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Deutsche Bank überzeugt mit Quartalszahlen

Deutsche Bank-Tower

Die Deutsche Bank hat heute früh ihre Quartalszahlen präsentiert. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 6,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,24). Die Kosten sinken im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 4,87 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn liegt bei 1,55 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,17). Die harte Kernkapitalquote steigt im Jahresvergleich von 12,8 auf 13 Prozent. Die Aktie reagiert vorbörslich mit +1,5 Prozent.

Die Deutsche Bank betont das Wachstum in allen Geschäftsbereichen:

Unternehmensbank: 1,6 Mrd. Euro (+26%)
Investmentbank: 2,6 Mrd. Euro (+11%)
Privatkundenbank: 2,2 Mrd. Euro (+7%)
Vermögensverwaltung: 656 Mio. Euro (+5%)

Die Deutsche Bank-Headline-Aussage:

Mit dem höchsten Halbjahresgewinn seit 2011 haben wir erneut bewiesen, dass wir auch in einem schwierigen Umfeld unsere Erträge und unser Ergebnis steigern können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing. „Besonders erfreulich entwickeln sich die Privatkunden- und die Unternehmensbank. Dank unserer erfolgreichen Transformation sind wir auf einem guten Weg, mit unseren vier starken Geschäftsbereichen gut diversifiziert und nachhaltig profitabel zu sein.

Aussichten

Hier die Aussichten für die Deutsche Bank aus der aktuellen Mitteilung, im Wortlaut:

Die Deutsche Bank bestätigt ihre Ertragserwartung von 26 Mrd. bis 27 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2022. Dies gilt, obwohl sich das makroökonomische Umfeld im zweiten Quartal verschlechtert hat und die Bank von einem herausfordernderen zweiten Halbjahr ausgeht.

Die Bank bekräftigt außerdem ihre Absicht, ihre Kosten zu reduzieren und ihren Plan für das Jahr 2022 umzusetzen. Sie sieht sich jedoch steigendem Kostendruck ausgesetzt, der auf Faktoren außerhalb ihrer Kontrolle zurückgeht. Hierzu gehören höher als erwartete Bankenabgaben, Inflation, unvorhersehbare Kosten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie Rechtsstreitigkeiten. Außerdem hat sich die Bank entschieden, strategische Investitionen in ihre Kontrollfunktionen, Personal und Technologie nicht zu kürzen, um Effizienz und Wachstum voranzutreiben. Diese Investitionen sind wichtig mit Blick auf die langfristige Strategie der Bank, die sie auf dem Investorentag am 10. März 2022 vorgestellt hat.

Vor dem Hintergrund der Ertrags- und Kostenentwicklung hat die Deutsche Bank ihre Finanzziele für das Jahr 2022 wie folgt aktualisiert:

Die Bank strebt weiterhin eine Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)1 von 8% für den Konzern und von mehr als 9% für die Kernbank an. Allerdings sieht sie es aufgrund des derzeitigen operativen Umfelds als herausfordernder an, diese Ziele zu erreichen.
Für die Aufwand-Ertrag-Relation erwartet die Bank jetzt eine Spanne im niedrigen bis mittleren 70%-Bereich.
Die Deutsche Bank bestätigt alle anderen Finanzziele für 2022, einschließlich einer harten Kernkapitalquote (CET1) von über 12,5% und einer Verschuldungsquote von rund 4,5%.

Weiterhin bestätigt sie die Ziele ihrer Strategie für nachhaltiges Wachstum bis 2025. Für das Jahr 2025 strebt die Bank ein durchschnittliches jährliches Ertragswachstum von 3,5% bis 4,5% an, eine Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)1 von mehr als 10% sowie eine Aufwand-Ertrag-Relation von unter 62,5%. Die Bank bekräftigt zudem ihr Ziel, für die Jahre 2021 bis 2025 insgesamt rund 8 Mrd. Euro Kapital an ihre Aktionäre auszuschütten.

