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CFD-Verbot in Deutschland beschlossene Sache – CFDs ohne Nachschusspflicht weiterhin erlaubt!

Gute Nachrichten für Privatanleger in Deutschland, die aktiv an der Börse handeln! Die BaFin verbietet den Handel mit CFDs, wenn Kunden dabei mehr verlieren können als ihr eingezahltes Kapital. CFDs werden…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Gute Nachrichten für Privatanleger in Deutschland, die aktiv an der Börse handeln! Die BaFin verbietet den Handel mit CFDs, wenn Kunden dabei mehr verlieren können als ihr eingezahltes Kapital (Kontoguthaben). CFDs werden nicht über die Börse gehandelt. Der Kunde muss für den Handel mit diesen Differenzkontrakten bei einem bestimmten Broker ein Konto eröffnen. Der Broker tritt im CFD-Handel als Handelspartner (Kontrahent) auf und bietet dem Kunden die CFDs an.

Durch hohe Hebelwirkungen können Kunden sehr schnell viel Geld gewinnen oder auch verlieren. Bisher war es bei vielen Anbietern noch üblich die Kunden durch die Hebelwirkung einer unbegrenzten Nachschusspflicht auszusetzen. So konnten Kunden nicht nur ihre Einlage verlieren, sondern waren ganz real dazu verpflichtet darüber hinaus neues Geld einzuzahlen um Verluste auszugleichen. Seit mehreren Monaten ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von einer passiven in eine Art aktive Rolle übergegangen. Man wartet nicht mehr ab und schaut sich Mißstände einfach nur an. Man versucht nun Anleger grundsätzlich vor Schäden zu bewahren.

Beim CFD-Handel haben andere Länder wie Belgien gleich das ganze Produkt verboten. Länder wie Großbritannien begrenzen den maximalen Hebel. Deutschland begnügt sich mit der Abschaffung der Nachschusspflicht. Bereits im Dezember 2016 hatte die BaFin das jetzt in Kraft getretene Verbot der Nachschusspflicht angekündigt, welches für viele Kunden ein Segen sein dürfte! Die meisten Broker haben sich von Dezember bis jetzt auf diese Situation eingestellt, und die Nachschusspflicht für Kunden aus ihren AGB´s gestrichen.

Die Broker, die in Deutschland weiterhin im CFD-Trading dabei sein wollen, haben laut aktueller Verlautbarung der BaFin von jetzt an drei Monate Zeit (Übergangsfrist) um ihre CFD-Angebot von der Nachschusspflicht zu befreien, oder sie dürfen in Deutschland eben keine CFDs mehr anbieten. Gerade große Anbieter, die schon vor langer Zeit auf dieses kundenfreundliche Modell umgestellt hatten, machen einfach weiter wie bisher, weil dieses Verbot sie ja eh nicht betrifft. Die mögliche oder wahrscheinliche Folge des Verbots der Nachschusspflicht: Steigende Margins (Sicherheitshinterlegungen) oder steigende Mindest-Kontoguthaben. Auch dürfte oder könnte es sein, dass gerade Kunden mit Kleinst-Guthaben bei schrumpfenden Kontensalden von den Brokern früher aus dem Markt genommen werden als bisher, wenn sie Richtung 0 laufen.

Die sogenannte „Allgemeinverfügung“ der BaFin finden Sie hier im Detail, wo man noch mal detailliert auf die Hebelwirkung der CFDs eingeht, sowie die Möglichkeit schnell viel Geld zu verlieren.

Eine Frage haben wir dann doch noch. Von der BaFin heißt es nämlich, dass CFDs aufgrund der Nachschusspflicht ein unkalkulierbares Verlustrisiko haben (was bislang ja auch stimmt). Daher musste man diese Beschränkung einführen. Frage: Warum wird dann der Futures-Handel für Privatkunden nicht auch verboten? Hier werden auch Margins hinterlegt, und der Kunde hat ebenso ein grenzenloses Nachschusspflicht-Risiko. Liegt es vielleicht daran, dass Futures über Börsen gehandelt werden, und die Deutsche Börse als Anbieter eine zu große Lobby in der Politik hat? Wie gesagt, nur so eine Frage…

Hier die leichter verdauliche kurze BaFin-Mitteilung mit den wichtigsten Aussagen im Wortlaut:


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat heute eine Allgemeinverfügung nach § 4b WpHG erlassen. Sie beschränkt damit die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von finanziellen Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFDs). Kontrakte mit einer Nachschusspflicht dürfen Privatkunden nicht mehr angeboten werden.

„Mit der Beschränkung des CFD-Handels machen wir erstmalig von der Möglichkeit zur Produktintervention Gebrauch“, erläutert Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele die Maßnahme der BaFin. Bei CFDs mit Nachschusspflicht hat die Aufsicht erhebliche Bedenken für den Anlegerschutz. Sie haben ein für Privatkunden unkalkulierbares Verlustrisiko. Das Verlustrisiko ist nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt, sondern kann sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen. „Das können wir aus Verbraucherschutzgründen nicht akzeptieren. Die Beschränkung des CFD-Handels ist deshalb ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatanleger“, erklärt Roegele das Einschreiten der Aufsicht.

