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Indizes

Dax und Nasdaq: Folgt dem starken April ein schwacher Mai?

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In meiner jüngsten Ausgabe hatte ich für den Dax, sowie auch für andere Aktienindizes, die Weiterführung des Aufwärtstrends in Aussicht gestellt. Im Verlauf der zurückliegenden Tage konnte der deutsche Aktienindizes Dax diese Option in die Realität umsetzen. Obwohl die aktuelle Performance meine Lesart nachvollzogen hat, habe ich mich zur Umstellung meines Szenarios entschieden. Der Grundtenor hat sich indes nicht wesentlich verändert, wie der Charts es zeigt. Doch die Schönwetterphase neigt sich auch beim Dax unweigerlich ihrem Ende zu.

Ausblick für den Dax:

Mit der seit Mitte März laufenden Aufwärtsbewegung bildet der Dax Welle (B) einer großen ABC-Korrektur aus. Wie für eine Welle „B“ eher üblich als selten, bedient sich diese (B) einer komplexen Korrektur (abc-x-abc) als interne Struktur. Der ausgebliebene Schlusskurs über dem 0.62 Retracement bei 11.227 Punkten ist ein leicht negatives Omen auf die zu erwartende Performance für den deutschen Leitindex. Dennoch bleibt ferner ein weiterführender Anstieg des Dax ein einzukalkulierendes Szenario.

Das Aufwärtspotential beim Dax ist derzeit begrenzt

Dabei sollte das 1.00 Retracement bei 11.878 Punkten als Ziel in den Fokus rücken. Sollte sich der Dax dementgegen bereits schon an den nächsten Handelstagen zum Unterschreiten der 0.76-Unterstützung bei aktuell 10.474 Punkten, mittels Schlusskurs, entscheiden, wird durch diesen Schritt dem Aufwärtsstreben ein Ende gesetzt. Das Ziel dieser Korrekturbewegung wird dabei durch das größere 0.62 Retracement bei 8.839 Zählern im Dax gebildet. Die zu erwartende Korrektur wird kein großes Momentum aufweisen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend befindet sich beim Dax in der finalen Phase, sodass ich eine Positionierung in den Index nicht empfehle. Bestehende Positionen sind auf dem 0.76 Retracement bei 10.474 Punkten gut abgesichert.

Nasdaq 100 – Wegweiser für den deutschen Leitindex?

Die kleinen, kaum zu erkennenden Kursgewinne der letzten beiden Wochen einmal außer acht lassend, konnte sich der Nasdaq 100 meiner jüngsten Lesart weitestgehend anschließen. Die stetig kräftiger werdenden Korrekturen weisen auf eine sich verstärkende Unsicherheit der Marktteilnehmer hin. Dennoch kann ich noch keine unmittelbar bevorstehende Korrektur erkennen, wie der Chart es zeigt. Die Struktur der seit März währenden Welle weist die Züge einer komplexen Korrektur auf, und damit auf einen seitlich ausgerichteten Wellenabschluss.

Ausblick:

Die seit Mitte März laufende Welle (B) bildet sich in Form einer komplexen Korrektur (abc-x-abcde) aus. Aktuell steht dabei die Ausbildung von Welle (x) auf der Agenda. Diese Welle bedient sich der Konstellation einer überschießenden Welle (b), daher der jüngste nicht so recht in den Aufwärtstrend passen wollende Höhenflug. Nach Abschluss von (x) wird Welle (a) den Index wieder steigen lassen, wobei sich der Ausflug moderat ausnehmen wird. Dennoch ist das Ansteigen bis deutlich über 9.000 Punkte ohne Weiteres möglich, wie es im Chart bereits dargestellt ist.

Der Nasdaq hat häufig eine Art Vorlauffunktion für den Dax
An den folgenden Tagen wird sich der Nasdaq noch etwas schwächer zeigen und bis zur 1.00-Linie bei 8.493 Punkte fallen. Tiefer sollte die Talfahrt nicht verlaufen, um das im Chart dargestellte Szenario nicht in Gefahr zu bringen. Nach Abschluss von (a) wird sich eine seitliche Performance einstellen, deren Charakter durch ein Triangle geprägt wird. Einen Trendwechsel würde der Index erst durch einen Bruch der 1.62-Unterstützung (8.187 Punkte) einleiten können; vorher nicht.

