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Die Lage von CFD-Brokern vor einem Wochenende mit anschließendem Gap-Risiko

Warum mit ESMA das Risiko für Broker deutlich gestiegen – für Trader aber deutlich gesunken ist! Eine wilde Verschwörungstheorie vor dem G20-Gipfel

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Seit Eintreten der ESMA-Regularien können bekanntlich CFD-Konten nicht mehr ins Negative laufen – das ist durchaus eine verbraucherfreundliche Vorschrift der Aufsichtsbehörden, die an den Finanzmärkten ansonsten deutlich genauer hinsehen als etwa bei Glücksspiel-Anbietern!

Was aber bedeutet das für Broker? Einfach gesagt: ihr Risiko steigt. Denn nehmen wir einmal an, jemand käme auf die Idee, heute kurz vor Börsenschluß eine Position aufzubauen, die seine Marge fast komplett ausreizt – etwa in der Spekulation darauf, dass der G20-Gipfel am Wochenende ein Erfolg wird (in diesem Fall etwa mit vielen Dax-Long-Kontrakten) oder eben ein krachender Mißerfolg (in diesem Fall mit vielen Dax-Short-Kontrakten). Dabei beläßt der Broker-Kunde nur einen relativ schmalen Betrag auf dem Konto – da das Konto nicht negativ werden kann, ist genau dieser Betrag der maximal mögliche Verlust, eine Art unsichtbarer stop loss.

Nun ist mit den ESMA-Regularien für die allermeisten CFD-Trader der Hebel verringert worden (also die Margin-Anforderung für den jeweiligen Kontrakt erhöht worden) – ausgenommen sind nur die sogennanten Profi-Trader, also jene Menschen, die schon länger mit größeren Konten handeln oder eine Tätigkeit in der Finanzbranche nachweisen konnten.

So oder so: wer vor diesem Wochenende mit dem G-20-Gipfel sozusagen „all in“ geht (also die Marge komplett auslastet), hat ein begrenztes Verlustrisiko bei gleichzeitig potentiell unbegrenzter Gewinnchance, wenn die Märkte am Montag mit einem Gap eröffnen sollten und dann vielleicht die eingeschlagene Richtung sich noch weiter ausdehnt.

Nun ist uns heute aufgefallen, dass Jochen Stanzl von CMC Markets, den wir für gleichermaßen kompetent und integer halten, in seinem heutigen Ausblick auf die Märkte und das G20-Wochenende mit anschließendem Gap-Risiko auffallend stark die Verwendung von garantierten Stops empfiehlt, die CMC wie viele andere Broker (kostenpflichtig) anbietet. Diese garantierten Stops sind natürlich grundsätzlich sinnvoll, haben jedoch durch die ESMA-Regularien einen entscheidenden Vorteil verloren: sie begrenzten einst ein unbegrenztes Verlustrisiko, während sie mit Einführung der ESMA-Reguarien jetzt nur noch ein ohnehin begrenztes Risiko weiter begrenzen!

Und da bei CFD-Brokern der Broker-Kunde in den allermeisten Fällen faktisch gegen den Broker wettet (siehe dazu: „Was läuft bei einem Broker ab? Anworten auf Fragen, die Sie nie gestellt haben..“), wandert das Risiko gewissermaßen vom Kunden zum Broker. Und genau deswegen – so unsere maßlose Verschwörungstheorie – empfiehlt Jochen Stanzl auffallend häufig die garantierten Stops:

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Bernd Schneider

    30. November 2018 11:27 at 11:27

    IG hat die garantierten Stopps jetzt abgeschafft.

    • Avatar

      Simply

      30. November 2018 11:45 at 11:45

      IG Markets? Hab gerade nachgeschaut, könnte ohne Probleme einen garantierten Stop setzen.
      Die normalen Konten haben immer einen garantierten Stop, daher gar keine Auswahlmöglichkeit.

