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DAX daily: Stürmische Zeiten an den Aktienmärkten – Wochenausblick

DAX daily: Stürmische Zeiten an den Aktienmärkten - Wochenausblick

Das Tauziehen zwischen Dax-Bullen und Bären dürfte sich auch in der neuen Handelswoche fortsetzen. Wobei die Bullen wieder leicht die Oberhand gewonnen haben. Der Dax hat nämlich den jüngsten Rücksetzer bis an das Level bei 14.800 Punkten hinter sich gelassen und nimmt abermals das Allzeithoch bei 15.501 Zählern ins Visier. Im späten Freitagshandel konnte sich der Deutsche Aktienindex bereits an den Bereich bei 15.460 Punkten vortasten. Der Schlusskurs lag zuvor bei 15.416 Zählern, damit gelang dem Dax ein Plus von 217 Punkten (1,41%). Nach einer schwankungsreichen Handelswoche ergab sich auf Wochensicht schließlich noch ein moderater Zugewinn von 0,1%.

Nachdem die Aktienmärkte aufgrund von gestiegenen Inflationssorgen unter Druck geraten waren, haben die jüngsten schwächeren US-Konjunkturdaten die Zinsängste wieder abflauen lassen. Einerseits stagnierten die Einzelhandelsumsätze, andererseits hat sich das Konsumklima sogar überraschend eingetrübt. Nach dem Motto schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten ist die Angst vor einer Überhitzung der Aktienmärkte zunächst gewichen. Das Inflations-Thema wird aber nicht abreißen und die Märkte noch lange beschäftigen. Folglich spricht das für mehr Schwankungen an den Finanzmärkten.

Die gemütlichen Zeiten als es an den Börsen nur nach oben ging sind vorbei, das haben die letzten Wochen eindrucksvoll bewiesen. Besonders das Auf und Ab bei den Renditen wirkt sich derzeit stark auf die Märkte aus. Die 10-jährige US-Anleiherendite erholte sich zum Ende der vorherigen Handelswoche, nachdem sie zuvor auf 1,7% angestiegen war. Mit dem Rückgang der Zinsen setzte dann auch die Erholung an den Aktienmärkten ein. Als Anleger lohnt sich daher der Blick auf die Entwicklung der Zinsen.

Charttechnischer Ausblick

Der Dax ist in den vergangenen Wochen nichts für schwache Nerven. Kräftige Erholungsrallys wechseln sich mit schnellen Abverkäufen ab. Die Folge ist eine erhöhte Volatilität an den Börsen, die nach einer Entscheidung verlangt. Sollte der Dax ein neues Allzeithoch markieren, würde das weiteres Anstiegspotenzial freisetzen. Allerdings ist das Potenzial aus technischer Sicht begrenzt. Die nächsten Auffächerungsmarken befinden sich bei 15.630 und 15.800 Zählern, dort dürfte die Aufwärtsbewegung zur Neige gehen. Außerdem ist der Anstieg zum Ende der Vorwoche mit Vorsicht zu genießen, da die Rally aufgrund des Feiertags unter dünnem Handelsvolumen erfolgte. Größere Marktplayer könnten die hohen Kurse erneut für Gewinnmitnahmen nutzen. Ein erstes Signal der Schwäche wäre es, wenn der Dax an dem Allzeithoch scheitert oder direkt nach einem neuen Rekordhoch abverkauft wird.

News und fundamentale Daten

Das Inflationsgespenst ist zwar kurzzeitig etwas in den Hintergrund geraten, könnte aber am Mittwoch wieder auftauchen, wenn die Verbraucherpreise in der Euro-Zone erscheinen. Am selben Tag stehen zusätzlich die Fed-Protokolle (FOMC) im Fokus der Anleger. Mit Argusaugen wird man zwischen den Zeilen lesen, denn im Gegensatz zu der US-Notenbank gehen die Märkte von einem schnelleren Strategiewechsel bei der ultralaxen Geldpolitik aus.

Am Donnerstag richtet sich die Aufmerksamkeit dann auf die hiesigen Erzeugerpreise sowie dem Konjunkturbarometer der Philly Fed. Zum Wochenabschluss liegt der Fokus auf den Einkaufsmanagerindizes Gewerbe und Dienstleistungen, diese dürften allerdings nur wenig Überraschungspotenzial bergen. Besonders die Industrie sollte ihr hohes Niveau beibehalten. In der vergangenen Nacht wurden zudem die Daten der chinesischen Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Während die Zahlen der Industrieproduktion mit 9,8% stark ausgefallen sind (vorher 14,1%), lagen die Einzelhandelsumsätze mit 17,7% unter den Erwartungen von 24,9% (vorher 34,2%). Am heutigen Nachmittag um 14:30 Uhr sehen wir schließlich noch den NY Empire State Herstellungsindex.

Die Berichtssaison des ersten Quartals neigt sich währenddessen dem Ende entgegen. Frische Impulse sind unternehmensseitig also nicht zu erwarten. Alles in allem haben wir eine überzeugende Bilanzsaison gesehen. Über 80% der Unternehmen konnten dabei die Erwartungen übertreffen. In dieser Woche legen noch ein paar Nachzügler wie Walmart und das Telekommunikationsunternehmen Cisco ihre Zahlen vor. Hierzulande folgen zudem die Quartalszahlen von den MDax-Mitgliedern Porsche und CTS Eventim sowie aus dem SDax vom Autovermieter Sixt.

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