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Das Dilemma Deutschlands wird immer größer China will Beteiligung an Hamburger Hafen – Deutschland bald noch abhängiger?

Ohne China..

China will Beteiligung an Hamburger Hafen - Deutschland bald noch abhängiger?

Die Reederei COSCO aus China will sich am Hamburger Hafen – genauer am Container Terminal Tollerort – mit 35% beteiligen, was bei Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf Ablehnung stößt: Mit dem Einstieg von COSCO wäre ein weiteres Stück kritischer Infrastruktur in Deutschland in ausländischer Hand.

China: 13 Häfen mit chinesischen Beteiligungen – bald auch der Hamburger Hafen?

Bisher sind COSCO und ihre Schwestergesellschaft China Merchant an 13 europäischen Häfen in Europa beteiligt.

China Hamburger Hafen

Bei der geplanten Investition in den Hamburger Hafen handelt es sich nur um einen 35% Anteil an dem Container-Terminal-Tollerort (CTT). Im Gegenzug für seine Beteiligung verspricht COSCO, seine Handelsströme in Hamburg zu konzentrieren. Eine Aussage, die sowohl schwammig ist, als auch das Risiko birgt, eine Finte zu sein. Der CTT verfügt über vier Liegeplätze. Zeebrugge, an dem COSCO mit 51% beteiligt ist, hat drei Liegeplätze, Antwerpen – die mit Zeebrugge fusionieren – stellt vier Liegeplätze zur Verfügung, Rotterdam, der größte europäische Hafen, fünf Liegeplätze.

Der Hamburger Hafen verfügt zwar ebenfalls über einen Tiefwasserhafen, der aber Tidenabhängig ist. Neu im Bau ist der Tiefwasserhafen von Wilhelmshaven, über den im Moment noch wenig angelaufen wird. Warum sollte also COSCO seine Ladungen in Hamburg konzentrieren, wenn in Rotterdam ein größerer und im Gegensazu zum Hamburger Hafen auch tidenunabhängiger Hafen zur Verfügung steht?

Habeck gegen Beteiligung Chinas an Hamburger Hafen

In Hamburg hat sich eine breite Front aus Politik und Wirtschaft gebildet, die für eine Beteiligung COSCOs am CTT wirbt. Anders sieht dies der Wirtschaftsminister Robert Habeck. „Investitionen von China nach Europa sollen deutlich kritischer angeguckt werden“, so Habeck. Dies passt zu der neuen Linie der Bundesregierung, Investitionsprojekte in und von China zu hinterfragen. Die Bundesregierung hatte angekündigt, die Bedingungen für deutsche Investitionen zu verschärfen.

Deutschland und China: Decoupling statt Abhängigkeit

Die geplante Investition fällt in eine Zeit, in der eigentlich eine Verringerung der Abhängigkeiten von einzelnen Ländern im Vordergrund steht. Die Abhängigkeit von Energieträgern aus Russland hat zu einer heftigen Inflation in Deutschland geführt. Gerade hat Präsident Xi Jinping laut Berichten nochmals die Volksbefreiungsarmee dazu aufgefordert, bis 2027 in der Lage zu sein, Taiwan zu besetzen.

Wenn Deutschland nach einer solchen Invasion die Geschäftsbeziehungen zu China herunterfahren wollte, könnte eine Beteiligung an der kritischen Infrastruktur für Deutschland wieder erheblich negative Auswirkungen haben. Die ökonomische Abhängigkeit Deutschlands von China ist zuletzt immer stärker geworden: Deutschlands Exporte nach China gingen zuletzt leicht zurück, während die Importe aus China deutlich zunahmen.

Hinzu kommt, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern aus Russland hin zu alternativen Energiequellen vor allem Rohstoffe benötigt wie Kupfer, Nickel, Kobalt und Lithium, bei denen das Reich der Mitte einen großen Anteil am Weltmarkt hat. Man könnte also sagen: ohne China wird die Energiewende in Deutschland kaum erfolgreich sein können!



