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Banken ähnlich wie in der Finanzkrise: Erst in der Blase mitspielen, und dann Wetten dagegen auflegen

Man erinnere sich an die Finanzkrise. Der breiten Öffentlichkeit wurde erst im Lauf der Jahre danach bewusst gemacht, dass vor allem große Wall Street-Banken jahrelang verbrieften Hypotohekenschrott verkauft hatten, um anschließend gegen…

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FMW-Redaktion

Man erinnere sich an die Finanzkrise. Der breiten Öffentlichkeit wurde erst im Lauf der Jahre danach bewusst gemacht, dass vor allem große Wall Street-Banken jahrelang verbrieften Hypotohekenschrott verkauft hatten, um anschließend gegen diesen Schrott zu wetten. Den Preis zahlten beispielsweise deutsche Banken, denen der Schrot aufgeschwatzt wurde (bitte kein falsches Mitleid für diese idiotischen deutschen Banker).

Derzeit scheint sich ein ähnliches Muster abzuspielen, auch wenn es nicht exakt vergleichbar ist. Anscheinend sind Großbanken wie JP Morgan und Goldman Sachs gerade dabei „Wettprodukte“ gegen europäische Banken aufzulegen. Man wettet nicht gegen die Aktienkurse, sondern gegen die Schulden der Banken. In den letzten Monaten gab es in Spanien und Italien Banken-Zusammenbrüche. Dabei wurden teilweise neue Mechanismen verwendet, die den Steuerzahler von seiner Mithaftung verschonen sollten.

So richtig hatte das noch nicht funktioniert, aber die Eigentümer und Gläubiger der Banken wurden teilweise schon mit einbezogen in die Rettungen dieser Banken. Sogenannte „Tier 1“-Anleihen wurden nach der Finanzkrise in Europa geschaffen. Das sind Anleihen, bei denen den Investoren vor dem Kauf bewusst ist, dass sie im Fall einer Bankenkrise als erstes an Wert verlieren, oder ganz wertlos werden. Denn sie sind die ersten, die von den Aufsichtsbehörden wertlos gestellt werden um die Bank zu sanieren.

Denn wenn diese Schulden der Bank entfallen, steht sie wieder gesünder da. Natürlich lassen sich die Investoren dieses deutlich höhere Ausfallrisiko auch mit deutlich höheren Renditen bezahlen. So liegen die Renditen oft um die 5%. Ob auch viele deutsche Banken, Versicherungen und Fonds in diese hoch verzinslichen Bankenanleihen invesiert haben in den letzten Jahren? Das ist zumindest logisch nachvollziehbar, denn ansonsten ist bei normalen Anleihen im Euroland derzeit so gut wie nichts zu holen.

Der Tier 1-Markt soll ca 150 Milliarden Euro groß sein. Nun scheint eine große Wette zu beginnen. Goldman und JPM legen Wettprodukte auf, um auf fallende Kurse oder Ausfälle dieser Tier 1-Anleihen setzen zu können. Diese neuen offenbar gebündelten Produkte (Wetten gegen mehrere Anleihen verschiedener Banken) hat man „Total Return Swaps“ oder „TRS“ genannt. Endlich wieder eine neue Abkürzung, hurra! Die Idee an sich könnte gar nicht mal so verkehrt sein. Denn es ist zu vermuten, dass die jüngsten Bail In´s bei europäischen Banken erst der Anfang waren.

Denn in Italien und auch in Spanien schlummern immer noch gigantische Berge von Schrottkrediten in zahlreichen kaputten Banken. Auch hier würden diese Tier 1-Anleihen wohl als erste herangezogen werden um die Banken zu entschulden. Solche Wetten auf den Ausfall von Tier 1-Anleihen könnten genutzt werden von Investoren, die diese Anleihen besitzen, als Ausfallschutz. Genau so aber könnten Spekulanten auf den Zug aufspringen.

Das Lustige oder auch Traurige daran könnte sein: Wenn diese Anbieter nun Wettprodukte auflegen, in denen gegen Tier 1-Anleihen von diversen Banken gewettet werden kann, könnte es passieren, dass Trader von betroffenen Banken diese Produkte kaufen, und vielleicht glatt übersehen, dass sie gerade ein Produkt gekauft haben, mit dem sie gegen die eigene Bank wetten. Aber das ist natürlich nur ein bösartiges Gedankenspiel unsererseits..


