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Dax eingesperrt und kurz vor dem Ausbruch

Betrachtet man das längerfristige Chartbild, dann bewegt sich der Dax seit Anfang Juli in einer Seitwärtsbewegung in einer Range von ca. 400 Punkten. Die allgemeine Tendenz ist für den Dax noch leicht steigend, aber die Dynamik, die im Mai und auch noch im Juni gesehen worden ist, ist verschwunden. Auslöser dafür ist das Anwachsen der Anzahl der Skeptiker. Diejenigen, die bei dem kleinen Goldrausch dabei sein wollten, sind bereits investiert. Die Skeptiker hingegen warten auf die Korrektur. Verkaufen möchte keiner von den beiden so richtig. Im Prinzip sind nur die sehr kurzfristig orientierten Trader im Markt unterwegs.

Geldmenge gegen Konjunkturdaten

Der Dax & Co befinden sich in einer Sondersituation. Die Gewinne der Unternehmen sind eingebrochen. Wenn man noch von Gewinnen sprechen kann. Auch die Abkürzung KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) hat eine neue Bedeutung bekommen. Wo kein Gewinn, da kein Verhältnis zum Kurs. Es wird aktuell ein regelrechtes Gefecht zwischen der enorm angewachsenen Liquidität und der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen ausgetragen. Der Schauplatz ist dabei der deutsche Börsenplatz Xetra. Aus fundamentaler Sicht sind die Börsenkurse nicht gerechtfertigt. Es steckt viel zu viel Fantasie in den Kursen. Die wirtschaftliche Erholung wird noch Jahre auf sich warten lassen. Selbst mit einem Impfstoff ist die Finanzwelt auch nicht von heute auf morgen wieder heile.

Es gibt jedoch so viel Geld im Markt. Dieses muss irgendwo hin. Zinsen wird es die nächsten Jahre nicht mehr geben und daher bleiben nur Aktien oder Immobilien im klassischen Sinn. Der Dax ist fast wieder an seinem Ausgangspunkt vor der Krise. Damit kann jeder zufrieden sein. Die vielen Kredite, die durch Wertpapierdepots besichert wurden, sind nicht in Gefahr und jeder findet eine Basis vor, von der aus alles möglich ist. Es ist daher ganz natürlich, dass der Dax erst einmal verschnaufen möchte und mit guten Meldungen, kann der nächste Schritt getan werden.

Dax kurz vor dem Ausbruch?

Ein Chart spricht tausend Worte. Dies trifft gerade jetzt für den Dax zu. Betrachtet man den mittelfristigen Chart, dann ist der deutsche Leitindex zwischen dem EMA 120 (blaue Linie) und dem EMA 420 (Magenta Linie) eingesperrt. Beide Linien sind in der technischen Analyse stake Widerstände und Unterstützungen. Es ist auch deutlich zu erkennen, dass der Dax seit Stunden auf der EMA 420 (Magenta Linie) aufsitzt und testet. Diese Unterstützung hält sich aber wacker und es ist davon auszugehen, dass die Händler dann die Oberseite handeln werden. Nach dem Motto: Was nicht fällt, das steigt.

Da die zwei magischen Linie exponentielle gleitende Durchschnitte sind, sind es dynamische Unterstützungen und Widerstände. Von dem her sind genaue Angaben von Kennzahlen nur im Zirka-Bereich möglich. Betrachtet man noch die restliche Indikatorenlage, dann sieht die Welt für den Dax recht freundlich aus. Es haben sich im mittelfristigen Bereich frische Longsignale (rote Kreise) ausgebildet. Somit ist davon auszugehen, dass der nächste Ausbruch auf der Oberseite erfolgen wird. Vorstellbar ist auch ein zögerliches Verhalten innerhalb der engen Handelsrange. Jedoch wird diese immer enger und daher muss die angestaute Energie sehr bald entweichen. Der etwas unglückliche Absturz von gestern hat viele lange rote Kerzen hinterlassen. Somit gibt es auch keine charttechnischen Widerstände zwischen dem aktuellen Kurs und dem Level von ca. 12.800 Punkten.

Entscheidet sich der Markt für die Oberseite, dann ist der Dax ohne Hürde in Richtung 12.800 unterwegs. Sollte widererwartend durch fundamentale Ereignisse die Unterseite gehandelt und die Unterstützung von 12.552 Punkten durchbrochen werden, dann ist leider auch hier der Weg frei bis 12.401 Punkten. Die Entscheidung für die nächste maßgebliche Richtung wird in wenigen Stunden fallen. Gerade solche Situationen sind ideale Gelegenheiten für die Break-Out Trader, da die Grenzen klar definiert sind und die kommende Bewegung stark ausfallen wird.

Chart zeigt den Kursverlauf im Dax

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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