  2. Avatar

    Kenguru

    30. November 2018 12:37 at 12:37

    Den Schutz vor Negativsalden gab es doch bereits vor der ESMA Enthebelungsorgie, somit hätte der risikofreudige All-IN-Anleger das 5 bis 10-fache der jetzt möglichen Positionsgrössen aufbauen können. Das Risiko für den CFD Broker ist also geringer, auch weil Negativsalden so kaum noch möglich sind.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. November 2018 12:51 at 12:51

      @Kenguru, vor ESMA gab es in Europa keinen flächendeckenden Schutz vor Negativsalden! Ich selbst habe es während meiner Tätigkeit bei einem Broker erlebt, dass ein Kunde einen massiven Negativsaldo hatte, weil er eine amerikanische Biotech-Aktie auf CFD-Basis in großem Volumen gekauft hatte, das Biotech-Unternehmen dann vor Börseneröffnung keine Lizeenz für ein zentrales Produkt bekommen hatte und dann massiv einbrach!

      Anderes Beispiel ist das Chaos nach Aufhebung des Mindestkurses bei Euro-Franken im Jahr 2015 – da sind massenhaft Konten ins Negative gelaufen – auch wenn die Broker dann große Schwierigeiten hatten, einen Ausgleich für das negative Saldo von den betroffenen Kunden zu bekommen..

      Die Bafin hat dann im August 2017 ein Verbot von Negativsalden erlassen für deutsche CFD-Konten erlassen..
      https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Pressemitteilung/2017/pm_170508_cfd.html

      • Avatar

        Kenguru

        30. November 2018 13:40 at 13:40

        Was die gesetzliche Regelung betrifft ist dies natürlich korrekt. In der Praxis aber haben viele CFD Anbieter, gerade nach dem Euro/Franken Zwischenfall, von sich aus einen Schutz vor Negativsalden angeboten, vielleicht auch deshalb, weil sie mit dem Eintreiben der Aussenstände überfordert waren.

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    Marko

    30. November 2018 14:47 at 14:47

    Cfds: das sind prinzipiell Futures-Konrakte, bei welchem das Risiko, auch wenn sie „Mini-Futures“ sind, unbegrenzt ist !

    Das ist und bleibt der Unterschied zum Zertifikat (Helbelprodukte) oder dem Optionsschein (hierbei ist ein „Negativ-Saldo“ unmöglich), diese „Dinger“ sind geeignet für „Menschen ohne Ahnung“, so hart ist das nun mal.

    Wobei ich der Meinung bin und bleibe : Optionsscheine, das ist noch eine Liga über den CFDs… das liegt daran, dass man bei Optionsscheinen die Volatilität einberechnen muss ! Das gilt sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer !

    Und da kann ich Euch sagen… ;)

    Natürlich kann man auch Optionen „schreiben“, jeder so, wie er mag.

  4. Avatar

    Marko

    30. November 2018 15:05 at 15:05

    Und bei einem Zertikat ist mir „ein garantierter Stop“ egal : einfach eben deshalb, weil ich wohl nicht „marktnah“ bin, aber ich weiss : ich kann nur das verlieren , was ich eingesetzt habe. Punkt!
    Das ist der Unterschied zu den „Mini-Futures“. Und natürlich wandert das Risiko zum Broker hin, so sind nun mal die Regeln.
    So ein „harter Brexit“ hätte insofern schon was, die Briten müssten sich nicht (!) nach den Regeln der Europäer halten ? Nur, der Preis… So sad… :D

  5. Avatar

    Marko

    30. November 2018 15:26 at 15:26

    Und das hier sagt doch alles zum Thema, die EZB ist ein Fall für den Abfalleimer :

    https://www.onvista.de/news/fed-zinserhoehung-im-dezember-doch-noch-keine-beschlossene-sache-157921869

    Und das da, kommt grantiert nicht von den der FED, der mächtigsten Notenbank der usw… :D

    Wer das glaubt,…

    Die Amis müssen aufpassen, dass der Zinsabstand nicht zu hoch wird, weil unser „Bundesbankladen“ „pennt“.. :D

    Um es ganz klar zu sagen, es geht hier darum, dass beide Notenbanken diesen „Lehman-Schrott“ beenden, und dies gleichzeitig ! Na ja, so ungefähr…

  6. Avatar

    Maximal

    30. November 2018 16:35 at 16:35

    Hallo, bin Neuling im CFD Handel. Die gesetzliche Regelung müsste mich doch schützen, dass ich im Extremfall nur meinen Einsatz verlieren kann.
    Verstehe ich da was falsch?
    Habe ein Testkonto bei Flatex. Hat jemand bei Flatex CFD Handel Erfahrungen?

