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Aktien

Chinas Aktienmärkte: es wird immer grotesker

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die Entwicklung der Aktienmärkte in China nimmt immer groteskere Züge an: so stieg der Hongkonger Aktienindex HangSeng um 3,43%, während der Shanghai Composite den Handel mit einem Minus von 1,11% abschloß. Damit kehrt sich eine Entwicklung um: der Aktienmarkt in Shanghai war seit Jahresbeginn um 22% gestiegen, in Hongkong kletterten die Kurse im selben Zeitraum nur um 15%. Auslöser der Rally in Hongkong sind Geldströme aus Festland-China, die über die Verlinkung der Börsen Shanghai und Hongkong nun in die ehemalige britische Kolonie strömen. Der folgende 4-Stunden-Chart zeigt die explosive, geradezu irrationale Bewegung:

HangSeng

So erreichte der HangSeng in der Spitze die Marke von 28.000 Punkten und lag damit 8% über dem Schlußkurs des Vortages, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten. Gekauft werden insbesondere jene Aktien, die sowohl in Hongkong als auch in Shanghai gelistet sind, wobei die Bewertungen derselben Aktien in Hongkong bislang deutlich günstiger war als in Shanghai. Chinas Privatanleger mit ausgeprägter Zocker-Mentalität wechseln also die Fronten, nachdem sie zuvor den Aktienmarkt in Shanghai nach oben gekauft hatten – ermuntert auch durch einen Bericht in einem (unter staatlicher Kontrolle stehenden) Magazin, das heute Nacht zum Kauf von Aktien in Hongkong aufrief. Subtext: der Staat will nun auch eine Rally in Hongkong sehen, nachdem Peking die Rallys in Shanghai und Shenzhen zuvor als „rational“ bezeichnet hatte.

Dabei erreicht der Aktienmarkt in Hongkong nun Extrem-Werte: die Volatilität ist in den letzten beiden Handelstagen um 138% gestiegen, 31 der 45 im HangSeng enthaltenen Werte haben einen RSI von über 70 – sind also kurzfristig charttechnisch extrem heiß gelaufen.

In China werden derzeit meist junge, nur mäßige gebildete Zocker ermuntert, Aktien zu kaufen und sich so gegen den Konjunkturabschwung zu stemmen. Ob diese Strategie Pekings – robuste Aktienmärkte erleichtern die Finanzierung von Unternehmen und produzieren eine neue Schicht von Vermögenden – aufgehen kann, ist zumindest mittelfristig mehr als zweifelhaft. Es ist eine staatlich gewünschte und geförderte Blase, deren Platzen dann aber auch für den Staat gefährlich werden kann.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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