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Chinas Aufstieg zur Supermacht – und der Abstieg des Westens

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Frank Sieren zählt ohne Zweifel zu den besten deutschen Kennern Chinas – er selbst lebt seit mehr als 20 Jahren in Peking und hat seitdem viel Erhellendes über das Reich der Mitte geschrieben. Sieren widmet sich in folgendem Interview mit „Mission Money“ der Frage, wie der weitere Aufstieg Chinas die Dominanz der USA gefährdet – und was das alles für Deutscheland bedeuten wird – sehr sehenswert:

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Die Großstadt Chongqing

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    13. Februar 2019 15:20 at 15:20

    Der Chinakenner Frank Sieren hat in diesem Video zwei für mich zentrale Botschaften verbreitet, die ich auch vor zwei Tagen in meinem Morgenkommentar in den Raum gestellt habe.
    – Es wird zu einem Deal zwischen den USA und China kommen und
    – wenn die chinesischen Produkte nach einer Anhebung der Zölle bei Walmart plötzlich 20% mehr kosten,
    dann werden die Wähler auf die Barrikaden gehen…….
    Das ist die Crux für Trump in diesem Handelskonflikt.
    Wir werden bald schlauer sein.

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    Wolfgang M.

    13. Februar 2019 16:03 at 16:03

    Der Inhalt dieses Videos gibt mir in anderer Hinsicht zu denken. Es steht diametral zu den Aussagen von Dirk Müller, der China als die „größte Blase“ der Menschheit bezeichnet. Frank Sieren, der Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Wirtschaft studiert hat, lebt seit 20 Jahren in China und ist seit 2010 Korrespondent des Handelsblatts in Peking. Wer hat bessere Einblicke in die chinesische Wirtschaft, Dirk Müller oder Frank Sieren? Der Chinaspezialist oder die wirtschafts-journalistische Allzweckwaffe aus Frankfurt?

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      tm

      14. Februar 2019 04:01 at 04:01

      Könnte die Wahrheit nicht irgendwo dazwischen liegen? Bei Dirk Müller geht es selten unter Superlativen, da muss es gleich die größte Blase aller Zeiten sein. Wäre es nicht durchaus denkbar, dass Chinas Wirtschaft aufgeblasen ist und künftig langsamer wachsen wird, dass aber China dennoch im langfristigen Durchschnitt schneller wachsen wird als die USA, so dass China in 25 oder 40 Jahren größte Volkswirtschaft sein wird?

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        Wolfgang M.

        14. Februar 2019 06:44 at 06:44

        @tm. Eine vernünftige Betrachtungsweise.

  3. Avatar

    md

    13. Februar 2019 20:18 at 20:18

    sehr gute analyse von dem herrn sieren. interessant finde ich wie der herr sieren meinte wir müssten unsere werte den chinesen übermitteln. weiterhin meinte er in china zählt die gemeinschaft und nicht wie bei uns das individuum selbst. werte finde ich werden aber von der gemeinschaft erzielt und nicht von einem individuum. also habem die chinesen mehr werte und stehen hinter ihrer kutur und bewahren traditionen.
    als nächstes wird in china alles mögliche gebaut vor allem in die infrastruktur wird investiert.
    als vergleich, vor ca 20 jahren hätte stuttgart 21 gebaut werden sollen was ja wenn man sich die nachrichten heute durchliest ein gelungenes projekt hätte sein können. ist aber gescheitert an 200 bezahlten demonstranten die täglich auf der matte standen und der zentralen machtwaffe „medien“ welche diese kleinpartei auf ihrer seite hatte.

    meiner meinung nach gibt es bei den machtverhältnissen auf der welt gerade ein erdbeben. die chinesen wollen wachstum und macht und wir wollen klimaschutz. beides zusammen glaube ich funktioniert nicht weil wachstum verursacht logischerweise umweltschädigung durch abgase, gifte und vm. – würde ich mal sagen ohne große kenntnisse.

    jetzt noch ein gag. :) ich wüßte wie man die chinesen in ihrem wachstum stoppen könnte und die menschen in den stressmodus schalten könnten. wir transferieren kostenlos die grünen und den umweltschutzverein nach china für …. weiß ich auch nicht wofür, aber zumindest wären wie diese unruhestifter los.