„Angesichts der Widerstandskraft, die wir im ersten Halbjahr bewiesen haben, bekräftigen wir unsere Ertragsprognose für das Jahr 2022, die wir Anfang des Jahres angehoben hatten“, sagte Finanzvorstand James von Moltke. „Wir arbeiten weiter auf unser Ziel einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 8 Prozent hin. Gleichzeitig sehen wir uns in einem schwierigeren Umfeld einem steigenden Kostendruck gegenüber. Dennoch investieren wir weiter in die langfristigen Stärken unseres Geschäfts. Wir stehen zu unserer Strategie eines nachhaltigen Wachstums und allen unseren Finanzzielen für 2025.“



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7 Kommentare

  1. Die Deutsche Bank ist doch laut Prognose von Dr. Krall schon seit 2020 pleite. Jetzt präsentiert sie das beste Halbjahresergebnis seit 11 Jahren.😀 All diese schönen Folien, all die langen Vorträge.

    1. @Beckianer

      Es gibt halt diese ewigen Schwarzseher, diese finsteren, depressiven Abgrundsehnsüchtler. Früher oder später macht so eine Einstellung auch physisch krank, wie man häufig feststellen kann.
      Diese Zeitgenossen sind mit dem linken Fuß ins Leben getreten, was soll man machen?
      Eine Psychotherapie wäre indiziert, allein es fehlt die Einsicht.

      1. @Columbo – die ewigen Schwarzseher gibt es übrigens schon ewig – siehe Bibel oder die Prophezeiungen der Hopi-Indianer… Seinem Schicksal kann die Menschheit nicht entfliehen – es ist nur eine Frage der Zeit…

        1. @Lausi, aber muss man Anderen deshalb die Gegenwart und nähere Zukunft versauen, indem man Tag für Tag seinen Stausee an Frust und Depressionen entflutet? Jeder kennt nun zur Genüge die skeptischen Ansichten und Endzeit-Sehnsüchte der neuen Art Noir-Bewegung. Wir werden untergehen, irgendwann bestimmt…

          Aber bis dahin sind es noch höchstwahrscheinlich viele zig-tausende von Jahren.
          Tatsache ist, wir stehen mal wieder vor einer Krise, die wie viele Krisen zuvor in denselben Ursachen begründet liegt. Eigentlich sollte es naheliegend sein, diese Ursachen anzugehen, statt jedes Jahr dunklere Bilder und schlimmere Feindbilder über die Auswirkungen zu malen.

          Noch ist es nicht zu spät zum Handeln, außer vielleicht für Helmut & Konsorten, die ein ziemlich schrullig-individuelles Leben zu rechtfertigen versuchen… Das sollte man allerdings in erster Linie sich selbst und seiner Familie gegenüber tun. Meinetwegen noch bei bedauernswerten Freunden und Bekannten im wahren Leben, aber nicht als Dauerwerbesendung auf allen Kanälen.

          Ihrem Schicksal kann die Menschheit nicht entfliehen – bis zum nächsten Asteroideneinschlag hat sie es aber in der eigenen Hand. Das nötige Wissen und die Technologien sind vorhanden, es hapert einzig am Willen und am Zauber der Machtaffinität einzelner Personen und kleiner Gruppen. Am absoluten Unwillen, eine relativ kurze schmerzvolle Übergangszeit des Wandels überbrücken zu wollen. Der nächsten Generation wär’s fast schon wieder egal, weil normal und schwer im Aufwind.

  2. Und warum ist der Kurs dann in den letzten 6 Monaten um etwa 31 % gefallen, und in den letzten 12 Monaten um 23 %.

  3. Seit dem Jahre 2000, seitdem der Goldpreis sich mehr als versechsfacht hat, hat sich der Kurswert der Deutschen Bank gezehntelt.
    Wenn das keine Pleite ist, was dann?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. „“Allerdings sieht sie es aufgrund des derzeitigen operativen Umfelds als herausfordernder an, diese Ziele zu erreichen.““

    Das ist der einzige Satz von Bedeutung. Übersetz heißt der: “ Solange die Politik nicht wieder neue zusätzliche Schuldscheine druckt und uns zum Verleihen zur Verfügung stellt und das Tightning dominiert ,sind wir am Ar.c.s.“
    Das heißt die Politiker werden sich die nächsten Themen aus den Fingern saugen, um die nötigen Beleihzettel fürs Finanzcasino zu verschaffen!! z.B. Corona2023 oder son Müll

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