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China: 2015 Pleitewelle?

Markus Fugmann

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Das Jahr 2015 könnte das Jahr der Wahrheit werden für Chinas Immobilienbranche. Die Auszahlungen von Immobilientrusts an ihre Gläubiger sind in 2015 mit knapp 33 Milliarden US-Dollar fast doppelt so hoch wie 2014 – und da derzeit der Immobilienmarkt im Reich der Mitte deutlich abkühlt (Neubauverkäufe -10,6% in den ersten fünf Monaten des Jahres; Preisrückgänge in der Hälfte aller 70 untersuchten Großstädte), ist mit einer Pleitewelle großen Ausmaßes zu rechnen. Die Branche hat bereits auf die Abkühlung reagiert und die Neuemission von Immobilienanleihen so stark reduziert wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Schwer unter Druck kommen dürften insbesondere jene Firmen, die noch letztes Jahr in Erwartung steigender Absätze und Preise aggressiv Land auf Kredit gekauft hatten – und nun kaum mehr Zugang zu Krediten bei offiziellen Banken haben. Häufig bleiben da nur noch extrem teure Kredite bei Schattenbanken, deren Gesamtvolumen die englische Großbank Barclays auf ca. 7 Billionen US-Dollar schätzt.

Auch die Kapitalmärkte, die noch in 2013 praktisch jede Unternehmung bedenkenlos finanzieren halfen, sind inzwischen deutlich skeptischer. So verstärkt sich der Druck zunehmend für die Branche – insbesondere kleinere Immobilienentwickler klagen derzeit bereits über signifikante Rückgänge ihres Cash Flows. Aufgrund des Überangebots an Immobilien dürfte der Druck auf die Verkaufspreise aber weiter anhalten. Immobilienentwickler versuchen daher, mit Preissenkungen den Absatz anzukurbeln – treffen damit aber auf den Widerstand von Lokalverwaltungen, die mit den Steuereinnahmen auf die ursprünglich gemeldeten Verkaufspreise kalkuliert hatten.

Akut gefährdet sind insbesondere kleinere und mittelgroße Immobilienentwickler in jenen Städten, die nicht zur Top-Kategorie der Megacitys gehören. Die Problematik ist der chinesischen Regierung inzwischen offenkundig bewusst: die Bankenaufsicht des Landes hat am 06.Juni ihre Absicht bekräftigt, die Finanzlage der Immobilienentwickler genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bessere „Überlebenschancen“ haben dagegen die großen Immobilienentwickler, weil sie in der Regel Zugang zu den internationalen Anleihemärkten haben. Gleichwohl sind auch in Hong Kong, dem Haupthandelsplatz für Immobilienanleihen größerer chinesischer Immobilienentwickler, die am Markt platzierten Volumina für Immobilienanleihen stark rückläufig: sie fielen im zweiten Quartal um ein Drittel gegenüber dem ersten Quartal 2014.

Faktisch also ist der Immobilienmarkt in China eine tickende Zeitbombe. Chinas Regierung wird versuchen, die „Explosion“ zu vermeiden, müsste dafür aber Unternehmen stützen, die per se nicht überlebensfähig sind. Die Folge werden Zombie-Unternehmen sein, die faktisch den Niedergang des hoch Kredit-gehebelten Immobiliensektor verschleiern sollen..

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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Twitter-Quartalszahlen: Besser als erwartet, trotzdem Aktie -17 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Twitter App auf Handy

Die Twitter-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 936,2 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 823,7/erwartet 777).

Der Gewinn (Non Gaap) liegt bei 0,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,17/erwartet 0,06).

Die Zahl der „monetarisierbaren“ täglich aktiven Nutzer liegt bei 187 Millionen (gegenüber 145 vor einem Jahr und 186 Mio im letzten Quartal). Für heute wurden 195 Millionen erwartet.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -17,5 Prozent.

Kurz-Fazit: Die Finanzdaten überzeugen. Sie fallen deutlich besser aus als erwartet. Nur weil das Wachstum der aktiven Nutzer NUR bei +1 Mio liegt im Quartalsvergleich, stürzt die Aktie so stark in den Keller.

Twitter auszugsweise im Wortlaut mit der Headline-Aussage zu den Zahlen:

“We have grown our daily audience by 42 million in the last year as people all around the world come to Twitter to find out about the topics and events they care about most. I’m pleased mDAU grew 29% year over year to 187 million, driven by global conversation around current events and product improvements,” said Jack Dorsey, Twitter’s CEO. “We’re helping people find trusted sources of information by better organizing and surfacing the topics and interests that bring people to Twitter.”

“Advertisers significantly increased their investment on Twitter in Q3, engaging our larger audience around the return of events as well as increased and previously delayed product launches, driving revenue to $936 million, up 14% year over year,” said Ned Segal, Twitter’s CFO. “We also made progress on our brand and direct response products, with updated ad formats, improved measurement, and better prediction. We remain confident that our larger audience, coupled with ongoing revenue product improvements, new events and product launches, and the positive advertiser response to the choices we’ve made as we have grown the service, can drive great outcomes over time.”

Gewinn in Grafik zeigt die Gaap-Zahl:

Grafik zeigt Details zu Quartalszahlen von Twitter

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Apple-Quartalszahlen: iPhone-Verkäufe sehr schwach, andere Bereiche retten

Claudio Kummerfeld

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Ein Apple Mac Book

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 64,7 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 64,04/erwartet 63,7).

Der Gewinn liegt bei 0,73 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,03, nach Aktiensplit umgerechnet 0,76 Dollar/für heute erwartet 0,70).

Der Umsatz im Services-Bereich klettert im Jahresvergleich kräftig von 12,5 auf 14,5 Milliarden Dollar (14 erwartet).

Die Aktie notiert nachbörslich mit -4,6 Prozent.

Die iPhone-Verkäufe im letztem Quartal liegen bei  26,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 33,3/für heute 27,9 erwartet). Alle anderen Teilbereiche bei Apple wachsen aber spürbar, und können die deutlich sinkenden Umsätze im Kernprodukt auffangen.

Der Umsatz in China ist von 11,1 auf 7,9 Milliarden Dollar gesunken. Europa legt zu von 14,9 auf 16,9 Milliarden Dollar. Nordamerika wächst von 29,3 auf 30,7 Milliarden Dollar.

Keine Aussicht für das aktuell laufende Quartal.

Apple in der Headline-Aussage:

“Apple capped off a fiscal year defined by innovation in the face of adversity with a September quarter record, led by all-time records for Mac and Services,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Despite the ongoing impacts of COVID-19, Apple is in the midst of our most prolific product introduction period ever, and the early response to all our new products, led by our first 5G-enabled iPhone lineup, has been tremendously positive. From remote learning to the home office, Apple products have been a window to the world for users as the pandemic continues, and our teams have met the needs of this moment with creativity, passion, and the kinds of big ideas that only Apple can deliver.”

“Our outstanding September quarter performance concludes a remarkable fiscal year, where we established new all-time records for revenue, earnings per share, and free cash flow, in spite of an extremely volatile and challenging macro environment,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “Our sales results and the unmatched loyalty of our customers drove our active installed base of devices to an all-time high in all of our major product categories. We also returned nearly $22 billion to shareholders during the quarter, as we maintain our target of reaching a net cash neutral position over time.”

Datenblatt zeigt Details der Quartalszahlen von Apple

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