    Bei OS und Zertif. habe ich oft den Eindruck, dass da die Emittenten Stoppkurse willkürlich abfischen.

  7. Avatar

    Kenguru

    30. November 2018 17:18 at 17:18

    @Maximal: Es iat richtig, dass Sie als Privatkunde im CFD Handel lediglich Ihren Einsatz verlieren können, anders schaut es bei professionellen Anlegern aus. Ihr Eindruck hinsichtlich OS und Zertifikaten stimmt ebenfalls. Zu Flatex sage ich vorsichtshalber lieber gar nichts. Viel Erfolg

  8. Avatar

    Kritisch

    30. November 2018 17:21 at 17:21

    Hallo Leute!
    Also ich persönlich sehe das ganze Thema ESMA, massive Reduktiion der Hebelung, garantierte Stopps, etc. ganz gelassen, da ich seit Anbeginn meiner CFD-Handelstätigkeit (schon vor Jahren) grundsätzlich ein max. Risiko von 3% meines Kontos je Trade eingesetzt habe und immer einen garantierten Stopp setze. Somit war und sind mir sowohl die Reduktion der Hebelungen als auch GAP-Risken egal. Die Gebühren bei Ausführung des garantierten Stopps sind doch im Verhältnis zum Risiko völlig irrelevant und vernachlässigbar. In der Regel setze ich Trades auch mit Limitorders, sodass ich hier auch das ohnehin geringe Slippage-Risiko praktisch ausschließe. Ich finde die ESMA-Regelung als sehr, sehr gut obgleich ich durch meine Handelsstrategie davon eigentlich niemals betroffen war.
    Schönes, aufregendes G-20 Wochenende!

  9. Avatar

    Marko

    30. November 2018 19:56 at 19:56

    Und beim Ölpreis sieht die Lage kritisch aus, ich schließe Kurse um bzw. über 40 USD nicht aus, ca 50 USD iregdwas drunter oder drüber. Bei ca 45 USD wird der „Laden“ drehen.

    Warum ? Das mit dem „Ölabsturz“ habe ich Euch vorher gesagt, wenn der „Laden“ fällt, dann fällt er.

    Beim vorherigen „Absturz“, also von 120 USD auf ca. 38 USD, war das schon a bisserl „heftig“ :D , das stimmt, bei ca. 45 USD würden wir den „Drehpunkt“ sehen.

    • Avatar

      Juri

      1. Dezember 2018 11:40 at 11:40

      Hallo Marko, was ist für dich ein Drehpunkt? Ist es ein Minimum an den sich der Kurs dreht?

    • Avatar

      Gixxer

      1. Dezember 2018 13:16 at 13:16

      Warum meinen Sie gerade bei 45$?
      Wie kommen Sie da drauf, wenn ich fragen darf?

  10. Avatar

    Beobachter

    1. Dezember 2018 17:04 at 17:04

    @ Gixxer, auf dailyfx.com Stichwort „Rohölpreise“ gibt es eine Analyse von Michael Boutros vom 28.11
    Er sieht die ca.46 Dollar als 61,8 Fibo- Stütze, als mögliche Untergrenze bei einem Washout.Obwohl Viele Nichts von solchen Marken halten, treffen sie oft zu weil eben viele Analisten danach handeln.
    Diese Marken können natürlich auch durch Tweets von“ grossen „Staatspräsidenten ausser Betrieb gesetzt werden, wenn es für das Land u.das Interesse des Präsidenten wichtig erscheint!