Anbieter von CFDs mit Nachschusspflicht haben ab der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung drei Monate Zeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Einige Anbieter haben bereits CFDs ohne Nachschusspflicht im Programm oder aufgrund der geplanten Allgemeinverfügung angekündigt, solche Angebote zu schaffen.

CFDs sind Verträge zwischen zwei Parteien, die auf die Kursentwicklung eines bestimmten Basiswerts spekulieren. Basiswerte können beispielsweise Aktien, Indizes, Währungspaare oder Zinssätze sein. Der Anleger spekuliert auf eine positive oder negative Kursänderung des Basiswerts. Bei Kursänderungen des Basiswerts werden die entsprechenden Kursgewinne oder Kursverluste im CFD nachvollzogen. Bei einer positiven Differenz erhält der Anleger vom CFD-Anbieter den Differenzbetrag, bei einer negativen Differenz muss der Privatanleger die Differenz dem CFD-Anbieter ausgleichen.

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    leser

    9. Mai 2017 10:20 at 10:20

    Und was ist mit Forex? Läuft auch nicht über die Börse und es sollen auf der Anbieterseite durchaus schon mal schwarze Schafe gesichtet worden sein. Auch gleich verbieten?

    Ich halte überhaupt nichts von Verboten. Die BaFin als Super-Nanny ist eine gruselige Vorstellung.

    • Avatar

      leser

      9. Mai 2017 11:09 at 11:09

      Nachtrag:
      Auch Immobilienfinanzierungen, sollte man dann vorsorglich verbieten. Dort ist der Kunde, wenn er den Kredit nicht mehr bedienen kann, auch „nachschusspflichtig“. Und zwar jahrzehntelang. Anders als in Amiland. Also ein höchstgefährliches Geschäft.

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        Emm wie Meikel

        9. Mai 2017 14:38 at 14:38

        Der Margin Call bei Immobilienfinanzierungen kommt erst dann, wenn der Wert der Immobilie sinkt. Dann kommt die Aufforderung, eine hohe Summe Eigenkapital nachzuschießen. Das können private Immobilienspekulanten für gewöhnlich nicht (sonst hätten sie schließlich keinen Kredit benötigt), was eine große Abwärtsspirale von Nachschussforderungen, Zwangsversteigerungen und Preisverfall in Gang setzt. Das ist eine sehr gefährliche Sache, wo die Preise mal eben 50 bis 80% in den Keller rutschen können.

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        Ralf Resch

        18. März 2018 10:41 at 10:41

        „Vorsorglich“verbieten,schon mal gehört das wir in einer Demokratie leben?

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    wolfie

    9. Mai 2017 10:26 at 10:26

    So wie es aussieht, wird in Wirklichkeit gar nichts verboten, sondern nur die Nachschußpflicht für Privatanleger wird abgeschafft. Bei den großen Brokern ändert sich sonst nicht viel. Und das ist eine gute Nachricht ! Kann sein, daß einige schwarze Schafe unter den Brokern verschwinden, die bisher ihr Geld mit den Verlusten der Kunden verdient haben, und das ist auch eine gute Nachricht.

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      leser

      9. Mai 2017 10:55 at 10:55

      @wolfie
      Wenn man verhindern will, dass Broker „Geld mit den Verlusten der Kunden“ verdienen, dann muss man alle Börsengeschäfte verbieten.

      Was ich problematisch finde, wenn der Broker als Handelspartner auftritt. Dann ist die Versuchung, den Kunden übers Ohr zu hauen, einfach zu groß. Wenn er nur als Vermittler auftritt und zudem streng überwacht wird und – ganz wichtig – bei Verstößen auch sehr hart bestraft wird (daran fehlt es bisher aus welchen Gründen auch immer nach meinem subjektiven Eindruck sehr häufig), dann ist das systembedingt schon besser.

      Wichtiger als ein Verbot wäre m.E. mehr Transparenz. Das Geschäft muss so transparent dargestellt werden, dass auch ein Börsen-DAU versteht, worauf er sich einlässt. Meinentwegen kann der maximale Nachschuss auch auf das Kontoguthaben beschränkt werden.

      Jetzt bleiben die Risiken in den Hebel-Produkten weiterhin bestehen. Die Kosten für die Hebelung müssen irgendwo bleiben und sind so gut versteckt, dass nur ein Finanzmathematiker das nachvollziehen kann (sofern er die notwendigen Parameter kennt).

      Verbraucherschutz ist nur ein anderes Wort für Bevormundung.

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      Ralf Resch

      17. September 2017 08:02 at 08:02

      Die Broker verdienen Ihr Geld mit den Verlusten der Kunden,wie denn sonst.von den Gebühren selbst könnten die nicht leben.Unter den großen Brokern wird kein schwarzes Schaf sein,die findet man eher bei den Brokern mit Binären Optionen von diesem Handel sollte man auch die Finger lassen.Was eine Nachschusspflicht betrifft,da ist man schlecht beraten.Man kann ruhig einen hohen Hebel wählen der wirkt sich aus auf die Margin,die ist dann nicht so hoch bei einem kleinen Konto und man hat dann mehr Luft falls der Kirs einmal kräftig korrigiert ,das heist aber keinesfalls das man große Positionen eröffnen soll.

