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Das Versagen der Algorithmen – über die Arroganz und Ignoranz des Westens

Je ignoranter wir im Westen sind, desto schneller wird unser ohnehin unvermeidlicher Abstieg in Relation zu den Asiaten ablaufen!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Stell dir vor es ist Handels-Krieg – und (scheinbar) interessiert sich niemand dafür, wenn die beiden Supermächte in einen technologischen Boykott-Wettlauf abgleiten!

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Das Versagen des Westens und seiner Algorithmen

 

Was ist da los? Wie war es möglich, dass die Märkte monatelang felsenfest überzeugt waren, dass es bald zu einem Deal zwischen den USA und China kommen werde? Und jetzt, da klar ist, dass das eine schwere Fehlkalkulation war, jetzt da die Dinge so weit eskalieren, dass die Wiederaufnahme von Gesprächen geschweige denn ein Deal überhaupt absehbar nur schwer möglich sind – jetzt ist man stumpf weiter optimistisch und will die Dimension dessen, was da passiert, schlicht nicht wahr haben!

Woher kommt dieses Versagen? Es speist sich meines Erachtens aus zwei Quellen!

Erstens: westliche Arroganz und Ignoranz, und zweitens Algorithmen, die von Mathematikern und Ökonomen gefüttert werden, deren Stärke nicht unbedingt die politische Analyse ist!

1. Westliche Ignoranz und Arroganz: so etwa die immer wieder kehrenden Meldungen, wonach der Deal in der finalen Phase sei etc. Man vertraut den (propagandistischen) (Insider-)Aussagen aus der Trump-Administration und interessiert sich einen feuchten Kehrricht für die Wahrnehmung der Chinesen. Dadurch entsteht ein einseitiges Bild, das zu Fehlwahrnehmungen führt („Deal in finaler Phase“ etc.).
Statt nun dieses Defizit zur Kenntnis zu nehmen und daraus Schlüsse zu ziehen, macht man einfach weiter wie bisher und glaubt mit schlichtem Gemüt weiter an den baldigen Deal – eben weil man selbst ihn ja haben möchte, damit mal Ruhe ist mit dem nervigen Gedöns.
Der Konflikt USA-China aber ist der Jahrhundertkonflikt schlechthin, der Trigger zum Verständnis des politischen Geschehens im 21.Jahrhundert!

2. Die Algorithmen, die mit der Situation offenkundig überfordert sind!

 

Der Algo als Spiegel der westliche Mentalität

Nun ist jeder Algorithmus nur so gut, wie der Code, mit dem man ihn programmiert hat. Ist der Code-Schreiber in dem westlichen Ignoranz/Arroganz-Muster gefangen, kann man schlicht von dem daraus entstandenen Algorithmus nicht viel erwarten. Mangelt es dem Code-Schreiber an politisch-analytischen Fähigkeiten, wird der Algo also zuverlässig auf die falschen Anreize reagieren – und genau das passiert derzeit! Weil der Programmierer an den Handels-Deal glaubt, glauben auch die Algorithmen daran und selektieren nur Meldungen, die in dieses vorgeprägte Schema passen.

Genau deswegen haben wir zahllose Hoffnungs-Rallys an den Märkten erlebt, weil doch der Deal angeblich kurz bevor stehe – und genau deswegen erleben wir derzeit keinen Abverkauf, weil der Deal ja angeblich immer noch irgendwie bald bevor steht, wenn die „Großkopferten“ ihre Spielchen beenden, die nun mal zu Verhandlungen dazu gehören würden. Bla bla bla. Wer sich nicht nur Bloomberg oder Reuters, sondern eben auch (englischsprachige) chinesische Medien zu Gemüte führt, wird ein deutlich besseres und vollständigeres Bild über den wirklichen Stand der Dinge bekommen!

