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Commerzbank rutscht in die Verlustzone – nur 0,9 Prozent Problemkredite

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt

Die Commerzbank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 2,09 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,17).

Der Gewinn (operatives Ergebnis) liegt bei 168 Millionen Euro (Vorjahresquartal 449).

Der tatsächliche Gewinn (Konzernergebnis) ist letztlich ein Verlust geworden, nämlich -69 Millionen Euro (Vorjahresquartal +297). Dies liegt vor allem an Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 201 Millionen Euro (aus Fortschritten beim Umbau der Bank, wie die Commerzbank es aktuell formuliert). Hierbei geht es um den weiteren Stellenabbau und die Schließung von 200 Filialen.

Die harte Kernkapitalquote der Commerzbank liegt bei 13,5 Prozent nach 12,8 Prozent vor einem Jahr.

Der Zinsüberschuss sinkt im Jahresvergleich von 1,26 auf 1,23 Milliarden Euro. Dafür kann der Provisionsüberschuss von 763 auf 812 Millionen Euro steigen.

Und was ist mit Rücklagen für zu erwartende Kreditausfälle? Zitat aus dem aktuellen Quartalsbericht:

Das Risikoergebnis von minus 272 Millionen Euro (Q3 2019: minus 114 Millionen Euro) war erneut von der Corona-Krise geprägt. Die Corona-Effekte summierten sich auf 181 Millionen Euro, wovon 70 Millionen Euro als zusätzliche Vorsorge für zukünftige erwartete Ausfälle gebucht wurden („Top-Level-Adjustment“). Insgesamt blieb die Qualität des Kreditbuches hoch, der Anteil an Problemkrediten lag weiter bei niedrigen 0,9 %.

Frage: Man soll wirklich glauben, dass die Problemkredite nur einen Anteil von 0,9 Prozent ausmachen? Na dann, alles wird gut?

Ausblick im Wortlaut von der Commerzbank:

Die Commerzbank erwartet für 2020 weitgehend stabile Erträge im Kundengeschäft des Segments Privat- und Unternehmerkunden, während im Firmenkundensegment mit stärkeren Corona-Effekten zu rechnen ist. Die Bank setzt ihr Kostenmanagement fort und strebt eine Kostenbasis inklusive der IT-Investitionen leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 an. Derzeit geht die Bank weiterhin von einem Risikoergebnis zwischen minus 1,3 Milliarden und minus 1,5 Milliarden Euro für 2020 aus, wobei dies auch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie abhängt. Die Bank rechnet unter Berücksichtigung des erwarteten Risikoergebnisses und der gebuchten Restrukturierungsaufwendungen für dieses Jahr mit einem negativen Konzernergebnis. Die harte Kernkapitalquote erwartet die Bank zum Jahresende bei mindestens 13 %.

Datenblatt mit Detaildaten aus dem Quartalsbericht der Commerzbank

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    sabine

    5. November 2020 10:52 at 10:52

    Grund ist Corona. Ich kanns nicht mehr hören, dieses verlogene Thema. Jetzt müssen „sie“ sogar schon Werbung an den Straßen für diesen Glauben an Corona machen. München ist voll davon. Glaubts denn sonst keiner mehr? Lesen die Leute weniger Zeitungen oder glotzen weniger Staatsfernsehen, daß sie jetzt damit auf die Straße müssen? Wahrscheinlich.

    Vielleicht machen solche rechten Artikel zuviel die Runde:
    https://www.rubikon.news/artikel/auf-hauchdunnem-eis
    https://www.wodarg.com/
    https://www.youtube.com/watch?v=WQmOzHqG8jU

    • Avatar

      Leko

      5. November 2020 12:52 at 12:52

      Die Schafe werden das leider nicht verstehen. Sie trotten hinterher und blöken. Ihre stark eingegrenzte Wahrnehmungsfähigkeit lässt ein anderes Verhalten nicht zu. Sie können die richtigen Verhältnismäßigkeiten aus den nicht zu widerlegenden Argumenten der Corona-Kritiker für sich einfach nicht herstellen. Das können Schafe nun einmal nicht. Das war in der Menschheitsgeschichte schon immer so. Schlimm, aber wahr.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        5. November 2020 13:11 at 13:11

        @Leko, das Problem der „Corona-Kritiker“ (wie Sie es sind) ist leider ihr mangelndes Wissen – und da, wo bei Einzelnen Wissen eigentlich vorhanden sein müsste (einige Ärzte), steht die Ideologie im Vordergrund. Im Übrigen ist Ihre Aussage maßlos arrogant, passt aber ins Schema: da maßen sich absolute Laien an, dass sie es kapiert hätten, alle anderen (so auch die klare Mehrheit von Virologen oder Immunologen etc.) jedoch nicht. Man hat als „Corona-Kritiker“ ein zwei Youtube-Videos gesehen, die die eigene Weltsicht zu bestätigen scheinen (und dabei zentrale Punkte ausblenden oder falsch inrerpretieren), und fertig ist das vermeintliche Experten-Urteil!
        Grundsätzlich ist eine Diskussion über die Verhältnißmäßigkeit der Maßnahmen ja sinnvoll und gut – aber wenn der Boden der Vernunft komplett in Richtung Glaubensgewißheit verlassen wird, ist es nicht mehr möglich zu diskutieren!

        • Avatar

          Leko

          5. November 2020 15:45 at 15:45

          @Markus Fugmann
          Haben Sie denn den Rubikon-Artikel (siehe Link von Sabine) von Anfang bis Ende aufmerksam gelesen?

        • Avatar

          Columbo

          5. November 2020 16:14 at 16:14

          Ein Klassiker der Verhaltenspsychologie: Corona-Leugner/Verharmloser können die eigene, übergroße Angst vor Virus und Krankheit nicht mehr bewältigen und müssen sie mittels Leugnen/Verharmlosen ins Unbewußte verdrängen. Dies geschieht wider besseren Wissens. Der Mechanismus kann alle treffen, auch Wissenschaftler, Ärzte. Ist zutiefst menschlich.

  2. Avatar

    Mike Lohmann

    5. November 2020 12:08 at 12:08

    Corona-Effekte können ja z.B. all die aufgestauten Probleme sein wie die Insolvenzverschleppung, die erlaubte Bilanzfälschung, die Refinanzierung kritischer Kredite durch neue Corona-Kredite mit Staatsgarantie etc. etc. Das Banken natürlich die Gelegenheit voll nutzen, dürfte auch kein Geheimnis sein. Dass das aber bei weitem überhaupt keine Probleme gelöst hat im Markt, dürfte auch jedem klar sein. Es ist eben die Zeit der Illusionen mit Aktienkursen jenseits der Realität, Gelddruckorgien und Geldflutung mit ungedeckten Scheinen usw. usw. Und alle Politiker freuen sich mit Wusms und Klotzen statt Kläkern aufzutreten und die nächsten Wahlen damit abzusichern. Alle freuen sich wie weit sich das alles treiben lässt und vor allem auch die Laien in Brüssel streben den Erwerb von Wohneigentum im höchsten Turm zu Babel an, denn die Aussichten von da oben sind herrlich…

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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