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      leftutti

      13. Februar 2019 21:39 at 21:39

      @md, soweit ich weiß, ist Stuttgart 21 nicht an 200 bezahlten Demonstranten gescheitert, sondern an der Dummheit und Ignoranz von 200 zahlenden Lobbyisten und ein paar dämlichen bezahlten Politikern und Planern.
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/richard-lutz-heute-wuerde-man-stuttgart-21-nicht-mehr-bauen-a-1203971.html

      Dennoch bedanke ich mich bei Ihnen und allen weiteren 199 bezahlten Bienenfreunden hier auf FMW, die das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ bereits gestern souverän demokratisch gegen Söder und die Bauernlobby durchgebracht haben. Ach, Sie waren gar nicht dabei? Klingt eher lächerlich für Sie? Sie verachten Honig? Bienen sind eher stechende und lästige Feinde des Menschen, zumindest nicht eines Volksbegehrens wert?
      Sie fragen sich, wie ich auf derartige Unterstellungen komme? Ein Mensch, der Wirtschaftswachstum und Zukunftsmärkte wie Umweltschutz und -technologien noch immer als Antagonisten betrachtet, erscheint mir doch als etwas dümmlich-naives Individuum, zugegebenermaßen ohne große Kenntnisse, wie Sie selber zugeben.

      Und jetzt noch ein Gag :) Das Wachstum der Chinesen ist bekanntermaßen schon längst gestoppt und schwer rückläufig, wir transferieren Schlauwiener wie Sie nach China, damit durch Ihre Expertisen die werte- und traditionsorientierte kommunistisch-kapitalistische Plan- und Wunschwirtschaft wieder ins Laufen kommt.

    • Avatar

      leftutti

      13. Februar 2019 21:57 at 21:57

      @md, soweit ich weiß, ist Stuttgart 21 nicht an 200 bezahlten Demonstranten gescheitert, sondern an der Dummheit und Ignoranz von 200 zahlenden Lobbyisten und ein paar dämlichen bezahlten Politikern und Planern.
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/richard-lutz-heute-wuerde-man-stuttgart-21-nicht-mehr-bauen-a-1203971.html

      Dennoch bedanke ich mich bei Ihnen und allen weiteren 199 bezahlten Bienenfreunden hier auf FMW, die das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ bereits gestern souverän demokratisch gegen Söder und die giftspritzende Bauernlobby durchgebracht haben. Ach, Sie waren gar nicht dabei? Klingt eher lächerlich für Sie? Sie verachten Honig? Bienen sind eher stechende und lästige Feinde des Menschen, zumindest nicht eines Volksbegehrens wert?
      Sie fragen sich, wie ich auf derartige Unterstellungen komme? Ein Mensch, der Wirtschaftswachstum und Zukunftsmärkte wie Umweltschutz und -technologien noch immer als Antagonisten betrachtet, erscheint mir doch als etwas dümmlich-naives Individuum, zugegebenermaßen ohne große Kenntnisse, wie Sie selber zugeben.

      Und jetzt noch ein Gag :) Das Wachstum der Chinesen ist bekanntermaßen schon längst gestoppt und schwer rückläufig, wir transferieren Schlauwiener wie Sie nach China, damit durch Ihre Expertisen die werte- und traditionsorientierte kommunistisch-kapitalistische Plan- und Wunschwirtschaft wieder ins Laufen kommt.

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      Michael

      14. Februar 2019 02:17 at 02:17

      oh weh, @md, der Kommentar war aber jetzt echt peinlich und ging von vorne bis hinten ins blau-braune Höschen.
      als nächstes wird in china alles mögliche gebaut vor allem in die infrastruktur wird investiert China hat ganze Geisterstädte für Millionen gebaut und in den Sand der Wüste gesetzt, die sich mehr und mehr in Richtung Peking ausbreitet, was sogar schon live per Satellitenaufnahme lebhaft zu verfolgen ist. Auch Frank Sieren streitet die teilweise vollkommen verfehlte superkapitalistische Planwirtschaft und die extremen Umweltprobleme nicht ab, er hat nur das Glück, dass man im Interview nicht weiter nachbohrt.
      Und ständig setzt er die vollkommenen Fehlplanungen und -investitionen ins Verhältnis zur Gesamt-Einwohnerzahl von 1,4 Milliarden, was natürlich alles relativ schön erscheinen lässt.
      An wen und was erinnert mich das gerade?
      Alleine die Aussage, 1,4 Milliarden Menschen muss man stärker steuern, als 80 Millionen, das ist klar, und da halten die sich gar nicht lange mit diesen Fragen auf, sondern sie kucken, wie muss es aussehen, damit es funktioniert… Wir brauchen auf alle Fälle mehr Staat in Deutschland… lässt bei mir die Alarmglocken schrillen.
      Wie sehr und warum und wohin muss man als nicht demokratisch gewählter Machthaber seine 1,4 Milliarden Bürger in einem kulturell extrem zerrissenem Land steuern, dass durch eine sog. kommunistische Kulturrevolution die kranken nationalistischen Fantasien der Diktatoren des beginnenden 20. Jahrhunderts ins neue Jahrtausend transportieren konnte?