Dieses mentale Versagen ist Ausdruck einer mangelnden Empathie und eines jahrhundertealten Überlegenheitsgefühls des Westens, der die eigene Maßstäbe nach wie vor absolut setzt und daher keine Bereitschaft mitbringt, sich in die Mentalitätsstrukturen einer chinesischen Gesellschaft zu versetzen, die weiß, dass sie in der Zukunft mehr Macht haben wird als schon derzeit.

Je ignoranter wir im Westen sind, desto schneller wird daher unser ohnehin unvermeidlicher Abstieg in Relation zu den Asiaten ablaufen!

 


Foto: Deutsche Börse AG

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Scheer

    22. Mai 2019 09:15 at 09:15

    @Fugmann
    Ihre Aussage ist ja konträr zur Aussage von Herrn Dirk Müller, der ja behauptet das die Amerikaner und den willigen Staaten China den Stecker ziehen werden.
    Es wäre schön wenn Sie mit einem Beitrag / Livestream näher darauf eingehen würden.
    MfG Scheer

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Mai 2019 09:20 at 09:20

      @Scheer, das widerspricht nicht wirklichen den Aussagen Müllers, denke ich. Ja, die Trump-Administration will unter allen Umständen verhindern, dass China mächtiger wird als die USA. Die Finnazmärkte aber wollen das nicht wahrhaben und sind noch in Mentalitätsmustern der Zeit gefangen, als der Konflikt USA-China noch nicht das beherrschende Thema war..

  2. Avatar

    Macwoiferl

    22. Mai 2019 09:36 at 09:36

    Ich versetze mich mal in die Lage eines Casinospielers, sprich Investors.
    Ich sehe da im Moment nur den abstrakten Begriff: Handelskrieg.
    Was steckt dahinter? Welche Folgen hat ein solcher Handelskrieg? Was bedeutet das für meinen Wett-Einsatz?
    Wer sind die Beteiligten? Wie lange wird dieser Krieg dauern? Welche Opfer wird er fordern? Undsoweiter.
    Beim realen Krieg sehe ich Schreckensbilder und damit konkrete Auswirkungen.
    Der Handelskrieg ist ein abstraktes Gebilde.
    Die einzige Maßnahme: Huawei. Schwarze Liste. Da sanken die Märkte kurz.
    Weswegen Worst Businessman on Planet Earth sogleich zurückruderte (aus der Sicht der Märkte!)
    Es ist einfach nix GREIFBAR!
    Selbst der Welthandelsindex Baltic Dry steigt noch, wenn auch leicht.
    Nirgendwo ist der Handelskrieg SICHTBAR.
    Wozu also verkaufen?
    Ja, und die Crashprohpeten, die nimmt eh niemand mehr ernst.
    Warum also soll es abwärts gehen?

  3. Avatar

    Warnsignal

    22. Mai 2019 09:50 at 09:50

    @Herr Fugmann: Wenn es Ihre Zeit erlaubt, wäre ein aktuelles Webinar zu dem Themenkomplex echt Klasse! Die Teilnehmerzahl beim letzten Webinar mit 600+ war doch richtig gut.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Mai 2019 10:08 at 10:08

      @Warnsignal, sehr gute Idee, danke! Greife ich vermutlich auf – allerdings bin ich derzeit etwas heiser und weiß nicht, ob meine Stimme eine Stunde Webinar wirklich durchhält..

      • Avatar

        Scheer

        22. Mai 2019 10:16 at 10:16

        @Warnsignal: Danke
        Ich bin auch äusserst Interessiert daran.

  4. Avatar

    Sebastian

    22. Mai 2019 10:06 at 10:06

    Davon ausgehend das die Mehrheit an der Börse verliert und genau diese Mehrheit aller Wahrscheinlichkeit gerade den short-Knopf tief durchdrückt, werden die Kurse vorerst eben hochgehalten. Erst wenn niemand mehr damit rechnet, wird in China ein Sack Reis umkippen und der Dow Jones gleich mit … Ist einfach zu offensichtlich das es runtergehen ‚müsste‘.