Beispielbild für aktiven Börsenhandel. Foto: Andyhill8/Wikipedia /Gemeinfrei

Mit Material von ZH

9 Kommentare

9 Comments

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    Jora

    12. Oktober 2017 11:15 at 11:15

    Vielen Dank für diese Information!

    Dazu stellen sich mir die folgenden Fragen:
    1. kann eine Bank überhaupt noch insolvent gehen, wenn diese die TRS der eigenen Anleihen hält?
    2. werden zukünftig immer wieder Banken kurz vor der Insolvenz stehen?

    MfG

    • Avatar

      Jana

      12. Oktober 2017 16:54 at 16:54

      @fmw: eventuell könnt ihr mal bitte nochmal in einem Video kurz darauf eingehen….ganz exakt habe ich es jetzt noch nicht Bis ins Detail verstanden ……..mich würde auch sehr interessieren zu welchem Zeitpunkt die US Banken damals angefangen haben solche Produkte zu verkaufen? ….also wie lange bevor die Krise dann losging – vielleicht kann man für diesmal etwas ableiten daraus…oder es zumindest versuchen….

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    ex-Bänket

    12. Oktober 2017 11:59 at 11:59

    Respekt für FMW, heute schon 2 Kommentare die die Realität der schizophrenen Finanzwelt aufzeigen.Warum merken denn das die meisten Leute nicht.Übrigens auch eine grosse CH Bank ist auf die faulen Hyp.-Papiere in USA naiv hereingefallen u. zwar ganz am Schluss als andere schon verkauften,die Bank musste
    dann vom Staat gerettet werden.Die Theorie war damals das diversifizierten Hypotheken ( gesunde u.faule gemischt )
    gut wären.Heute ist das ähnlich mit AktienETF, alle kaufen weil es steigt ,keiner weiss was drin ist.
    Wie dümmlich ist es denn wenn man heute über Scheiss-Scheinwährungen täglich diskutiert u.schreibt.
    Was denkt ein Fondsmanager der Österreich Anleihen mit 100 jähriger Laufzeit u. 2% Rendite kauft?
    Ich glaube auch diesmal werden die US Banken wieder die Schlauen sein u.von der selbst gemachten Übertreibung profitieren wie schon 2008.
    Wie oben beschrieben sind diese Short Produkte der Anfang dieser Welle.Ich glaube sowieso ,dass der Auslöser der nächsten Korrektur die unglaublich tiefen künstlichen Unternehmens-Anleihen -Renditen ( hohen Kurse) sein werden.

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    Claudia Müller

    12. Oktober 2017 15:08 at 15:08

    Selten so viele fachliche Mängel in einem Artikel gelesen.
    Neu ist der Bail-In Mechanismus, bei dem Anleihegläubiger und nicht nur Aktionäre vor Rettungsaktionen zu Kasse gebeten werden.
    Nicht neu sind nachrangige Anleihen, die vor allen anderen Schuldtiteln (also quasi Eigenkapital-ähnlich) am Verlust teilnehmen. Der Markt dafür ist uralt und deutlich größer als 150 Mrd.
    Ebenfalls nicht neu sind TRS. Diese „Wettprodukte“ werden auch nicht exklusiv von JPM und GS „aufgelegt“ sondern zwischen so ziemlich allen Akteuren am Finanzmarkt bilateral abgeschlossen. Besonders Lebensversicherungen, die einen gesetzlichen Mindestzins garantieren müssen, nutzen TRS. Versicherungen kaufen Anleihen und vereinnahmen daraus Zinsen. Da die Anleihen aber auch Wertschwankungen aufweisen können, die die geforderte Mindestverzinsung auffressen könnte, tauscht die Versicherung mit einem anderen Marktteilnehmer (z.B. Bank) Wertschwankung gegen Zins.
    Das Wetten einer Bank auf die eigene Pleite wäre nutzlos, da ein Gewinn nur bei Abwicklung/Bail-In/Insolvenz entstünde und somit lediglich die Insolvenzmasse erhöhen würde. Außerdem profitiert die Bankbilanz ohnehin schon von Wertverlusten selbst begebener Anleihen, auch ohne TRS: Eigene Emissionen sind buchhalterisch Passiva. Sinkt deren Wert, verkürzt sich die Passivseite der Bilanz. Auf der Aktivseite ändert sich dadurch nichts. D.h. die Eigenkapitalposition erhöht sich (verbucht wird dies in der Neubewertungsrücklage).
    Alles hier geschriebene ist übrigens maximal 2. oder 3. Semester Finanzen. Das sollte man wenigstens voraussetzen, wenn man solche Artikel schreibt.

