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Dax wieder auf Stand vor Ukraine-Krieg – alles bullisch? Marktgeflüster (Video)

Der Dax steht wieder da, wo er kurz vor dem Ukraine-Krieg stand – seit dem 30.12.2022 hat der deutsche Leitindex um sage und schreibe 1000 Punkte zugelegt. Fallende Energiepreise und damit bessere wirtschaftliche Aussichten sowie der seit letztem Jahr bestehende Trend zu Value-Aktien statt zu Tech-Aktien haben dabei dem Dax geholfen. Aber die Botschaft der Anleihemärkte ist weniger rosig: die Zinskurven deutscher Anleihen sind invertierter als im Umfeld der Finanzkrise – im Gegensatz zum Aktienmarkt rechnet also der Anleihemarkt ganz klar mit einer Rezession, was für die Umsätze und Gewinne der Dax-Firmen negativ wäre! Der Glaube, dass mit Fortgang des Ukraine-Krise die Energiekrise verschwindet, dürfte sich zudem als Fehleinschätzung erweisen. Die Wall Street heute mit leicht steigenden Kursen vor den so wichtigen Daten zur US-Inflation morgen..

Hinweise aus Video:

1. Dax versus S&P 500: Warum läuft Deutschlands Index besser?

2. Fed: Senken Zinsen nicht – Märkte sagen: doch, Rezession!

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7 Kommentare

  1. Energiepreise um 159% gestiegen und jetzt um 182% gefallen? Welches Mathegenie hat das denn gerechnet? ;) Ich dachte ja nach 100% ist schluss wenns nicht negativ wird;) aber man lernt ja nie aus ;)

  2. Ich würde (noch)nicht auf ein baldiges Absetzen von Putin setzen. Dafür ist er noch fest im Sattel.
    Putin hat aus der Geschichte gelernt.
    In seinem System gibt es keine Partei, kein Politbüro, wie in der UdSSR oder eine rechtlose, gebeutelte Unterschicht, wie im Zarenreich die ihm gefährlich werden könnten. Objektiv betrachtet hat er sogar mehr Macht konzentriert als Stalin…
    Es gibt in dem System „Putin“ auch keinerlei Machtübergabemechanismen.
    Putin hat sich für das eigene System unersetzbar gemacht und sich mit Idioten umgeben. Armee, MWD, SWR, FSB, FSO, Nationalgarde, Kadyrow und natürlich der Sicherheitsrat stehen in bester sowjetischen Manier im heftigen Konkurrenzkampf um die Gunst von Putin gegeneinander. Wer soll da den Staatsstreich wagen?
    Man spekuliert jeher auf das Abdanken, es stehen der Sohn vom Direktor des Auslandgeheimdienstes SWR Naryschkin und der stellvertretender Leiter des Sicherheitsrates Medwedew zur Debatte.
    Ultranationalisten spielen in Russland keine Rolle und haben technisch absolut keine Möglichkeiten, Putins Sicherheitsapparat ist der größte in der Menschheitsgeschichte.
    Ansonsten schauen wir Mal wohin uns die invertierte Zinskurve führt.
    Ich kann mir die COVID-Situation in China sehr gut als eine Art Schwarzen Schwan vorstellen.

  3. @Markus Fugmann
    Es wird fast nur von den Zinsen gesprochen im Zusammenhang den Möglichkeiten der FED / EZB. Beziehungsweise der verbalen Eingriffe um die Märkte nach unten zu drücken. Wäre hier nicht eine beschleunigte Bilanzreduzierung ein effektiveres Mittel? Zumal dessen Wirkung deutlich schneller eintreten sollte.

  4. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Gemessen an der sehr hohen Inflation, sind die Zinsen noch viel zu niedrig! Wir reden hier von einer – Real- Negativverzinsung von über 5 Prozent, wenn man die Zinsen in Relation zur Inflation setzt.

    Hohe Inflationen müssen ja nichts schlechtes sein, wenn’s wenigstens hohe Zinsen gäbe…!

    Ein Beispiel soll das verdeutlichen : Wir schreiben das Jahr 1992 . Die Inflation erreicht in Deutschland sagenhafte 5 Prozent!

    Sofort erhöht die Bundesbank die Leitzinsen auf 8,75 Prozent. Die Leitzinsen der FED liegen anfangs der Neunziger ebenfalls sehr hoch.
    Ebenso wie die der anderen führenden Notenbanken.
    Die Bewertungen der Märkte sind noch niedrig. Ein DAX ist für unter 2000 zu haben, ein Dow unter 3 TDS.

    Heute gut 30 Jahre später sind die Märkte auf Droge! Nur ständige, reale negative Zinsen halten diese oben.

    Würde die Realverzinsung positiv werden, wär’s vorbei mit der Herrlichkeit- so gesund sind diese, ach so gesunden Märkte!

    Zinsabstände von Plus 3,75 Prozent,wie im Jahre 1992 ,sind doch heute undenkbar!

    1. Dafür ist aber die Alles-Blase aber endlich angestochen. Ich empfehle wegducken…

  5. genau das denke ich auch, das die effektivste Lösung für die Zentralbanken die Indizies und so die financial conditions zu kontrollieren.

  6. @Dr. Sebastian Schaarschmidt: Der Rückblick auf historische Daten ist immer ein Vergleich zwischen dem berühmten Obst und wirkt oft wie ein Filter für den Blick in die Zukunft. Eine positive Realverzinsung ist in allen voll entwickelten Staaten nur bei entsprechendem realem Wachstum oberhalb von 2% denkbar, da fallen Westeuropa sicher und Nordamerika wahrscheinlich für die nächsten 10 Jahre aus. Ob Märkte niedrig bewertet sind oder nicht hängt immer vom Vergleichsmaßstab ab, in den wenigsten Fällen wird das der historische Vergleich sein. Die Märkte funktionieren heute völlig anders (Spieltheorie). Das liefert natürlich keine Sicherheit vor Rückschlägen.

    Der DAX hatte Aufholbedarf weil das maßgebende Ereignis „Einstellung der Produktion“ durch Brown Outs in Deutschland abgewendet ist, während hohe Energiepreise allen gleichmäßig weh tun, aber den produktivsten am geringsten. Bei der weiter andauernden negativen Realverzinsung „inflationäres Umfeld“ bleiben Assets wie Aktien und Immobilien m.M.n. interessant. Die Crash-Propheten könnten wieder einmal viel Geld liegen lassen.

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