  5. Avatar

    Robert Daney

    22. Mai 2019 10:30 at 10:30

    Ich lebe seit 10 Jahren in Asien und ich sehe nicht, dass ein Abstieg des Westens bevorsteht, eher dass hier eine Kopie des Westens entsteht. Die Aroganz und Ignoranz dürfte hier noch viel größer sein. Hier glaubt man an die Wiedergeburt und kaum ein Asiate will als Asiate wiederkommen. Noch nicht einmal aussehen! Das soll Grundlage für globale Dominanz sein? Ja, für eine Gewalt Diktatur reicht es allemal! Mehr aber nicht! Keine neue Ideen weder Sozial, noch Gesellschaftlich noch Politisch nur altes angestaubtes Vorgestern. So gewinnt man die Menschen nicht für sich, so wie es der Westen früher vorgemacht hat. Meine tiefste Angst ist, dass der Westen eine naive Vorstellung davon hat, was passiert, wenn China den Westen tatsächlich besiegen sollte. Ich sehe das hier in Asien jeden Tag! Nein Danke! China macht kurzen Prozess mit dem Westen, da erscheint Trump wie Mutter Theresa dagegen! Übrigenz ist China bereits an ihrer Aroganz untergegangen!

    • Avatar

      Roberto

      22. Mai 2019 11:01 at 11:01

      @Robert Daney,Hallo Herr Daney, um Ihre Infos richtig einordnen zu können fehelne mir einige Erklärungen.
      1) Wo genau leben Sie in Asien ( China ist nicht ganz Asien ).
      2) Warum leben Sie dort seit 10 Jahren obwohl Sie es als sehr neagtiv empfinden ? ( ist es wegen dem Arbeitgeber ? oder Familie, oder sind Sie Asiate der zurückgewandert ist ? )

      Die ertse Frage ist wichtig da die Systeme in Asien sher verschieden sind. Südkorea ist z.B. komplett anders als China.

      Die zweite Frage ist deshalb wichtig um bewerten zu können wie „subjektiv“ Ihre Meinung und Einstellung sein könnte.

      Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.

    • Avatar

      Hesterberg

      22. Mai 2019 11:25 at 11:25

      @Robert Daney
      Ihren Kommentar finde ich sehr interessant. Die westliche Sichtweise von China könnte im Handelsstreit zu erheblichen Fehleinschätzungen führen und schon geführt haben. Hinzu kommt die Verhandlungsmentalität von Trump, die ich insbesondere gegenüber den Chinesen schon immer als ausgesprochen ungeeignet empfand. Wenn die Eskalation weiter fortschreitet, wird es sehr ungemütlich werden und nicht nur an den Börsen. Die große Mehrheit hat die Gefahren noch nicht auf dem Radar.

  6. Avatar

    Jürgen

    22. Mai 2019 11:44 at 11:44

    Für mich ist die Frage wer jetzt noch kauft und das Kursniveau so hoch hält. Wenn Fondsmanager auf einer hohen Cashquote sitzen und die meisten Privaten eher short sind, wer verhindert wenn auch bei niedrigen Umsätzen, dass es runter geht? Hedgefonds? Wohl kaum. Institutionelle, die laufend Cash erhalten und anlegen müssen? (Pensionsfonds, Versicherungen etc)

    Hat Trump irgendein Instrument, welches er in diesem Handelskrieg einsetzen kann um gegen fallende Kurse gerüstet zu sein? Nach dem Abverkauf letztes Jahr muss ihm doch bewusst gewesen sein, dass sein Verhalten (eskalation des Handelskrieges) die Anleger nervös machen wird.

    Hat er einen Deal mit der Wall Street? Wer sind die Käufer aktuell?

    • Avatar

      Wolfgang M.

