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Das Jahr 2018 beim Dax: 30. Geburtstag – und fast -20%!

In diesem Jahr ist der Dax 30 Jahre alt geworden – und irgendwie hat er scheinbar schon eine Art midlife crisis..

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In diesem Jahr ist der Dax 30 Jahre alt geworden – und irgendwie hat er scheinbar schon eine Art midlife crisis! Dabei war er noch schwungvoll in das Jahr gestartet: am 23.Januar erreichte der deutsche Leitindex bei 13596 Punkten sein Allzeithoch – dann ging es zunächst bergab, im Mai scheiterte dann die Erholung mit einem Doppel-Top bei 13200 Punkten. Ab Juni wurde dann das Thema Handelskrieg dominant – und das schlug dem exportlastigen Index ofefenkundig schwer auf das Gemüt:


(Dax – Chart durch anklicken vergrößern)

Selbst wenn der Dax – wonach es aktuell aussieht – heute am letzten Handelstag des Jahres 2018 noch etwas aufholen kann: es bleibt das schwächste Jahr seit der Finanzkrise 2008 und der erste Jahresverlust seit dem Jahr 2011. Das hatten sich viele anders vorgestellt: man konnte jahrelang den Rücksetzer kaufen, und hatte damit immer Recht. Nicht so in 2018. Spektakulär ist vor allem das Scheitern der Banken-Prognosen: die niedrigste Prognose lag bei 12800 Punkten!

Einen Vorteil hat der Abverkauf des Jahres 2018: die Chance, das Jahr 2019 mit einem Gewinn abzuschließen, wird dadurch wieder etwas höher, schon weil die Latte eben jetzt deutlich tiefer liegt. Aber die Grundprobleme bleiben ja erstmal: eine deutliche Abschwächung der Konjunktur Deutschlands, der Handelskrieg (der in 2019 vollends eskalieren dürfte), eine bislang immer noch hawkishe Fed, der Brexit etc. etc.

Schwächste Aktie im Dax war.. Sie werden es erraten: die Deutsche Bank! Sie fiel erfolgreich auf ein neues Allzeittief, der Chart der Deutschen Bank ähnelt doch auffällig dem von Lehman Brothers vor deren Exitus. Die beste Aktie des Jahres 2018 – und ist es auch heute – war Wirecard, und man erkennt daran, dass da in einzelnen Bereichen noch sehr viel Blasen-Luft vorhanden ist!

Trotz der Schwäche des Gesamtmarktes war das Jahr 2018 erstaunlicherweise ein Jahr der IPOs – und das Jahr 2019 wird große IPOs sehen wie das von Uber. Es wird sich zeigen, ob solche überbewerteten Unicorns wirklich den Sprung an den Markt schaffen werden – wir haben da so unsere Zweifel, wenn die Lage so bleibt wie sie sich derzeit abzeichnet.

So oder so: der Dax hat viel mehr Negatives eingepreist als die Wall Street, siene Fallhöhe dürfte daher begrenzter sein (es sei denn es kommt zu einem harten Brexit mit all den damit verbundenen Verwerfungen). Jedenfalls ist die Langeweile, die noch 2017 herrschte, mit dem Jahr 2018 vorbei. Und wenig spricht dafür, dass 2019 weniger spannend wird als 2018..


Foto: Deutsche Börse AG

4 Kommentare

4 Comments

  1. Paul

    28. Dezember 2018 11:50 at 11:50

    Markus,das Doppeltop war aber schon Oct./Nov.2017…nicht erst im Mai!
    Was spricht dagegen,wenns der DAX seit dem AH Jan.2018,jetzt noch 8 Jahre konsolidiert?
    Es wurde u.a. 2015 vorhergesagt(Qpelle,ich denke Wirtschaftswoche),dass es Fazebook 2020 nicht mehr geben wird…
    Event.werden die naechsten Jahre…Firmen-Pleitenjahre werden!
    Gold braucht einen Grund,um neue Allzeithochs zu erreichen!
    Haette man 2016 dem Bitcoin 20000$ zugetraut?

  2. Nur meine Meinung

    1. Januar 2019 12:40 at 12:40

    fehlen noch -10%, oder was soll der Beitrag sagen?
    Alles kann, nix muß! – Aber die Zukunft sieht nicht unbedingt rosig aus.

  3. Friedrich

    2. Januar 2019 08:15 at 08:15

    Bislang hat die Sothebys-Aktie immer einen guten Vorlauf für die Börsenentwicklung in
    etwa 3-6 Monaten gegeben. Das soll für alle Anleger nur eine Info sein.

  4. Friedrim

    2. Januar 2019 08:39 at 08:39

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Art des Kommentars abgeben kann:
    Ich arbeite häufig mit der Kombination Aroon, MACD und KUV sowie
    Teilpositionen bzw. Stopp-Loss. Ich weiß, dass es schwierig ist, den günstigsten
    Einstiegskurs zu erreichen. Hat aber jemand Hinweise, wie ich das Risiko beim Ersteinstieg
    zumindest etwas minimieren kann?