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    wolfie

    9. Mai 2017 11:10 at 11:10

    @leser : ganz falsch.

    Wenn ich ein normales Aktiengeschäft tätige, und dabei Verluste mache, verdient der Broker außer der Kommission gar nichts. Auch nicht an meinem Verlust. Im Falle vieler CFD-Broker sacken die aber die Verluste ihrer Kunden in voller Höhe ein, wenn sie die Positionen nicht an den Markt nach außen weitergeben. Und weil sie wissen, daß die große Mehrzahl ihrer Kunden (ca. 80 – 90%) Verluste einfahren, ist es für sie ein sehr einträgliches Geschäft, die Positionen nicht zu hedgen und so leben Sie unmittelbar von den Verlusten ihrer Kunden ! Deshalb ist es auch so wichtig für die, ständig neue Kunden zu rekrutieren und aggressiv Werbung dafür zu machen. Die müssen gar nicht die Kunden übers Ohr hauen, es reicht die einfache Handelsstatistik, daß die meisten CFD-Kunden Verluste machen. Einige große Broker wie IG Markets oder comdirect geben aber alle CFD-Nettopositionen der Kunden an den Markt weiter. Das sind sogenannte STP-Broker. Die leben von den CFD-Kommissionen, nicht aber von den Verlusten ihrer Kunden. Einfach mal die Allgemeinverfügung der BAFIN lesen, da stehen viele interessante Infos zu diesem Thema drin !

    Ein Nachschuß ist übrigens immer etwas, was über das verfügbare Kontoguthaben hinausgeht. Bei der neuen Regelung kann man nur noch verlieren, was man auf dem Konto hat, mehr nicht. Früher war das anders.

    Hier hat der Verbraucherschutz mal etwas positives getan.

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    Fool

    9. Mai 2017 13:50 at 13:50

    Grundsätzlich gute Idee der BaFin. Es wundert mich nur, dass dies ein so wichtiges Thema bei nur 123000 CFD-Konten in Deutschland ist. Da gibt es mit Sicherheit wichtigere Dinge zu regulieren.
    Außerdem gibt es da ein kleines Problem…CFD-Positionen können und werden nun mit Sicherheit von der Bank zwangsgeschlossen. Soll bedeuten, wenn ein Anleger Positionen aufgebaut hat, welche z.B. im Minus sind, hat er nun kaum Chance Schadensbegrenzung zu betreiben. Die Bank wird diese Positionen bis spätestens 10.08.2017 schließen und sich somit den Gewinn einfahren. Toller Anlegerschutz der BaFin, nicht wahr?

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    wolfie

    9. Mai 2017 15:45 at 15:45

    @ fool : Ziemlicher Unsinn. Nomen est omen ?

    Keine CFD-Position wird zwangsgeschlossen, wenn noch genügend Margin auf dem Konto ist. Die kann so weit im Minus sein, wie sie will. Das war schon immer so und bleibt so. Wenn man unter den Mindestmargin rutscht, wird die Position zwangsgeschlossen. Das war auch schon immer so und dient dazu, den Kunden und den CFD-Broker vor größeren Verlusten zu bewahren, als Geld da ist. Die Bafin hat damit rein gar nichts zu tun.

    Es kann im Ausnahmefall Situationen wie bei der Freigabe des Schweizer Franken geben, wo der Markt plötzlich illiquide oder sogar geschlossen wird, so daß eine Position trotz Margin Call überhaupt nicht mehr vom Broker geschlossen werden kann und enorm tief in den Verlust rutscht – und auf dem Konto des Kunden nicht mehr genügend Geld ist, um die Verluste zu decken. Für solche Fälle ist die Neuregelung der Bafin gedacht : Bisher lag das Verlustrisiko beim Kunden, der die Verluste in so einem Fall nachschießen mußte, nun liegt das Risiko beim Broker. Meist wird es in diesem speziellen Fall von 2015 wahrscheinlich so gewesen sein, daß der Broker die Verluste von den Privatkunden aber hinterher sowieso nicht einbringen konnte; es sind ja auch einige Broker pleite gegangen.

    Offenbar gibt es jede Menge Unwissende, die die Bafin vor sich selbst schützen muß. Für die ist der Anlegerschutz gedacht.

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    Fool

    9. Mai 2017 16:03 at 16:03

    @Wolfie: Nicht verstanden, worum es in meinem Kommentar ging?

    Spätestens am 10.08.2017 werden noch bestehende Positionen auf CFD-Konten ohne Risikobegrenzung zwangsgeschlossen.
    Szenario um es zu verdeutlichen: Es wurden Short-Positionen aufgebaut und über Nacht gehalten und dass seit geraumer Zeit. Die gehandelten Instrumente steigen aber immer weiter. Somit ist man im Minus. Solange genug Kapital da ist, ist das auch kein Problem und man kann es aussitzen. Jetzt verbietet die BaFin diese CFD-Konten ohne Risikobegrenzung und es muss bis spätestens 10.08.2017 seitens der Bank reagiert werden. Was muss die Bank oder man selbst also machen? Zwangsschließen der Positionen und einen herben Verlust in Kauf nehmen.

