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Dax – Chartanalyse

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Michael Leist

Keine DAX-Chartanalyse ist komplett, wenn man nicht den Dow Jones mit einbezieht. Daher stelle ich den Dow diesmal voran. Am 30. September hatte ich einen Short auf den Dow Jones empfohlen – und tatsächlich fiel der Index von 17.000 Punkten im Folgemonat unter 16000. Die anschließende technische Erholungsphase des Dow Jones wurde von Ankündigungen der japanischen Notenbank, der FED sowie der EZB „positiv“ begleitet und so konnten sich Anleger, die den Short nicht mitgemacht hatten, über neue Allzeithochs im Oktober freuen. Schaut man sich aber das übergeordnete Bild des Dow Jones im Montaschart an (Abb.1), so erkennt man ein neues Verkauf Signal im Directional Movement Index und auch die Candlestick Formation aus Negativen Harami (für August) mit anschließenden Hammer kennen wir bereits aus dem Jahr 2011. Zudem scheint der US-Index an einem entscheidenden Wiederstand angekommen zu sein und das zulaufende Dreieck bärisch zu vollenden.

Der DAX Montaschart (Abb.2) scheint nochmals stärker unter die Räder gekommen zu sein. Nach dem Evening Star für August konnte der DAX die entscheidende Marke von 9425 Punkten nicht nachhaltig überwinden – und auch hier ergibt sich ein Verkauf Signal im Directional Movement Index. Der abwärtsgerichtete Charakter des deutschen Index lässt sich gut im Wochenchart (Abb.3) verdeutlichen. Hier sei noch einmal auf die Divergenz im MACD Indikator hingewiesen (roter Pfeil) – seitdem befindet sich der Indikator in einem Abwärtstrend. In der letzten Woche prallte der Index darüber hinaus an der richtungsgebenden Marke von 9425 Punkten gen Süden ab und zeigte ein negatives Harami Chandlestick Signal. Da dies mit der oberen Randbegrenzung des Abwärtskanals zusammenfällt, ist nunmehr der Beginn der Gegenbewegung zu erwarten.

In diesem Zusammenhang schrieb ich bereits vor einem Monat in dem Beitrag DAX-Erholung durch Short-Eindeckung: „Der DAX hat nach Erreichen des ersten Teilziels bei 8700 Pkt. das open gap von vor fast einem Jahr (14. Zum 15. Oktober 2013) geschlossen und schickt sich nun an, eine Zwischenerholung zu starten. Diese Erholung sollte mindestens bis an 9076 Pkt. heranführen. Verursacht wird diese Erholung durch Gewinnabsicherungen der Short Seite[…]In diesem Umfeld könnte sogar ein Test der 9421er-Marke möglich werden. Spätestens hier sollte sich jedoch der nun etablierte Abwärtstrend fortsetzen.

Im DAX Tagesschart (Abb. 4, beachte hier die Trefferquote) möchte ich Ihnen nun darlegen, warum sich die Abwärtsbewegung im DAX fortsetzen sollte:

1) Mit Erreichen des gleitenden 90 Tage Durchschnittes bei 9400 Punkten erfolgte am letzten Freitag der Abverkauf und generierte ein Dark Cloud Tages Chandlestick Signal.
2) Das MACD Histogramm ist rückläufig und der Slow Stochastik Indikator hat ein Verkaufssignal generiert.
3) Der Positive Volumen Index befindet sich in einen Abwärtskanal und konnte kein Kaufsignal generieren.

Betrachte man zudem den 30. Minutenchart (Abb.5) so erkennt man eine Divergenz im MACD Indikator und der Geldzufluss (Money Flow Indikator ist spitz zulaufend) könnte bald in einen Geldabfluss münden.
Da 30 Min.Chart ,Tages-, Wochen-, und sogar Monatschart in dieselbe Richtung zeigen und diese Bewegung mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit vom Dow Jones Indes begleitet wird, sind 8200 Punkte und damit das Schließen der verbliebenen September Kurslücke aus 2013 ein nicht unrealistisches Kursziel. Die letzte Abbildung 6 zeigt den DAX Kursverlauf (Tageschat) vom 2007/2008 im Vergleich zu 2014. Ich würde sagen jede Ähnlichkeit ist rein zufällig.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    daulini

    11. November 2014 10:57 at 10:57

    Gut aufbereitete charttechnische Analyse. Aber was nützt dies alles, wenn die Märkte weltweit vollkommen benebelt durch die ständig nachgeschobenen Drogen der Notenbanken bar jeden vernünftigen Blickes auf die realen wirtschaftlichen Verhältnisse reagieren. Bad news werden trotzdem positiv ausgelegt (vgl. die letzte Aktion der japanischen Notenbank). Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück, um auf diese Art die Kurse weiter anzuheizen anstelle das Geld zu investieren. Irgendwann las ich einmal die Meinung eines Marktteilnehmers, der da von scheinbar nie mehr fallenden Kursen sprach. Schaut man sich nur die vergangenen 4 Wochen an: Ein minimaler kurzer Rücksetzer in Bezug auf die Entwicklung der letzten 5 1/2 Jahre wurde sofort mit dem größten ununterbrochenen Anstieg des Dow Jones in dessen gesamter Historie – und das trotz des schon ambitionierten Niveaus – gekontert. Und alles mit der Begründung es fehlen ja die Anlagealternativen. Man kann schon diese abgedroschenen Begründungen nicht mehr hören. Naja the sky is the limit. Aber vielleicht trifft ja ihre Prognose diesmal ein, vielleicht aber auch nur, weil die Notenbanken gerade vorübergehend mit der Auffüllung der Methadonlagerkapazitäten beschäftigt sind.

  2. Avatar

    Michael Leist

    11. November 2014 12:44 at 12:44

    Danke für Ihr Lob. Ihren Einwand habe ich schon des öfteren gehört aber es würde hier den Rahmen sprengen die Gründe für ein raus aus Aktien darzulegen.

    Wenn Sie sich jedoch dafür interessieren so ist heute ein lesenswerter Artikel in W:O erschienen
    ( http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7160866-preiskampf-oelmarkt-achtung-crashgefahr-riskante-fracking-anleihen-finanzkrise-ausloesen ).

    Wenn Sie diesen einmal mit dem folgenden Artikel vergleichen wollen, so sollte sich ein besseres Bild ergeben( http://www.rottmeyer.de/collateralschaden/ ).

    Einen Beitrag aus meier Feder finden sie dazu unter
    ( http://finanzmarktwelt.de/dax-schwaeche-die-gruende-5512/ ).

    Viel Spaß beim lesen.

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Rüdiger Born: Nasdaq-Charttechnik im Detail

Rüdiger Born

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

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