      Und dann kommt ein Vollpfosten daher, der in dem Zusammenhang Stuttgart 21 als potenziell gelungenes Infrastrukturprojekt bezeichnet, wären da nicht 200 bezahlte grüne Demonstranten gewesen…

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      tm

      14. Februar 2019 03:59 at 03:59

      Ich fänd es sinnvoller, Leute wie Sie irgendwohin zu transferieren.

      Wer behauptet, in China würden die Traditionen bewahrt, war noch nie dort.

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    md

    14. Februar 2019 01:23 at 01:23

    @leftutti, mir scheint sie haben das video nicht gesehen sonst würden sie mich vielleicht besser verstehen. auch haben sie mich falsch verstanden. ich bin für umweltschutz bzw klimaschutz. nur hat es in meinen augen schon mit wirtschaftlichem wachstum zu tun. zb in der türkei wird stark solarstromanlagen gebaut. allerdings nur im süden der türkei, weil dort 1700 sonnenstunden im jahr sind und es sich rechnet. der norden der türkei also alles was an das schwarze meer grenzt mit 1400 sonnenstunden nicht gefördert wird. 1400 stunden leftutti 1400. hier bei uns haben wir im süden gerade mal ca 1000 sonnenstunden. und im mitteldeutschland gerade so 950 sonnenstunden. das rechnet sich nicht aber wird durch starke subventionen gefördert. die subventionen werden dann als ökösteuer an die verbraucher geleitet, also zahlen die menschen den nichtuntergang dieser firmen. diese steuern fehlen den menschen aber um es auszugeben, also weniger konsum weniger wachstum. stellen sie sich mal nordskandinavien vor. könnte man dort solarstromanlagen bauen ? sehen sie manchmal macht sogar die geografische lage klimaschutz und umwltschutz ( jetzige beispiel energie ) fast unmöglich.
    und ausserdem wohnen wir hier in einem erdbebensicheren gebiet. von daher atomkraftwerke auszuschalten hätte man auch besser vorher gründlich überlegen müssen und abwägen müssen.
    und so ist es auch mit den windkraftanlagen, alles was mit umweltschutz/klimaschutz zu tun hat bekommt der arbeitnehmer per steuer zu spüren.
    und somit ist es für mich zu erst mal ein wachstumsbremser weil schlicht und einfach die menschen weniger zum ausgeben haben.

    leftutti, zur zeit hört man wenig bis kaum etwas weder von den grünen oder dem umweltschutzverein, oder zieht man sich zurück wegen den demos der gelbwesten in frankreich. kann es sein das man angst hat das unsere menschen auch aufwachen würden aus ihrem traumaschlaf und würden gegen diese absurden und auf falschen fakten aufgebaute fahrverbote und absurden todeszahlen durch stickoxide auf die straßen gehen.

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      leftutti

      14. Februar 2019 11:19 at 11:19

      @md, Sie sind schon für Umweltschutz und Klimaschutz, aber nicht hier bei uns, im Land der freien Autofahrer.
      Sie unterstützen Kernkraft, weil Deutschland angeblich völlig erdbebensicher ist?
      Dass bei Beben aber auch hierzulande durchaus größere Schäden auftreten können, haben zum Beispiel die Erschütterungen gezeigt, die im April 1992 in der Grenzgegend zwischen Deutschland und den Niederlanden registriert wurden. Das sogenannte Erdbeben von Roermond hatte damals eine Stärke von 5,3 und verursachte Schäden im dreistelligen Millionenbereich… Das Erdbeben erschütterte zudem erneut den Glauben an die Unverwüstlichkeit von Atomanlagen. Im Block A des (250 Kilometer vom Epizentrum entfernten) Kernreaktors Biblis wurde durch die Erdstöße der zulässige Beschleunigungsgrenzwert von 45 Zentimetern pro Quadratsekunde überschritten; Techniker fuhren den Reaktor daraufhin langsam herunter.
      https://www.gfz-potsdam.de/din4149-erdbebenzonenabfrage/
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/erdbeben-hier-ist-das-risiko-in-deutschland-am-hoechsten-a-1212912.html
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13688075.html

      Und wohin mit dem ganzen Atommüll, der uns für 100.000e von Jahren erhalten bleibt, können Sie uns sicher auch gleich sagen?