    • Avatar

      wolfie

      9. Mai 2017 16:23 at 16:23

      Was die Bank machen wird ? CMC und IG Markets fügen einfach eine Klausel zu den bestehenden Kundenverträgen hinzu, daß ab sofort keine Nachschußpflicht für Privatkunden mehr besteht. Das wird allen Kunden per Mail mitgeteilt, die Kunden stimmen in ihrem Konto per mouseclick zu und das war’s wahrscheinlich. Alles andere bleibt wie es ist, jedenfalls nach Pressemitteilung von CMC Markets heute.
      Ihnen würde ich empfehlen, erst einmal lange Zeit auf Demo zu handeln.

  7. Avatar

    Fool

    9. Mai 2017 17:07 at 17:07

    @Wolfie: Sie sind schon sehr hochnäsig. Sehr wahrscheinlich bin ich bereits Jahrzehnte länger als sie am Finanzmarkt tätig.
    Eigentlich müssten sie wissen, dass man ist nie davor geschützt ist auch mal Fehler zu machen und wie geschrieben sind auch diese Fehler zu verwalten und zu revidieren. Allerdings nicht bei so einer kurzen Deadline.
    Wenn sie glauben, dass ihre Bank das einfach zu umstellt ohne wenigstens die Margin drastisch zu erhöhen, dann kann man ihnen wohl alles erzählen. Als ob die Bank das ganze Risiko übernimmt! Vielleicht sollten sie mal das Kleingedruckte lesen.

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    Udo Knopke

    9. Mai 2017 17:51 at 17:51

    Hey Leute, ganz ruhig.

    Alles egal. Hauptsache Sie lassen uns noch mit Microkonten rumdillern. Ist viel geiler als PS4 oder so.

    Hinter der ganzen Aktion steckt bestimmt Goldmann, die nun wollen, dass wir die Flüchlinge per Futurtrades finanzieren. Naja, muss man halt die AfD fragen, die kennen bestimmt die Lösung.

  9. Avatar

    wolfie

    9. Mai 2017 18:03 at 18:03

    IG hat die Marginraten schon diese Woche erhöht, allerdings nur für größere Positionen. Für weniger als z.B. 100 DAXe (4 DAX-Futures) bleibt alles beim alten (0.5 % Margin). Früher lag die Grenze für höhere Margins (1%) bei 250 DAXen oder 10 Futures. Ansonsten könnte die Finanzierung des erhöhten Broker-Risikos über die Gebühren für garantierte Stops gehen (die gibt es dann für alle limited risk-Kunden automatisch), die aber bisher nur anfallen, wenn der Stop tatsächlich ausgelöst wird. Details müssen wir abwarten. Bleibt zu hoffen, daß die Spreads nicht erhöht werden.

    Wenn Sie schon Jahrzehnte länger als ich am Finanzmarkt tätig sind, dann sind Sie ja schon mindestens weit oberhalb Ihrer Pensionierung. Glückwunsch !

    Mich hat schon die Überschrift dieses Artikel gestört : „CFD-Verbot in Deutschland beschlossene Sache“. Totaler Blödsinn. Nur die Lage für Privatanleger hat sich in einem relevanten Punkt verbessert, der aber nur sehr selten zur Anwendung kommt.

  10. Avatar

    wolfie

    9. Mai 2017 20:26 at 20:26

    In Frankreich gibt es schon seit Anfang des Jahres bei IG Markets Konten ohne Nachschußpflicht für alle Neukunden. Dort sind die Konditionen für den DAX wie folgt : 0.5% Einstiegsmargin bis 100 Kontrakte, verpflichtender garantierter Stop mit 1.5 Punkten Zusatzgebühr, die aber nur fällig wird, wenn der Stop wirklich ausgelöst wird. Also praktisch wie vorher, nur daß bei tatsächlich ausgelösten Stops nun keine Slippage mehr möglich ist – gegen 1.5 Punkte Gebühr.

  11. Avatar

    wolfie

    9. Mai 2017 22:07 at 22:07

    IG-Markets-Statement zum BaFin-Entscheid:

    Aufhebung der Nachschusspflicht bei CFDs

    Wir begrüßen den Entschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur künftigen Regulierung. Der Bafin-Entscheid, die Nachschusspflicht bei CFDs abzuschaffen, entspricht in vollem Umfang unseren bereits etablierten ‚Limited Risk Accounts‘. Dieses Kontomodell garantiert jedem Kunden, nicht mehr als das auf dem Konto hinterlegte Kapital verlieren zu können: eine potentielle Nachschusspflicht ist dadurch ausgeschlossen. Die Umstellung anderweitiger Konten auf besagtes, regelkonformes Account-Modell wird bis August vollzogen sein. Auch in Zukunft werden unsere Handelspartner damit sämtliche
    Vorzüge IG‘s sowie unserer Plattform ohne Abstriche in Anspruch nehmen können – mit einem signifikanten Plus für CFD-Trader: ein Nachschussrisiko besteht zukünftig nicht mehr.