      22. Mai 2019 11:59 at 11:59

      Hallo Jürgen. Bei geringen Umsätzen braucht es nicht viel Käufer um die Kurse zu stabilisieren.
      Gruß

      • Avatar

        Roberto

        22. Mai 2019 12:23 at 12:23

        @Wolfgang, das gilt für die Verkäufer genauso so. Aber es gibt auch bei dünnen Umsätzen also trotzdem mehr Käufer, sonst würden die Kurse nicht steigen. Wenn die Stimmung so schlecht ist, warum sind bei dünnen Umsätzen dann nicht die Verkäufer am Start ?
        Antwort: die haben schon Haus und Hof (leer ) verkauft und haben nichts mehr zu verkaufen ???
        Also muss es steigen, weil sie wieder zurückkaufen müssen. (Short Squeeze ).

        • Avatar

          Wolfgang M.

          22. Mai 2019 12:33 at 12:33

          @Roberto. Das war ja auch meine Schlussfolgerung für die steigenden Kurse, nach dem 90-Tage-Angebot. Eine kleine Short Squeeze der Absicherer. Die Fakten habe ich genannt. Das dürfte erstmal gelaufen sein, außer die Börsen steigen weiter. Das Unberechenbarste an der Börse ist vermutlich eine Schieflage der Großen (exklusive externen Schocks oder Trump-Tweets). Auf die kurze Sicht.
          Gruß

          • Avatar

            Jürgen

            22. Mai 2019 14:38 at 14:38

            @Wolfgang M. Aber wäre dieses Argument seit dem Verfallstag letzten Freitag nicht obsolet?

  7. Avatar

    Prognosti

    22. Mai 2019 12:46 at 12:46

    @ Jürgen, diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.
    Mögliche Gründe:
    Die DICKFISCHE kaufen zwar nicht mehr, verkaufen aber auch nicht, sie sichern ab für eine unvorhergesehene Korrektur, die aber eigentlich niemand will.
    Da der im Wahlkampf als „NICHTWALLSTREETLER“ sich als Schutzpatron der Wallstreet gemausert hat,wollen auch die DICKFISCHE keinen Crash u.unterstützen den Gröpaz mit dem Ziel Wiederwahl,sind es doch auch diese Firmen, die im Wahlkampf Hunderte von Millionen für den „Wallstreet- Tauglichen „
    Kandidaten lockermachen.
    Ein Problem gäbe es ,wenn ein schwarzer Schwan ( oder andere Vögel wie bei der Boeing) die Börsenkurse unter ein kritisches Niveau drücken würde u.ein seit langem nicht mehr erlebtes Long-Squeeze
    auslösen würde.Das würde passieren ,wenn Viele verkaufen würden u,die Absicherungen eingedeckt werden müssten.
    Dieses Szenario musste u. konnte von den Notenbanken bisher verhindert werden.

  8. Avatar

    Z0P0

    22. Mai 2019 13:23 at 13:23

    -Plunge Protection Team ist Antwort A
    -Umstellung von Anlagestrategien hin zu mehr Aktienlast für Nachschusspflichtige Rentenkonten von Großkonzernen die 6% ihren MA garantiert haben und nicht mehr schaffen ist Antwort B (wir reden hier nicht nur von paar Mrd. ?)

    Sucht euch was aus wieso die Märkte nicht abschmieren…

    • Avatar

      Jürgen

      22. Mai 2019 14:37 at 14:37

      @ZOPO
      Antwort A kannte ich noch nicht aber das geht ja genau in die Richtung. Danke für den Hinweis. Google hat mir noch geholfen … “ äußerte den Verdacht, dass die amerikanische Regierung oder die FED nach der Finanzmarktkrise von 2008 Stützkäufe an den Aktienmärkten unternommen hätten.“

      Antwort B geht dann in Richtung Pensionsfonds wie ich es angedeutet habe. Der norwegische Staatsfonds erhöht auch seine Aktienquote auf 70 Prozent.

  9. Avatar

    Wolfgang M.