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      Antje Hesterberg

      12. Oktober 2017 23:34 at 23:34

      Herr Fugmann und seine FMW-Redaktion haben zuweilen eine blühende Fantasie. Verschwörungsanhänger kommen hier auf ihre Kosten. Fachlich fundiert ist leider so einiges ganz und gar nicht, aber immerhin unterhaltsam verpackt und viele kritische Hinterfragungen oft sehr berechtigt.

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    schon lange Betrogener

    12. Oktober 2017 22:14 at 22:14

    Baumwoll-Zettel sind Glauben, dass jemand dafür etwas anderes, vielleicht sogar zu essen gibt. Und diese Zettel-Pakete werden als Zahlenstapel an daran Glaubende gegen etwas größere ZettelPakete getauscht. Und wenn jemand merkt, dass nur heiße Luft= Glauben an vielleicht etwas, drin ist und es ist jetzt leider (weshalb auch immer) nix mehr oder viel weniger drin, dann fühlt er sich zu Recht betrogen.
    Und ohne reelle Werte in „persönlicher Hand“ sind
    die Baumwoll-Zettel= €-Scheine nur Glauben und ohne Wert-Sicherung.
    Wenn jemand und einige wenige einer verrückten Idee nachfolgen, nennt man das evtl. noch tolerierbar, wenn es aber viele oder alle tun, ist es Religion, ob Euro, Kirche, Islam oder Parteiprogramm.
    Und wer nicht daran glaubt ?
    Ist dann Ausgestoßener oder gar frei ?
    Geldscheine und Computer-Zahlen kann man nicht essen…

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      globalvoterorg

      13. Oktober 2017 15:15 at 15:15

      Darüber hinaus, wird von den Mittätern so getan, als ob alles ganz normal wäre. Das FIAT Schuldgeldsystem ist am Ende der Fahnenstange angekommen und wenn es korrigiert wird, bleibt, diesmal, kein Stein auf dem anderen, weil die Passiva die Aktiva um ein vielfaches überragen. Wir sagen voraus, daß alle Versuche einer Ver- oder Absicherung den „Spekulanten“ im Halse stecken bleiben werden! Fachliches „Gedöns“ oder nicht! Klar, wird die Macht der vE versuchen eine „neues“ monetäres System dem Markt. aufzuoktroyieren. Die Opportunisten, Vasallen und „Schmeißfliegen“ positionieren sich schon mal! Es kommt, aber, anders, als die Meisten sich vorstellen können. Es wird nichts übrigbleiben, da alle finanziellen Aktiva und „puts“ sich in Luft auflösen. Es wird nur eßbares von Wert sein, zumindest für ein Weilchen!
      Naiv, gell!? Jetzt kommt die schlechte Nachricht! Alle Marktteilnehmer 99,99% werden rasiert! Die vE (0,01%) werden mitnichten ihre Macht teilen, wenn sie die DiktaturTotal Orwell 2.0, vorher, umgesetzt haben.

      • Avatar

        globalvoterorg

        13. Oktober 2017 15:23 at 15:23

        Die zweite schlechte Nachricht. Auch EM (AU/AG) wird dann wertlos, in der virtuellen Diktatur. Chip, chip, chip is hip!

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    Wolfgang M.

    13. Oktober 2017 16:58 at 16:58

    Es ist schon unglaublich, wie die Zahl der Untergangspropheten im diesem Forum „gefühlt“ zunimmt. Ein Crash der Märkte ist das eine, aber einige rechnen mit Schlimmerem. Markus F. ist aus meiner Wahrnehmung ein sehr optimistischer, freudiger und humorvoller Mensch. Nur durch seine täglichen “ bear news „, die ja ihre Berechtigung haben mögen, zieht er mehr und mehr Apokalyptiker an. Eigentlich schade, die Ankündigung des Weltuntergangs kennen wir eigentlich aus einer anderen Ecke.