      Ihnen ist hoffentlich klar, dass der Strompreis dank der Liberalisierung und der Gier unserer Energiekonzerne seit 2001 von 14 auf 30 Cent gestiegen ist, die EEG-Umlage aber nur 6,8 Cent von diesen 16 Cent Steigerung ausmacht? Ohne EEG-Zulage könnte eine dreiköpfige Familie ungefähr 20 EUR pro Monat mehr verkonsumieren, pro Kopf also nicht mal 7 EUR. Ein wahrer Konsum- und Wachstumsbooster!

      Wer erzählt Ihnen überhaupt den Blödsinn, dass sich beim heutigen Stand der Technik erneuerbare Energien in Deutschland nicht rechnen? Und haben Sie in Ihrer schlauen Rechnung auch die gewaltige Menge an neu geschaffenen Arbeitsplätzen berücksichtigt? Mit aktuell etwa 350.000 Beschäftigten zählen die Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren längst zu den wichtigsten Arbeitgebern hierzulande.

      Last but not least glaube ich nicht, dass irgendwer Angst vor irgendwelchen wegen Stickoxiden erwachenden Wutbürgern hat. Erstens einmal sind es genau die, die ihren Hintern ohnehin nicht aus dem Auto bewegen, also können sie auch nicht auf die Straße gehen. Gut, sie könnten neongelbe Fähnchen aus ihren SUVs hängen lassen und protestierend und hupend durch Berlin fahren… Die einzigen, die jemals in nennenswerten Bewegungen auf die Straße gingen und auch etwas bewirkt haben, sind die Grünen bzw. die Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung, aus der sie letztendlich hervorgegangen sind.

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      leftutti

      14. Februar 2019 12:05 at 12:05

      Folgendes könnten Sie noch in Ihre tiefschürfenden Überlegungen einfließen lassen:
      Die EEG-Umlage wird für Kleinabnehmer durch folgenden Faktor massiv erhöht: Sog. steigende „privilegierte“ Strommengen. Weil die stromintensive Industrie von der Umlage praktisch befreit ist, tragen kleinere Verbraucher, also Haushalte sowie industrielle und gewerbliche Verbraucher Mehrkosten in Milliardenhöhe.

      Solarstrom verursacht geringere Umweltschäden als Energie aus fossilen Energieträgern oder Kernkraft und senkt somit die externen Kosten der Energieerzeugung. Durch die starke Kostensenkung der Photovoltaik sind die Vermeidungskosten einer Hausdachanlage in Deutschland inzwischen auf ca. 17–70 € (je nach Art und Technik der Anlage) je Tonne CO2 gefallen, womit die Solarstromerzeugung günstiger ist als die Kosten für Klimawandelfolgeschäden, die mit 80 € je Tonne CO2 angesetzt werden.

      Bei der Stromerzeugung treten verschiedene externe Effekte auf, die externe Kosten verursachen. Diese externen Kosten sind nicht im Strompreis enthalten, sondern werden von der Allgemeinheit in unterschiedlichem Ausmaß getragen. Nach dem Verursacherprinzip müssten diese Kosten eigentlich zusätzlich über den Strompreis erbracht werden, um eine Wettbewerbsverzerrung zwischen konventionellen und erneuerbaren Energieträgern im Bereich der Stromerzeugung zu vermindern.

      Ein Ansatz die externen Kosten der Umweltbelastung der Stromerzeugung herzuleiten, ist die Methodenkonvention des Umweltbundesamtes. Danach betragen die externen Kosten der Stromproduktion aus Braunkohle 10,75 ct/kWh, aus Steinkohle 8,94 ct/kWh, aus Erdgas 4,91 ct/kWh, aus Photovoltaik 1,18 ct/kWh, aus Wind 0,26 ct/kWh und aus Wasser 0,18 ct/kWh. Für Atomenergie wird ein Wert von 10,70 bis 34,00 ct/kWh angesetzt, da unterschiedliche Studien zu schwankenden Ergebnissen kommen.