    22. Mai 2019 15:04 at 15:04

    @Jürgen. Ich weiß nicht, ob ich sie richtig verstehe. US-Fondsmanager haben sich angesichts der sich verhärtenden Fronten abgesichert, auch nach dem Verfall. Dann kam der kleine Befreiungsschlag mit der 90-Tagesfrist Anfang dieser Woche und der ein oder andere hat seine Absicherung zurückgefahren. Jetzt entscheidet wieder die aktuelle Nachrichtenlage.
    Gruß

    • Avatar

      Jürgen

      22. Mai 2019 18:09 at 18:09

      @Wolfgang M. Tatsächlich hatte ich Ihre 90 Tage nicht auf Huawei sondern auf Absicherungslaufzeiten bezogen. Jetzt kann ich Ihr Argument nachvollziehen …

  10. Avatar

    Übelkeit

    22. Mai 2019 16:14 at 16:14

    Hier ist ein Denkfehler. Die Algos aggieren emotionslos und schnell. Sie analysieren Muster und handeln danach. Egal ob Aktien, Rohstoffe, Währungen. Für sie sind das alles alles nur Äpfel und Birnen. Sie bewerten schlicht Interesse!!! Daher wollte man den Bitcoin auch an die Börse bringen. Nun ist er Teil des Systems.

    Die Algos bewerten innnerhalb von Millisekunden einen kleinen Zeitabschnitt aber auch auf Wochen, Monats oder auf Jahressicht. Die Nachrichtenlage interessiert nur indirekt. Wenn viele aufgrund eines Trumpweets verkaufen ziehen die Algos mit. Sie verstärken den Effekt, aber bestimmen weiterhin die Hauptrichtung. Selbst wenn Trump an einem extrem markanten Charttechnischenpunkt, wie geschehen das Fass zum Überlaufen bringt mit dem Huawai Boykott und viele Anleger die Reisleine ziehen, so fallen die Kurse eben auf eine untergeordnete Unterstützung. Das Ziel auf der Oberseite verlieren sie nicht aus dem Blick und so steigen die Kurse weiter. Aktuell sind wir an einer sehr markanten Unterstützung. Das Ziel auf der Oberseite ist aber noch 300 Punkte im Sp500 entfernt. Erst dann wird der Kurs fallen wie ein Stein.

  11. Avatar

    Untergangs- Schutz-Team

    22. Mai 2019 21:01 at 21:01

    @ Zopo, aber bitte das PPT nicht falsch verstehen, das PP Team greift nur in kritischen Situationen kurzfristig ein um z.B. den Crash zu verhindern. Langfristig kann das Team den Börsentrend nicht vollends
    beeinflussen.

    • Avatar

      Z0P0

      23. Mai 2019 10:01 at 10:01

      @Untergangs- Schutz-Team

      Echt jetzt? Sie gehören wohl dem Team an, das sie das so genau wissen?

      Wenn ein Staat ein Tool hat um seine Interessen (Schutz der Wall Street…Wiederwahl…Konjunktur) durch zusetzen dann setzt der das sicher nur im Notfall ein. Das ist besonders bei den USA so! Ironie off…

      • Avatar

        Z0P0

        23. Mai 2019 10:05 at 10:05

        p.s. Sie (vom PPT) haben einen geilen Job die letzten 10Jahre gehabt, einfach nur herum sitzen und nichts tun. Wenn ich nicht einen Job so weit oben in der Nahrungskette hätte, würde ich mich sofort darauf bewerben.

  12. Avatar

    Untergangs-Schutz -Team

    23. Mai 2019 10:28 at 10:28

    @Zopo, ja dieses Team wurde nach dem Crash 1987 gegründet um DIE BÖRSEN BEI KURSSTÜZEN ZU STABILISIEREN. Würden sie immer kaufen, würden sie die Hausse nur verstärken u.den späterenFall mitverursachen. Nach US- Gesetz wäre das sogar verboten. Alles schön erklärt auf Wikipedia, ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

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Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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Aktienmärkte: Abverkauf voraus? Corona gegen Geldflut

Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren der Aktienmärkte kommen

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am

Die Aktienmärkte geraten zunehmend unter Druck – der deutsche Leitindex Dax zeigt es doch schon seit Monaten: Nach seinem steilen Einbruch im Februar/März, seiner steilen Erholung bis Anfang März und dann fünf Monate Seitwärtsrange und mit seinem Absinken der Kurse in den letzten Wochen. Die Wirtschaft wackelt. Jetzt kamen ein paar Daten aus dem Wirtschaftsumfeld, die zeigen, dass die Erholung stark ins Socken geraten ist. Corona gegen die Geldflut – wer behält die Oberhand?