Fazit:

Die Aussichten für den Technologieindex Nasdaq sind nicht sonderlich positiv (das gilt ach für den Dax), weshalb ein geplantes Engagement unter schlechten Sternen stehen wird. Die Absicherung eventueller Positionen sollte beim Nasdaq 100 auf dem 1.62 Retracement (8.187 Punkte) erfolgen.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Aktienmärkte: Erholung – aber dickes Warnsignal! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte erholen heute sich nach dem gestrigen herben Abverkauf – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte erholen sich nach mdem gestrigen herben Abverkauf heute – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal: es gibt an den Märkten keine Fluchtmöglichkeiten mehr! Denn gestern fiel alles: die Aktienmärkte, aber auch Gold und Bitcoin – während Aneihen zwar zunächst zulegen konnten, dann aber auch diese Gewinne wieder abgaben (untere Grenze bei Renditen). Die einzige Fluchtmöglichkeit ist nun noch der (ziemlich ungeliebte) US-Dollar. Das bedeutet: wenn Panik aufkommen sollte, besteht ein großes Potential für eine Art „Aufwärts-Crash“ beim Dollar, weil dann alle durch die gleich Tür müssen. Nach wie vor gilt: solange nicht klar ist, was durch oder mit der US-Wahl passiert, sind Rallys der Aktienmärkte „gedeckelt“..

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Indizes

Aktienmärkte: Stimulus – so sicher wie das Amen in der Kirche

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Im Artikel von Hannes Zipfel („Der Stimulus kommt garantiert!“) wird auf die überragende Bedeutung der Stimuli seitens der US-Regierung sowie der Federal Reserve hingewiesen: Ohne diese Billionen würden die so essenziellen Aktienmärkte der USA auf ganz anderen Höhen (oder besser: Tiefen) stehen.

Hierzu noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Die Stimuli müssen kommen, angesichts der aufflammenden Pandemie, so dass der neuen (oder alten) US-Regierung sowie der Notenbank gar nichts anderes übrig bleibt, als zu „stimulieren und zu drucken“, was das Zeug hält.

Warum die Aktienmärkte Recht haben, wenn sie den Stimulus als sicher ansehen

Die offizielle Zahl der US-Arbeitslosen beträgt derzeit immer noch um die 11 Millionen Menschen. Wenn deren Unterstützung ausbleibt, wird der Konsum leiden, der 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Die Erholung des Arbeitsmarkt wird durch die Infektionszahlen bestimmt,  und Fed-Chef Jerome Powell betont es immer wieder gebetsmühlenartig: Seinen gesetzlichen Auftrag, die Erreichung von „Maximum Employment.“

Die Coronakrise hat die amerikanischen Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen: diese haben immer mehr an Marktkapitalisierung hinzugewonnen in den letzten Jahren und bringen inzwischen fast 40 Billionen Dollar auf die Waage und sind somit eine wichtige Quelle der US-Macht.

Dementsprechend ist ein nachhaltiges Absacken der Aktienmärkte nicht nur ein Problem für die oberen 50 Prozent und die Wall Street, sondern auch für die Renten-Sparpläne 401k, die Millionen Pensionäre versorgen müssen. Das ist also eine Doppel-Achillesferse der Vereinigten Staaten.

Sollte es nach einem Regierungswechsel zu einer Verweigerung der Unterstützung durch den Staat kommen, hat die blockierende Partei meiner Meinung nach bereits jetzt den schwarzen Peter für die nächsten (in 23 Monaten stattfindenden) Midterm Elections. Man hätte dann einen Schuldigen für das Elend der unteren Schichten – und was wird die Wall Street und das große (Spenden)Kapital machen für die Gouverneure und Senatoren, die mit dafür verantwortlich sind? Den Kapitalhahn zudrehen, beziehungsweise dies androhen, so wie man es im Dezember vor der großen Steuerreform gemacht hat. Ruckzuck war die Reform vor Weihnachten durch.

„Money makes the world go round“, …..wenn Konsum und Wall Street tangiert werden….auch die Demokraten und selbstverständlich die Republikaner sitzen auf Bergen von Aktien und profitieren direkt, wenn die Aktienmärkte steigen.

Die Wahl rückt angesichts der Situation im vierten Quartal 2020 fast ein bisschen in den Hintergrund.

Die Aktienmärkte erwarten weitere Stimulus-Maßnahmen

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