  12. Avatar

    DerSchlaueWilli

    6. Oktober 2017 07:44 at 07:44

    Offensichtlich fehlt vielen das Verständnis für CFDs, Knock Outs, etc.
    Es gibt etliche Gründe, die gegen die wirklich schlecht regulierten Produkte sprechen:
    1. Bei diesen Produkten geht man eine „Wette“ mit der jeweiligen Gegenseite ein. Normalerweise sollte sich die Gegenseite hedgen = dann ist es eine Wette auf den Markt. Aber der Anreiz der Gegenseite ist SEHR groß, nicht zu hedgen, sondern den zugrundeliegenden Kurs zu manipulieren (Spoofing). In Zeiten geringen Volumens relativ einfach. Warum? Weil eine Privatperson keinerlei Chance hat, selbiges zu beweisen. Und noch besser: kommt es zur Anzeige bei der Bafin, winkt maximal ein Ordnungsgeld. Die Privatperson bleibt auf den Verlusten sitzen.
    2. Der Emittent muss keine Kurse stellen. „Technische Störung“ etc. – sowas kommt schneller vor als einem lieb ist.
    3. AUFGELD!!! Der Emittent zB eines Knock Outs kann das Aufgeld beliebig ändern…wie beliebig? Ja…beliebig!! Mit der Begründung „Kurse können jederzeit vom fairen Wert abweichen“…so kann ein Spread von 1c bei solchen Produkten schnell mal ein spread von 5c oder mehr werden und die Dinger damit SEHR teuer.
    Fazit: Ein Verbot von CFDs und Knock Outs ist ein absolutes MUSS!! Principal Agent Problematik in reinster Form!

  13. Avatar

    Gerd

    6. Oktober 2017 10:06 at 10:06

    „CFDs und Knock Outs“
    Da ich mit den meisten dieser Dinger auch nicht unbedingt so sehr positive Erfahrungen gemacht haben, erbitte ich einen Hinweis auf eine bessere Alternative.
    Falls es denn ein „ehrliches“ Derivat überhaupt gibt und man nicht sowieso besser fährt, lediglich mit regulären Aktien long investiert zu sein – oder aber auch eben eine Zeitlang mal wieder keine Aktien im Depot zu haben.

    Mir reicht ggf. der Name des FinanzInstruments. Was dahinter steckt, würde ich mir schon selber anlesen. Danke.

  14. Avatar

    Ralf Resch

    20. Oktober 2017 09:56 at 09:56

    Also die sicherste Methode Kapital zu erwirtschaften sind einfach die Immobilien da wird sich auch nichts daran ändern-nur die wenigsten aber haben sie.

    • Avatar

      Gerd

      20. Oktober 2017 10:16 at 10:16

      Seit 2014 habe ich die Vonovia Aktie auf dem Radar. Damals ca. 20 Euro, jetzt schon ca. 35. Als Derivat sozusagen auf reale Immobilien.
      Doch was nützt die beste Antenne, es gibt halt nichts Gutes, außer man tut es.

    • Avatar

      Columbo

      20. Oktober 2017 11:27 at 11:27

      @Resch, die Frage ist, wie man Sicherheit definiert. Es gibt nicht wenige, die Drachenfliegen oder Paragleiten für sicher halten. Ich glaubte das auch mal, bis es krachte.

    • Avatar

      Dieter G.

      20. Oktober 2017 11:54 at 11:54

      Ähm….nö. Wenn ich das Geld cash habe, ok. Aber die meisten Häuslebauer verfügen eben nicht über die liquiden Mittel.

      Allerdings war ich mit 26 Jahren auch mal der Meinung, Immobesitz ist solide und gut angelegtes Kapital. Bis mein BWL-Dozent den ganzen Irrsinn einer Hausfinanzierung aufzeigte. Wenn es um Kapitalanlage geht, ist kreditierter Immobilienbesitz ein einziges Fiasko, weil hier z. T. exponentielle Effekte auftauchen.

