Max 8 flossen.

Hier nun zwei Szenarien, die eintreten können:

1. Den Fluggesellschaften bleibt kaum eine Wahl als die Maschinen abzunehmen, weil sie schlichtweg keine Alternative haben, und Boeing möglicherweise einen nachträglichen Rabatt einräumt. Man wird nach dem Softwareupdate die Maschine noch einmal offiziell checken lassen und danach als sicher befinden, um das Vertrauen der zukünftigen Passagiere zurückzugewinnen.

2. Der worst case wäre für Boeing, dass sie nicht nur ihre 480 Mrd. EUR für ihre 5000 Aufträge
abschreiben können, sondern auch auf den bisherigen Kosten für den Bau der Maschinen sitzen bleiben und zusätzlich von allen Fluggesellschaften verklagt werden.

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Finanznews

Geht von Deutschland der nächste Crash aus? Marktgeflüster (Video)

Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt..

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Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt. Vor allem die Anleihemärkte reagieren heftig: die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe wird erstmals seit dem Jahr 2016 negativ, an den US-Anleihemärkten invertiert die 3-monatige US-Anlleihe mit der 10-jährigen US-Anleihe – das gab es zuletzt im Jahr 2007 kurz vor der Finanzkrise und war in der Geschichte immer gefolgt von einer Rezession. Warum? Weil sich die Kreditvergabe für die Banken nicht mehr lohnt (in den USA vor allem Aktien regionaler Banken unter Druck, die anders als die US-Großbanken keine Alternativen zum Kreditgeschäft haben). Vor allem US-Firmwen sind hoch verschuldet und müssen in den nächsten zwei Jahren zwei Billionen Dollar refinanzieren – und das dürfte sehr schwierig werden!

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Indizes

Chris Zwermann über die mittelfristigen Aussichten für die Aktienmärkte

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Der „alte Hase“ Chris Zwermann blickt auf die mittelfristigen Charts des Dax, des S&P 500, des Nasdaq 100 – aber auch auf Indizes der Emerging Markets wie den brasilianischen Bovespa (der ein neues Allzeithoch erreicht hat nach der Machtübernahme von Bolsanero) sowie auf den indischen Sensex.

Das Video samm von vorgestern (also vor der Fed-Sitzung), aber die mittelfrsitigen Perspektiven, die Zwermann entwirft, bleiben dennoch aussagekräftig:


Foto: Deutsche Börse AG

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