      Müssten Sie also alle Kosten direkt über den Strompreis bezahlen, die durch nicht-regenerative Energiequellen (speziell Atomkraftwerke) verursacht werden, würden Sie sich gerne freiwillig für die vergleichsweise lächerlichen 6,8 Cent EEG-Zulage freuen, die noch dazu in naher Zukunft immer mehr sinken wird.

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Aktien

BaFin: Mitarbeiter wegen mutmaßlichen Insiderhandels in Wirecard-Aktien angezeigt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die BaFin hat vor 20 Minuten eine Mitteilung veröffentlicht, wonach man einen Mitarbeiter angezeigt habe wegen mutmaßlichem Insider-Handel in Wirecard-Aktien im Juni 2020. Die Meldung können Sie gleich im Wortlaut lesen. Vorab eine Frage meinerseits: So eine Kontrolle oder auch Nachprüfung der Transaktionen der eigenen Mitarbeiter dauert länger als ein halbes Jahr? Was ist da bitte schön los im Hause BaFin? Schließlich war die Wirecard-Pleite und die zahlreichen Trades der eigenen Mitarbeiter ein mehr als besonderes Börsen-Ereignis. Hat man in Super-Zeitlupe geprüft? Hier die Meldung im Wortlaut:

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 27. Januar 2021 einen Mitarbeiter der Wertpapieraufsicht wegen des Verdachts des Insiderhandels bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart angezeigt. Der Beschäftigte hatte am 17. Juni 2020 strukturierte Produkte mit dem Basiswert Wirecard AG verkauft. Die Wirecard AG machte am 18. Juni 2020 öffentlich, dass über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro noch keine ausreichenden Prüfungsnachweise zu erlangen waren. Die Finanzaufsicht hatte den Verdacht im Rahmen ihrer Sonderauswertung entdeckt. Sie hat den Beschäftigten sofort freigestellt und ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Die BaFin hat die Compliance-Regeln für die privaten Wertpapiergeschäfte ihrer Mitarbeiter Mitte Oktober 2020 verschärft. Spekulative Finanzgeschäfte, also das kurzfristige Handeln, beispielsweise mit derivativen Finanzinstrumenten oder Aktien, sind seitdem nicht mehr möglich.

Die BaFin-Zentrale in Bonn
Haupteingang bei der BaFin in Bonn. Foto: © BaFin

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Allgemein

Jerome Powell – seine Aussagen auf der PK + Live-Feed – Impressionen einer surrealen Veranstaltung..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Was wird Jerome Powell heute sagen? Im Statement der Fed kein Wort zu den jüngsten spekulativen Exzessen – werden die Journalisten diesmal nachhaken und die wirklich wichtigen Fragen stellen?

– Powell muss erstmal tiefer durchatmen..

– Wirtschaftsentewicklung hängt von Virus ab – Wirtschaft hat sich wieder abgeschwächt, Konsum hat sich abgeschwächt

– Immobilienmarkt hat sich erholt (FMW: eine Umschreibung für massiv steigende Preise..)

– Arbeitsmarkt bleibt schwach, Menschen mit geringem Einkommen am stärksten betroffen

– Inflation bleibt niedrig, aber könnte anziehen wegen Impfungen

– Wirtschaft aber robuster als zu befürchten war

Ups, das war kurz – Powell „hat schon fertig“, jetzt kommen Fragen..

—–

Und gleich die Frage nach Gamestop, wow.. Powell: ich äussere mich nicht zu bestimmten Firmen (FMW: sondern behaupte einfach, dass wir mit unserer Geldpolitik nicht Blasen begünstigen…)

– Powell: beobachten Finanzbedingungen sehr genau

– jetzt Steve Liesman von CNBC zu Bewertungen, am Beispiel von Bitcoin, Gamestop etc. (FMW: Liesman ist der einzige, der ernsthafte Fragen stellt!). Und sinngemäß sagt Powell: wir kümmern uns um die Wirtschaft, nicht um Blasen..

– Powell: es ist nicht die Geldpolitik der Fed, die Bewertungen der Märkte bedingt, sondern die Sache mit dem Impfstoff (FMW: viel dreister kann man eigentlich nicht die Unwahrheit sagen! Klar: der Impftstoff ist ein zentraler Treiber, aber wo stünden die Aktienmärkte ohne die Fed??)

– Powell zu Inflation: wird vielleicht vorübergehend steigen, aber nicht nachhaltig, weil deflationäre Trends seit langem bestehen. Es sei viel schwieriger, mit Deflation umzugehen als mit Inflation (FMW: puh..)