      Aber wie immer gilt: toi…toi…toi

      Schönes Wochenende

      Dieter

    • Avatar

      Klemens Seibel

      17. März 2018 21:31 at 21:31

      Selbst wenn Immobilien die sicherste Methode sein sollten, was ich allerdings bezweifle – sie haben diverse Nachteile. Das fängt damit an, daß sie im deutlich hochpreisiger sind, also für die meisten nicht ohne Kredit angeschafft werden können.
      Kredite bedeuten aber regelmäßige laufende Kosten. Genauso verlangt die Gemeinde regelmäßig Grundsteuer (für Straßenreinigung etc). Also braucht man einen Mieter, der hierfür Einnahmen liefert. Und damit haben wir das erste Risiko. Zahlt er die Miete regelmäßig in voller Höhe? Wenn er kündigt: bekomme ich schnell einen geeigneten Nachmieter? Reparaturen / Handwerker: auch wenn ich diese Kosten auf die Miete umlege: es sind unregelmäßige, der Höhe nach nicht bestimmbare Kosten, für die ich einen ausreichenden Dispo (oder Cash) brauche. Und wenn ich Pech habe, zeigt sich, daß der zunächst ach so tolle Mieter nicht nur mehrere Monatsmieten im Rückstand ist, sondern ein Messie, den man erst nach Monaten aus der Wohnung bekommt, und die Beseitigung der Schäden ein mehrfaches von dem kosten, was er als Mietzins bezahlt hat. Und hat man dann die Schnauze voll, oder will aus anderen Gründen das Objekt verkaufen, findet man entweder keinen Käufer, weil die Lage nicht mehr stimmt, oder macht Verlust und kann damit die Hypothek nicht ablösen… Falls hier jemand die Grunderwerbsteuer vermisst: die habe ich einfach mal als „Spread“ gewertet.

      Dagegen bietet die Börse die Chance deutlich flexibler auf eine sich ändernde Wirtschaftslage zur reagieren.

  15. Avatar

    Killer

    10. November 2017 10:31 at 10:31

    Geschädigte bitte hier melden. Wir beenden die kriminellen Machenschaften der CFD Buchmacher. http://www.plus500-geschädigte.de

  16. Avatar

    Gerd

    21. November 2017 18:21 at 18:21

    Die Seite https://www.plus500.de/
    ist seit heute Morgen nicht mehr erreichbar. Das gilt auch für sämtliche „Unterseiten.“
    Geht es anderen auch so?
    Da von dem Brokerunternehmen auch auf FMW-Seiten Werbung eingeblendet wurde, könnte ja sein, dass weitere Leser dort handeln.

    Oder kann sowas regional begrenzt sein?
    Mag den LINK mal jemand anklicken, der womöglich im hohen Norden wohnt? Danke.

    Von der Muttergesellschaft gab es hier ja auch schon einen schönen Bericht:
    https://finanzmarktwelt.de/wer-vom-wahnsinn-befallen-war-und-diese-broker-aktie-2015-oder-2016-guenstig-kaufte-ist-heute-der-glaenzende-gewinner-72694/
    Und deren Aktie steigt heute kräftig.

    • Avatar

      Gerd

      21. November 2017 18:58 at 18:58

      Die Sache hat sich erledigt.
      Ein Freund kommt ganz normal rein.

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Banken halten bei EZB 3,3 Billionen Euro – Daten zu Strafzinsen und Freibeträgen

Claudio Kummerfeld

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am

Türme von Banken in Frankfurt

Die einfache Sichtweise der „großen“ Experten in den Türmen der Notenbanken lautet: Je tiefer wir die Zinsen setzen, desto weniger attraktiv wird es für die Menschen Geld auf Bank- und Sparkonten zu parken. Sie werden dann immer mehr Geld in den Konsum pumpen. Aber egal wie viel sehr man auch an so einer Theorie festhält – die Realität sieht oft ganz anders aus. Die Bürger (vor allem die Deutschen) wollen gerade in Krisenzeiten offenkundig weiterhin Monat für Monat von ihrem Ersparten anständig was auf die hohe Kante packen – Vorsorgen für die schlechten Zeiten, sozusagen.

Und bei de facto Nullzinsen, die in den letzten Jahren in der Regel (nach Abzug der Inflation) reale Negativzinsen bedeuten, legen die Menschen einfach pro Monat noch mehr Geld auf die hohe Kante, sozusagen als Ausgleich für die fehlenden Zinsen. Und so steigen seit Jahren in der Eurozone die Bankguthaben immer weiter an. Das wird für die Banken immer mehr zu einem dramatischen Problem. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) wollte nicht nur, dass der (einfältige?) Bürger endlich sein Geld in den Konsum steckt. Nein, die EZB wollte auch erreichen, dass die (faulen?) Banken endlich mehr Geld als Kredit herausreichen an Privat- und Geschäftskunden, damit die Konjunktur angekurbelt wird – und dadurch letztlich die Inflation ansteigt – die letzten Jahre geschah aber letztlich das Gegenteil.

Banken vor immer größerem Problem

Aber egal wie fleißig die Banken auch sein mögen bei der Kreditvergabe – der Sparfleiß der Bürger ist stärker. Die Guthaben bei den Banken wachsen immer mehr. Und genau deswegen hatte sich die EZB eine Art Strafmechanismus ausgedacht, damit die Banken nun wirklich mal die Einlagen der Kunden vermehrt als Kredit rausreichen. Verrechnet man das von den Bankkunden eingezahlte Guthaben mit den ausgegebenen Krediten, dann haben praktisch alle Banken eine Überschussliquidität, die bei der EZB geparkt wird. Die EZB bestraft die Banken hierfür mit einem Negativzins von derzeit -0,5 Prozent (ab 2014 stufenweise eingeführt, damals noch bei -0,1 Prozent). Je mehr die Kunden sparen und je höher sich die Banken-Überschüsse auf ihren EZB-Konten auftürmten, desto mehr mussten sie als Strafzins an die EZB überweisen.