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14 Kommentare

  1. Mhh, irgendwie verstehe ich die Deutschen nicht mehr. Jahrelang waren die Russen und die Chinesen, ausgesprochen wichtige Handelspartner. So baut aktuell die BASF in China ein Werk in der Größenordnung von Ludwigshafen. 2008/2009n haben uns die Chinesen gerettet. Zwischenzeitlich die Russen mit der preisgünstigen Energie.
    Nun werden Knall auf Fall alle Handelsbeziehungen hinterfragt und ein „Decoupling“ ist in aller Munde. Bald wollen wir uns dann noch von Indien verabschieden, weil diese do bockig sind und mit China und Russland zusammenarbeiten.

    Ich habe keine Fantasie, wie das deutsche Automobil ohne China überleben kann. Ich habe auch keine Fantasie, wie wir zeitnah die pharmazeutischen Wirkstoffe herstellen können, die wir aktuell von Indien beziehen. Ich auch keine Fantasie, wie z.B. eine BASF auf Dauer mit signifikant höheren Energiekosten, ihre Marktmacht erhalten kann. Gleiches gilt für in Europa produzierte Wirkstoffe.

    Gerade wird das Bürgergeld (oder das es auch immer heißt) gelauncht – ohne Sinn und Verstand. Wir brauchen zukünftig viel mehr Beschäftigte, bei signifikant geringeren Löhnen.
    .
    Ich habe wirklich keine Fantasie, wie die Habecks und Baerbocks dies stemmen wollen.

    1. Wenn Sie keine Phantasie haben, dann halten Sie sich doch an Habeck, Baerbock und Co. Die haben die. Vor der Wahl posaunten doch die Grünen (und auch Roten) eine gute, menschliche und soziale Zukunft und noch einige positive Aussichten für Deutschland voraus wenn man sie wählt. Und hinterhersagen sie man dürfe nicht alles glauben was im Wahlkampf gesagt wird. Stimmt !! Im Grunde sollte man gar nichts glauben was die erzählen. Man sieht´s doch jetzt. Dilettanten. Eiern herum und verbrauchen Zeit und Manpower um sich Ausreden ausdenken zu müssen. Und die Medien machen mit unterstützendas Drama.
      Ich kann die Leute verstehen die ans Auswandern denken bzw. das umsetzen.

  2. Was passiert denn, wenn China Taiwan überfällt?
    Die gleichen Sanktionen hin und zurück wie bei Russland?
    Oder erklärt uns dann die grüne pazifistische Außenministerin, warum das bei China aber ganz etwa anderes ist, und ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg keine Sanktionen nach sich ziehen soll.
    So wie bei den USA, in den letzten über 70 Jahren.
    Oder glaubt tatsächlich Irgendjemand, dass China die Chance und die Kombination, eines geschwächten Europas, einer unentschlossen USA, und eines fasst unerschöpflichen Rostofflieferanten Russland ungenutzt lassen wird, um Taiwan „heim ins Reich zu holen“?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  3. Wenn Hamburg und COSCO dem zustimmt, sind beide Dümmer als ein Stück Knäckebrot an IQ hat!!
    Werden nicht jetzt schon 900 Millionen Steuergelder jedes Jahr in die vollkomme sinnlose Elbe-Vertiefungs-Erhaltung-Freibaggerung verschleudert!! Es wäre schon sehr lange sehr viel sinnvoller und auch billiger den Hamburger Hafen nach Bremerhaven zu verlegen, als ständig die Elbvertiefung „Frei zu baggern“, weil die ja sowieso nach 6 Stunden von der Flut wieder zurück in die Elbe gespült wird. Noch so ein erfolgreiches Olaf Scholz Projekt um Steuerverschwendung.
    Alles nur um Noch größere Container-Riesen an den falschen Ort zu bringen, damit die Hamburger ein noch dümmeres Prestige-Projekt haben als die Elb-Philarmonie.

    1. Das hatte ich mir auch schon vor Jahren gedacht. Bremerhaven hat den einzigen Tiefseehafen Deutschlands.
      Aber dessen Ausbau hat bestimmt kleinkarierte Lokalpolitik verhindert.

