Asien

China: erneut schwache Daten

Der Reigen schwacher Konjunkturdaten aus China setzt sich fort: so fiel der HSBC-Einkaufsmanagerindex deutlicher als erwartet auf 50,3 – die Konsenserwartung lag bei 51,5, nachdem der Wert im Juli noch bei 51,7 gelegen hatte. Die niedrigste Prognose von 22 von Bloomberg befragten Volswirten hatte bei 50,6 gelegen. Die Märkte in Hong Kong und Shanghai kamen daraufhin unter Druck und verloren jeweils ein halbes Prozent, auch der Yuan kam nach einer längeren Gewinnstrecke unter Druck.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex erfaßt im Gegensatz zum offiziellen Einkaufsmanagerindex in China, der überwiegend staatsnahe Unternehmen abbildet, eher kleinere Unternehmen – und gilt daher als zuverlässiger, zumal Chinas staatliche Statistiker nicht den allerbesten Ruf genießen.

Die schwachen Daten ließen reflexartig wieder Rufe nach neuen Stimulusmaßnahmen der Regierung aufkommen – doch scheinen die Aktienmärkte im Reich der Mitte ihren Glauben an großflächige Unterstützung verloren zu haben, wie die heutigen Tagesverluste zeigen. Goldman Sachs indes warnt vor dem Glauben, dass neue Stimulusmaßnahmen eine großen Wirkung hätten: sie würden weitgehend verpuffen und gleichzeitig die Stabilität des Finanzsystems in China belasten. Goldman erwartet daher in diesem Jahr weder Zinssenkungen noch großflächige Stimulusmaßnahmen – keine gute Nachricht für Chinas Finanzmärkte, die noch süchtiger sind nach Liquidität als ihre westlichen Pendants..



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