Dies wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem Problem für die Banken, die sowieso dank Nullzinsen ein ernsthaftes Problem mit ihrem wichtigsten Geschäft hatten, nämlich der Zinsmarge. Die EZB sah dieses Problem, und führte einen Freibetrag ein. Die Banken sollten für zu viel hinterlegte Einlagenüberschüsse also bestraft werden – aber nicht so sehr, dass sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Und so gibt es EZB-Strafzinsen für die Banken mit einem Freibetrag an Einlagen, der nicht mit einem Strafzins bedacht wird.

Gigantische Überschüsse, Strafzinsen und Freibetrag

Heute veröffentlichte Daten der Bundesbank zeigen die Dimension der Beträge. Demnach gab es im Dezember 2020 eine Überschussliquidität im Euroraum in Höhe von 3,35 Billionen Euro. Zwischen Einführung des Tiering-Systems (Freibeträge) im Oktober 2019 und Dezember 2020 betrug der Zinsaufwand der Banken im Euroraum für das Halten dieser Überschussliquidität bei der EZB 8,9 Milliarden Euro. Dieser Zinsaufwand (die Strafzinsen) fiel laut Bundesbank um 4,7 Milliarden Euro niedriger aus, als dies unter sonst gleichen Bedingungen ohne ein Tiering-System der Fall gewesen wäre. Gleichzeitig wurde mit zuletzt 2,498 Billionen Euro der größte Teil der Überschussliquidität weiterhin negativ verzinst.

Während die Überschussliquidität der Banken bei der EZB in den letzten Jahren immer weiter stieg (oberer Teil der Grafik), dachte die EZB wohl sie könnte dies verhindern, indem sie den Strafzins immer weiter anhebt. Es brachte aber nichts! Wer arg ins Detail gehen möchte, kann sich beim Klick an dieser Stelle in den Bundesbank-Bericht auf den Seiten 61-72 in das Thema vertiefen. Wer sich für die Rücklagen der Deutschen interessiert, der klicke bitte hier. Im Krisenjahr 2020 wurde von deutschen Haushalten 333,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt, nach 220,3 Milliarden Euro in 2019. Diese Summe steigerte sich in den letzten Jahren immer weiter, obwohl das Zinsniveau für die Sparer immer weiter abrutschte.

Grafik zeigt Bundesbank-Daten zu Strafzinsen und Überschussliquidität

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BlackRock, Wall Street – und China: Kampf der Giganten

Wolfgang Müller

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Wird BlackRock zu mächtig? Während BlackRock immer größer und wichtiger wird, scheinen die USA insgesamt abzusteigen (siehe hierzu das Interview mit der USA-Korrespondentin der „Zeit“, Heike Buchter).

Der Kampf der beiden Supermächte USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft elektrisiert viele Marktbeobachter. Klar ist es fast unmöglich Chinas weiteren Aufstieg zu verhindern, schließlich hat China mit seiner riesigen Anzahl an Menschen – Vergleich zu den USA: 1439 Millionen zu 332 Millionen – einen Riesenvorteil. Aber die USA haben neben ihren großen Techfirmen auch noch weitere Riesen, einer davon ist der Finanzdienstleister BlackRock, der letzte Woche gigantische Zahlen abgeliefert hat.

BlackRock: Der schwarze Felsen wird immer größer

Der weltweite Aktienmarkt klettert, wie schon so oft dargestellt, auch infolge der Aktionen der Notenbanken nach oben, auf zuletzt 106 Billionen Dollar. Maßgeblich beteiligt daran ist die Wall Street, deren Aktienmärkte allein schon ein Gewicht von über 40 Billionen Dollar aufweisen. Angesichts des Anteils der USA an der Weltbevölkerung (4,3 Prozent) und der Wirtschaftsleistung (kaufkraftbeteinigt etwa 16 Prozent) eigentlich viel zu groß. Aber ebenso dominant ist der Anteil der Vermögensverwaltung in den USA, wie allein die letzten Donnerstag veröffentlichten Zahlen von BlackRock aufweisen.

BlackRock ist mit 8,68 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Stand: 31. Dezember 2020) der weltgrößte Vermögensverwalter. Die Kunden sind Privatanleger und Institutionen wie Banken, Pensionskassen, Stiftungen, Versicherer, Staatsfonds und Zentralbanken. So der zutreffende Eintrag bei Wikipedia.

Inmitten der Corona-Krise ist es der Firma von Larry Fink gelungen, einem sehr einflussreichen CEO, was demnächst auch die Regierung von Joe Biden erleben dürfte, das Volumen der verwalteten „Assets“ im Jahr 2020 um 17 Prozent oder 1,2 Billionen Dollar auf 8,68 Billionen Dollar zu steigern.

BlackRock profitierte nicht nur von der aktiven Fondsbranche, auch seine bekannte ETF-Sparte (iShares) ist um 185 Milliarden Dollar gewachsen.