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Coronavirus und die Folgen für die Wirtschaft – Interview mit Markus Fugmann

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Welche Folgen hat das Coronavirus und der de facto-Stillstand der chinesischen Wirtschaft? Vor allem die Wall Street handelte nach dem Motto: das sei vergleichbar wie 2003 mit dem SARS-Virus – und wenn nicht, werde es die Fed schon richten. Aber die US-Indizes beginnen nun zu reagieren – zumal nach den extrem schwachen US-Einkaufsmangerindex heute.

Im Interview mit cryptowelt.ch geht es um das Coronavirus, um Inflation – und um Bitcoin:

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Rundfunkbeitrag 18,36 Euro! Sie wollten deutlich mehr haben! Jammern und Gier!

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Der Rundfunkbeitrag zwingt die Bürger zum Bezahlen von ARD und ZDF

Der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) darf man als braver Beitragszahler sogar noch dankbar sein? Denn ARD und ZDF forderten ab der nächstes Jahr beginnenden Beitragsperiode 19,24 Euro Rundfunkbeitrag pro Monat (statt bisher 17,50 Euro). So sagt die KEF ganz aktuell, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio einen „ungedeckten Finanzbedarf“ von insgesamt 3.035,4 Millionen Euro angemeldet hatten. Dies würde einem Rundfunkbeitrag von monatlich 19,24 Euro entsprechen. Die KEF selbst aber stellt aktuell in ihrem 22. Bericht für den Zeitraum 2021 bis 2024 einen ungedeckten Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von 1.525,4 Millionen Euro fest. Sie empfiehlt daher ab Januar 2021 eine Anhebung beim Rundfunkbeitrag von jetzt 17,50 Euro um 86 Cent auf 18,36 Euro. Also darf man davon ausgehen, dass die Bundesländer (sie legen gemeinsam den Rundfunkbeitrag fest) diesem Vorschlag wie üblich folgen werden, und dass er dann wohl am 12. März auf 18,36 Euro angehoben wird. (für den Journalistenverband ist das übrigens viel zu wenig)

Gier und Jammern

Vor allem die ARD wird immer gieriger. Seit Jahren bettelt man nicht, man fordert! Und man jammert, dass man schon an allen Ecken und Enden spare, dass man jeden Groschen umgedreht habe – aber es gehe einfach nicht mehr. Erhalte man nicht deutlich mehr Geld, müsse man eben am Programm kürzen. So kann man zahlreiche Aussagen von Verantwortlichen der ARD der letzten Monate und Jahre zusammenfassen. Man braucht gar nichts ins Detail gehen. Denn wir meinen: Mit mehr als 8 Milliarden Euro pro Jahr sollte es doch „gerade noch“ möglich sein, ein halbwegs informatives Programm auf die Beine zu stellen, damit der Bürger Informationen erhält, um sich eine eigene politische Meinung bilden zu können? Denn das ist doch nach der Nazi-Diktatur die Kernaufgabe der Öffentlich Rechtlichen?

Tagesschau erwähnt seit 12 Jahren nicht erhöhten Rundfunkbeitrag

Interessant ist auch: Die vom Rundfunkbeitrag finanzierte ARD „Tagesschau“, sozusagen das Flaggschiff der bundesdeutschen Nachrichtenlandschaft, gab gestern in der 20 Uhr-Sendung eine kurze Info zur Empfehlung der KEF ab. Und man erwähnte (noch ganz nebenbei), dass der Rundfunkbeitrag nun bereits seit 12 Jahren nicht mehr erhöht worden sei. Hört man als braver deutscher Michel diese Info, dann sagt er/sie sich sicherlich: Mensch, seit 12 Jahren keine Erhöhung? Aber 12 Jahre lang hat die Inflation gewirkt, da haben die Öffentlich Rechtlichen ganz sicher endlich mal wieder einen höheren Rundfunkbeitrag verdient. Dazu zwei Anmerkungen.

Erstens gab es 2013 eine Umstellung beim Rundfunkbeitrag, wonach alle Haushalte zahlen müssen. Das erhöhte bei nicht steigendem Beitrag aber die Gesamtsumme der Einnahmen, weil mehr Beitragszahler dazu kamen. Schnell entstand eine Reserve in Milliardenhöhe, die eigentlich nicht angerührt werden sollte. Aber inzwischen haben ARD und ZDF diese Reserve voll verkonsumiert!