– jetzt die Frage, ob die Fed-Mitglieder bereits geimpft seien..Powell: ich wurde einmal geimpft und hoffe die zweite Dosis bald zu bekommen

– jetzt redet Powell über die Wirtschaft und Menschen – aber was hat die Fed mit Menschen und Wirtschaft zu tun??

– Frage von einem Bloomberg-Moderator: seid ihr als Fed überhaupt noch handlungsfähig, weil ihr die Zinsen weder senken noch anheben könnt? Powell: unsere Geldpolitik funktioniert, zum Beispiel am Immobilienmarkt

– Powell: es gibt keinen Grund. bei Erholung der Wirtschaft nicht die Zinsen anzuheben und unsere ultralaxe Geldpolitik einzustellen (FMW: is klar, Jerome..)

– Powell insistiert: nachhaltige Inflation unwahrscheinlich..

– Powell: werde gut mit Yellen zusammen arbeiten, habe aber mit ihr noch nicht gesprochen, auch nicht mit Biden

– Frage nach Furcht vor Immobilienblase oder Blase bei Unternehmensanleihen – Powell: extrem steigende Nachfrage nach Immobilien vorübergehend, bei Unternehmensanleihen sehe ich die Tatsache, dass es weniger Insolvenzen gibt (FMW: es wird immer surrealer, wie Powell versucht, die Blasen-Bildungen weg-zureden!)

FMW: bleiben sie dran bei FMW – wir bringen die Zahlen von Tesla, Facebook und Apple und die Marktreaktionen darauf!

Der Live-Feed:

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Jerome Powell über das Evangelium der Fed

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Fed: Das sagt das Statement der US-Notenbank – weit und breit keine Blasen, nirgends..

Markus Fugmann

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am

Von der US-Notenbank Fed ist eigentlich heute nicht viel neues zu erwarten. Eigentlich. Aber wird dennoch etwas gesagt im Statement der Notenbank zur derzeitigen Spekulations-Euphorie? Hier die wichtigsten Aussagen der Notenbank in Stichpunkten:

– Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt: „The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic“
Beim letzten Statement hatte es noch geheißen in Sachen Wirtschaft: „Economic activity and employment have continued to recover but remain well below their levels at the beginning of the year.“

– keine Erwähnung spekulativer Exzesse (Gamestop!)

– wenn Situation verschlechtert, wird Notenbank handeln: „would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals“

– Inflation bleibt moderat wegen Ölpreisen: „Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation“

FMW: Subtext der Fed – kauft alles, wir bailen euch aus. Gamestop ist cool!

Das Statement im Wortlaut:

The Federal Reserve is committed to using its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time, thereby promoting its maximum employment and price stability goals.

The COVID-19 pandemic is causing tremendous human and economic hardship across the United States and around the world. The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic. Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation. Overall financial conditions remain accommodative, in part reflecting policy measures to support the economy and the flow of credit to U.S. households and businesses.

The path of the economy will depend significantly on the course of the virus, including progress on vaccinations. The ongoing public health crisis continues to weigh on economic activity, employment, and inflation, and poses considerable risks to the economic outlook.

The Committee seeks to achieve maximum employment and inflation at the rate of 2 percent over the longer run. With inflation running persistently below this longer-run goal, the Committee will aim to achieve inflation moderately above 2 percent for some time so that inflation averages 2 percent over time and longer‑term inflation expectations remain well anchored at 2 percent. The Committee expects to maintain an accommodative stance of monetary policy until these outcomes are achieved. The Committee decided to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and expects it will be appropriate to maintain this target range until labor market conditions have reached levels consistent with the Committee’s assessments of maximum employment and inflation has risen to 2 percent and is on track to moderately exceed 2 percent for some time. In addition, the Federal Reserve will continue to increase its holdings of Treasury securities by at least $80 billion per month and of agency mortgage‑backed securities by at least $40 billion per month until substantial further progress has been made toward the Committee’s maximum employment and price stability goals. These asset purchases help foster smooth market functioning and accommodative financial conditions, thereby supporting the flow of credit to households and businesses.

In assessing the appropriate stance of monetary policy, the Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook. The Committee would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals. The Committee’s assessments will take into account a wide range of information, including readings on public health, labor market conditions, inflation pressures and inflation expectations, and financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Charles L. Evans; Randal K. Quarles; and Christopher J. Waller

Die Fed - was wird sie heute sagen?

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