  4. Deutschland hat wenig Resourcen und wenn wie das Gas in Niedersachsen, dann will man es nicht fördern. In Deutschland will man aber gut leben, man hat sich so daran gewöhnt, daß man meint dies sein ein Anrecht und nur den vielen anderen auf der Welt gehe es schlecht. Und dann meinen die Deutschen sie sind ja fleißig und arbeitssam, deswegen gehe es ihnen gut. Die anderen Menschen sind nicht arbeitssam ? Ich denke mal sogar noch viel mehr. Die Deutschen, Europäer, die westliche Welt hat sich an die Freizeit gewöhnt und meint sie hätten ein Anrecht darauf.
    Deutschland hat keine Resourcen und ist in vielen Bereichen somit auf das Ausland angewiesen. Und wenn es gut leben will, dann muss es mit dem Ausland klar kommen, sich auch anbiedern. Wir sind eine Handelsnation und können nicht aus militärischer Stärke heraus den anderen vorschreiben wo es lang geht, so wie die USA. Irgendwann werden sich die Kleinen und Unterdrückten die Ausgebeuteten die Rohstoffe haben aber trotzdem arm sind, aufbegehren, sogar erheben. Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Es kann lang dauern aber die Kinder des Wohlstandes müssen dann bezahlen. Geschichte wird zwar gelehrt aber kaum einer lernt daraus, oder ?

  5. Seit dem Jahre 2010 haben über 500.000 Deutsche mehr Deutschland verlassen, als zurückgekehrt sind. Ich denke, es waren keine Grundsicherungsempänger*innen. Und die im Ausland gescheiterten, die wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind, haben auch wohl irgendwo Defizite gehabt.
    Zugewandert nach Deutschland sind in diese Zeit Millionen Menschen aus dem außereuropäischen Ausland.
    Aus meinen Erfahrungen kann ich als 2000 nach Südspanien Ausgewanderter schreiben:
    Gott sei Dank!
    Das was wir dort mit fasst 50 noch auf die Beine stellen konnten, hätten wir in Deutschland nie erreichen können.
    Von den aktuellen Problemen in Deutschland mal ganz abgesehen.
    16:05 und 26 Grad

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      In den wenigen Monaten seit Februar bis Jahresende 2022 dürften ebenso viele Menschen Russland verlassen haben. Sehr viele davon sind sicherlich mindestens ebenso qualifiziert wie die deutschen Auswanderer. Allen gemeinsam dürfte das Vaterlandsbashing sein, das sie aus dem Ausland veranstalten. Wobei das des russischen Anteils natürlich in allen Punkten gerechtfertigt und verständlich ist.

      Besonders pikant und ironisch ist die Tatsache, dass ein großer Teil mit One-Way-Tickets in Richtung des zwiegespaltenen Opportunisten zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer abwandert. Hat der doch schon als großer Puffer und Verteiler Vorderasiens genug zu tun. Und mit seiner schizophrenen Haltung zu EU vs. NATO, Inlands-Wirtschaft vs. persönliches Eigeninteresse, Religion vs. Volk und Freiheit. Ein Trost wird ihm bleiben: die vielen Hochqualifizierten landen nur kurz zwischen und sind ganz schnell wieder weg.

      Gott sei Dank machen Leute wie du Platz für andere. Auch wenn ihr weiterhin am Sozialsystem saugt und die Verdauungsprodukte übermäßig per Internet ans verhasste Mutterland zurück schickt.

  6. Hallo Ras Putin,
    natürlich werden viele hochqualifizierte Russen Ihr Land verlassen. Das ist in Deutschland doch auch so. Wer kann ist weg.
    Mein nächster Nachbar ist ein deutscher Dr./Professor in Medizin und produziert in Malaga mediz. Geräte. Der übenächste ist deutscher Tierarzt, und dann ein deutscher Mikrobiologie.
    Alle natürlich schon viele Jshre abgemeldet in Deutschland.
    Mein Orthopäde und mein Zahnarzt sind auch Deutsche. Sind die alle weltfremd?
    Die machen 3 Kreuzzeichen, dass sie in Spanien sind.
    Ich sitze jetzt um 8:15 auf der Terrasse, es ist 23 Grad, und die Sonne ist noch hinter den Bergen.
    Gleich kommt unser deutscher Mitarbeiter, denn wir müssen noch die Kamine fegen.
    Ja, einen Zwangs- Schornsteinfeger gibt es hier such nicht.
    Hier macht sich kein Mensch Sorgen darüber, dass die Wohnungen im Winter kalt werden.
    Und da Spanien noch Stromüberschuss produzieren kann, hoffe ich, dass sie bei einer Freqzuenzunterdeckung auf Inselbetrieb gehen, und wir an einem Blackout vorbeikommen.
    Was soll ich noch in Deutschland?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  7. Wenn Leute auswandern und aus wirtschaftlichen Gründen ihr Glück anderswo suchen ist das eine Sache, wenn dann GROSSE FIRMEN wegen verteuerten Energiekosten abziehen und tausende von Arbeitslosen hinterlassen ist dann der Schmerz noch etwas grösser.
    Es scheint, dass die Elite, die noch nie ein Glied in einer Produktinskette war, die Wichtigkeit der Energie noch nicht erkannt haben.
    Seltsam , denn bei der neuen IT – Generation funktioniert ja nicht einmal das Klo ohne irgendwelche App.