Und zweitens: Das Gejammer über einen 12 Jahre nicht mehr erhöhten Rundfunkbeitrag ist wirklich eine Heuchler-Nummer! Denn man muss sich schon das Gesamtbild anschauen. Laut einer Berechnung von warenvergleich.de aus dem Jahr 2018 waren die Gesamteinnahmen durch den Rundfunkbeitrag seit 1995 nämlich 1,96 mal stärker gestiegen als die Inflation. Während die Verbraucherpreise nur um 35,78% zugenommen haben, wuchsen die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag im selben Zeitraum um 70,21%! Während die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der sonstigen Verbraucherpreise in diesem Zeitraum bei 1,4% lag, stiegen die Einnahmen aus den Rundfunkbeiträgen um durchschnittlich 2,45% – sie wachsen jährlich also fast doppelt so stark! Wären die Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag lediglich im Rahmen der allgemeinen Teuerung der Verbraucherpreise gestiegen, dürften sie nur bei ca. 6,38 Mrd. liegen. Die tatsächlichen Einnahmen liegen bei 8,0 Mrd. – also 1,62 Mrd. über diesem Wert, so warenvergleich.de

Konkrete KEF-Aussagen zum Rundfunkbeitrag

Die KEF hat aktuell auch konkrete Zahlen genannt, in denen sie die Forderungen von ARD und ZDF für einen noch viel höheren Rundfunkbeitrag deutlich gekürzt hat. Hier im Wortlaut:

Die Kommission hat die Bedarfsanmeldungen der Rundfunkanstalten im Rahmen ihres Verfahrens nach den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geprüft. Sie kommt zu einer Verringerung des Finanzbedarfs um 1.510,0 Mio. €. Davon entfallen 719,6 Mio. € auf Aufwandsreduzierungen, 583,3 Mio. € auf Ertragszuschätzungen und 207,1 Mio. € auf Korrekturen bei den anrechenbaren Eigenmitteln.

In einer Gesamtschau erkennt die Kommission für 2021 bis 2024 Gesamtaufwendungen von 38.668,6 Mio. € an und stellt Gesamterträge von 35.650,8 Mio. € fest. Bei der ARD betragen die Gesamtaufwendungen 27.595,4 Mio. €, beim ZDF 10.017,2 Mio. € und beim Deutschlandradio 1.056,0 Mio. €. Die Gesamterträge belaufen sich bei der ARD auf 25.435,0 Mio. €, beim ZDF auf 9.260,1 Mio. € und beim Deutschlandradio auf 955,7 Mio. €.

Die anerkannten Gesamtaufwendungen für 2021 bis 2024 liegen um rund 1,8 Mrd. € über dem jetzt angemeldeten Betrag für 2017 bis 2020. Sie stehen den Anstalten zusätzlich zur Verfügung, um ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Das ist ein Anstieg von 4,8 % bzw. 1,2 % p.a.

Die Kommission stellt nach Abzug der verfügbaren Mittel von 1.492,4 Mio. € für 2021 bis 2024 einen ungedeckten Finanzbedarf von insgesamt 1.525,4 Mio. € fest. Bei der ARD beträgt der Fehlbetrag 858,0 Mio. €, beim ZDF 600,8 Mio. € und beim Deutschlandradio 66,5 Mio. €.

Von der daraus resultierenden Beitragserhöhung um 86 Cent entfallen 47 Cent auf die ARD, 33 Cent auf das ZDF und 4 Cent auf das Deutschlandradio. 2 Cent der Erhöhung entfallen auf den Anteil der Landesmedienanstalten. Die Finanzbedarfsfeststellung macht eine neue prozentuale Aufteilung der Anteile von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Rundfunkbeitragsaufkom­men erforderlich.

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Warum eine gute Anlagestrategie nicht teuer sein muss

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Anlagestrategie - Sicherheit und Rendite

Für die Erzielung guter Anlageergebnisse und den Schutz des eigenen Vermögens braucht es keine hyperaktiven Handelssysteme oder komplexe Portfolios. Mit nur wenigen Komponenten kann man eine renditestarke, schwankungsarme und steueroptimierte Anlagestrategie realisieren. Teure Provisionen, Honorare oder gar eine permanente Management Fee kann man sich sparen.

