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Coronakrise: Strukturelle Arbeitslosigkeit entscheidend! Videoausblick

Wie stark die Auswirkungen der Coronakrise sein werden, wird entscheidend davon abhängen, wie sich die strukturelle Arbeitslosigkeit entwickelt. Wie viel Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung werden nicht mehr in ihren Job zurück kehren und dauerhaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sein? In Deutschland ist diese strukturelle Arbeitslogikeit in der Coronakrise durch die Kurzarbeit-Regleung zunächst einmal kaschiert – in den USA dürfte nun ein geradezu paradoxes Phänomen greifen: die staatlichen Arbeitslosen-Zahlungen sind für fast die Hälfte der berufstätigen Amerikaner höher als ihr normaler Lohn, daher wird die Neigung, in den Job (oder dren zwei oder drei) zurück zu kehren, eher gering ausgeprägt sein! Die Aktienmärkte in der großen Woche mit Fed und den Zahlen der großen US-Tech-Konzerne zunächst einmal gut gelaunt..

Hinweis: Herzlichen Dank für die zahlreichen Spenden für „Solidarität in der Coronakrise. Ein Aufruf„! Hier noch einmal für diejenigen, die noch etas geben wollen, der Link, mit dem man über die Plattform „Gofundme“ die Familie Nienaber direkt unterstützen kann:

https://www.gofundme.com/f/zur-wilstorfer-hoh/donate

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1 Kommentar

  1. Die Länder entwickeln sich auch demografisch sehr unterschiedlich.
    Dieses Jahrzehnt verliert der deutsche Arbeitsmarkt ca. 6,5 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter (demografischer Wandel).
    Strukturelle Langzeitarbeitslosigkeit könnte kaum schnell genug steigen um das auch nur zu kompensieren. Arbeitskräftemangel, angefangen beim Erntehelfer wie wir gerade merken, wird das große Thema bleiben. Covid-19 ändert daran nichts grundlegend.

    Die USA haben eine wesentlich jüngere Bevölkerung, die im Durchschnitt auch weniger beruflich qualifiziert ist (zur unangenehmen Wahrheit für die Amerikaner gehört, dass sie nicht nur dieses Außenhandelsdefizit haben weil anderswo billiger produziert werden kann, das ist nur ein Teil des Problems, anderswo kann oft auch einfach in höherer Qualität und effizienter produziert werden).
    Ich sehe nicht, dass Covid-19 daher dazu führt, dass die USA die Globalisierung umkehren können. Denn der freie Markt auf individueller Ebene geht dort weiterhin über alles und nur eine Minderheit der Unternehmen und Verbraucher wird bewusst zu Made in USA greifen obwohl das Produkt deutlich teurer oder minderwertiger ist als ein Importprodukt.
    Die Versäumnisse in der Ausbildung von Jahrzehnten und das hochgradig elitäre Bildungswesen, das nur der Elite beste Bildung ermöglicht, lassen sich auch nicht binnen weniger Jahre reformieren.

    Letztlich werden die Amerikaner wie schon immer über Konsum und ihren Dollar die Binnenwirtschaft aus dem Matsch ziehen und nach viel Fire kommt dann wieder viel Hire zurück in prekäre Beschäftigung zum Mindestlohn. Wie schon vor Covid-19.

    Die Erhaltungsneigung solcher Strukturen darf man nicht unterschätzen.
    Am Ende wird die Welt die Wohlstandsgewinne seit der Finanzkrise verbraten haben und ein Jahrzehnt zurückgesetzt sein. Aber ein kleiner Silberstreif ist die flächendeckende Digitalisierung die gerade entdeckt wird, in Zukunft die Produktivität wieder erhöhen könnte und somit neuen Verteilungsspielraum schafft. Gerade in alternden Gesellschaften wie der Bundesrepublik oder Japan, denen schlicht die Erwerbstätigen ausgehen.

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