  8. Hallo Helmut Versteher,
    wohl nur die wenigsten Menschen verlassen gerne ihre Heimat.
    Wir haben im Jahr 2000 (mit fasst 50) in Deutschland die Reißleine u müssen.
    Es war einfach nur Stillstand in Deutschland.
    Meine Ehefrau und ich hatten mehrere Betriebe, und ich war zusätzlich noch bei 5 Firmen technischer Betriebsleiter.
    Dann beteiligte sich Deutschland wieder an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien.
    Das wir richtig gelegen haben, zeigten dann die Hartz-Gesetze und die Überwachungsmethoden die gegen Terroristen geschaffen wurden, aber dann gegen die Bevölkerung eingesetzt wurden.
    Deutschland wurde vom Hochlohnland, in ein Billiglohnland durchgereicht, wo Millionen Menschen die einen Vollzeitjob hatten, auch noch Hartz 4 bekommen mussten, um zu überleben.
    Und ich könnte nun hundert Seiten weiterschreiben.
    Das was wir hier in den Jahren erreicht haben, hätten wir niemals in Deutschland erreichen können.
    Egal ob Immobilie, Rentenversicherung, sehr preiswerte Lebenshaltungskosten, und als Ungeimpfter die Toleranz und Liebenswürdigkeit der Menschen in Andalusien.
    Keine Hexenjagten, kein Lauterbach, keine grünen Ideologien, die das Land ruinieren.
    Und wieder 100 Seiten weiter.
    Meine liebe Frau und ich sind nun 53 Jahre zusammen, und haben viel in unserem Leben erreicht.
    Mal sehen, wie lange wir noch in Spanien die Sonne genießen können.
    Das die Menschenwürde in Spanien sehr hoch gehalten wird, ist hier auch Strebehilfe durch einen Arzt legal.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  9. Bekannte von uns haben Marbella im Visier. Alter ungefähr Ihrem. Also Rentner. Wäre das noch anzuraten ? Oder woanders Nach dieser Politik haben sie auch die Nase voll.

    1. Hallo Ottonorma,
      gerade Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, haben überhaupt kein Problem hier eine Bleibe zu finden.
      Ich selbst halte nicht so viel von Marbela, weil mir dort zu viel Trubel ist. Meine liebe Frau und ich hatten uns vor über 20 Jahren ein Grundstück in den Bergen über Malaga ausgesucht.
      Gut, am Ende der Welt, aber wir finden es schön.
      Marbela ist etwa so wie München.
      Einige Rentner, die eine Organtransplantation benötigen, verlegen z. B. deshalb ihren Wohnsitz nach Spanien, denn Spanien hat die höchste Transplatationsrate der Welt.
      Ich rate allen Leuten, die länger in Spanien leben wollen, sich für 6 Monate an dem Ort ihrer Wahl eine Ferienwohnung zu nehmen.
      So können sie sich die ganze Infrastruktur ansehen, die Gegend usw. Wenn es ihnen dann nicht gefällt als zukünftigen Wohnsitz, dann haben sie einen langen Urlaub in Spanien gehabt, und haben nur das Geld für den Urlaub bezahlt. Gefällt es Ihnen, dann können sie ja gleich etwas festes Suchen.

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

      1. Na ja, die haben vor demnächst für 4 Wochen in einem Appartement Probeleben zu machen.

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