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Dax: Risiko nach unten steigt

Der Dax hält sich eher mühevoll in einer Seitwärtsrange, reagiert nicht auf mehr richtig auf positive Nachrichten (verbesserte Chancen auf große Koalition), die Zahlen der Dax-Unternehmen waren ordentlich, aber eben nicht gerade herausragend. Charettechnisch wirkt der Index angeschlagen mit tieferen Hochs..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax ist seit Ende Oktober deutlich schwächer als die US-Indizes, vielleicht weil sich die großen Player auf das Ende des QE vorbereiten, also auf das faktische Ende der ultralaxen Geldpolitik der EZB. Der Index ist doch weit entfernt von seinem Allzeithoch, während die drei großen US-Indizes gestern wieder einmal neue Allzeithochs erreicht hatten. Aber: auch an der Wall Street ist eien deutlich Abschwächung des Aufwärtstrends erkennbar, sichtbar etwa an einer Amazon-Aktie, bei der gestern die anfänglichen Gewinn weitgehend wieder abgeschmolzen waren. Aber auch der Gesamtmarkt gestern in den USA dann bis auf den Dow Jones mit leichten Minuszeichen, der Weg nach oben wird scheinbar immer steiniger, die Luft immer dünner.

Klar: noch ist nichts entschieden in Sachen US-Steuerreform – sollte diese kommen, dürften vor allem die Privatkunden noch einmal aufspringen auf den Zug in der Hoffnung auf traumhafte Renditen in einem ohnehin schon sehr teuren Markt. Sowohl die Konjunkur in den USA als auch die seit dem Jahr 2009 andauernde Rally (die zweitlängste in der US-Börsengeschichte) aber sind in einem sehr späten Stadium, weswegen eben auch die Risiken immer größer werden.

Während die US-Aktienmärkte etwa das Scheitern der Ersetzung von Obamacare leicht verkraften konnten, weil es für sie dabei praktisch nur um eine symbolische Frage ging (Durchsetzungsfähigkeit der Trump-Administration), ist das bei der US-Steuerreform eben anders: daran hängt nicht nur die Glaubwürdigkeit von Donald Trump, der den Amerikanern „fette Steuersenkungen“ versprochen hatte, sondern hier geht es ganz konkret um die Gewinne der Unternehmen, die um durchschnittlich 14% steigen würden wenn die Reform so kommt, wie sie derzeit konzipiert ist. Nur wenn die Stuerreform kommt, wären die Anstiege der Wall Street seit der Wahl Trumps einigermaßen zu rechtfertigen.

Von der Euphorie der US-Indizes aber ist beim Dax wenig zu spüren, der Index hält sich eher mühevoll in einer Seitwärtsrange, reagiert nicht mehr wirklich auf positive Nachrichten (verbesserte Chancen auf große Koalition), die Zahlen der Dax-Unternehmen waren ordentlich, aber eben nicht gerade herausragend. Charettechnisch wirkt der Index angeschlagen mit tieferen Hochs:


(Chart durch Anklicken vergrößern!)

Sollte der Index nun die seit Mitte November bestehende Aufwärtstrendlinie durchbrechen (etwa im Bereich 12965), dürfte es einen recht schnellen Rücklauf bis in die entscheidende Zone 12840/50 geben. Nur wenn der Dax die 13100 und dann den Bereich 13165 überwindet, sind die Bullen wieder im Vorteil!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    M.

    28. November 2017 09:18 at 09:18

    Möchte Zweifel anmelden, dass sich der Index über die Aussicht auf Große Koalition wirklich freuen kann. Zu erwarten wären doch weniger Steuersenkungen als bisher unter Jamaika gedacht und stattdessen mehr Sozialausgaben, also nicht unbedingt eine unternehmerfreundliche Politik, zumindest nicht so konsequent wie die Konkurrenz (sprich: USA). Die macht keine halben Sachen und haben in erster Linie Entlastungen für Firmen im Sinn.

  2. Avatar

    Gerd

    28. November 2017 09:44 at 09:44

    Kommt die Steuerreform nicht, dann wird verkauft.
    Kommt die Steuerreform aber doch, dann wird gesellt on facts – wie von manchen hier vor Monaten schon vorhergesagt.

  3. Avatar

    peter g

    28. November 2017 10:23 at 10:23

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