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Börse: Die Wall Street interessiert sich nicht mehr für Trump

Die Börse scheint Trump bereits abgehakt zu haben – Tweets von Donald Trump, die die US-Wahl anfechten, werden einfach ignoriert. Was bringt Biden?

Markus Fugmann

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Die Börse gestern mit einer heftigen Rally – und das obwohl es nach wie vor große Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahl gibt. Was ist da los? Markus Koch sagt: die Wall Street lag mit ihrer Erwartung eines Durchmarsches der US-Demokraten im Vorfeld der US-Wahlen falsch! Auffallend sei nun, dass die Wall Street, dass die Börse insgesamt sich für Trump nicht mehr interessiere – seine Tweets, in denen er den Ausgang der US-Wahl anzweifelt, lasse die Märkte inzwischen kalt. Nun haben sich auch US-Republikaner wie Chris Christie und Mitch McConell von Trump bereits distanziert – mit Blick auf eine politische Karriere, die auch nach Trump weiter geht.

Abschied von Trump – aber was bedeutet Biden für die Börse?

Der gestrige Tag, so Markus Koch, habe eines gezeigt: was bedeutet Biden für die Börse – wenn gleichzeitig der US-Senat republikanisch bleibt? Viele hatten gefürchtet, dass es bei einem vollständigen Sieg der US-Demokraten vor allem die Tech-Werte treffen würde (Regularien bis hin zu Aufbrechung der Monopole) – nun sei das unwahrscheinlich geworden (was die Nasdaq-Rally erklärt). Geringere Aussichten auf einen großen Stimulus dagegen treffen an der Börse vor allem Value-Aktien und Finanzwerte – die gestern schwach liefen.

So oder so: die Börse hat Trump bereits abgehakt – aber haben sie damit wirklich Recht?

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Die Börse hat Trump scheinbar schon abgehakt

 

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Ranzentier

    5. November 2020 11:51 at 11:51

    …Markus Koch hat da die positive Seite des ganzen gespiegelt, die durchaus auch eintreten kann…die negative könnte aber auch sein, dass die Deals zwischen Reps und Dems viel länger dauern und deutlich weniger Schwung bringen…hier wird man sehen wie es am Ende läuft…wenn es so bleibt wie bisher werden der November und Dezember schwer, da Übergangsphase und da werden die Dems Trump keinen Erfolg mehr gönnen…damit ist alles auf das neue Jahr geschoben und ob sich bis dahin beide Seiten so grün sind wird man sehen…am Ende wird es der Druck sein Stimulus für die Bevölkerung zu schaffen, aber der könnte auch ganz anders aussehen, als sich die Börse das aktuell vorstellen kann…

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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