Aktienmärkte: Der Dax und der Ifo-Index

Monat für Monat blicken Ökonomen auf die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts, bei der die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs hinsichtlich ihrer Unternehmen dargestellt werden. Legt man diesen Index-Verlauf über eine graphische Darstellung der deutschen Konjunktur, so wird man eine recht gute Prognosequalität und eine Korrelation des Indikators mit der Wirtschaftsentwicklung konstatieren. Schließlich spiegelt das Barometer Wirtschaftsfakten wider und nicht Erwartungen von Finanzanalysten, wie es beim ZEW der Fall ist. Doch auch die Relation zum deutschen Leitindex ist oft sehr auffällig.

Jetzt gab es am Montag einen Doppelschlag. Ein nach fünf Monaten erstmals rückläufiger Ifo-Index und ein 23-prozentiger Einbruch bei Deutschlands Dax-Schwergewicht SAP. Bei dem Technologiekonzern ist die Absenkung der Wachstumsabsichten ein echtes Warnzeichen, beim Ifo-Index gilt es allerdings zu bedenken, dass erst ein dreimalig steigender oder fallender Index einen Trendwechsel anzeigt.

Corona und seine Gewinner und Verlierer in Deutschland

Neben dem Theater um die US-Wahlen, den taktischen Spielchen um das Stimuluspaket, ist die zweite Coronawelle das eigentlich dominante Thema für die Aktienmärkte. Nicht so sehr wegen der großen Gesundheitsgefahren – Einrichtungen und betroffene Bürger mit Vorerkrankungen werden sich bestimmt besser schützen als im Frühjahr – es sind mehr die behördlichen Maßnahmen, die aus Gründen der Gefahrenabwehr kommen müssen. Man kann nicht einfach Menschenleben mit Wirtschaftsschäden verrechnen. Die Anordnung von Lockdowns, die nach Inzidenzzahl mehr oder weniger umfassend ausfallen müssen.

Auch global betrachtet: Zwar werden es bestimmt keine vier Milliarden Werkstätige werden, wie im ersten Halbjahr, die zeitweise in häuslicher Quarantäne verbracht haben. Aber die Aktienmärkte haben nur moderate wirtschaftliche Einbußen im Winterhalbjahr eingepreist und keine Lockdowns ganzer Staaten. Frankreich, Spanien, Italien – die Infektionszahlen treiben die Politiker zu drastischen Maßnahmen. Eine V-förmige Erholung ist in diesen Ländern bereits abgehakt und es gibt noch eine weitere Anzahl kleinerer Staaten mit noch größeren Problemen.

Was bedeutet das für Deutschland? Zunächst einmal wird Kanzlerin Angela Merkel vermutlich heute mit dem Ministerpräsidenten einen (Wellenbrecher-)Lockdown ankündigen. Dies wird wieder einige Corona-Opfer weiter schwächen, aber es gibt zahlreiche Firmen aus dem Dax, die das Jahr bisher außerordentlich gut überstanden haben.

Der deutsche Leitindex rangiert im Jahr 2020 mittlerweile mit neun Prozent im Minus und ein knappes Dutzend seiner Werte liegen zweistellig im Minus.