Aus diesen ganzen Zahlen ergab sich ein Gewinn für das Jahr 2020 von 5,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von ebenfalls 17 Prozent. Dass die Fantasie der Investoren auch bei diesem Felsbrocken der Finanzwelt ins Kraut schießt, zeigt die Entwicklung der Aktie, die bis zur Veröffentlichung der Jahresbilanz um 44 Prozent gestiegen ist. Aufgrund der großen Marktmacht von BlackRock spürt der Gigant nicht einmal so sehr die Entwicklung in der Fondsbranche hin zu den kostengünstigen Exchange Traded Funds. Der Gewinn des Finanzdienstleisters war auch im vierten Quartal um 1,6 Milliarden Dollar angewachsen.

Noch ein paar Sätze zum Zweikampf zwischen den USA und China.

Liste der größten Firmen der Welt

Betrachtet man sich die aktuelle Liste der nach Marktkapitalisierung schwersten Unternehmen der Welt, so stellt man fest, dass sich unter den größten 20 Unternehmen allein 13 US-Unternehmen, unter ersten Zehn gleich deren sieben befinden. China ist mit Tencent, Alibaba vertreten.

Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Tesla, Facebook, Berkshire Hathaway, Visa, Walmart, Johnson &Johnson, JP Morgan, Procter&Gamble, MasterCard, von einem Finanzgiganten BlackRock ist dabei nichts zu sehen, nicht einmal unter den ersten Hundert.

Sicher wird es demnächst durch Regulation bei den Monopolfirmen einiges an Korrekturen geben. Auch befinden sich die Kurse einiger Firmen in Höhen, die nicht aufrechterhalten werden können – auch wenn einige glauben, Aktien könnten sich dauerhaft den Fundamentaldaten entziehen.

Was das Vermögen von Kundengeldern angeht, haben die USA noch weit die Nase vorn. Denn neben dem 8-Billionen-Dollar-Koloss BlackRock gibt es noch die Riesen Vanguard Group, State Street Global Advisors und Fidelity Investments, jedes Unternehmen verwaltet mehrere Billionen Dollar.

China hat ein großes Problem in seinem Aufwärtsstreben und das ist sein totalitäres System. Es wird sicherlich nicht das Vertrauen von Investoren steigern, wenn eine Regierung so rigoros an eine Firma wie Alibaba herangeht, kürzlich noch achtwertvollstes Unternehmen der Welt, dessen Gründer Jack Ma schon seit Wochen von der Bildfläche verschwunden ist. Da vertraut die westliche Welt schon eher auf einen ETF der Firma BlackRock, Sparte iShares, wie die jüngsten Zahlen beweisen. Der Produktionsstandort China boomt – aber der Finanzstandort?

BlackRock und die Wall Street

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Wirtschaft kommt laut Bundesbank recht gut durch den Lockdown, aber…

Claudio Kummerfeld

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Lockdown Schriftzug

Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft recht gut durch den Lockdown. Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist laut Bundesbank im letzten Quartal 2020 durch das erhöhte Infektionsgeschehen und die wieder erheblich verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwar ausgebremst worden. Aber es habe jedoch keinen größeren Rückschlag gegeben, da sich weniger durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft weiter erholten. Insbesondere die Industrie aber auch die Bauwirtschaft hätten nach den bis November vorliegenden Zahlen kräftig zugelegt.

Die Auftragseingänge in der Industrie hätten im November das Vorkrisenniveau vom Schlussquartal 2019 sogar deutlich überstiegen. Zudem seien die Einzelhandelsumsätze bis November noch erheblich gewachsen. Dies hätte ein Gegengewicht zu den Einbußen gebildet, die aufgrund der im Dezember angeordneten Schließungen im stationären Einzelhandel entstanden sein dürften. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Dezember laut ifo Geschäftsklimaindex trotz des Wiederaufflammens der Pandemie auf. Diese ermutigenden Signale lassen laut aktueller Bundesbank-Aussage darauf hoffen, dass auch die zu Beginn des neuen Jahres verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

Aber die Bundesbank versieht diese rosigen Aussagen mit einer kleinen Warnung, wie es nicht anders zu erwarten wäre. Bei dieser Krise sind ja „Risiko-Disclaimer“ fast schon unverzichtbar, da niemand eine Glaskugel hat und unzählige Variablen vorhersehen kann. Sollte das Infektionsgeschehen jedoch nicht erheblich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit länger anhalten oder noch weiter verschärft werden, so könne es gleichwohl noch zu einem spürbaren Rückschlag (für die Wirtschaftsleistung) kommen, so die Bundesbank.

Auch beim Thema Arbeitslosigkeit sieht die Bundesbank offenbar keine ernsthaften Probleme. So blieb der Arbeitsmarkt laut Aussage der Bundesbank trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil. Zwar seien im November und Dezember vermehrt Anmeldungen zur Kurzarbeit eingegangen, diese entsprächen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem vergangenen Frühjahr. Die aktuellen Anzeigen würden sich vor allem auf den von den angeordneten Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättenbereich sowie Teile des Handels beschränken. Die registrierte Arbeitslosigkeit sei im Dezember wie schon in den beiden Monaten zuvor spürbar zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sei um saisonbereinigt 37.000 gegenüber dem Vormonat gesunken, die entsprechende Arbeitslosenquote läge damit bei 6,1 Prozent.

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