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Dax-Kurssprung ausgelöst durch die Bank of England – Ist das die Wende?

Gute News von der Bank of England haben im Dax gerade einen Kurssprung ausgelöst – welche Chancen ergeben sich dadurch für den Leitindex?

Dax: Kurssprung augelöst durch die Bank of England – Ist das die Wende?

Mit dem Kurzsturz unter das Jahrestief hatte der Dax zuletzt eine weitere Verkaufswelle ausgelöst. Am heutigen Vormittag notierte der Leitindex zeitweise deutlich unter der 12.000 Punkte-Marke. Damit hat er im Jahr 2022 bereits knapp 27 Prozent nachgegeben. Ein Ende der Talfahrt ist derzeit nicht in Sicht, oder doch?

Bank of England sorgt für Kurssprung, aber ist das nachhaltig?

Angesichts der vielen fundamentalen Belastungsfaktoren scheint der Bärenmarkt noch nicht vorbei zu sein. Der Gegenwind für die Aktienmärkte kommt derzeit aus allen Richtungen. Europa steckt mitten in einer Energiekrise, die sich noch länger hinziehen und in einer tiefen Rezession enden dürfte. Zudem liegt die Inflation auf einem Rekordniveau, weshalb die EZB gezwungen ist an der Zinsschraube zu drehen, was wiederum die Finanzkonditionen strafft und dem Aktienmarkt Liquidität entzieht.

Gute Nachrichten von der geldpolitischen Front kommen immerhin aus England, wo die Bank of England gerade beschlossen hat, Anleihen zu kaufen. Damit will die BoE die „Funktionsfähigkeit“ der Märkte wiederherstellen. Sie hat es zumindest geschafft, die zuletzt stark gestiegenen Renditen deutlich zu drücken. Die News haben einen Freudensprung im Dax und die Aktienmärkte ausgelöst und ebnen folglich die Chance auf eine Erholung. Jetzt heißt es aber erstmal abwarten, ob dies wirklich zu einer nachhaltigen Entspannung am Markt führt.

Der Dax sprang um 12:00 Uhr in wenigen Minuten über 200 Punkte nach oben. Ausgelöst wurde der dynamische Aufwärtsimpuls durch die Nachricht, dass die Bank of England vorübergehend langlaufende britische Anleihen kauft. Von seinem Tagestief bei 11.862 Punkten hat sich der Leitindex berappelt und ist schließlich über die Marke von 12.100 Zählern angestiegen. Im Bereich der psychologischen Marke von 12.000 Punkten muss sich der Dax nun stabilisieren, um eine Erholung einzuleiten. Dann könnte auch das alte Jahrestief bei 12.390 Punkten und die Zone bei 12.500 Punkten in den Fokus rücken.

Dax: Das übergeordnete Chartbild bleibt angeschlagen

Ungeachtet der jüngsten Entwicklung im Dax ist das Chartbild weiterhin angeschlagen. Gelingt dem Leitindex jedoch eine Stabilisierung, könnte sich die Erholung ausweiten. Der Relative-Stärke-Index signalisiert, dass der Dax den überverkauften Bereich erreicht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Anschluss an eine mögliche Gegenbewegung nochmal tiefere Kurse sehen, bleibt allerdings hoch.

Aus technischer Sicht hat der Dax mit dem Bruch des Dreifachtiefs bei 12.390 Zählern weitere Ziele auf der Unterseite freigesetzt. Ein erstes Ziel bei 12.000 Punkten hat er bereits abgearbeitet. Ein zweites Ziel bei 11.450/350 Punkten könnte er später auch noch anpeilen. An dieser Stelle befindet sich sowohl das markante Tief aus Oktober 2020 als auch das wichtige Extensionsziel aus einer übergeordneten ABC-Korrektur. Hier sollte es spätestens zu einer ausgeprägten Erholungsrally kommen.

Deutscher Leitindex springt 200 Punkte hoch - technische Analyse

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1 Kommentar

  1. Der Nasdaq und der DOW sind sprunghaft nach oben und wie in den meisten Fällen, wen ich die Charts vergleiche, ist der Dax zur gleichen Zeit nach oben, ebenso wie er den US Börsen im Abwärtstrend folgt wenn die eine Kehrtwende machen. Nur seltener löst sich der Dax und entwickelt ein Eigenleben. Mir kommt das immer so vor, als wenn die Börsianer immer über den großen Teich gucken was da abläuft.

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