Schaut man sich die Dax-Entwicklung genauer an, wird klar, dass die Aktienmärkte keineswegs eine Erholung für die gesamte Wirtschaft sehen. Der Leitindex selbst rangiert 2020 zwar nur neun Prozent im Minus, doch immerhin stehen elf der 30 Titel zum Teil deutlich zweistellig im Minus. An der Spitze Bayer, MTU oder Fresenius, die über ein Drittel an Wert eingebüßt haben. Oder auch das Schwergewicht SAP, das mit seinem 23-Prozent-Rutsch zeigt, dass die Aktienmärkte sehr wohl auf veränderte Gewinnerwartungen reagieren, trotz der monetären Stützungsmaßnahmen – der Flut, die scheinbar alle Boote hebt. Auf der anderen Seite die Pandemie-Gewinner, Infineon, Delivery Hero oder der Pharma- und Chemiekonzern Merck, die 25 bis über 30 Prozent in diesem Jahr zulegen konnten.

Dennoch: Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren Ausverkauf kommen, der die Aktienmärkte insgesamt erfasst.

Der Montagsabverkauf, ohne Panik

Seit Wochen wird davon gesprochen – und wenn sie kommt sind dennoch alle verblüfft. Die Rede ist von der Volatilität, die dem Dax am Montag einen Einbruch von 460 Punkten oder minus 3,7 Prozent beschert hat. Anlass war die Gewinnwarnung von SAP, die dem Dax mit einem Kursabschlag von 23 Prozent allein schon über 200 Punkte gekostet hatte. Aber war der Leitindex nicht schon vor zehn Tagen um drei Prozent gefallen, um tags darauf wieder um zwei Prozent zu klettern? Von Panik jedenfalls war am Montag wenig zu sehen, weder die 10-jährige Bundesanleihe mit minus 0,60 Prozent, noch Gold haben besonders reagiert.

Vor dem Wochenende nochmal ein guter Rückblick?

Inmitten einer Flut von Quartalsberichten, speziell der Big Five in dieser Woche, liefern die Statistikämter der USA und Deutschlands am Donnerstag und Freitag die BIP-Zahlen zum dritten Quartal 2020. Was wieder für ein bisschen Verwirrung sorgen wird, einmal wegen der historisch tiefen Rezessionsvergleiche zu Q2 und zum anderen, weil die Amerikaner den Jahresvergleich und die Europäer den Quartalsvergleich heranziehen. Das US-BIP war in Q2 um 32 Prozent (zu 2019) gefallen und könnte in Q3 um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Deutschlands BIP fiel im Frühjahr um 9,7 Prozent (gg. Q1) und Volkswirte rechnen mit einer Steigerung über den Sommer um sieben Prozent. Auf Quartalsbasis waren die USA mit 9,5 Prozent in ähnlicher Höhe wie Germany geschrumpft. Schnee von gestern, jetzt geht es um Q4 Folgende und da herrscht Corona.

Fazit

Was wird sich durchsetzen? Die Pandemie, die mit zahlreichen großen, wie kleinen Lockdowns Teile der Wirtschaft überall ins Schlingern bringt – oder doch die große Geldflut, inklusive der ganzen Rettungspakete, die höher ausgefallen, als der bisherige Rezessionsschaden. Von den 218 Milliarden Euro, die sich das deutsche Finanzministerium für 2020 hat genehmigen lassen, sind nach den ersten neun Monaten des Jahres „erst“ 72,5 Milliarden Euro verbraucht worden.

Was überwiegt? Es kommt also darauf an, heißt ein platter Spruch, der aber derzeit seine Berechtigung hat. Auf die Entwicklung der Infektionszahlen – Israel beweist gerade wie rasch ein Lockdown wirkt – auf den Ausgang der US-Wahlen und vor allem auf die Impfstoffentwicklung. Aktienmärkte bewerten Zukunft und nicht die Gegenwart – so schwer es auch manchem fällt, dies zu akzeptieren und lieber auf die Schlagzeilen des Tages zu lauschen. Zur Erinnerung: Wie war die Meldungslage über Tage und Wochen während des Lockdowns im Frühjahr?

Aber kurzfristig hat sich einiges an Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte akkumuliert, das vierte Quartal könnte etwas zu rosig eingeschätzt und eingepreist worden sein..

Stehen die Aktienmärkte wegen Corona vor einem erneuten Abverkauf?

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