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Indizes

Dax: Die zentrale Unterstützung

Reicht die substanzlose Dampflauderei von Kudlow aus, um den Dax vor einem Bruch der zentralen Unterstützung bei 11.000 Punkten zu bewahren?

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Der Dax steht nun vor der zentralen Unterstützung bei 11.000 Punkten – also vor der alten Widerstandsmarke aus der Seitwärts-Zone zwischen 10780 und 10980/11000 Punkten:

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(Chart durch anklicken vergrößern)

Gestern auf X-Dax-Basis wurde diese Marke bereits angestestet – erfolgreich, weil Trumps Dampfplauderer Larry Kudlow schlicht bestritt, dass die Vorbereitungsgespräche der beiden chinesischen Vize-Minister überhaupt geplant gewesen sei! Das ist schon ungemein dreist von einer Person, deren Urteilskraft ohnehin nicht gerade besonders stark ausgeprägt ist (zur Lektüre empfohlen seien zwei Artikel von Kudlow: „The Housing Bears Are Wrong Again“ und „Bush Boom Continues“ – hier zeigt sich der stete Schönredner-Charakter von Kudlow, der selbst Fakten entspannt leugnet!).

Die Märkte aber scheinen etwas auf die Worte von Kudlow zu geben – und stiegen gestern von den vorherigen Tiefs wieder an. Aber reicht diese Vertrauensseligkeit lange hin? Klar ist, dass in Sachen Handelskrieg die Tonlage sich wieder verschärft, sichtbar schon in Trumps Tweet vom Montag mit dem letzten, an China gerichteten Satz „stop playing around“ – also hört mit der Eierei endlich auf.

Dazu ist die US-Berichtssaison bislang alles andere als ein Erfolg – heute dürften United Technologies (12.55Uhr) und Texas Instrumeents (22.00Uhr) die Weichen vor allem im Tech-Sektorstellen.

Und es wird natürlich wieder die Wall Street sein, die den weiteren Weg vorgibt – und hier vor allem der Leitindex S&P 500. Der Index nun schon in Sichtweite der 2600er-Marke, deren Bruch zahlreiche US-Vermögensverwalter (CTAs) als Anlaß nehmen dürften, die Reißleine bei bestehenden Long-Positionen zu ziehen (wie der derzeit beste Prognostiker vo Schieflagen am Markt, Charlie McElligott von Nomura, vorhersagt):


(Chart durch anklicken vergrößern)

Auffallend ist, dass der Dax sich seit einigen Tagen sogar etwas besser hält als die US-Indizes – das war zuvor lange nicht mehr der Fall gewesen:


(Chartvergleich Dax und S&P; Dax schwarz)

Aber das kann sich auch schnell wieder ändern – denn der Dax ist besonders sensitiv für das Thema Handelskrieg, weil die Europäer wissen, dass wenn Trump seine harte Haltung gegen China beibehält, auch Europa an der Reihe ist mit Zöllen (wohl zunächst gegen Autos aus der EU)..

 

Foto:Deutsche Börse AG

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Finanznews

Der zweifelhafte Retter der Märkte! Videoausblick

Wie Trumps Schönredner Larry Kudlow versuchte, den Abverkauf der Märkte durch eine skurrile Aussage zu stoppen!

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Gestern nach erneut schwachen Zahlen von US-Konzernen notierte die Wall Street im Minus – dann kam noch die Meldung der „Financial Times“ dazu, dass die vorbereitenden Handels-Gespräche (vor dem Eintreffen von Liu He am 30.Januar) in Washington mangels Fortschritten abgesagt worden seien. Diese Absage wird auch duch andere Quellen bestätigt – aber Trumps Schönredner Larry Kudlow versuchte den Abverkauf der Märkte durch eine skurrile Aussage zu stoppen: es sei gar kein vorbereitendes Treffen geplant gewesen. Die Märkte glaubten dieser absurden Behauptung Kudlows – aber so oder so: die Zeit wird jetzt knapp, bis zum 01.März muß ein Abkommen geschlossen sein, sonst treten Trumps Zoll-Erhöhungen gegen China in Kraft. Im Fokus heute die US-Berichtssaison..

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Finanznews

Alle im Minus! Marktgeflüster (Video)

Warum heute rote Vorzeichen dominieren!

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Alle wichtigen US-Konzerne, die heute ihre Zahlen vorgelegt haben, handeln im Minus: Johnson&Johnson, Travelers, Halliburton und vor allem Black&Decker, in Europa drückt UBS den Banken-Sektor ins Minus. Dazu auch wieder ganz schwache Daten vom US-Immobilienmarkt – das vergrößert die Konjunktursorgen weiter, nachdem der IWF bereits gestern seine Wachstumsprognose gesenkt hatte. Dazu Sorgen um eine weitere Abkühlung in China bei gleichzeitig nachlassendem Optimismus in Sachen Handelskrieg – daher die US-Indizes ebenso im Minus wie der Dax. Ist die Rally jetzt vorbei? Das werden wohl erst die nächsten Zahlen der US-Konzerne zeigen – aber bisher ist die US-Berichtssaison eine glatte Enttäuschung..

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