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Finanznews

Apple & Co: Schwarzer Freitag für Tech? Videoausblick

Markus Fugmann

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Nach den gestrigen Zahlen ist vor allem Apple nachbörslich unter Druck – erleben wir daher heute eine Art „Schwarzer Freitag“ für Tech? Dabei waren die Zahlen von Amazon, Facebook und Alphabet wirklich gut, dennoch geht es für diese Aktien nachbörslich nach unten (Ausnahme Alphabet), bei Apple ist die Enttäuschung über die iPhone-Verkäufe und die Zahlen aus China besonders groß. Hat Tech seinen Hochpunkt hinter sich – vor allem dann, wenn Biden gewinnt und Elizabeth Warren Finanzministerin wird? Normalerweise beginnen die Aktienmärkte nun kurz vor der US-Wahl saisonal eine sehr starke Phase, aber neue Rekordzahlen bei Corona sowie die Gefahr einer angefochtenen US-Wahl machen Rallys momentan noch kurzlebig..

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Indizes

DAX daily: Dax vorbörslich tiefrot – Quartalszahlen lösen Verkaufswelle aus

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Der Dax wird heute voraussichtlich erneut tiefrot eröffnen. Die zum Teil großartigen Quartalszahlen der Tech-Riesen drücken die Aktienindizes nach unten. Ja Sie haben richtig gelesen, die Zahlen lagen durchweg über den Erwartungen, von Amazon und Alphabet sogar deutlich darüber, dennoch werden sie von den Anlegern abverkauft. Die Grundstimmung liegt derzeit am Boden, da wird auch schon mal das Haar in der Suppe gesucht und gefunden. Die Bären sind weiterhin am Ruder.

Rückblick

Der Dax konnte sich im gestrigen Handel nach den hohen Vortagesverlusten stabilisieren. Dabei gelang es ihm nach drei Verlusttagen in Folge erstmals wieder in der Gewinnzone zu schließen. Zwar hat er das Tagestief von Mittwoch bei 11.457 nochmal getestet, aber nach dem erfolgreichen Test ging es im Anschluss direkt zum Tageshoch bei 11.707. Nach dem Zinsentscheid war der deutsche Leitindex zunächst in Minus gerutscht, drehte aber während der Pressekonferenz wieder ins Plus. Die Aussage der EZB, dass man sich in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen hält, wirkte unterstützend. Zudem bleiben die Zinsen unverändert und das Anleihenkaufprogramm PEPP läuft auch wie gehabt weiter. Nach dem wilden Hin und Her musste der Dax zum Börsenschluss einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Schließlich hat er den Handel mit einem kleinen Plus von 37 Punkten bei 11.598 beendet.

Ausblick

Mit den beiden Tiefs von Mittwoch bei 11.457 und Donnerstag bei 11.458 hatte der Leitindex einen Doppelboden ausgebildet. Dieser könnte aber zur heutigen Börseneröffnung schon wieder zerstört sein, wenn der Dax darunter eröffnet. Kann er allerdings den Bereich wieder überwinden, dann besteht die Chance auf eine Erholung. Auf der anderen Seite würde ein Bruch des Bodens eine weitere Abwärtswelle in Gang setzen. Aus dem Schneider ist Dax nämlich noch lange nicht, ein paar Faktoren deuten auf tiefere Kurse hin. Zum einen gelingt es den US-Börsen nicht sich zu stabilisieren, darüber hinaus ist der schwache Euro ein Indiz dafür, dass sich ausländische Investoren aus dem Dax verabschieden. Das würde wiederum die Underperformance des deutschen Leitindex der letzten Tage und Wochen erklären. So richtig wissen wir erst wohin die Reise geht, wenn das Wahlergebnis feststeht. Vorher kann es weiterhin turbulent bleiben.

