Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax: Übel und gefährlich..

Warum seit drei Wochen alles anders ist als zuvor..

Veröffentlicht

am

„Übel und gefährlich“, so lautet der Name einer Hamburger Location (eigentlich: „Uebel & gefährlich“) – und das könnte das Motto sein für den heutigen Handelstag beim Dax. Denn die Vorgaben aus dem asiatischen Handel sind nicht allzu ermutigend: Nikkei -2,7%, China A 50 -3% – und so das Bild fast überall in Fernost. Und das eigentlich ohne ganz klaren Grund – man nennt das Italien-Drama oder die Kashoggi-Story als Gründe – noch vor einigen Wochen hätte man das nett weggelächelt und die Indizes wieder nach oben gekauft.

Vor einigen Wochen noch – das war aber eine andere Zeit, vor allem was die mentale Verfassung der Marktteilnehmer betrifft. Im Rückblick sind es die Aussagen von Jerome Powell am Dienstag vor genau drei Wochen, die der „game changer“ waren für die Märkte. Man kapierte plötzlich, dass die Musik aufhört zu spielen und dann bei der Reise nach Jerusalem der Kampf um die freien Stühle beginnt – war aber geistig darauf nicht wirklich vorbereitet.

Nun sagen diejenigen, die in der Vergangenheit erfolgreich jeden Rücksetzer kauften: es wird laufen wie nach dem Februar-Abverkauf, alles wird wieder gut, man übertreibt mal wieder. Aber die US-Konjunktur sei doch so bombig, und die Zahlen der US-Unternehmen doch auch. Nun: bisher sind diese Zahlen zwar ok, aber eben deutlich schwächer als in den beiden ersten Quartalen – die Ausblicke sind sowieso eher mau.

Genau das wird jetzt eingepreist – und diese Einpreisung kann ruppig werden, vor allem weil die Amerikaner kürzlich noch meinten, sie lebten in der Besten aller denkbaren Welten und sich über die tiefen Aktienkurse der Anderen (Dax, Chinas Aktienmärkte etc.) wunderten. Manch einer der bislang so siegessicheren amerikanischen Investoren wird sich heute vielleicht auch wundern, wenn sie heute nach dem Aufwachen die Kurse im Depot checken..

Das macht die Situation derzeit so kritisch: vor allem die Amerikaner sind mental auf das, was jetzt kommen könnte, mental überhaupt nicht vorbereitet! Anders als die Dax-Investoren übrigens, die schon länger Kummer und Leid gewohnt sind, da der Index schon länger schwächelt. So auch heute mit einem Abwärts-Gap:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Und damit ist der Dax unter den Boden der Diamanten-Formation bei 11400 Punkten gerauscht – da sollte er besser möglichst schnell wieder drüber..

 


(Chart: Karsten Kagels, zum vergrößern anklicken)

Jetzt braucht es etwas, was das negative Sentiment drehen könnte – die Bullen werden hoffen, dass es die Zahlen von Caterpillar (13.30Uhr) sein werden, da Caterpillar praktisch ein Indikator für den Zustand der globalen Konjunktur ist..


Die Location Uebel & gefährlich am Bunker in St.Pauli

Von KMJ, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=968914

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Seltsame Vögel! Marktgeflüster (Video)

Lustige Geschichten von den Märkten!

Veröffentlicht

am

Die lustige Geschichte, die heute ein hochrangiger US-Luftfahrtaufseher zum Besten gab (und die die Boeing-Aktie zwischenzeitlich +3% steigen ließ) ist typisch für die Märkte heute: Vögel seien bei dem Absturz der Boeing 737Max in Indonesien involviert gewesen! Das ist ähnlich absurd wie der Glaube, dass die Fristverlängerung der US-Regierung für Huawei ein Entspannungs-Signal im Handelskrieg sei – faktisch sollen damit bestehende Netzwerke von Huawei in den USA noch zeitlich begrenzt am Laufen gehalten werden, bis die US-Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln können, wie US-Wirtschaftsminister Ross klar formulierte. Auch China selbst sieht darin keinerlei Entspannungssignal – der Ton in der chinesischen Presse verschärft sich vielmehr weiter!

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€


By Alastair Rae – [1], CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2229241

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Dow im Fokus

Veröffentlicht

am

Im heutigen Video möchte ich mich auf den Chartverlauf im Dow Jones konzentrieren. Es gibt eine Chart-Variante, nach der der Kurs weiter steigen kann. Genau so könnte es auch abwärts gehen. Das möchte ich direkt am Chart näher erläutern. Haben Sie den „Trade des Tages“ schon abonniert? Nein? Wenn Sie sich hier anmelden, können Sie meine täglichen Detailanalysen kostenfrei lesen.

weiterlesen

Indizes

China: „Wir bluffen nicht“ – die Wall Street wird die Zeche bezahlen

Veröffentlicht

am

Von

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua hat soeben noch einmal klar gemacht, wie Peking die Lage sieht. Man bluffe nicht, sei bereit, Schmerzen in Kauf zu nehmen, aber man werde hart zurück schlagen, so Xinhua:

„As the trade war between the United States and China escalates, the former, who started the fight, will bear the heavy brunt of its unilateralism and protectionism as China is well armed to deliver counterpunches.Tension between the world’s two largest economies reached a new height after the United States levied additional duties on Chinese goods and even used „national security“ concerns to bully Huawei, a major Chinese telecommunications company.“

Man habe vielfältige Möglichkeiten, zurück zu schlagen:

„Make no mistake, China is not bluffing. There are many possible options given the inter-dependency of the two economies. A trade war benefits nobody, but China has a resilient economy and abundant policy tools to weather further trade-war hits, while the U.S. long economic expansion has peaked and will soon start to feel the pinch.“

Und dann die Drohung gegen die Wall Street:

„U.S. stocks have fluctuated violently in the past two weeks over renewed fears of a worsening trade war. Possible financial spillovers could turn the almost decade-long bullish stock market into a bearish one, jeopardizing the recovering U.S. economy.
U.S. multinationals, which have reaped a lot via access to the vast Chinese market and global supply chain with reduced costs and enhanced competitiveness, would also be hit hard if their share in the market shrinks as the U.S. moves disrupt market order.“

Und Xinhua weiter:

„No doubt China will also suffer bruises during the fight, but further U.S. unilateral protectionist moves would only boost China’s morale and patriotism to unite as one formidable force to counter any challenges, as seen repeatedly in China’s history.

The United States shutting its door to Chinese products and investors will hurt involved players, but will help push China’s economic transition to become a self-made global innovator.

China has been striving to upgrade its industrial structure by adopting an innovation-driven development strategy. Chinese firms are investing heavily in research and development to expand technological independence.

Reducing reliance on exports to power growth, the country’s ongoing supply-side reform will unleash huge consumption. China has the world’s largest market with about 1.4 billion consumers, offering a growing pie, large and lucrative enough to attract any country to take a bite. The Belt and Road Initiative will help connect more markets.

The world’s largest developing economy has vowed its dedication to reform and opening up, which is actually the trump card that it holds against any unilateralism and protectionism.

Triumph will be in China’s hands as multilateralism and free trade is the trend of the times and enjoys global majority support.“

 


Peking
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen