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DAX Analyse: Index wieder bei 11.000 Punkten

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Nach einem sehr schwachen Wochenausklang ist das deutsche Aktienbarometer Dax heute wieder auf der Oberseite unterwegs. Doch das Scheitern der Käufer im Bereich des EMA 200 auf Wochenbasis um 11.350 Punkten letzte Woche hat Spuren hinterlassen. Zwar konnte sich der Dax-Index am Montag deutlich von seinen Vorwochentiefständen lösen und an 11.000 Punkte zulegen, doch ausgesprochen euphorisch sollten Investoren jetzt nicht gleich werden. Denn bereits ab 11.000 Zählern liegen einige entscheidende Hürden und dürften lediglich eine zwischengeschaltete Erholung erlauben. Tendenziell sind höhere Kursnotierungen bestens für den kurzfristigen Aufbau von Short-Positionen geeignet. Ausgewählte Titel aus dem Dax-Index bieten aber weiterhin auf der einen oder anderen Seite hervorragende Handelsgelegenheiten.

Short-Chance beim Dax

Ausgehend von der aktuellen Konstellation bei Dax-Index wären zunächst Kursgewinne bis in den Bereich von grob 11.100 Punkten vorstellbar. Aber schon ab diesem Niveau könnten erste Gewinnmitnahmen merklich auf den Index einwirken, eine überschießende Kaufwelle hätte sogar Platz bis an 11.200 Punkte.
Ein mögliches Ziel resultierend aus einer erfolgreichen Aktivierung einer zwischen Dezember und Mitte Januar aufgebauten inversen SKS-Formation läge bei 11.820 Zählern. Hierfür müsste jedoch erst noch das Niveau von grob 11.400 Punkten überwunden werden. Vorher bleibt das Barometer auf rund 11.700 Zähler rückfallgefährdet. Anschließend könnte wieder ein Lauf zurück an den untergeordneten Trendkanal und 11.000 Punkten einsetzen. Es bleibt als weiter hoch volatil beim heimischen Leitindex Dax.

Widerstände: 11.050 / 11.100 / 11.200 / 11.262 / 11.350 / 11.400

Unterstützungen: 10.944 / 10.863 / 10.800 / 10.745 / 10.681 / 10.585

Dax




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Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Momentan kommt der große Rückenwind noch von der „dovishen“ Fed und all den anderen Notenbanken, die sich dem Abschwung entgegenstellen. Wie bereits mehrfach erläutert, ist, nicht nur für mich, der monetäre Faktor der stärkste Rückenwindfaktor an der Börse. Erst wenn die Rezession immer deutlicher und stärker wird, schwindet die Wirkung des billigen Geldes.

 

 

Die große Unsicherheit

 

Nahezu synchron schrumpfen weltweit die Einkaufsmanagerindizes (China, Japan, Europa, Deutschland u.w.) und sinken unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der von mir letzte Woche erläuterte Baltic Dry Index hat sich seit seinem Sommerhoch gedrittelt und da über 90% der Güter auf dem Seefahrtsweg transportiert werden, kann man sich fragen, wo das künftige Wachstum stattfinden soll? Der für uns extrem wichtige Ifo-Index ist bereit das 6. Monat in Folge gefallen. Nur die USA befinden sich noch deutlich über der 50-er Marke und einige Analysten stellen sich die Frage, ob die Weltwirtschaft ohne die USA in eine Rezession rutschen kann?

 

Was sagen technische Indikatoren und das Sentiment?

 

Viele technische Indikatoren (z.B. RSI) schreien nach Korrektur, nicht jedoch das Sentiment. Weder Fear&Greed-Index, noch die Investitionsquote befinden sich im Extrembereich. Man könnte eher von einer „Wall of Worries“ sprechen, die die Kurse klettern lässt. Nur die Unternehmen kaufen wie verrückt ihre Aktien zurück, wie Markus Koch erst kürzlich festgestellt hat. 80% mehr als vor einem Jahr zu Jahresbeginn, für mich ein zuverlässliches Zeichen für ein extremes Szenario (2007).

 

Was kommt im Handelsstreit?

 

Es würde mich schon sehr überraschen, sollte es zu keinem Kompromiss in der eigentlich unversöhnlichen Interessenslage zwischen den USA und China kommen. Beide hätten unmittelbar zu viel zu verlieren. Sehr interessant fand ich zu diesem Thema das Statement des US-Strategen Robert Kagan, der sein Heimatland zuletzt als „rogue superpower“ beschrieben hat, als Schurkensupermacht, die sich „ausschließlich am eigenen Interesse“ orientiert.

Man könnte bemerken, dass die USA schon immer ihre eigenen Interessen im Blick hatte, doch das Eigeninteresse ist heute anders definiert als früher – stark von Chauvinismus geprägt. Das Interesse an langfristiger Stabilität ist dem kurzfristigen Nutzenkalkül gewichen. Chinas Wirtschaft kämpft mit der Rezession und die USA sollten sich mit Zöllen die Inflation ins Haus holen. Erst gestern wurden nochmals die Importe der USA aus China präzisiert. Nur ein Beispiel: 97% der US-Bekleidung werden eingeführt, davon 41% aus China und sogar 72% der Schuhe – ergo: Zölle wären eine große Steuer für den US-Konsumenten.

Das ist für mich die große Bedrohung des US-Aktienmarktes. Zölle würden die Inflation in den USA antreiben, die Fed müsste ihre dovishe Haltung aufgeben und vorbei wäre es mit der Hausse. Schrumpfende Gewinne und steigende Zinsaussichten, der perfekte Sturm. Deshalb meine Prognose hinsichtlich der kurzfristigen Lösung.

Insgesamt glaube ich bei Zustandekommen des „Deals“ an die typische und zugleich seltsame Reaktion des Marktes „Sell the facts“!

 

 

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