News und fundamentale Daten

Die Quartalsberichte der Tech-Riesen sind gestern durchweg positiv ausgefallen. Dennoch konnten nur zwei Unternehmen ihre Kurse steigern. Der klare Gewinner am gestrigen Abend war Alphabet. Das Unternehmen konnte in allen Bereichen überzeugen, das wurde demnach mit einem nachbörslichen Kurssprung von 5 % belohnt. Auch Amazon und Facebook haben die Erwartungen deutlich geschlagen, aber nur Facebook konnte ein leichtes Plus verbuchen.  Die Zahlen von Apple sind grundsolide ausgefallen, aber hier hat man wohl insgeheim mehr erwartet. Die Aktie gibt nachbörslich um fast 5 % nach. Insbesondere die iPhone-Verkäufe haben nachgelassen, dafür wachsen aber alle anderen Teilbereiche bei Apple spürbar. In der Nacht hat sich trotzdem bei den Techwerten ein Abverkauf eingestellt.

Gestern ist bereits das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) erschienen, heute folgt dann um 10:00 Uhr noch das deutsche BIP vom dritten Quartal. Die USA konnten dabei beachtlich vorlegen, mit einer Steigerung von +33,1 % wurde der höchste Anstieg zum Vorquartal in der US-Geschichte vermeldet. Vor wenigen Minuten wurden außerdem die deutschen Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Diese sind mit mit -2,2 % deutlich unter den Erwartungen von -0,8 % ausgefallen (vorher +1,8). Um 11:00 Uhr sehen wir dann noch den Verbraucherpreisindex sowie das BIP der Euro-Zone. Darüber hinaus kommen noch Konjunkturdaten aus den USA. Zuerst erscheint um 14:45 Uhr der Chicagoer Einkaufsmanagerindex, kurz danach folgen um 15:00 Uhr die Konsumentenerwartung und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Zudem legen die amerikanischen Unternehmen AbbVie, Altria, Exxon Mobil, Chevron und Honeywell ihre Quartalsberichte vor. Zudem berichten die beiden deutschen Softwareanbieter RIB Software und SNP Schneider-Neureither ihre Zahlen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Ungefähr eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax knapp über der 12.400er Marke. Kann er die 11.457 bis zur Eröffnung nicht zurückerobern, dann ist die gestrige Bodenbildung zerstört. Demnach dürfte es noch eine Etage tiefer gehen. Eine wichtige Unterstützung liegt bei 11.340, fällt er auch darunter, dann wäre der nächste Anlaufpunkt die 11.220. Erreicht er die Marke, dann wäre die SKS aus dem Tageschart abgearbeitet. Dort könnte der Index drehen, ansonsten befinden sich die nächsten Unterstützungen erst wieder bei 11.094 und der psychologischen Marke von 11.000.

Vom vorbörslichen Tief bei 11.328 ist ein Impuls bis zur 11.421 entstanden. Wenn der Dax das Tief bei 11.328 nicht mehr unterschreitet, dann kann sich an dieser Stelle ein Boden bilden. Ein erster Widerstand liegt an dem vorherigen Doppelboden bei 11.457. Nimmt er die Hürde, dann ergeben sich Ziele bei 11.473, 11.531, 11.574 und 11.592. Bleibt das Abwärtsmomentum stark, dann kann es jederzeit an den Marken wieder drehen. Sollten Schnäppchenjäger in den Markt kommen, dann könnte der Dax noch bis 11.670 und dem gestrigen Tageshoch bei 11.707 ansteigen.

DAX daily: Tagesausblick 30.10. - M30-Chart - Dax tiefrot nach Quartalszahlen

Heutige Pivot Punkte (PP):

11.838 – Pivot Punkt R2

11.715 – Pivot Punkt R1

11.585 – Pivot Punkt

11.462 – Pivot Punkt S1

11.332 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.340 – Ziel der 1.000-Punkte-Range

11.220 – 100 % Ziel SKS (Hoch 13.460; Nackenlinie 12.340)

11.094 – Kurslücke vom 09.03.

11.000 – psychologische Marke

10.882 – 261,8 % Extension (13.460)

Dax Widerstände (WS):

11.457 – ex Doppelboden

11.473 – 38,2 % Retracement (11.707 – 11.328)

11.574 – 161,8 % Extension (11.328)

11.592 – 161,8 % Extension Vorbörse

11.670 – 261,8 % Extension (11.328)

11.707 – Tageshoch 29.10.

11.852 – Tageshoch 28.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

Veröffentlicht

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Von

Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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