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DAX daily: Dax steht vor dem Ausbruch und Wirecard vor dem Abschied

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Ich lege mich mal fest und sage, dass der Dax diese Woche einen Ausbruch aus der Range vollzieht. Währenddessen ist Wirecard auf Abschiedstournee im deutschen Leitindex, in den nächsten Tagen wird ein Nachfolger bestimmt. Auch am vergangenen Freitag hat sich der Dax in einer Seitwärtsphase bewegt. Sein Tagestief hat er bei 12.517 markiert und das Hoch lag bei 12.691. Schließlich wurde der Handelstag mit einem Zugewinn von 83 Punkten (+0,66 %) bei 12.674 beendet. Insgesamt konnte der Dax 361 Punkte in der vorherigen Handelswoche dazu gewinnen. Jedoch ist er in einer 300 Punkte Range gefangen, die von circa 12.500 bis 12.800 reicht.

Die Seitwärtsphase kann sich bald auflösen, ob das heute oder in den nächsten Tagen passiert, das wird sich zeigen. Erfahrungsgemäß löst sie sich infolge in der gleichen Höhe auf. Dadurch ergeben sich Ziele bei 13.100 auf der Oberseite oder 12.200 auf der Unterseite. In dieser Woche sollte man somit auf die Buy- bzw. Sell-Trigger beim Ausbruch an der Ober- und Unterkante der Range achten.

News und fundamentale Daten

In dieser Woche fällt die Entscheidung über den Zeitpunkt, wann der insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard aus dem Dax fliegt. Bis zum 13. August will die Deutsche Börse die Änderung der Index-Regeln veröffentlichen. Dann soll auch Gewissheit darüber herrschen, wer die Nachfolge von Wirecard antritt. Zwei mögliche Kandidaten wären zum Beispiel ein Essenslieferdienst (Delivery Hero) und ein Aromahersteller (Symrise). Damit wurde Wirecard nur ein kurzes Gastspiel im Dax gewährt, im September 2018 hatten sie erst den Platz der Commerzbank übernommen.

Auch diese Woche stehen zwei interessante Konjunkturdaten aus Deutschland auf dem Programm. Am Dienstag erscheint die ZEW-Konjunkturerwartung, bevor am Donnerstag der Verbraucherpreisindex folgt. Alle Augen werden daher auf den ZEW-Index gerichtet sein, dieser gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Zuletzt gab es im Juli einen kleinen Rückschlag in der Konjunkturerwartung, auch diesmal liegt die Prognose wieder etwas tiefer (Prognose 58; vorher 59,3). Vor allem, wenn der Wert weit von der Prognose abweicht, kann es in die entsprechende Richtung zu starken Bewegungen kommen, die zu einem Ausbruch aus der Range führen könnten.

Der heutige Tag bietet wenig Daten, einzig die JOLTs-Stellenanzeigen aus den USA um 16:00 Uhr könnten etwas Bewegung in die US-Indizes und den Dax bringen. Zuvor gab es heute Nacht noch den Verbraucherpreisindex und den Erzeugerpreisindex aus China. Diese sind wie nicht anders zu erwarten, etwas besser als prognostiziert ausgefallen. Darüber hinaus legen auch ein paar Unternehmen ihre Quartalsberichte vor. Unter anderem die ATOSS Software AG und HolidayCheck sowie Barrick Gold, die für Investoren in Goldminenaktien sehr spannend ist.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax in der Nähe der 12.760 Marke. Damit startet er heute mit einem Aufwärts-Gap in den Handel. Getragen von den US-Indizes könnte es zu einem Test der Oberkante der Range bei 12.800 kommen. Dafür muss er aber erst den Pivot Punkt R1 bei 12.768 nachhaltig überwinden. Schafft der Dax den Ausbruch, dann folgen weitere Hürden bei 12.832 dem Pivot Punkt R2 und der 423,6 % Extension aus dem Stundenchart bei 12.836. Darüber liegt bei 12.892 noch das wichtige 61,8 % Retracement vom Juli-Hoch. Hier könnte schließlich eine Richtungsentscheidung fallen. Ein Überschreiten führt ihn wieder zur 13.000er Marke und ein Scheitern könnte ihn in die Range  zurückfallen lassen.

Kommt es nach der Eröffnung zu einer Konsolidierung, dann liegt der erste Unterstützungsbereich bei circa 12.695. Danach könnte es zum Gap-Close bei 12.674 kommen. Sollte der Dax hier nicht wieder nach oben abdrehen, dann folgen weitere Unterstützungen bei 12.642 dem Pivot Punkt und bei 12.625. Darunter liegt noch der Pivot Punkt S1 bei 12.578. Unterschreitet der Dax auch diesen, dann bietet der Doppelboden bei 12.528 und 12.517 eine gute Unterstützung.

Dax Unterstützungen (US):

12.695 – 15-Minutenchart

12.642 – Pivot Punkt

12.625 – mehrfacher WS + US

12.578 – Pivot Punkt S1

12.528 – Tagestief 04.08.

12.517 – Tagestief 07.08.

12.488 – 76,4 % Retracement Tageschart

Dax Widerstände (WS):

12.768 – Pivot Punkt R1

12.799 – Tageshoch 06.08.

12.810 – 4-Stundenchart

12.832 – Pivot Punkt R2

12.836 – 423,6 % Extension

12.892 – 61,8 % Retracemen Juli-Hoch

13.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Der Dax steht kurz vor dem Ausbruch aus der Range - Wirecard Abschied

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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