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Coronavirus wird Schaden von bis zu 729 Milliarden Euro verursachen

Coronavirus als Katastrophe für die gesamte Volkswirtschaft

Das Coronavirus wird ein teuer Spaß für uns alle – für den Staat, die Unternehmen, die Bürger. Aber wie teuer wird es, wie schlimm? Das ifo-Institut hat ganz aktuell dazu Berechnungen veröffentlicht. Das Coronavirus werde Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro an Produktionsausfällen bescheren. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit werden wohl in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt sei. Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro, so das ifo-Institut.

Coronavirus mit gigantischen Auswirkungen auf Menschen, Politik, Wirtschaft

ifo berechnet die Auswirkungen des Coronavirus mit mehreren Szenarien. Sie hängen davon ab, wie lange der Produktionsausfall der Wirtschaft anhalten wird. Auf jeden Fall werden die Auswirkungen in allen Bereichen des Lebens dramatisch sein. Jetzt ganz aktuell spüren das viele Menschen wohl noch nicht, weil Arbeitgeber jetzt noch ein letztes Mal Ende März normal Gehalt zahlen werden. So unsere These! Aber lassen wir jetzt die Experten vom ifo-Institut zu Wort kommen, hier im Wortlaut:

„Wenn die Wirtschaft zwei Monate lang teilweise stillsteht, entstehen Kosten je nach Szenario zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Die Wirtschaftsleistung schrumpft dann im Jahr um 7,2 bis 11,2 Prozentpunkte“, sagt Fuest. Unterstellt ist dabei im besten Szenario, dass die Wirtschaftsleistung für zwei Monate auf 59,6 Prozent zurückgeht, sich im dritten Monat wieder auf 79,8 Prozent erholt und schließlich im vierten Monat wieder 100 Prozent erreicht. „Bei drei Monaten Teilschließung erreichen die Kosten bereits 354 bis 729 Milliarden Euro, das sind 10,0 bis 20,6 Prozentpunkte Wachstumsverlust“, sagt Fuest.

Eine einzige Woche Verlängerung der Teilschließung verursacht den ifo-Berechnungen zufolge zusätzliche Kosten von 25 bis 57 Milliarden Euro und damit einen Rückgang des Wachstums um 0,7 bis 1,6 Prozentpunkte. Eine Verlängerung von einem auf zwei Monate erhöht die Kosten bis zu 230 Milliarden Euro oder 6,5 Prozentpunkte Wachstum.

„Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen. Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten“, sagt Fuest. In den vom ifo betrachteten Szenarien könnten bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (oder 1,4 Millionen Vollzeitjobs) abgebaut werden und mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen sein.

Ohne Berücksichtigung der umfangreichen geplanten Bürgschaften und Kredite sowie eventueller europäischer Rettungsschirme werden die öffentlichen Haushalte um bis zu 200 Milliarden Euro belastet. „Für eine gesamtwirtschaftliche Stabilisierung sind die Mindereinnahmen bei den Steuern und Mehrausgaben insbesondere für Transfers aber erwünscht und notwendig“, sagt Fuest.



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4 Kommentare

  1. Sorry, aber solche Prognosen sind zum jetzigen Zeitpunkt albern.

  2. Gesundheit bedingt oft einen entsprechenden Lebensstil, der mittel- und langfristig gelebt und erst dadurch nachhaltig wirkt. Gesundheit bedeutet auch, daß der tagtägliche Kampf des Körpers gegen Krankheitserreger regelmäßig gewonnen wird. Denn eins ist klar, wir sind täglich Viren, Bakterien und Substanzen ausgesetzt, die uns schädigen würden, sofern unsere eigenen Abwehrkräfte diese nicht in den Griff bekämen.
    https://duhastmundgeruch.com/was-kann-man-gegen-das-coronavirus-tun-einiges/
    Um die Erwartungshaltung gleich richtig einzuordnen: Es gibt keine Pillen, Spritzen, oder den einen Heilsbringer, der einen sofort immun macht. Diese Mc-Drive Mentalität, bei der man gierig sein Happy Menü verschlingt und das Hungergefühl jetzt & sofort erstickt, funktioniert bei Krankheiten selten.

  3. Oh, das ifo-Institut kann die Kosten bis auf die Milliarde genau berechnen und den Wachstumsverlust bis auf eine Nachkommastelle. Na, dann haben wir das ja wenigstens schon mal im Griff.

    1. @Hesterbär
      Ja, solche Institute und auch unsere Wirtschaftsweisen können sowas!!! Die haben sich bisher auch kaum einmal geirrt und verorakelt … sorry verschätzt … sorry verrechnet ;)

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