Diese Anlagestrategie ist simpel und effektiv

Bereits seit über 1.600 Jahren ist diese einfache Strategie der Grundstein und das Geheimnis der Superreichen. Damit erhalten sie ihr Vermögen und bauen es immer weiter auf. Ein Studium der Finanzökonomie oder der modernen Portfoliotheorie des US-amerikanischen Ökonomen Harry M. Markowitz benötigt man dazu ebenso wenig, wie die Hilfe eines zertifizierten Finanzplaners. Auch eine teure Anlageberatung oder hohe Provisionszahlungen kann man sich sparen. Selbst ein laufendes Management ist nicht nötig. Das spart viel Zeit und Geld, was wiederum das Ergebnis der Geldanlage verbessert.

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Bekannt ist diese Strategie als Drei-Speichen-Regel. Diese Regel hat über Jahrhunderte Vermögen geschützt und wachsen lassen. Auch heute noch ist sie unter privaten Vermögenden sowie vermögenden Organisationen höchst populär (Buch: Drei-Speichen-Regel: Das 1600 Jahre alte Geheimnis der ertragreichen und sicheren Geldanlage).

Die Strategie ist genau so simpel wie erfolgreich. Sie ermöglicht die Partizipation an wirtschaftlicher Prosperität via Produktivkapital (Aktien), bietet laufende Einnahmen und/oder ein Zuhause (Immobilien und Liegenschaften) und schützt vor wirtschaftlichen Verwerfungen, Krisen, Krieg, Inflation oder deflationärer Depression (Gold).

Anlagestrategie in drei einfachen Teilen

Ergänzt um Liquidität, also aktuell gültige gesetzliche Zahlungsmittel, bietet diese simple Strategie seit Jahrhunderten alles, was Anleger sich wünschen: Sicherheit, Rendite und Stabilität.

Auf die Ausgewogenheit kommt es an

Das Geheimnis der Drei-Speichen-Regel ist die Ausgewogenheit der enthaltenen Vermögensklassen. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Bestandteile und die verschiedenen Einflussfaktoren auf deren Wertentwicklung decken die meisten denkbaren Szenarien ab. Die Vermögenswerte balancieren sich somit gegenseitig aus, ohne sich bezogen auf die Wertentwicklung zu neutralisieren.

Das einzige, worauf man als Anleger achten muss, ist, die Balance der Speichen zueinander aufrecht zu erhalten: Sollte eine der „Speichen“ aufgrund der Wertentwicklung deutlich, also um mehr als 5 Prozent absolut, von der Ausgangsgewichtung abweichen, sollte man durch geringfügige Umschichtungen die Ursprungsallokation wieder herstellen (Rebalancing).

Steuerlicher Vorteil

Doch nicht nur die Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit dieser Anlagestrategie ist interessant, sondern auch die geringe Steuerbelastung gemäß aktueller Gesetzgebung. So sind die Veräußerungserlöse bei Immobilien nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei. Bei Gold genügen sogar 12 Monate und ein Tag, um den Fiskus außen vor zu lassen. Aktiengewinne sowie Dividendenzahlungen unterliegen der im Gegensatz zur Einkommenssteuer oft sehr viel günstigeren Abgeltungsteuer.

Die Gesamtsteuerbelastung ist unter der Annahme, dass sich alle drei Komponenten langfristig ähnlich entwickeln lediglich im oberen einstelligen Prozentbereich anzusiedeln. Unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit kann man diesen steuerlichen Vorteil des de facto passiv generierten Einkommens durchaus kritisch diskutieren. Zu beachten ist aber, dass in den meisten Fällen das investierte Geld bereits vorher als Einkommen oder Erbschaft versteuert wurde.

Die Berücksichtigung einer historischen Anomalie

Natürlich kann man diese grundlegende Anlagestrategie den eigenen Bedürfnissen anpassen und um weitere Komponenten ergänzen. Aber im Großen und Ganzen stellt die Drei-Speichen-Regel ein solides Grundgerüst für die langfristige Geldanlage dar.In Anbetracht der Tatsache, dass wir uns in der Spätphase eines übergeordneten weltweiten Kreditzyklus befinden, der bereits seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, also seit 75 Jahren läuft, kann man das Portfolio den aktuellen Gegebenheiten zusätzlich anpassen.

So kann es z. B. sinnvoll sein, auch Staatsanleihen von großen Industrieländern mit beizumischen, die bis zum Ende unseres heutigen Wirtschaftssystems von den Notenbanken massenhaft aufgekauft werden. Darüber hinaus kann man die Edelmetallkomponente um Silber, Platin, Palladium, Rhodium etc. ergänzen, um etwa einem möglichen Goldverbot in der Zukunft vorzubeugen.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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