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Über ein teures Mißverständnis Bluffen Fed und Powell? Jahresendrally fällt aus! Videoausblick

Alle erwarten und wollen eine Jahresendrally – daher glaubt man, dass Powell und die Fed nur bluffen! Was wir gestern von der US-Notenbank im Statement und dann von Fed-Chef Powell in seiner Pressekonferenz gehört haben, ist eindeutig hawkish: die Notenbank will die Zinsen über die Marke von 5% anheben (wie die Dot Plots zeigen) – und dann dort das ganze Jahr 2023 belassen. Warum war die US-Notenbank gestern so hawkish? Mit einem Wort: weil die Märkte vor allem nach den Inflationsdaten am Dienstag so dovish sind! Denn der Anstieg der US-Aktienmärkte und der Fall der Renditen hat die financial conditions wieder deutlich gelockert – und eine Aufweichung dieser financial conditions zwingt die Fed, weiter die Geldpolitik zu straffen, wenn sie die Inflation wirklich besiegen will. Charttechnik und Indikatoren deuten darauf hin, dass die Jahresendrally in diesem Jahr ausfallen dürfte..

Hinweise aus Video:

1. EZB: Zinsen, Bilanzreduzierung – endet „Fiskalisierung des Euros“?

2. Warum die deutsche Inflation im Dezember auf 7 % sinken könnte

3. Scheitert Deutschland? Boom und Bust mit Thomas Middelhoff, Donnerstag 19Uhr – Live-Link:
http://y2u.be/-zVgakfxVqs



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5 Kommentare

  1. Warum war die US-Notenbank gestern so hawkish?

    Sie glauben im ernst dass die Notenbank so kurzfristig denkt und handelt ?

    1. @Jochen, ja, natürlich! Powell hatte seien Rede in Jackson Hole einen Tag vorher umgeschrieben, weil die Märkte so stark gestiegen waren. Das sagt alles!

      1. …und er kann auch nicht direkt sagen, dass die Aktienmärkte gefälligst fallen sollen…das muss der Markt von selbst erkennen…er kann nur die Zinsen anpassen und QT betreiben, bis der Zustand hergestellt ist, der ein akzeptables Niveau darstellt…und die Märkte müssen das von selbst verstehen…und vor dem Verfall haben ja auch noch andere handelnde Marktteilnehmer Gründe warum es nicht mehr zu allzu starken Bewegungen kommen soll…dass kann sich dann schon ab nächster Woche und auch mal gerne zwischen den Jahren ändern, wenn nicht viel Volumen da ist…im Endeffekt kann man über Powell sagen was man will…in so unsicher zu kalkulierenden Zeiten macht er nicht den schlechtesten Job, auch wenn natürlich falsche Entscheidungen getroffen wurden…

  2. …und Fugi macht auch einen super Job…trotz der ein oder anderen Fehleinschätzung…aber da muss man ehrlich zu sich sein…wie oft liegt man selbst mit Ideen und Gedanken falsch, nur dass das Ganze dann nicht von 100ten von Youtubern und Kommentatoren auf dieser Internetseite ausgewertet wird…also Chapeau Herr Fugmann für Ihre Geradlinigkeit und Power dieses Format in der Qualität und Quantität zu liefern…

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Powell hätte gestern einen „Anti- Draghi “ geben können: “ Die FED wird die Inflation so lange bekämpfen- wie nötig und glauben Sie mir- es wird reichen!“ – „Whatever it takes! „.

    Draghi haben die Märkte geglaubt, Powell nicht.

    Zum Ersten weil sie Draghi glauben wollten ( bis auf die Deutschen) und zum Zweiten, weil Powell schon einmal, 2018,eingeknickt ist.

    Powell hätte ein neues Anti- QE starten können: “ Die Staatsanleihen werden ab sofort
    aktiv am Markt verkauft! „.
    Das hätten die Märkte nicht verkraftet: Zumindest für die Renditen sähe es jetzt besser aus.
    Der Anleihemarkt interpretiert das jetzt so: Bis maximal Juni/ Juli werden die Zinsen nochmals, um 0,5 Prozent maximal steigen und dann zum Jahresende 23 gesenkt werden.
    Das beweist die Rendite der 6 monatigen Staatsanleihe. Die ist die mit der höchsten Verzinsung aktuell. Dannach fallen die Renditen in sich zusammen.
    Um dem entgegenzuwirken muss die FED endlich mal auch die Langläufer aktiv am Markt verkaufen, wenn’s sein muss, in großen Dimensionen.

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